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Hundgestützte Pädagogik in der Grundschule. Chancen und Grenzen aus der Sicht von Lehrkräften

Titel: Hundgestützte Pädagogik in der Grundschule. Chancen und Grenzen aus der Sicht von Lehrkräften

Examensarbeit , 2023 , 76 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marian Linke (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um den Einsatz von Hunden in der Pädagogik mit Fokus auf die Grundschule. Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten von Hunden in der Schule. Diese Ausarbeitung bezieht sich auf das Modell des "Schulhundes". Es soll empirisch untersucht werden, wie die hundgestützte Pädagogik abläuft, was sie bedeutet und welche Sicht Lehrkräfte, die ihren Hund einsetzen, auf die Thematik haben.

Bei den Menschen nimmt der Hund bereits seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle ein. So wurde er anfangs eher als Nutztier für die gemeinsame Jagd, als Vieh- und Hofhütehund oder zum Schlittenziehen eingesetzt. Erst in jüngster Vergangenheit wurde der Hund als Modetier und Familienmitglied gehalten. Heute wird er zum Beispiel als Rettungs- oder Polizeihund eingesetzt. Zudem werden Hunde für therapeutische oder pädagogische Zwecke ausgebildet. Es gibt immer mehr Hunde in Schulen, um den Unterricht zu begleiten. Der Einsatz wird immer professioneller, jedoch gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln und Vorschriften für die hundgestützte Pädagogik in Schulen.

Die Arbeit beginnt mit einem theoretischen Teil. Es werden zunächst verschiedene Theorien und Hypothesen sowie Faktoren der Mensch-Tier-Beziehung vorgestellt. Hierbei wird vorgestellt, wie die Mensch-Tier-Beziehung zustande kommt und welchen Einfluss sie haben kann. Im nächsten Schritt wird sich auf den Hund fokussiert. Es wird theoretisch beschrieben, wie der Hund und der Mensch zusammengeführt wurden und welche Rolle der Hund heutzutage bei uns Menschen einnimmt.

Der nächste Theorieblock handelt von dem Hund im Kontext Schule. Wichtige Begriffe wie "Schulhund" und "Hundgestützte Pädagogik" werden beleuchtet. Im weiteren Verlauf wird der Einsatz des Hundes im Klassenzimmer erläutert.

Im nächsten Teil werden, mit Bezug auf den Titel dieser Arbeit, die aus der Fachliteratur gefilterten Grenzen und Chancen der Schulhundarbeit zusammengefasst.

Das Zentrum der Arbeit eine empirische Untersuchung dar und bildet den zweiten Teil. Der empirische Teil beginnt mit einer Darstellung der Zielsetzung. Im weiteren Verlauf wird die Auswertungsmethode vorgestellt, auf dessen Grundlage die Ergebnisse letztendlich analysiert und vorgestellt werden. Mit Blick auf die Fragestellung und auf den Theorieteil werden die Ergebnisse diskutiert. Im Anschluss an eine Reflexion der empirischen Untersuchung erfolgt das Fazit und der Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung

2.1. Die Biophilie-Hypothese

2.2. Die Bindungstheorie und das Bindungshormon Oxytocin

2.3. Du-Evidenz

2.4. Kommunikation zwischen Mensch und Tier

2.5. Einfluss von Tieren auf das Selbstwertgefühl von Menschen

3. Theorien zur Hund-Mensch-Beziehung

3.1. Abstammung des Hundes

3.2. Entwicklung der Hund-Mensch-Beziehung

3.3. Die Rolle des Hundes in Deutschland

4. Der Hund in der Schule

4.1. Der Schulhund

4.2. Der Klassenhund

4.3. Hundgestützte Pädagogik

5. Der Hund im Klassenzimmer

5.1. Die Lehrkraft

5.2. Der Schulhund

5.3. Das Schulhund-Lehrkraft-Team

5.4. Organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen

5.5. Die Einsatzformen im Klassenzimmer

5.5.1. Präsenz-Kontakt

5.5.2. Aktive Beteiligung

5.5.3. Direkte Arbeit mit dem Hund

5.5.4. Weitere Einsatzformen

6. Der Schulhund in der Grundschule – Chancen und Grenzen

6.1. Die positiven Auswirkungen des Schulhundeinsatzes

6.2. Potenzielle Probleme des Schulhundeinsatzes

6.3. Besonderheiten bei dem Einsatz von Schulhunden in der Grundschule

7. Empirische Untersuchung

7.1. Zielsetzung

7.2. Planung

7.2.1. Datenerhebungsmethode

7.2.2. Die Planung der Durchführung

7.2.3. Datenauswertungsmethode

7.3. Durchführung

7.4. Analyse des Datenmaterials

7.5. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse

7.5.1. Die Ergebnisse zur Hauptkategorie „Probleme“

7.5.2. Die Ergebnisse zur Hauptkategorie „Chancen“

7.6. Reflexion der empirischen Untersuchung

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen des Einsatzes von Schulhunden in der Grundschule aus der subjektiven Perspektive von Lehrkräften. Ziel ist es, ein besseres Verständnis über die praktische Umsetzung und die damit verbundenen Herausforderungen im Schulalltag zu gewinnen.

