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Exklusion und Inklusion. Impulse für eine aktuelle Diskussion durch den Jesus der Evangelien

Titel: Exklusion und Inklusion. Impulse für eine aktuelle Diskussion durch den Jesus der Evangelien

Bachelorarbeit , 2020 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werden die Konzepte von Inklusion und Exklusion auf das Handeln des neutestamentlichen Jesus Christus bezogen, um zu untersuchen, inwiefern sich hieraus Anstöße für die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse zur Partizipation und den Dimensionen von Diversität ableiten lassen. Mit der Entwicklung der Gesellschaft wird der Begriff "Inklusion" immer beliebter und gebräuchlicher. Heute ist das Prinzip der gleichberechtigten Teilhabe in allen Lebensbereichen von Menschen mit Behinderungen und anderen Menschen erforderlich. Er verursacht Schocks und radikale Veränderungen im sozialen Leben sowie neue Konzepte. Dieses Konzept ist jedoch nicht so neu, wie es scheint. Bereits in der Heiligen Schrift wurde dieser Begriff als christlicher Wert gefördert. Auch Jesus Christus förderte dies und bezog sich auf Menschen, die aus irgendeinem Grund irgendwie von der Gesellschaft ausgeschlossen waren oder im Rahmen der bestehenden Religion ausgeschlossen wurden.

Um in einem ersten Schritt einen Überblick über die verschiedenen für diese Arbeit relevanten Facetten der aktuellen Inklusionsdebatte zu geben, werden zuerst verschiedene sozialwissenschaftliche Diskurse hierzu vorgestellt und abgegrenzt. Sie sollen in Verbindung mit der darauffolgenden Erläuterung der rechtlichen Grundlage und den Ausführungen zur gesellschaftlichen Relevanz eine Basis, für die sich anschließende Untersuchung des Handelns von Jesus im neuen Testament darstellen. In einem zweiten Schritt wird diese Basis um wichtige Aspekte der theologischen Konzeptionen von Inklusion und Exklusion erweitert. Anschließend erfolgt die Untersuchung ausgewählter Beispiele des Wirkens von Jesus in den Evangelien, bevor in einem Fazit wesentliche Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt und Anstöße für Diskurse aufgezeigt werden. Sämtlich in dieser Arbeit zitierten Bibelstellen beziehen sich auf die 2017 revidierte Bibel nach Martin Luther.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Prinzip Inklusion im sozialtheoretischen Kontext

2.1 Aktuelle sozialwissenschaftliche Diskurse

2.2 Recht auf Inklusion und ihre gesellschaftliche Relevanz

3. Prinzip Inklusion im theologischen Kontext

3.1 Allgemeines

3.2 Die Vulnerabilität des Menschen

3.3 Die Prophetie von Vulnerabilität

3.4 Behinderung als Schwächung von Gottes Schöpfung?

4. Untersuchung der Heilsgeschichten von Jesus im neuen Testament

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Handeln von Jesus Christus im Neuen Testament im Hinblick auf die Konzepte von Inklusion und Exklusion, um daraus Anstöße für aktuelle gesellschaftliche Diskurse über Partizipation und Diversität abzuleiten.

  • Sozialwissenschaftliche und rechtliche Grundlagen der Inklusionsdebatte
  • Die theologische Fundierung von Inklusion durch das Gottesbild und die Gottebenbildlichkeit
  • Die Rolle der Vulnerabilität als zentrales Merkmal menschlicher Existenz
  • Die Analyse neutestamentlicher Heilungsgeschichten als Praxis der Inklusion

Auszug aus dem Buch

Die Vulnerabilität des Menschen

Wenn die Möglichkeit zur gleichen Teilhabe für alle in den Blick genommen wird, so stellt sich Heike Springhart zufolge zunächst die Frage nach einem Menschenbild, welches Identität und Differenz gemeinsam denken lässt. Als anthropologisches Merkmal soll hierzu die Vulnerabilität des Menschen in den Blick genommen werden, und zwar „als ontologische und situative Vulnerabilität“. Diese Begriffsdifferenzierung erlaubt die Vulnerabilität als für alle gültige conditio humana zusammen mit je individuell-situativen Verwundbarkeits- und Erfüllungsbedingungen zu betrachten (Tod wie auch Liebe), an dessen Ausrichtung sich Inklusion vollziehen lässt. Insofern bezeichnet die Autorin Vulnerabilität auch als „Leitkategorie [...] [um] Vielfalt wertzuschätzen und die geteilte Menschlichkeit zu betonen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusionsthematik ein und erläutert die Zielsetzung, Jesu Handeln im Neuen Testament als Basis für aktuelle gesellschaftliche und theologische Diskurse zu nutzen.

