Juan Rulfo - Autor und Werk 'En la madrugada'


Seminararbeit, 1998
9 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Juan Rulfo (= Juan Nepomuceno Carlos Pérez Rulfo Vicaíno) wurde am 16. Mai 1917 in Sayula (Jalisco, Mexiko) geboren). Seine Familie besaß Häuser in Sayula, San Gabriel und Apulco, die sie wegen der Wirren und der Gewalttaten während der mexikanischen Revolution wechselnd bewohnten. In San Gabriel bewohnten die Rulfos die Farm der Großeltern mütterlicherseits.

Um 1900 war San Gabriel (heute Venustiano Carranca) en blühendes Dorf, das an Bedeutung verlor, als die Eisenbahn nach Colima gebaut wurde, da bis dahin der ganze Warenverkehr durch San Gabriel ging. Ein Großteils des Stoffes für seine Erzählung schöpfte Juan Rulfo aus Gesprächen mit den Dorfbewohnern während der Schulferien.

Juan Rulfos Vater wurde 1923 von dem Sohn des presidente municipal von Tolimán, Guadalupe Nava, ermordet:

Mi papá había hablado con él sobre un asunto des unas reses de ellos que se habían metido en el labor de mi padre. Como él tenía que ir arreglar un asunto, le pidió a Nava que arreglara esa cuestión con el mayordomo. Sin discusiones se despidieron y mi papá se dirigió a llevar unas medicinas a una enferna.

Allí se encontró de nuevo con Guadalupe Nava, que se ofreció para acompañarlo de regreso. Iban para San Pedro mi papá, el peón que lo acompañaba y Nava, que platicaba con mi padre tranquilamente. Al llegar a donde tenía que abrir la puerta, el peón se adelantó a hcerlo, mientras el otro se retrasaba y disparaba por la espalda a mi padre. (Aguilera, S. 2)

Außer seinem Vater starben ebenfalls einige Onkel des Schriftstellers unter tragischen Umständen. Einer von ihnen, Jesús, ertrank bei einem Schiffsunglück, ein anderer, José, wurde auf der Straße in La Barca ermordet, ein anderer, Rubén, wurde ebenfalls erschossen.

Mit zehn Jahren kam Rulfo in ein von Nonnen geführtes Waisenhaus in Guadalajara, mit sechzehn nach Mexiko Stadt, wo er ein Jurastudium begann.

Von 1935 bis 1947 war er Angestellter bei der Einwanderungsbehörde, danach arbeitete er jahrelang bei einer Autoreifenfirma. Sein Leben wird als bohemeartig beschreiben, er ging erst in der Früh schlafen und las oft die ganze Nacht, vor allem deutsche Klassiker. Er war so germanophil, dass er, als es deutlich wurde, dass Deutschland den Krieg verlieren würde, in eine tiefe Depression verfiel. In seiner Freizeit ging er oft wandern.

1955 gehörte er zu einer staatlichen Kommission, die ein Bewässerungsprogramm in Veracruz projektieren sollte. Später verdiente er seinen Lebensunterhalt als Drehbuchautor für Werbefilme. Ab 1962 war er Mitarbeiter des Instituto Nacional Indigenista und leitete dessen Publikationsabteilung.

Später lernte er Clara Aparicio kennen, die er dann heiratete.

Juan Rulfo starb am 7. Jänner 1986.

Zu schreiben begann Juan Rulfo schon um 1935. Damals entstand ein Roman, den er aber später wieder vernichtete. Ab 1942 publizierte er Erzählungen in der von ihm mit herausgegebenen Zeitschrift „Pan“. Diese Erzählungen wurden später zusammen mit anderen in dem Band El llano en llamas (1953) publiziert. Sein zweiter großer Erfolg ist der Roman Pedro Paramo (1955), die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines skrupellosen Großgrundbesitzers. Rulfo arbeitete mehrere Jahre an einem weiteren Roman, La Cordillera“, dessen Manuskript er jedoch angeblich 1970 vernichtet hat. 1980 publizierte er noch das Filmdrehbuch El gallo de oro.

En la madrugada

Inhalt:

Der cuento berichtet von einer heftigen Auseinandersetzung, die zwischen dem Viehbesitzer Justo Brambila und seinem Knecht Esteban stattgefunden hat. Esteban hat eine Herde Kühe morgens von der Weide in den Stall getrieben und begonnen sie zu melken. Als ein vorwitziges Kalb, das von seiner Mutter entwöhnt werden soll, sich nicht vertreiben lassen will, schlägt er auf das Tier los, bis Brambila, der mit seiner Nichte Margarita die Nacht verbracht hat und gerade über den Hof kommt, ihn fortreißt und so lange verprügelt, bis Esteban ohnmächtig zu Boden fällt. Der Knecht rappelt sich jedoch nach einigen Stunden wieder auf und schleppt sich in sein Haus. Wenig später findet man Brambila, der während des Streits ebenfalls gefallen war; er ist tot. Esteban wird ins Gefängnis geworfen und muss sich wegen Mordes verantworten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Juan Rulfo - Autor und Werk 'En la madrugada'
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Romanistik)
Veranstaltung
Seminar Juan Rulfo
Note
1
Autor
Jahr
1998
Seiten
9
Katalognummer
V142739
ISBN (eBook)
9783640518555
ISBN (Buch)
9783640518760
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Juan, Rulfo, Autor, Werk
Arbeit zitieren
Karl Mellacher (Autor), 1998, Juan Rulfo - Autor und Werk 'En la madrugada', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142739

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