Die Frachtraten auf den internationalen Seefrachtenmärkten sind seit jeher volatil. Um die Unwägbarkeiten des Marktes und somit ihr Risiko auf den physischen Frachtmärkten zu begrenzen, waren Verfrachter und Schiffseigner daher allzeit bemüht, ein geeignetes Instrumentarium zu entwickeln, um den negativen Auswirkungen dieser Volatilität begegnen zu können.
Die Geld- und Kapitalmärkte halten darüber hinaus ein üppigers Portfolio an Instrumenten und institutionellen Mechanismen vor, dieses Risiko entweder zu diversifizieren, zu reduzieren oder eliminieren. Mit der weitgehenden Markverbreitung und Verfügbarkeit von Derivaten ging in den vergangenen Jahren ein zunehmendes Bestreben einher, die Sicherungsfunktionen dieser Instrumente auch auf die tendenziell traditionell dominierten Schifffahrtsmärkte auszuweiten.
Die Verwendung von Frachtderivaten hat zum Ziel, ein zukünftiges Ereignis zu antizipieren und einzupreisen. Durch FFA und Swaps im Allgemeinen wird eine Frachtrate fixiert, statt den zukünftigen Entwicklungen der Frachtmärkte unterworfen zu sein.
Inhaltsverzeichnis
- Über den Einsatz von Frachtderivaten auf Seeschifffahrtsmärkten
- Frachtderivate
- Swaps
- Optionen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Frachtderivaten auf Seeschifffahrtsmärkten und analysiert deren Rolle im Risikomanagement von Verfrachtern und Schiffseignern. Die Arbeit untersucht die Funktionsweise verschiedener Derivate wie Swaps und Optionen und analysiert deren Vor- und Nachteile.
- Volatilität der Frachtraten auf Seeschifffahrtsmärkten
- Risikomanagement durch den Einsatz von Frachtderivaten
- Funktionsweise und Anwendung von Swaps und Optionen
- Entwicklung und Geschichte des Frachtderivatemarktes
- Bewertung und Preisfindung von Frachtderivaten
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Arbeit stellt die Problematik der volatilen Frachtraten auf Seeschifffahrtsmärkten dar und erklärt die Notwendigkeit von Risikomanagementinstrumenten.
- Kapitel 2: Frachtderivate: Dieses Kapitel führt in die Welt der Frachtderivate ein und erklärt die Entstehung und Entwicklung dieses Marktes.
- Kapitel 3: Swaps: Der Fokus liegt auf der Funktionsweise von Swaps, insbesondere Plain Vanilla Swaps, im Schifffahrtskontext.
- Kapitel 4: Optionen: Dieses Kapitel erklärt die Funktionsweise von Optionen, ihre Arten und ihre Anwendung im Schifffahrtsumfeld.
Schlüsselwörter
Frachtderivate, Swaps, Optionen, Risikomanagement, Seeschifffahrt, Volatilität, Hedging, Preisfindung, Black-Scholes-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Frachtraten in der Seeschifffahrt so volatil?
Frachtraten schwanken stark aufgrund von globalen Wirtschaftsveränderungen, Treibstoffpreisen und dem Verhältnis von verfügbarem Schiffsraum zu weltweiter Nachfrage.
Was ist ein Frachtderivat?
Ein Finanzinstrument, dessen Wert von der künftigen Entwicklung der Frachtraten abhängt und das zur Absicherung gegen Preisschwankungen dient.
Wie funktioniert ein Forward Freight Agreement (FFA)?
Es ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, eine Frachtrate für einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft zu fixieren, um Planungssicherheit zu gewinnen.
Was unterscheidet Swaps von Optionen im Schifffahrtsmarkt?
Ein Swap ist eine feste Verpflichtung zum Austausch von Raten, während eine Option das Recht, aber nicht die Pflicht bietet, eine Rate zu einem bestimmten Preis zu nutzen.
Was ist das Ziel von Hedging in der Seeschifffahrt?
Hedging dient dazu, das finanzielle Risiko aus physischen Frachtgeschäften durch Gegenpositionen an den Derivatemärkten zu minimieren oder zu eliminieren.
- Quote paper
- Martin Krafft (Author), 2009, Über den Einsatz von Frachtderivaten auf Seeschifffahrtsmärkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142332