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Die Verbindung zwischen Hooliganismus und Rechtsradikalität. Ein tiefgreifender Blick auf Fußballkulturen und Soziale Arbeit

Titel: Die Verbindung zwischen Hooliganismus und Rechtsradikalität. Ein tiefgreifender Blick auf Fußballkulturen und Soziale Arbeit

Hausarbeit , 2015 , 11 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Nadin Linz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese wissenschaftliche Arbeit zielt darauf ab, ein detailliertes Verständnis der Unterschiede zwischen Hooligans und Ultras zu entwickeln, deren historische Entwicklung in Deutschland zu skizzieren und die Verknüpfung von Hooliganismus mit Rechtsradikalität zu untersuchen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Rolle des Fußballs, der Gewalt, und der gesellschaftspolitischen Faktoren, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Ziel ist es auch, relevante Handlungsfelder für die Soziale Arbeit abzuleiten, um effektive Strategien im Umgang mit diesen Phänomenen zu entwickeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Deskriptive Abgrenzung: Hooligans und Ultras

3 Hooligans in Deutschland: Damals und Heute

4 Der Zusammenhang zwischen Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus

4.1 Gesellschaftspolitische Motive

4.2 Soziologischer Erklärungsansatz

5 Auftrag für die Soziale Arbeit

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Verbindung zwischen Fußballhooliganismus und rechtsextremen Tendenzen, um daraus adäquate Handlungsstrategien für die Profession der Sozialen Arbeit abzuleiten.

  • Abgrenzung der Begriffe Hooligan und Ultra
  • Historische Entwicklung der deutschen Hooliganszene
  • Gesellschaftspolitische und soziologische Erklärungsmodelle für die politische Instrumentalisierung
  • Rolle der Sozialen Arbeit und Präventionskonzepte

Auszug aus dem Buch

4.1 Gesellschaftspolitische Motive

Laut des Berliner Politikwissenschaftlers Richard Stöss ist „Rechtsextremismus eine Kombination von Einstellungen, die einen gemeinsamen Kern haben: die Ablehnung der Gleichheit aller Menschen“ (Blaschke 2011, S. 9). Im Fußball bietet sich hierzu eine Plattform zunächst ohne Sanktionen, denn auf den Tribünen kann sich dieses Ventil in der Anonymität der Masse öffnen (vgl. Blaschke 2011, S.11). Der Fußball kann durch diese Eigenschaft sowohl als Unterwanderungsstrategie zur Rekrutierung neuer Anhänger und Wähler in der Politik dienen, aber auch als „Bühne auf der sich Botschaften verbreiten lassen“ (Blaschke, 2011, S.12). Dass fremdenfeindliche Einstellungen tief in unserer Gesellschaft verwurzelt sind, belegt z.B. die repräsentative Studie zur „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ vom Bielefelder Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer. Dieser Langzeituntersuchung zufolge sind 49 % der Befragten der Meinung, dass in Deutschland zu viele Ausländer leben würden (vgl. Blaschke 2010 nach Heitmeyer S.10). An diese Einstellungen kann Fußball mit seinem spezifischem Umfeld, welches durch kollektive Zusammengehörigkeit und Regelwerke wie Befehl, Gehorsam und Bestrafung geprägt ist, andocken und evtl. autoritäre Charakterstrukturen sowie Identitätsdenken und Nationalismus verstärken (vgl. Blaschke nach Dembowski 2011, S. 10). Darüber hinaus führten, historisch betrachtet die Unterbindungen der körperlichen Auseinandersetzungen im Fußballfanbereich nach 1986, zu vermehrten und organisierten Gewalthandlungen gegenüber Ausländern und anderen Unbeteiligten außerhalb des Fußballfangeschehens (vgl. IntQ3).

Gegenwärtig ist zu erwähnen, dass gerade Erscheinungen wie PEGIDA einen Nährboden für rechtes Gedankengut der leicht Beeinflussbaren unter den Fußballfans und/oder der Hooligans bieten kann. Eine Erklärung für die Unterwanderung der Ultras durch die rechte Szene, könnte die Repression seitens der Polizei sein (vgl . IntQ1), denn durch die Repressionen sehen sich diese Fans oftmals ihres letzten freien Handlungsspielraumes in der Gesellschaft beraubt. Aufgrund von diversen Verboten von rechtsextremistischen Zusammenschlüssen (vgl. IntQ5) kommt hier eine Verlagerung dieser auf die Hooliganszene zu, noch zusätzlich zu der bereits bestehenden Problematik der rechten Hooliganszene.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, Begriffe abzugrenzen, historische Entwicklungen zu beleuchten und daraus Anforderungen an die Soziale Arbeit abzuleiten.

