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Die inländische Immobilie im Ertragssteuerrecht. Auswirkungen der Nutzung im Privat- und Betriebsvermögen unter Berücksichtigung von Gestaltungsansätzen

Titel: Die inländische Immobilie im Ertragssteuerrecht. Auswirkungen der Nutzung im Privat- und Betriebsvermögen unter Berücksichtigung von Gestaltungsansätzen

Bachelorarbeit , 2020 , 67 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Stefan Fichtmeier (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll einerseits einen Überblick der ertragsteuerlichen Auswirkungen der Nutzung einer Immobilie im Privat- und Betriebsvermögen geben. Andererseits werden verschiedene Gestaltungsansätze zur Optimierung der Struktur im Privat- oder Betriebsvermögen herausgearbeitet.

Hierfür wird zunächst anhand einer detaillierten Analyse der privaten und gewerblichen Veräußerung einer Immobilie eine Abgrenzung zwischen Privat- und Betriebsvermögen vorgenommen. Dabei werden sowohl die laufende Besteuerung als auch die Rechtsfolgen im Rahmen dieser Veräußerungshandlungen beleuchtet. Außerdem werden Gestaltungsmöglichkeiten zur optimalen Nutzung einer Immobilie im Privat- und Betriebsvermögen aufgezeigt. Im Anschluss daran wird ein Querschnitt zu den Eigenschaften vermögensverwaltender Personen- und Kapitalgesellschaften dargestellt und die steuerlichen Besonderheiten analysiert. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet das Rechtsinstitut der Be-triebsaufspaltung. Dabei werden die Auswirkungen des Wechsels einer Immobilie von Privat- zu Betriebsvermögen umfangreich beleuchtet. Daran anschließend werden sowohl Vor- und Nachteile als auch gezielte Strategien zur Vermeidung und Auflösung einer Betriebsaufspaltung aufgezeigt. Das Hauptaugenmerk wurde bewusst auf die Betriebsaufspaltung gelegt, da sie sowohl Aspekte des Privat- als auch des Betriebsvermögens verbindet. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

