Wie kann man einen zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungsweg von einer neuen Metropole finden? – Am Beispiel von Chongqing, China


Vordiplomarbeit, 2009

48 Seiten, Note: schein


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen und Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen von der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit

2 Theorie und Hintergrund
2.1 Theoretische Grundlage
2.1.1 Die Begriffserklärung: Metropolisierung
2.1.2 Ursachen der Metropolisierung
2.2 Metropolisierung als ein weltweite Phänomen des 20. Jahrhunderts
2.2.1 Europa als ein Vorreiter der Metropolisierung auf der Welt
2.2.2 Metropolisierung in China

3 Daten und Fakten zu der Metropole Chongqing
3.1 Geschichte von Chongqing
3.2 Bevölkerungsentwicklung
3.3 Sozialstruktur
3.4 Verkehr und Infrastruktur
3.5 Wirtschaft

4 SWOT-Analyse im Bereich Wirtschaft von Metropole Chongqing
4.1 Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in der Region
4.2 „Cheng-yu" Metropolregion als grol3te Wirtschaftszentrum am Oberlauf des Jangtse Flusses
4.3 Soziale Problem zwischen der rasche wirtschaftlichen Wachstum
4.4 Verschlechterte Umwelt als ein Opfer von ökonomischen Entwicklung in dieser Megastadt
4.5 SWOT- Matrix Wirtschaft

5 Reaktionsplan von nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung der Metropole Chongqing
5.1 Alternativen Strategien von der Wirtschaftsentwicklung in der Zukunft
5.2 Aktuelle realisierbare Projekt zur entsprechenden Strategie
5.2.1 Neu Geschäftsviertel (CBD) in Stadtgebiet Jiangbei
5.2.2 Aufbau von den ersten ökologischen Industriepark
5.3 Einige Vorschlägen zur zukünftigen Wirtschaftsentwicklung

6 Fazit

Quellverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Komponenten der SWOT-Analyse

Abb. 2: Verteilung der 53 Metropoleregionen in China im 2000

Abb. 3: Karte von Chongqing

Abb. 4: Bevölkerungsentwicklung zwischen 1948 - 2007

Abb. 5: Die vier größten Wirtschafskreise in China

Abb. 6: Die zehn dreckigsten Städten der Welt

Abb. 7: Chongqing Metropolregion — Ein Stunde Wirtschaftskreis

Abb. 8: Zentrales Geschäftsgebiet im Metropole Chongqing

Abb. 9: Der Städtebauliche Entwurf von Jiangbei Geschäftsviertel

Abb. 10: Rahmenplanung von einem Öko-Industriegebiet

Abb. 11: Flächennutzungsplan von Flughafen Industriepark

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Im frühen 20. Jh., als Folge der industriellen Umstrukturierung und demographischen Wandel, wurden die Metropolen in vielen alten Industrieländern nach und nach erschienen und als „politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher" Mittelpunkt eines Landes bezeichnet. In der Gleichzeitigkeit aufgrund des Einflusses der Metropolisierung in alten Industrieländern wird auch eine Metropolisierung am Ende der 20. Jh. in viele Entwicklungsländern entstanden. z.B. Mumbai, Kuala Lumpur, Bangkok etc. (vgl. SOWC 2004/2005:50).

