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Emmy Göring als "First Lady" der Nazis. Naivität, Verdrängung oder Berechnung?

Titre: Emmy Göring als "First Lady" der Nazis. Naivität, Verdrängung oder Berechnung?

Dossier / Travail , 2020 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Katharina Schneider (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Emmy Sonnemann schauspielerte bereits viele Jahre in Weimar, war geschieden, näherte sich ihrem 38. Lebensjahr und erwartete keine großen Überraschungen mehr von ihrem Leben. Die Begegnung mit Hermann Göring im Jahr 1932 sollte jedoch alles ändern. Von einer einfachen Provinzschauspielerin wurde Emmy zur „First Lady“ im „Dritten Reich“, lebte ein Leben in Prunk und Protz an der Seite Görings, den sie unendlich verehrte und liebte.

Folgende Fragen sollen in der Arbeit behandelt werden: Welchen Idealen Görings entsprach Emmy? War es die „große Liebe“, wie es Emmy immer wieder betonte, oder eher eine Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen? Und was genau war Emmys Aufgabe im „Dritten Reich“? Emmy, die sich als selbst nicht politisch tätig bezeichnete, schrieb später nach dem Krieg, dass die Konzentrationslager, die ihr Mann eingerichtet hatte, lediglich zur Umerziehung politischer Gegner gewesen seien und dass er wohl selbst nicht über die schrecklichen Verhältnisse in den Lagern unterrichtet gewesen sei . In ihrem selbstverfassten Buch wird Hermann als „Muster an Tugenden“ dargestellt, während seine Korruptheit, Brutalität und sein tausendfacher Kunstraub auf der anderen Seite, jedoch verschwiegen werden. Wusste es Emmy also damals wirklich nicht besser oder verdrängte sie die Wahrheit schlichtweg? War es tatsächliche Dummheit, die Emmy zu solch einem Denken leitete oder führte kühle Berechnung zu ihrem Verhalten?

Der pädagogische Bezug der Arbeit soll hergestellt werden, indem die Fragestellung diskutiert wird, inwiefern es sinnvoll ist, eine Person wie Emmy Göring im Geschichtsunterricht zu behandeln. Hier soll deutlich werden, welche Schlüsse man aus ihrem Leben ziehen kann und was solch eine Thematik die SuS für ihre Gegenwart und Zukunft lehren kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Das NS-Ideal der Weiblichkeit

3) Emmy Görings Leben

3.1. Phase: Kindheit, Jugend, Karriere als Schauspielerin

3.2. Phase: An der Seite Hermann Görings

3.2.1 Ihre Liebesbeziehung

3.2.2 Auswirkungen auf Emmys Karriere

3.2.3 Emmys Freundschaften zu Juden

3.2.4 Emmys Leben als „First Lady“

3.3. Phase: Emmys Leben in der Nachkriegszeit

4) Analyse der Einblicke Emmy Görings in die Arbeit ihres Mannes

5) Didaktischer Teil

5.1. Didaktische Überlegungen: Sollte man Emmy Göring im Geschichtsunterricht thematisieren? Welche Schlüsse können SuS aus ihrem Leben ziehen?

5.2. Einordnung in den Bildungsplan

6) Fazit

7) Internetquellen und Literatur

7.1. Literatur

7.2. Filmquellen

7.3. Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Emmy Göring als Ehefrau eines der Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes agierte und welche Mechanismen der Verdrängung oder Komplizenschaft ihr Leben prägten. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob ihre Rolle als "First Lady" durch Naivität, bewusste Ignoranz oder eine kalkulierte Zweckgemeinschaft bestimmt war, und wie diese Lebensgeschichte didaktisch aufbereitet werden kann.

  • Die konstruierte Idealvorstellung der Frau im Nationalsozialismus.
  • Die Biografie Emmy Görings: Vom Aufstieg als Schauspielerin zum Leben an der Seite von Hermann Göring.
  • Analyse von Verdrängungsmechanismen und der bewussten Abkehr von der Realität politischer Verbrechen.
  • Didaktische Möglichkeiten zur Thematisierung der Täterinnenrolle und Mitverantwortung im Geschichtsunterricht.
  • Die Bedeutung von Multiperspektivität zur kritischen Prüfung von historischen Quellen.

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Emmys Leben als „First Lady“

Im Jahr 1935 verfügte Göring bereits über ein großes Vermögen, hatte viel Macht im Staat und war beliebt bei der Bevölkerung. Trotzdem legte ihm Hitler nahe, Emmy nun zu heiraten, was zusätzlich seinem Prestige förderlich sein könnte. Aufgrund von Hitlers Ehelosigkeit schien auch Göring eine Frau an seiner Seite erstrebenswert, die somit zur „ersten Frau“ im Staat werden würde.

So kam es, dass der 42-jährige Hermann Göring die 41-jährige Emmy Sonnemann im Frühling 1935 heiratete. Dieser Tag wurde zum allgemeinen Feiertag ernannt und in Berlin herrschte ein Ausnahmezustand. Ein britischer Botschafter, der sich zu dieser Zeit in Berlin befand, beschrieb, dass man meinen könne, die Monarchie sei wiederhergestellt worden. Schon hier wurde durch die pompöse Trauung und die kostbaren Geschenke, die die beiden bekamen, deutlich, in welchem Luxus sie leben mussten. Während Emmy später immer wieder ihre große Liebe zu Göring betonte, argumentiert die Historikerin Anna Maria Sigmund, dass es eher eine Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen gewesen sei. Emmy habe Sicherheit und Status durch die Ehe erlangt, Hermann Göring sei es gelungen, seinen Ruf im Volk zu festigen. Auch der Historiker Richard Overy merkt an, dass die Hochzeit Görings Ansehen zementiert habe. Durch die Hochzeit sei es ihm möglich geworden der Bevölkerung zu zeigen, dass er eine humorvolle und menschliche Seite besitze. Anderen NS-Funktionären hingegen sei es schwieriger gefallen, diese Menschlichkeit zu offenbaren.