2 Deskriptive Abgrenzung: Hooligans und Ultras: Definiert die unterschiedlichen Fan-Gruppierungen und arbeitet heraus, dass für Hooligans das Gewalterlebnis im Zentrum steht, während Ultras kulturelle Traditionen bewahren.

3 Hooligans in Deutschland: Damals und Heute: Analysiert die historische Blütezeit der Hooligans sowie die zunehmende Nähe zu rechten Strukturen und die aktuelle Gefahrenlage durch Politisierung.

4 Der Zusammenhang zwischen Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus: Untersucht die Hintergründe der Radikalisierung und die wechselseitigen Beziehungen zwischen Fankultur und politischem Extremismus.

4.1 Gesellschaftspolitische Motive: Erläutert, wie der Fußball als Ventil für fremdenfeindliche Einstellungen dienen kann und warum autoritäre Strukturen hier besonders anschlussfähig sind.

4.2 Soziologischer Erklärungsansatz: Nutzt Konzepte wie den Habitus nach Bourdieu, um zu erklären, warum sich Jugendliche in bestimmten Szenen radikalisieren und Ventilfunktionen suchen.

5 Auftrag für die Soziale Arbeit: Diskutiert Interventionsansätze und die Notwendigkeit von präventiver Fanarbeit und politischer Lobbyarbeit.

6 Fazit: Reflektiert die Komplexität der Thematik und betont die Dringlichkeit, in der Sozialen Arbeit zwischen den verschiedenen Motiven der Gruppen zu differenzieren.

7 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und Internetdaten auf.

Schlüsselwörter

Fußball, Hooliganismus, Ultras, Rechtsextremismus, Soziale Arbeit, Fanprojekte, Gewalt, Radikalisierung, Prävention, Habitus, Ausgrenzung, Identität, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Politisierung, Fan-Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittmenge von Hooligan-Gruppierungen und rechtsextremistischen Ideologien im deutschen Fußball.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Hooligans und Ultras, die historische Entwicklung der Hooliganszene und die soziologischen Hintergründe ihrer Radikalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Korrelation zwischen Hooliganismus und Rechtsextremismus zu schaffen, um daraus effektive Handlungsansätze für die Soziale Arbeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufbereitung basierend auf aktueller Fachliteratur und Studien sowie soziologische Erklärungsmodelle wie den Habitusbegriff nach Bourdieu.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Unterscheidung von Fanszenen, die Darstellung der historischen Genese, eine Analyse der gesellschaftspolitischen Motive sowie einen soziologischen Erklärungsansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Hooliganismus, Rechtsextremismus, Fanprojekt, Prävention und Soziale Arbeit beschreiben.

Was unterscheidet Hooligans von Ultras laut dieser Arbeit?

Während Hooligans den gewalttätigen Konflikt als ihr eigentliches Ziel sehen, verstehen sich Ultras als Bewahrer von Traditionen und echter Vereinsidentität.

Welche Rolle spielt die Polizei in Bezug auf die Szene-Entwicklung?

Die Arbeit deutet an, dass polizeiliche Repressionen dazu führen könnten, dass Gruppierungen ihre Handlungsspielräume verlieren und sich verstärkt radikalen, politischen Milieus zuwenden.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verbindung zwischen Hooliganismus und Rechtsradikalität. Ein tiefgreifender Blick auf Fußballkulturen und Soziale Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1.0
Autor
Nadin Linz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V1419715
ISBN (PDF)
9783346978165
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hooligans Ultras Rechtsextremismus Hooltras Unterwanderung rechte Szene Vorurteile
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadin Linz (Autor:in), 2015, Die Verbindung zwischen Hooliganismus und Rechtsradikalität. Ein tiefgreifender Blick auf Fußballkulturen und Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419715
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Leseprobe aus  11  Seiten
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