In diesem Zeitraum angesichts der Auswirkung von wirtschaftlichen Revolution und Eröffnung in China sind auch viele chinesischen Metropolen seit 1978 schnell aufgetaucht. Es ist offensichtlich, dass die Städte Beijing, Shanghai durch fast 30 jahrelange Entwicklung in der Gegenwart schon einen gleiche weltweite Bekanntheitsgrad sowie New York, London besitzen können. Die beiden vertretenden Metropolen Chinas werden durch private und öffentliche, internationale und nationale Instituten oder Experten als Vorbild und Symbol des Wirtschaftswunders von China umfassend betrachtet und untersucht. Wegen der Konzentration des Highligtes auf diesen beiden berühmten Städten werden viele andere Metropolen z.B. Chongqing in Südwestchina vernachlässigt. In dieser Metropole Chongqing gibt es über 37 Millionen Einwohnern. Auffällig ist es, dass diese Stadt die größte Stadt in der Welt ist und noch stetig weiter wachst. Deshalb betrachtet sich die Metropole Chongqing in dieser Arbeit als Forschungsobjekt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist es, dass Chongqing in erster Linie nicht als eine Beispiele von Metropole in China vorgestellt, sondern konkrete Probleme auf der wirtschaftlichen Ebene durch wissenschaftlichen Methode analysiert und untersucht werden sollen, um eine zukünftige nachhaltige Wirtschaftsentwicklung der neuen Metropole Chongqing zu finden.

1.1 Problemstellung

Chongqing befindet sich im Südwestchina, in den es eine riesige Entwicklungspotenziale von Wirtschaft existiert. Übrigens wird diese Metropole als ein wirtschaftliches Zentrum in der Region und sogar ganz Südwestchina bezeichnet, deshalb spielt diese Stadt auch eine große Rolle in China sowie Beijing, Shanghai. Außerdem stiegt sich die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in Chongqing sprunghafte zwischen letzten zehn Jahre durch wirtschaftliche Förderung von Zentralregierung und lokale Behörde, besonders nach der Metropolisierung. Trotz stetigen ökonomischen Wachstums gibt es in dieser neuen entstehenden

Metropole jedoch noch bestimmten Abstand über soziale, kulturelle und infrastrukturelle Bedingungen in Vergleich zu Beijing, Shanghai in China, oder sogar andere globalen Städte in den Industrieländern. Deshalb kann man an nicht nur einseitige Wirtschaftsentwicklung in Chongqing berücksichtigen, sondern auch eine gleichwertige Entwicklung über die soziale Umgebung und die städtische Umwelt beobachten, die bei dem ökonomischen Wachstum häufig ignoriert werden. heutzutage tauchen sich erhöhte Flächenverbrauchs und Zersiedlung, verschmutzte Luftqualität, vergrößerte Distanz zwischen Reiche und Arme, vermehrte Arbeitsloses usw. nach und nach bei den Prozess der Stadtentwicklung und Wirtschaftswachstum auf. Das führt dazu, dass diese Behörden und Regierungen, die nur an zunehmende Wirtschaftsentwicklung dieser Stadt interessieren, durch diese vorhandenen Probleme geweckt werden müssen(vgl. Duan 2002: 138).

1.2 Forschungsfragen und Zielsetzung

Die Metropolisierung in der Stadt Chongqing hat sowohl positive wirtschaftliche Entwicklung, als auch eine Reihe von komplexen Problemen mitgebracht. Aus den oben beschriebenen Problemen ergeben sich folgende Forschungsfragen, die in dieser Arbeit als Hauptaufgabe untersucht werden müssen:

- Welche Probleme entstehen sich in den Prozess der Metropolisierung durch wirtschaftliches Wachstum in Chongqing?
- Wie kann eine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit von diese Metropole Chongqing mittels gleichwertige Sozial- und Umweltentwicklung weiter gestiegen werden?
- Wie lassen sich nachhaltige und gesunde wirtschaftliche Entwicklung in Metropole Chongqing durch unterschiedliche politische Ansätze und realisierbare Projekte verwirklichen?

Gemäßder Problemstellung setzte sich diese Arbeit das Ziel, dass das Ergebnis der Wirtschaftswachstums wegen der Metropolisierung in dieser Stadt und davon resultieren ökologische und soziale Auswirkung analysiert und entdeckt werden, um eine Balance zwischen ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung in eine neue Metropole zu finden. Dadurch soll zwischen die drei wichtigen Dimensionen in der Metropolisierung nicht entgegen ein Widerspruch entstanden, sondern eine miteinander Unterstützen gebracht werden.