Mit Beginn ihrer Ehe beendete Emmy ihren Beruf als Schauspielerin, da es für ihren Mann nun „unvorstellbar“ war, dass seine Frau weiterhin Theater spielen würde. Sie sah ein, dass nun ein neuer Lebensabschnitt auf sie wartete und so widmete sie sich von nun an ihren neuen Pflichten. Als „Erste Dame“ oder „First Lady“ lag ihre Aufgabe nun beispielsweise darin, Diplomaten und Politiker in Salons in Berlin zu führen oder Adolf Hitler manche Repräsentationsaufgaben abzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Emmy Sonnemanns Leben vor der Ehe mit Hermann Göring und stellt die Forschungsfrage nach den Motiven ihrer Rolle im NS-Staat.

2) Das NS-Ideal der Weiblichkeit: Dieses Kapitel definiert die von den Nationalsozialisten propagierte Frauenrolle der „arischen Mutter“ und „Kameradin“ als gesellschaftlichen Kontext.

3) Emmy Görings Leben: Hier wird der Lebenslauf Emmy Görings in drei Phasen unterteilt: ihre Karriere, ihre Zeit an der Seite Görings und ihr Nachkriegsleben.

4) Analyse der Einblicke Emmy Görings in die Arbeit ihres Mannes: Es wird analysiert, wie Emmy Göring sich bewusst von der Politik ihres Mannes distanzierte und Mechanismen wie die „Zweckdummheit“ nutzte.

5) Didaktischer Teil: Dieses Kapitel prüft, wie Emmy Görings Biografie für den Geschichtsunterricht genutzt werden kann, um politisches Verantwortungsbewusstsein und Multiperspektivität zu lehren.

6) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Emmy Göring durch Verdrängung ein Leben in Privilegien führen konnte, ohne sich der eigenen moralischen Mitschuld zu stellen.

7) Internetquellen und Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Forschungsbeiträge auf.

Schlüsselwörter

Emmy Göring, Hermann Göring, Nationalsozialismus, Drittes Reich, Täterinnen, Mitläuferinnen, Frauenrolle, Verdrängung, Zweckdummheit, Multiperspektivität, Geschichtsunterricht, politische Mündigkeit, Antisemitismus, Carinhall, Biografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Emmy Göring als Ehefrau von Hermann Göring während der NS-Zeit und untersucht, wie sie ihre privilegierte Position rechtfertigte und ihre Beteiligung am System verdrängte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die NS-Ideologie zur Weiblichkeit, die Biografie Emmy Görings, psychologische Aspekte der Verdrängung sowie didaktische Konzepte zur Vermittlung dieser historischen Thematik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, inwiefern Emmys Verhalten als naive Unwissenheit, bewusste Verdrängung oder berechnende Entscheidung zu werten ist und welchen Erkenntniswert ihre Biografie im Unterricht bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine biographische Analyse und quellenkritische Untersuchung, bei der publizierte Erinnerungen von Emmy Göring mit historischer Fachliteratur und Zeitzeugnissen abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung ihres Lebensweges, die kritische Analyse ihrer Einblicke in die Arbeit ihres Mannes sowie didaktische Überlegungen zur Integration dieses Beispiels in den Geschichtsunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Emmy Göring, Verdrängung, Nationalsozialismus, Täterinnenrolle, politische Mündigkeit und Multiperspektivität.

Wie erklärt die Arbeit den Begriff der „Zweckdummheit“ bei Emmy Göring?

Der Begriff beschreibt ein kultiviertes Ignorieren der Realität, das es ihr ermöglichte, an der Seite eines NS-Funktionärs ein luxuriöses Leben zu führen, ohne sich mit den grausamen Konsequenzen seines Handelns auseinandersetzen zu müssen.

Warum hält die Autorin die Thematisierung im Geschichtsunterricht für sinnvoll?

Sie argumentiert, dass SchülerInnen durch das Leben Emmy Görings lernen können, die eigene politische Mündigkeit zu hinterfragen und die Bedeutung der Multiperspektivität bei der Bewertung historischer Sachverhalte zu erfassen.

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Résumé des informations

Titre
Emmy Göring als "First Lady" der Nazis. Naivität, Verdrängung oder Berechnung?
Université
University of Education Ludwigsburg
Note
1,7
Auteur
Katharina Schneider (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
25
N° de catalogue
V1419471
ISBN (PDF)
9783346975065
ISBN (Livre)
9783346975072
Langue
allemand
mots-clé
Emmy Göring Frauen im Nationalsozialismus Anpassung First Lady Hermann Göring Göring Konzentrationslager Schauspielerin Judenverfolgung Kunstraub
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Schneider (Auteur), 2020, Emmy Göring als "First Lady" der Nazis. Naivität, Verdrängung oder Berechnung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419471
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Extrait de  25  pages
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