Im zweiten Band der Beiträge zur Technikgeschichte werden der Kristallpalast zu London, sein Architekt Joseph Paxton, der Glaspalast zu München behandelt, des Weiteren wird der Entwicklung des Schmiedens, der Schmiedekunst und dem Historischen der Metallbearbeitung große Aufmerksamkeit geschenkt. In den Mittelpunkt gerückt wird dabei, daß die Metallformung eine Kunst ist, welche mittels Kraft Metalle und ihre Legierungen der jeweils gestellten Aufgabe entsprechend in den Dienst des Menschen stellt und die Menschheit auf ihrem Entwicklungswege vom Anbeginn bis in die Gegenwart begleitete. Darüber hinaus ist zu erfahren, daß das Schmieden viel älter ist als jede überlieferte Geschichte. Erwähnte Zeitzeugnisse weisen darauf hin, die Metallformung läßt sich bis weit in die vorgeschichtlicher Zeit zurückverfolgen. Im Übrigen geht aus dem Stammbaum der Metallformung hervor, daß sie im Altertum noch keine Einzelgebiete besaß und Metallurgen gleichzeitig auch Schmiede waren. Erkennbar wird gemacht dazu, als Kraftquelle stand dem Schmied in alten Zeiten vor allem nur die menschliche Muskelkraft zur Verfügung. Besonders die ersten Kapitel dieses Werkes vermitteln, erst mit der industriellen Revolution trat die große Wende in den Metallbearbeitungstechniken wie auch der Materialausnutzung ein. Zum Ausdruck gebracht wird dabei außerdem, Maschinenkraft ersetzte mehr und mehr das Tun in der Metallformung vom Filigranen bis hin zu Monumentalen. Für diesen Band der Beiträge der Technikgeschichte wurden vordergründig titanische Bauten aus Eisen-Glas-Konstruktionen in den Fokus genommen, nämlich der Crystal Palace zu London und Glaspalast zu München. Aus den ausgewählten Beispielen zur Geschichte der Metallformung aller Zeiten geht obendrein hervor, Wesentliches schuf der Mensch stets aus den Metallen und ihren Legierungen und leistete damit große Taten für die kulturelle Entwicklung der Völker. Mit dem ausgewählten Schrifttum in den zusammengestellten Literaturverzeichnissen wird die Absicht verfolgt, dem Leser ein Quellenangebot für das tiefere Eindringen in die Entwicklungsgeschichte der Metallformung zu geben.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung.
Der Kristallpalast von London und sein Architekt Joseph Paxton.
Der Kristallpalast von London.
Literatur zum Teil der Kristallpalast von London.
Joseph Paxton – der Architekt des Crystal Palace zu London.
Literatur zum Teil Joseph Paxton – der Architekt des Crystal Palace.
Weiterführende Literatur zum Teil der Architekt Joseph Paxton.
Der Glaspalast zu München.
Literatur zum Teil der Glaspalast zu München.
Das Schmieden und die Schmiedekunst.
Schmieden – Zeit- und Stilepochen von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Chronologie zu den Zeit- und Stilepochen des Schmiedens.
I. Entwicklung des Schmiedens von den Anfängen bis ins Mittelalter.
II. Entwicklung des Schmiedens vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Die Schmiedekunst.
Allgemeines zur Schmiedekunst.
Weiteres zur Geschichte der Schmiedekunst.
Ausgewählte Enzyklopädie- und Lexikoneintragungen zum Schmieden.
Bilder zur Schmiedekunst.
Literatur zum Teil Schmieden und Schmiedekunst.
Liste der ergänzenden Literatur zum Kapitel die Schmiedekunst.
Historisches zur Metallbearbeitung.
Literatur zu Historische zur Metallbearbeitung.
Vita des Autors.
Abstract.
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Technikgeschichte der Metallformung und untersucht bedeutende Meilensteine der Eisen-Glas-Konstruktion sowie die historische Entwicklung der Schmiedekunst von den Anfängen bis in die Moderne. Ziel ist es, dem Leser einen fundierten Überblick über die technologische Evolution, die künstlerische Dimension der Metallgestaltung und die Bedeutung dieser Verfahren für die kulturelle und industrielle Entwicklung zu vermitteln.
- Der Kristallpalast von London und sein Architekt Joseph Paxton
- Der Glaspalast zu München als architektonisches und technisches Vorbild
- Die historische Evolution der Schmiedetechnik und Schmiedekunst
- Technologische Meilensteine der Metallbearbeitung über mehrere Jahrtausende
Auszug aus dem Buch
Der Kristallpalast von London [1].
Ähnlich wie der Eiffelturm, der 1889 eingeweiht wurde, gehörte auch der Kristallpalast von London, zur „The Great Exhibition of the Works of Industry of All Nations“ errichtet, zu den Bauwerken, die die Epoche der gigantischen Stahlkonstruktionen im Bauwesen einleitete.