1.3 Methodisches Vorgehen von der Arbeit

In dieser Arbeit spielt eine wissenschaftliche Analyse auf der wirtschaftlichen Ebene eine große Rolle, die durch sogenannte SWOT-Analyse realisiert wird. Diese SWOT- Analyse ist als eine wichtige methodisches Vorgehen von dieser Arbeit. Mittels SWOT-Analyse kann man die vorhandene Problem und Potenziale entdecken, die sich in dem wirtschaftlichen Wachstum während Metropolisierung ergeben. Dann im folgenden Abschnitte wird diese Analysemethode kurz erklärt und vorgestellt.

Ursprünglich wird die SWOT-Analyse (S-Strengths — Stärken, W-Weaknesses — Schwächen, O- Opportunities — Chancen, T-Threats — Risiken) als ein Instrument des strategischen Managements im Unternehmen benutzt. Und die SWOT-Analyse dient dazu, dass eine geeignete strategische Lösungsalternativen aus den Stärken und Schwächen einer Organisation (interne Sicht) bzw. den Chancen und Risiken der Umwelt (externe Sicht) abgeleitet werden, um die Ziele der Organisation zu erreichen (s. Abb. 1).

Abb. 1: Komponenten der SWOT-Analyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Webseite 4managers

Die SWOT-Analyse ist ein Werkzeug zur Untersuchung und zur Standortbestimmung einer gesamten Organisation, aber auch einzelner Prozesse, Produkte, Teams oder anderer Betrachtungsobjekte und zur Entwicklung von Lösungsalternativen. Innerhalb der Organisationsuntersuchung kann sie während der Analysephase und der Konzeptionsphase zum Einsatz kommen und zwar speziell dann, wenn die strategischen Aspekte der Organisationsentwicklung im Mittelpunkt des Interesses stehen. (Webseite orghandbuch). Meisten Analyseprozesse werden mit einem Formular,ähnlich den unten stehenden drei Schritten umgesetzt.

- Im ersten Schritt werden die heutigen Stärken und Schwächen der Organisation oder des Untersuchungsobjektes aufgelistet.
- Im zweiten Schritt werden die Trends eruiert, welche einen Einfluss auf die Zukunft der Organisation oder des Untersuchungsobjektes haben werden. (Wirtschaftliche, gesellschaftliche, technologische und ökologische Trends, aber auch die direkte Konkurrenz)
- Im dritten Schritt werden aus der Gegenüberstellung der Stärken / Schwächen und der Trends die Chancen / Gefahren für die Zukunft entwickelt (Webseite Raumplanungmachtschule).

1.4 Aufbau der Arbeit

Die unterliegende Arbeit gliedert sich in vier Hauptteile. Im ersten Teil, welcher sich mit theoretischen Aspekten und Hintergründen beschäftigt, wird zunächst auf den Begriff „Metropolisierung" eingegangen und erläutert. Daräber hinaus soll der erste Teil die Ursachen der Metropolisierung der Erde aufgreifen und bereits bezüglich einen Überblick dieses Phänomens geben. Da sich aktuelle, aber auch zurückliegende, Metropolisierungsprozesse in den reicheren und entwickelten Ländern und den Entwicklungsländern China völlig verschiedene gestalten, werden sie im Laufe dieser Arbeit auch häufig gesondert betrachtet. Der zweite Teil widmet sich den aktuelle Daten und Fakten über die Metropole Chongqing, die als Forschungsobjekt dieser Arbeit bezeichnet. Dabei soll es nicht nur allein auf die geographische Abgrenzung eingegangen werden, sondern auch auf historische, kulturelle, ökonomische und soziale Struktur als Ausgangssituation der Forschung ebenfalls begriffen werden. Im dritten Teil lässt sich die SWOT- Analyse als eine wichtige Analysemethode in den wirtschaftlichen Bereichen anwenden. Durch diese Methode können die vorhandene Probleme und Potenzialen von der städtischen und regionalen Wirtschaftssituation in der Metropole Chongqing erfasst und untersucht werden. Damit beträgt sich diese Analyse zur letzten Teil, die sich wichtige Stelle in dieser Arbeit setzt. In diesem Teil soll unterschiedlichen Strategie vorgeschlagen und empfohlen werden, um zukünftige nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung der Mega-Metropole Chongqing zu anstreben. Danach hat es durch zwei Reaktionsplan uns gezeigt, wie die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördernde Politiken und Strategien in der Stadtentwicklung umgesetzt werden. Abschließend rundet die Arbeit ab, dass es eine Zusammenfassung über ganze Arbeite liefert.