I. Entwicklung des Immobilienmarkts ab 2000

II. Relevanz des Themas in der Praxis

III. Zielsetzung und Vorgehensweise der Untersuchung

B. Definitionen

I. Immobilien und Grundstücke

II. Gestaltungsmöglichkeiten

C. Privates Veräußerungsgeschäft

I. Gegenstand des privaten Veräußerungsgeschäfts

II. Anschaffung und Veräußerung

III. Veräußerungsfrist

IV. Rechtsfolgen

1. Gegenüberstellung der laufenden Besteuerung

a) Anschaffungskosten

b) Herstellungskosten

2. Verkauf der Immobilie

V. Gestaltungsmöglichkeiten

D. Gewerblicher Grundstückshandel

I. Tatbestandsmerkmale

II. Objekte i. S. d. Drei-Objekt-Theorie

III. Zeitlicher Zusammenhang

IV. Rechtsfolgen

V. Gestaltungsmöglichkeiten

E. Überblick der vermögensverwaltenden Gesellschaften

I. Vermögensverwaltende Personengesellschaft

II. Vermögensverwaltende Kapitalgesellschaft

III. Verlust der Vermögensverwaltung

IV. Gestaltungsmöglichkeiten

F. Betriebsaufspaltung

I. Formen

II. Voraussetzungen

1. Personelle Verflechtung

a) Beteiligung von Personengruppen

b) Beteiligung von Eheleuten

c) Besondere Mehrheitserfordernisse

2. Sachliche Verflechtung

a) Grundstücke

b) Arbeitszimmer

III. Rechtsfolgen

1. Beginn der Rechtsfolgen

a) Besitzunternehmen als Gewerbebetrieb

b) Bilanzierung des Vermögens

2. Laufende Besteuerung

3. Ende der Betriebsaufspaltung

IV. Chancen und Risiken

1. Ertragsteuerliche Chancen

a) Vergleich zur Einheits-Kapitalgesellschaft

b) Vergleich zur Einheits-Personen- und Einheits-Kapitalgesellschaft

c) Vergleich zur Vermietung und Verpachtung

2. Ertragsteuerliche Risiken

a) Vergleich zur Einheits-Personengesellschaft

b) Vergleich zur Einheits-Personen- und Einheits-Kapitalgesellschaft

c) Vergleich zur Vermietung und Verpachtung

V. Vermeidungsstrategien

1. Einstimmigkeitsprinzip

2. Wiesbadener Modell

3. Kinder GmbH Modell

4. Sicherung der Personengruppe

VI. Auflösungsstrategien

1. Fortführung der gewerblichen Tätigkeit

2. Umwandlung / Einbringung des Besitzunternehmens

3. Betriebsverpachtung im Ganzen

4. Änderung der Stimmrechtsverhältnisse

5. Geregelte Erbfolge

VII. Zwischenfazit

G. Schluss

I. Fazit

II. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ertragsteuerlichen Konsequenzen der Immobiliennutzung im Privat- und Betriebsvermögen und erarbeitet Strategien zur steuerlichen Optimierung unter Berücksichtigung der strengen Abgrenzungskriterien zwischen Vermögensverwaltung und gewerblichen Aktivitäten.

  • Ertragsteuerliche Analyse privater Veräußerungsgeschäfte bei Immobilien.
  • Differenzierungskriterien zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichem Grundstückshandel.
  • Steuerliche Herausforderungen und Chancen bei vermögensverwaltenden Gesellschaften.
  • Detaillierte Prüfung der Voraussetzungen und Rechtsfolgen einer Betriebsaufspaltung.
  • Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Auflösung von Betriebsaufspaltungen unter Vermeidung steuerlicher Risiken.

Auszug aus dem Buch

I. Tatbestandsmerkmale

Wie eingangs bereits erwähnt, gilt für den gewerblichen Grundstückshandel die für den Gewerbebetrieb maßgebende Legaldefinition des § 15 Abs. 2 S. 1 EStG. Danach handelt es sich um eine selbstständige, nachhaltige Betätigung mit Gewinnerzielungsabsicht, die unter Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr erfolgt. Außerdem sind vom Gewerbebetrieb die Ausübung von Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit und die private Vermögensverwaltung abzugrenzen (sog. negative Abgrenzungsmerkmale). Im Folgenden wird auf die konstitutiven Tatbestandsmerkmale mit den größten Schnittstellen und Problemfeldern eingegangen.

Die Gewinnerzielungsabsicht kann unter Umständen zweifelhaft sein, wenn Grundstücke ohne Gewinn veräußert oder verschenkt werden. Gleiches gilt für teilentgeltliche Veräußerungen, soweit das Teilentgelt die Selbstkosten des Steuerpflichtigen nicht übersteigt. Grund dafür ist, dass solche Objekte bei der Prüfung der Drei-Objekt-Grenze nicht zu berücksichtigen sind.

Grundsätzlich setzt die Nachhaltigkeit eine wiederholte Tätigkeit voraus. Damit zielt sie insbesondere auf die Veräußerung mehrerer Objekte ab. Daher ist in der Rechtsprechung in der Regel die Zahl der Verkäufe entscheidend, wobei das Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze kein Garant der Nachhaltigkeit ist. So muss der Verkauf von mehr als drei Objekten kein Umstand sein, der die Nachhaltigkeit zwangsläufig impliziert, wenn nicht hinreichend deutlich wird, dass weitere derartige Veräußerungen geplant sind. Auf der anderen Seite stellt die Drei-Objekt-Grenze auch keine Freigrenze dar. Vor diesem Hintergrund kann auch der einmalige Entschluss eines Grundstücksgeschäfts zu einer gewerblichen Tätigkeit führen, sofern damit eine Reihe von Einzeltätigkeiten verbunden ist. Eine nachhaltige Betätigung kann beispielsweise vorliegen, wenn zunächst Einzelverkäufe mehrerer Grundstücke geplant waren, jedoch die Grundstücke im weiteren Verlauf in Form eines einzigen Veräußerungsgeschäfts an einen Käufer verkauft werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Darstellung der historischen Immobilienpreisentwicklung seit 2000 und der praktischen Relevanz steuerlicher Strukturen.