Der Kristallpalast, mit einer Grundfläche von rund 71.800 Quadratmetern, wurde anlässlich der ersten Weltausstellung im Jahr 1851 in der englischen Hauptstadt errichtet. Die Idee für die erste Weltausstellung wurde ein Jahr nach der europäischen Revolution von 1848 am Rande der Französischen Nationalausstellung in Paris geboren.
Die Royal Commission der Royal Society of Arts eröffnete am 13. März 1850 einen internationalen Wettbewerb für das Ausstellungsgebäude im Hydepark von London. An der Ausschreibung für das Projekt des Hauptgebäudes der Weltausstellung beteiligten sich 241 Projektanten. Die Mehrzahl dieser Entwürfe entsprach nicht den Hauptforderungen – billig und neu – deshalb wurde auch keiner der eingesandten Entwürfe gebaut.
Angenommen und verwirklicht wurde ein Projekt des Gartenbauarchitekten Joseph Paxton (1801-1865). Gebaut und eingerichtet wurde die „Gläserne Arche“ vom 30. Juli 1850 bis Ende April 1851; die Bauzeit betrug also nur ganze acht Monate, wobei für die Montage des Gebäudes nur 17 Wochen benötigt wurden.
Eröffnet wurde die 1. Weltausstellung, mit einer Ausstellungsfläche von 8,7 Hektar, mit der Einweihung des „Kristallpalastes“ mit einer Staatszeremonie durch die englische Königin Viktoria am 1. Mai 1851. Im Ausstellungsgelände des Hydeparks wurden insgesamt 10,7 Hektar, davon 7,2 Hektar für den Kristallpalast, für diese Exposition dafür mit hohem Aufwand hergerichtet.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung.: Das Kapitel führt in die Thematik der Metallformung und die Bedeutung der gewählten Bauwerke wie den Kristallpalast ein.
Der Kristallpalast von London und sein Architekt Joseph Paxton.: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte, Konstruktion und Bedeutung des Kristallpalastes sowie das Leben seines Architekten.
Der Glaspalast zu München.: Es wird der Bau, die Funktion und die Geschichte des Münchner Glaspalastes im Kontext der Zeit dargestellt.
Das Schmieden und die Schmiedekunst.: Dieses Kapitel beleuchtet die Geschichte des Schmiedens, die technischen Epochen und die Entwicklung der Schmiedekunst von der Antike bis zur Gegenwart.
Historisches zur Metallbearbeitung.: Hier werden die historischen Grundlagen und die Entwicklung der metallbearbeitenden Verfahren systematisch erläutert.
Vita des Autors.: Dieses Kapitel bietet einen kurzen Überblick über den beruflichen Werdegang und die fachliche Qualifikation des Autors.
Abstract.: Das Abstract fasst die zentralen Inhalte und Forschungsanliegen des gesamten Bandes prägnant zusammen.
Schlüsselwörter
Kristallpalast, Joseph Paxton, Weltausstellung, Glaspalast München, Schmieden, Schmiedekunst, Metallformung, Technikgeschichte, Metallbearbeitung, Eisenbau, Stahlbau, industrielle Revolution, Handwerk, Fertigungstechnik, Gusseisen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte der Technikgeschichte mit Fokus auf den Bau von Ausstellungshallen aus Eisen und Glas sowie die Entwicklung der Metallbearbeitung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Kristallpalast in London, der Glaspalast in München, die Entwicklung der Schmiedetechnik und allgemeine historische Aspekte der Metallverarbeitung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Dokumentation und Analyse technologischer Fortschritte in der Metallformung und deren kulturelle sowie industrielle Bedeutung über mehrere Jahrtausende hinweg.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt historische Analysen, Literaturstudien und chronologische Aufarbeitungen technischer Epochen, um die Entwicklung der Metallbearbeitung nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den konkreten Bauprojekten (Kristallpalast, Glaspalast) die verschiedenen Stilepochen des Schmiedens sowie technologische Grundlagen der Metallverarbeitung detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Technikgeschichte, Kristallpalast, Schmiedekunst, industrielle Revolution und Metallformung.
Welche besondere Bedeutung hatte das "ridge-and-furrow-principle" für den Kristallpalast?
Dieses Prinzip war entscheidend für die effiziente Dachgestaltung des Kristallpalastes, da es eine stabile und leichte Glas-Eisen-Konstruktion ermöglichte.
Warum wird die Schmiedekunst im 19. Jahrhundert als rückläufig beschrieben?
Aufgrund der industriellen Revolution und der Massenfertigung durch Eisenguss gerieten traditionelle handwerkliche Schmiedetechniken zunehmend in den Hintergrund und verloren an Bedeutung.
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- Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Author), 2009, Der Kristallpalast von London und sein Architekt Joseph Paxton - Der Glaspalast zu München, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141687