2 Theorie und Hintergrund

Die auf der Erde lebende Bevölkerung ist in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s in einem bislang nicht gekannten Ausmaßrasche gewachsen. Deren Zahl stiege in den Jahren zwischen 1950 und 2000 von 2,5 Mrd. auf 6,1 Mrd. Menschen an. In gerade einmal 50 Jahren betragt diese Zunahme um fast das 2,4 fache der gesamte Erdbevölkerung. Auffällig ist es, dass die urbane Bevölkerung noch sehr viel schneller - um mehr als das Vierfache - im gleichen Zeitraum gewachsen ist (vgl. Bronger 2004: 17).

In diese Kapitel wird eine Aufgabe aufgestellt, was die Metropolisierung eigentlich ist und wie die Metropolisierung sich unter dem weltumspannenden Phänomen entstehen. Darüber hinaus wird ein Unterschied der Metropolisierung zwischen Industrieländer und Entwicklungsländer verglichen, die sich unterschiedlichen Situationen und Ausgangspunkte setzen.

2.1 Theoretische Grundlage

Zunächst erscheint es sinnvoll einen Blick auf die theoretischen Grundlagen und die Definition der Metropolisierung der Erde zu werfen. Dabei wird ein Eindruck zu dem Hintergrund der Metropolisierung gegeben. Des Weiteren stellen die Kenntnisse über die Ursachen als eine bezügliche Hintergrundinformationen dar. Daraus kann man erfassen, aus welchen historischen, sozialen, ökonomischen Voraussetzungen entstehen sich die Metropole auf der Welt.

2.1.1 Die Begriffserklärung: Metropolisierung

Wie Klaus M Schmals sagte, ware die Metropolisierung „sperrige Begriff`, die kaum möglich ist, einen präzisen Begriff zu formulieren. Man kann nur annäherungsweise und vorläufig versuchen, Verständnis herzustellen (Schmals; Petz 1992: 3). Dabei werden verschiedenen Bedeutungen im geschichtlichen Verlauf in unterschiedlichen Bezugssystemen angenommen, sodass heute von einer Mehrfachkodierung des Begriffs gesprochen wird (vgl. Häußermann, 2003: 5). Wegen der schweren Bestimmung der Metropolisierung, ist die Definition der Metropole auch nicht verlässlich, die nur so exakt erscheinende geographische Bestimmung mit der Bevölkerungszahl. Da die doch diese Größe von administrativen Grenzen abhängt, werden die keineswegs in allen Ländern nach einem einheitlichen System gezogen. Um Metropole zu sein, müssen sich in einer Stadt die Zentren verschiedener Funktionsbereiche überlagern: sie muss einen politische ökonomische und kulturelle Mittelpunkt eines Landes sein (vgl. Häußermann 2003: 6ff.).

Zunächst gibt es den historischen, vormodernen Begriff der Metropole, der die kultische, religiöse oder politische Zentrale bezeichnet, die als Metropole institutionalisiert ist. Das bedeutet, dass die Metropole ein Ort der Macht, der Zentralgewalt ist. Dann soll die Metropole in dem Raumordnungsbegriff als ein zentraler Ort sein, die im Vergleich zu anderen Gemeinden Funktionen auf sich vereinigt und mit den Einrichtungen höchster Zentralität bietet. Wegen des raschen Wachstums der Stadt werden die Großstädte mit mehr als 5 Mio. Einwohnern als Ä0HJDVWlGWH³ E]Z Ä0HJDSROH³ EH]HLFKQHW 'HV :HLWHUHQ ZHUGHQ GLH 0HWURSROHQ KHXWH auch als Knotenpunkte der globalisierten Ökonomie, als wirtschaftliche Steuerungs- und Dienstleistungszentralen mit weltweiten Verflechtungen definiert. Schließlich wird die Metropole als ein kulturelles Zentrum bezeichnet, das kulturelle und gesellschaftliche Vorbildfunktionen im Epochenbruch, im Übergang zur Moderne hatten (vgl. Häußermann, 2003: 10ff.).