2 Prinzip Inklusion im sozialtheoretischen Kontext: Dieses Kapitel erörtert sozialwissenschaftliche Ansätze, darunter die Systemtheorie Luhmanns und die Anerkennungstheorie Honneths, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention.

3. Prinzip Inklusion im theologischen Kontext: Hier werden theologische Fundamente wie die Gottebenbildlichkeit und die Vulnerabilität des Menschen als Voraussetzungen für ein inklusives Miteinander in Kirche und Gesellschaft dargelegt.

4. Untersuchung der Heilsgeschichten von Jesus im neuen Testament: Das Kapitel analysiert verschiedene Heilungsgeschichten Jesu, wie die Blindenheilung oder die Begegnung mit Ausgestoßenen, hinsichtlich ihres inklusiven Gehalts.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, eine integrative Gemeinschaft im Geiste Jesu zu leben, die Barrieren abbaut und jeden Menschen in seiner Würde anerkennt.

Schlüsselwörter

Inklusion, Exklusion, Jesus Christus, Neues Testament, Vulnerabilität, Teilhabe, Diversität, Anerkennung, Menschenrechte, UN-Behindertenrechtskonvention, christliche Ethik, Heilsgeschichte, Diakonie, Soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Handeln Jesu im Neuen Testament anhand von Inklusions- und Exklusionskriterien, um Impulse für aktuelle gesellschaftliche Debatten über Teilhabe und Diversität zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Inklusion, die rechtliche Situation durch die UN-BRK, die theologische Anthropologie unter Einbeziehung der Vulnerabilität sowie die exegetische Untersuchung der Heilungsgeschichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die theologisch begründete Praxis Jesu aufzuzeigen, wie eine Gesellschaft und eine Kirche gestaltet werden können, die in ihrer Vielfalt niemanden ausgrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verknüpft sozialtheoretische und juristische Diskurse mit einer theologischen, exegetischen Perspektive auf neutestamentliche Texte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung sozialwissenschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit theologischen Kernkonzepten und spezifischen Bibelstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Inklusion, Exklusion, Vulnerabilität, Menschenwürde, Teilhabe, Diversität und christliche diakonische Anthropologie.

Inwiefern spielt die UN-BRK eine Rolle für die theologische Argumentation?

Die UN-BRK dient als rechtliche Grundlage, die einen Paradigmenwechsel hin zu einem Menschenrechtsprinzip einleitet, welches die Theologie dazu anregt, biblische Grundlagen zeitgemäß auf die Autonomie und Partizipation behinderter Menschen zu beziehen.

Wie verändert der Begriff der Vulnerabilität das Verständnis von Behinderung?

Vulnerabilität wird als conditio humana verstanden, die alle Menschen verbindet. Dies entlastet davon, dass alle Menschen das Gleiche leisten müssen, und ermöglicht einen wertschätzenden Umgang mit Diversität, anstatt Behinderung nur als Defizit zu betrachten.

Welche Bedeutung hat das gemeinsame Mahl in den Heilungsgeschichten?

Das gemeinsame Mahl Jesu mit Marginalisierten wie Sündern, Zöllnern oder Aussätzigen symbolisiert die bedingungslose Akzeptanz und die Vision einer integrativen Gemeinschaft, die bestehende Reinheitsgebote und soziale Grenzen durchbricht.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Exklusion und Inklusion. Impulse für eine aktuelle Diskussion durch den Jesus der Evangelien
Hochschule
Universität Münster  (Evangelische Theologie)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
32
Katalognummer
V1420432
ISBN (PDF)
9783346974945
ISBN (Buch)
9783346974952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Exklusion Jesus Vulnerabilität Schöpfung Recht auf Teilhabe Exklusion und Inklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Exklusion und Inklusion. Impulse für eine aktuelle Diskussion durch den Jesus der Evangelien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420432
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Leseprobe aus  32  Seiten
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