  • Theoretische Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung
  • Entwicklung der Hund-Mensch-Beziehung
  • Rolle des Schulhundes als pädagogischer Begleiter
  • Empirische Erhebung mittels Experteninterviews
  • Herausforderungen im Kontext Klassenzimmer (Stress, Hygiene, rechtliche Aspekte)

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Biophilie-Hypothese

Der Mensch hat schon immer mit Tieren zusammengelebt. Er war eng verbunden mit der Natur, den Pflanzen und allen Tieren um ihn herum. Er musste seine „Mitlebewesen [...] lesen und ihr Verhalten ein Stück weit vorhersagen können.“ (Mutschler & Wohlfarth, 2022, S. 51). Laut Wilson (1984) gibt es daher eine evolutionsbiologische Anziehung, beziehungsweise Affinität vom Menschen zu Lebewesen (vgl. Mutschler & Wohlfarth, 2022, S. 51). Diese Affinität wird Biophilie genannt.

Hierbei handelt es sich nicht lediglich um einen Instinkt. Man geht davon aus, dass sich das Nervensystem und das Verhalten der Menschen im Laufe der Zeit an das Zusammenleben mit Tieren angepasst haben. Dies zeigt auch eine Studie von Mormann et al. (2011) in der belegt wurde, dass die Neuronen in einem Teil des Gefühlszentrums des Menschen besonders reagieren, wenn den Probanden Bilder von Tieren gezeigt wurden. Die Gefühle müssen jedoch nicht immer positiv belegt sein. Biophilie kann auch bedeuten, vor Tieren Angst zu empfinden. Jeder Mensch hat demnach eine eigene, individuelle Biophilie (vgl. Mutschler & Wohlfarth, 2022, S. 51f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der hundgestützten Pädagogik an Grundschulen ein und definiert das Ziel der vorliegenden empirischen Untersuchung.

2. Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung: Es werden wissenschaftliche Konzepte wie die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie erläutert, um die menschliche Verbindung zu Tieren zu begründen.

3. Theorien zur Hund-Mensch-Beziehung: Dieses Kapitel betrachtet die evolutionäre Abstammung des Hundes und seinen Stellenwert in der modernen deutschen Gesellschaft.

4. Der Hund in der Schule: Hier wird der Begriffsapparat rund um Schul- und Klassenhunde geklärt sowie der pädagogische Ansatz definiert.

5. Der Hund im Klassenzimmer: Das Kapitel behandelt die notwendigen Voraussetzungen, von der Qualifikation der Lehrkraft bis hin zur Auswahl und Vorbereitung des Hundes.

6. Der Schulhund in der Grundschule – Chancen und Grenzen: Eine Abwägung der positiven Effekte gegen potenzielle Hürden wie Stress für das Tier oder Allergien bei Kindern.

7. Empirische Untersuchung: Methodische Erläuterung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz, inklusive Planung und Auswertung der geführten Experteninterviews.

8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Forschungsdesigns.

Schlüsselwörter

Hundgestützte Pädagogik, Grundschule, Schulhund, Mensch-Tier-Beziehung, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Stressreduktion, Bindungstheorie, Biophilie, Lernklima, Klassenzimmer, Verhaltensregeln, Pädagogik, Assistenzhund, Lehrkraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Schulhunden im Grundschulalltag aus der Sicht von Lehrpersonen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Bindung, die praktische Umsetzung als Schulhund-Lehrkraft-Team sowie die kritische Reflexion von Einsatzmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mithilfe von Experteninterviews herauszufinden, wie Lehrkräfte den Einsatz von Schulhunden bewerten und welche Grenzen sie im schulischen Kontext sehen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Zur Anwendung kommt die qualitative Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz als Auswertungsmethode für die geführten Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zur Mensch-Hund-Interaktion und einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten in Kategorien wie „Chancen“ und „Probleme“ strukturiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit kennzeichnen?

Die wichtigsten Stichworte sind hundgestützte Pädagogik, Schulhund, Inhaltsanalyse, Mensch-Tier-Beziehung und Grundschulpädagogik.

Wie unterscheidet sich der Präsenzhund vom Klassenhund?

Der Präsenzhund ist lediglich Gast in der Schule, während der Klassenhund fest in den Unterricht einer bestimmten Stammklasse integriert ist.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei diesem pädagogischen Konzept?

Die Lehrkraft trägt die volle Verantwortung für die Sicherheit der Kinder und des Tieres und muss sowohl fachlich qualifiziert als auch vorausschauend agieren.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hundgestützte Pädagogik in der Grundschule. Chancen und Grenzen aus der Sicht von Lehrkräften
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autor
Marian Linke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
76
Katalognummer
V1437747
ISBN (PDF)
9783346992970
ISBN (Buch)
9783346992987
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hundgestützte Pädagogik Tierpädagogik Schulhund Grundschule WHA Examensarbeit Erziehungswissenschaft Mensch-Tier-Beziehung HGP Kuckartz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marian Linke (Autor:in), 2023, Hundgestützte Pädagogik in der Grundschule. Chancen und Grenzen aus der Sicht von Lehrkräften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437747
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Leseprobe aus  76  Seiten
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