2.1.2 Ursachen der Metropolisierung

Hier zunächst wurde die Metropolisierung im demographischen Sinne verstanden im 20. Jh.. Weil nach der Industrialisierung im 19. Jh. die Weltbevölkerung bald überwiegend in Städten OHEW VWHKW GDV ÃQDW UOLFKHµ (LJHQwachstum der Stadtbevölkerung an erster Stelle aufgrund des Überschusses der Geburten über die Sterbefälle im 20. Jahrhundert im Industrieländern. Natürliche ist das Gewicht der einzelnen Faktoren je nach Region unterschiedlich. In (QWZLFNOXQJVOlQGHUQ LVW MHGRFK QDFK ZLH YRU GDV ÄQDW UOLFKH³ :DFKVWXP GHU 6WDGWEHY|ONHUXQJ der Hauptfaktor. Hinzu kommen die städtischen Nettogewinne der Migrationsbewegungen zwischen Stadt und Land oder zwischen kleine Stadt und große Stadt. Dadurch werden die Bevölkerungen in der Großstadt intensive agglomeriert. Deshalb zwischen diese Epoche wachsten sich die Metropolen der Erde sehr schnell. Darüber hinaus weist es hin darauf, dass die demographische Dynamik sehr wichtige Rolle in der Metropolisierung spielt (vgl. Hauchler 2001: 103).

Alle diese Metropolisierungsprozesse sind nicht aus der Bevölkerungszunahme der Stadt zu erklären. Das exorbitante Großstadtwachstum des 19. und des 20. Jh.s konnte aufgrund von Verlagerungen der Bevölkerung und Funktionen aus der eigentlichen Stadt erfolgen. Die Bedeutung der Metropolen und Megastädte liegt nicht nur darin, dass sie als eine demografische Primat aufgewiesen werden, sondern auch in der Konzentration der Verwaltung, der politischen Organe und Behörden, der Konzentration der wirtschaftlichen Aktivitäten und den wichtigen sozialen und kulturellen Einrichtungen, d.h. der funktionalen Primat.

2.2 Metropolisierung als ein weltweite Phänomen des 20. Jahrhunderts

Zu Beginn des 20. Jh.s gab es bereits 20 Millionenstädte, in seiner Mitte waren es 75, und bis 2000 Jahre ist ihre Zahl auf ca. 340 angestiegen. Im besagten Zeitraum (1950-2000) ist die in den Millionenstädten lebende Bevölkerung fast dreimal so rasch angewachsen wie jeder sechste bis siebente Mensch in einer Millionstadt. In Vergleich zu Beginn des 20. Jh.s war es gerade einmal jeder vierzigste gewesen (vgl. Bronger 2004: 19; Häußermann, 2003: 16). Wegen der demographischen und historischen Unterschiede zwischen den Ländern der Ersten und Dritten Welt ergibt sich auch die ungleiche Situation von der Metropolisierung. In folgenden Text lassen sich die Metropolen zwischen Europa und China darstellen.

2.2.1 Europa als ein Vorreiter der Metropolisierung auf der Welt

Dieser Metropolisierungsprozess begann mit London, der Hauptstadt des British Empire. Folgend wurde Paris als eine Metropole bezeichnet, die damals ebenfalls eine Steuerungszentrale eines Groß-Kolonialreiches war. Als nächste folgten Wien und Berlin am Ende des 19. Jh.s, die ebenfalls Hauptstädte von seinerzeit europäischen Großmächten waren.