B. Definitionen: Klärung der Grundbegriffe Immobilien, Grundstücke und des Spielraums für Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des § 42 AO.

C. Privates Veräußerungsgeschäft: Analyse der Besteuerung im Privatvermögen unter Berücksichtigung der 10-Jahres-Frist und möglicher Steuerbefreiungen.

D. Gewerblicher Grundstückshandel: Diskussion der Abgrenzung zur Vermögensverwaltung mittels der Drei-Objekt-Theorie und deren gewerbesteuerliche Konsequenzen.

E. Überblick der vermögensverwaltenden Gesellschaften: Untersuchung von Personen- und Kapitalgesellschaften hinsichtlich ihrer steuerlichen Qualifikation als vermögensverwaltend.

F. Betriebsaufspaltung: Detaillierte Analyse dieses Rechtsinstituts, dessen Voraussetzungen, Rechtsfolgen sowie Strategien zur Vermeidung oder geordneten Auflösung.

G. Schluss: Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige politische Lösungsansätze.

Schlüsselwörter

Immobilien, Privatvermögen, Betriebsvermögen, Spekulationsgewinn, Gewerblicher Grundstückshandel, Drei-Objekt-Theorie, Betriebsaufspaltung, Vermögensverwaltung, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Ertragsteuer, Veräußerungsfrist, Vermeidung von Betriebsaufspaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerlichen Auswirkungen beim Halten, Verwalten und Veräußern von Immobilien im Privat- sowie im Betriebsvermögen und bewertet Gestaltungsmöglichkeiten zur Optimierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das private Veräußerungsgeschäft, den gewerblichen Grundstückshandel, vermögensverwaltende Gesellschaften und insbesondere das komplexe Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen bei verschiedenen Nutzungsvarianten von Immobilien aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um die steuerliche Belastung unter Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer detaillierten Analyse der relevanten Rechtsnormen (EStG, KStG, GewStG) und deren Interpretation durch die höchstrichterliche Rechtsprechung (BFH) sowie die Verwaltungspraxis der Finanzbehörden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Abgrenzungsmerkmale zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichen Tätigkeiten sowie das Zusammenspiel bei Betriebsaufspaltungen detailliert beleuchtet und in einen steuerlichen Kontext gesetzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Betriebsaufspaltung, Drei-Objekt-Theorie, Immobilienbesteuerung, steuerfreie Veräußerung und Vermögensverwaltung.

Wie lassen sich Steuerrisiken bei der Betriebsaufspaltung minimieren?

Risiken können durch saubere vertragliche Gestaltungen im Vorfeld vermieden werden. Sollte eine Auflösung notwendig werden, bieten Strategien wie die Fortführung der gewerblichen Tätigkeit oder die Betriebsverpachtung im Ganzen Möglichkeiten, die Aufdeckung stiller Reserven zu vermeiden.

Inwiefern hat das Baukindergeld oder die Mietpreisbremse Einfluss auf die Arbeit?

Diese politischen Maßnahmen werden im Ausblick als aktuelle Eingriffe in den Immobilienmarkt diskutiert, deren Wirksamkeit hinterfragt wird, wobei die Arbeit auf die steuerlichen Alternativen für Investoren fokussiert.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die inländische Immobilie im Ertragssteuerrecht. Auswirkungen der Nutzung im Privat- und Betriebsvermögen unter Berücksichtigung von Gestaltungsansätzen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Veranstaltung
Steuerrecht
Note
1,5
Autor
Stefan Fichtmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
67
Katalognummer
V1437736
ISBN (PDF)
9783346993120
ISBN (Buch)
9783346993137
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Immobilie Steuer Privat- und Betriebsvermögen Gestaltungsansätze Gestaltung Besteuerung Ertragsteuer Eigentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Fichtmeier (Autor:in), 2020, Die inländische Immobilie im Ertragssteuerrecht. Auswirkungen der Nutzung im Privat- und Betriebsvermögen unter Berücksichtigung von Gestaltungsansätzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437736
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Leseprobe aus  67  Seiten
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