Dann stellt sich eine Fragezeichen im Kopf, wieso erschienen sich die früheste Metropolen im Europa. Ohne Zweifel spielt die Industrialisierung eine Hauptrolle dafür. Damalige Industrialisierung in Europa schiffe eine große Impulse zur Urbanisierung und Metropolisierung. Dadurch wurde das größte Wirtschaftszentrum der Erde in Europa erzeugt. Tatsache ist es, dass spätestens seit Mitte des 19. Jh.s Europa das Kraftzentrum der Erde war und dabei stets die großen Städte Ausgangspunkt der politischen und wirtschaftlichen Macht bildeten. Davon standen London und Paris auch an ersten und zweiten Platz unter den Großstädten der Erde. Gegen Ende des 19. Jh.s und Anfange des 20. Jh.s gesellten sich 1RUGDPHULND XQG -DSDQ DXFK DOV ZHLWHUHV .UDIW]HQWUXP GHU :HOWZHLW KLQ]X 'LH Ä*UR‰HQ 9LHU³ Tokio, New York, London und Paris, hatten sich im Zeitraum Jahre 1900 bis Jahre 1940 fest etabliert (vgl. Bronger 2004: 21ff.).

2.2.2 Metropolisierung in China

Nach der Gründung des Neuen China im Jahre 1949 wurden die Bevölkerungszahlen im Jahre 2000 von 540 Mio. auf 1.260 Mio. rasch gestiegen. Davon nahmt die Verhältnisse der Stadtbewohnern zur gesamten Bevölkerung in China zwischen diesen Zeitraum von 10.6% bis 36.2% zu (vgl. Webseite Stats). Inzwischen entwickelte sich die chinesische Wirtschaft durch die wirtschaftliche Reform sehr rapid. Darüber hinaus werden die Lebensbedingungen, Arbeitschancen, Bildungsmöglichkeit und medizinische Einrichtungen offensichtliche verbessert. Unter diese Voraussetzungen wuchs die gesamte Zahl der Metropolen Chinas im Jahre 2000 bereits auf 53. Die Metropole wird definiert dafür, dass die Bevölkerungszahlen ohne Landvölkerung in den Städten mehr als ein Mio. erreichen müssen (vgl. Webseite Worldbank).

Es ist nicht schwer zu finden, dass sich die Metropolen in China meisten im Osten und Südosten konzentriert, dort, wo sich günstig Lage als Hafenstadt befinden (s. Abb. 2). Deshalb gibt es die Wirtschaftsentwicklung in der Vergleichung zwischen Osten und Westen in China sehr große Disparität. Um diese Disparität zu verkleinern, spielt die westliche Metropole Chinas eine große Rolle, die als eine Konzentration von Wirtschaft, Kultur und Information die ganzen umgebenden Gebiete sind. Das bedient dazu, dass diese Wirtschaft von unter entwickelte Regionen durch die Impulse dieser Metropolen gefördert und verstärkt wird.

Abb. 2: Verteilung der 53 Metropoleregionen in China im 2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Webseite Worldbank

3 Daten und Fakten zu der Metropole Chongqing

Chongqing ist eine neue Metropole im Westchina und bereits heutzutage wächst sich als eine größte Stadt der Welt. Die Stadt wird oft als Bergstadt oder Nebelstadt bezeichnet, da sie drauf einer sehr hügeligen Landschaft liegt und die meiste Zeit im Jahre durch den Nebelschleier umhüllt ist (s. Abb. 3 ). Die Gesamtfläche des Verwaltungsgebietes von der Stadt beträgt 82.403 Quadratkilometern so großwie der Größe Bayerns und Thüringens zusammen (Bayern: 70.552 qm2, Thüringen: 16.172 qm2) betragen. Es liegt im Herzen Chinas und wurde ausgewählt als Zentrum zur wirtschaftlichen Anbindung Westchinas an den boomenden Osten des Landes. Das Verwaltungsgebiet der Zentralregierung unmittelbaren Stadt1 Chongqing gliedert sich in 19 Stadtbezirke, 17 Kreise und vier Autonome Kreise (vgl. Webseite CMG 1).

3.1 Geschichte von Chongqing

Abb. 3: Karte von Chongqing

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Webseite SCSCA, eigene Bearbeitung

Chongqing, eine berühmte historische und kulturelle Stadt in China, hat eine Geschichte von mehr als 3.000 Jahren und eine glorreiche revolutionäre Tradition. Sie war im Laufe der Zeit unter anderen Namen bekannt: Jiangzhou, Yuzhou und Gongzhou. Sie ist die Wiege der BayuKultur. Im 11. Jh. v. Chr. war sie die Hauptstadt des Königreiches Ba. Deshalb dann wird Chongqing als Yu verkürzt. Ihren jetzigen Namen „Chongqing" bedeutet so viel wie „Doppelte Feier". Von 1189 erhielt sie diesen Name unter Prinz Zhao Dun, ein Herrscher aus der südlichen Song Dynastie, schon mehr als 800 Jahre lange.

Während des 2. Weltkriegs (1937-1945) hat man die Kuomintang-Regierung zwischenzeitlich nach Chongqing verlagert. In dieser Zeit war die Stadt eine quasi Hauptstadt der Kuomintang. Von Jahre 1945 bis Jahre 1954 blieb sie eine regierungsunmittelbare Stadt. Im Jahre 1954, nach der Gründung der Volksrepublik China, wurde sie mit Sichuan Provinz vereint. Im Jahre 1983 war Chongqing eine der ersten Probestädte für Wirtschaftsreformation und erhielt das Verwaltungsrecht für Wirtschaft auf der Provinzebene. Im Jahre 1992 war Chongqing die erste offene Stadt entlang des Jangtse Flusses. Seit Jahre 1997 hat Chongqing, sowie 43 kleinere Regionen aus der Provinz Sichuan ausgegliedert und auch zu einer Zentralregierung unmittelbare Stadt erklärt. Davon wurde ein neues Kapitel in der Geschichte von Chongqing eröffnet (vgl. Webseite CMG 2).

3.2 Bevölkerungsentwicklung

Chongqing liegt im Südwesten Chinas am Oberlauf des Jangtse Flusses und hat fast 32 Mio. Einwohner. Davon leben etwa sechs Mio. Bewohner in der eigentlichen Stadtgebiet Chongqing und ungefähr 26 Millionen Bewohner im ländlichen Raum (2007). Zwischen 1949 und 1990 erlebte Chongqing ein rasantes Bevölkerungswachstum, sodass sich die Einwohnerzahl von einem Mio. auf drei Mio. verdreifacht. Durch die Einführung der Ein-Kind-Politik verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum seit Anfang der 1990er Jahre deutlich (s. Abb. 4) (vgl. Webseite CQTJ 1).

Abb. 4: Bevölkerungsentwicklung zwischen 1948 - 2007

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Webseite CQTJ, eigene Darstellung

[...]


1 Zentralregierung unmittelbare Stadt: Es handelt sich bei ihnen nicht um Provinzen, aber sie haben den gleichen Rang wie Provinzen und Autonome Gebiete und unterstehen direkt der Zentralregierung der Volksrepublik China. Ihre Stellung kann mit den „Stadtstaaten" unter den deutschen Bundesländern (Berlin, Hamburg und Bremen) verglichen werden.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Wie kann man einen zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungsweg von einer neuen Metropole finden? – Am Beispiel von Chongqing, China
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
schein
Autor
Jahr
2009
Seiten
48
Katalognummer
V143730
ISBN (eBook)
9783640534937
ISBN (Buch)
9783640535125
Dateigröße
1692 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklungsweg, Metropole, Beispiel, Chongqing, China
Arbeit zitieren
Xiaoyi Liu (Autor:in), 2009, Wie kann man einen zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungsweg von einer neuen Metropole finden? – Am Beispiel von Chongqing, China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143730

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