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Gesunde Führung. Ein Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen

Titel: Gesunde Führung. Ein Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen

Masterarbeit , 2023 , 86 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gesundheit ist ein zentraler Lebenswert und in der Arbeitswelt bedeutsamer denn je. Mitarbeitende, die gesund sind, werden als die wichtigste Ressource einer Organisation angesehen und gelten als Garant:innen eines nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Aufgrund des demografischen Wandels und des zunehmenden War for Talents wird es umso wichtiger, Mitarbeitende möglichst lange motiviert und leistungsfähig zu halten. Auch Faktoren wie die Globalisierung und Digitalisierung steigern den Wettbewerbs- und Anpassungsdruck, der auf Unternehmen einwirkt. Für einzelne Beschäftigte kann dies zu erhöhten psychischen Belastungen führen, die eine Gefahr für ihre Gesundheit darstellen. Gesunde Führung kann als Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen dienen, indem sie sowohl die Führungskraft selbst, als auch die Mitarbeitenden, vor Stress, Erschöpfung und Krankheit bewahrt. Dabei kommt sowohl den Führungskräften, als auch der Organisation, eine entscheidende Rolle zu. Gemeinsam bilden sie das Fundament für den Erhalt und die Förderung der Gesundheit von Mitarbeitenden.

Befragungen von Führungskräften haben gezeigt, dass die Erhaltung der Gesundheit von Mitarbeitenden oftmals nicht als Führungsaufgabe verstanden wird. Das individuelle Führungsverhalten kann unterstützend und ressourcenorientiert, aber auch belastend und stressauslösend wirken. Führung hat einen starken Einfluss auf die psychische Gesundheit und stellt eine bedeutsame Ursache für psychische Fehlbeanspruchungen am Arbeitsplatz dar. Führungskräfte der mittleren und unteren Managementebene befinden sich häufig in der sog. „Sandwich-Position“. Sie stehen zwischen der Unternehmensleitung und ihrem Team, weshalb sie sowohl von „oben“ als auch von „unten“ Anforderungen, Erwartungen und Ziele herangetragen bekommen, die sie abwägen müssen.

Es gilt, eine gesunde Balance zu finden, insbesondere bei Anforderungen, die sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken können. Dazu zählen bspw. die Anordnung von Mehrarbeit oder Kurzarbeit, die ständige Erreichbarkeit oder vermehrte Krankheitsvertretungen für Kolleg:innen. Gesunde Selbstführung bildet hierbei die Basis für eine gesunde Mitarbeitendenführung. Ziel der Masterarbeit ist es, ein Verständnis für die Bedeutung gesunder (Selbst-) Führung zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Organisationen im Bereich gesunder Führung aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Vorgehensweise und Überblick der Arbeit

2. Gesundheit in Organisationen

2.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung

2.2 Krankenstand in deutschen Organisationen

2.3 Konsequenzen für Organisationen

2.4 Einflussfaktoren auf die Gesundheit

2.4.1 Belastungs-Beanspruchungs-Modell

2.4.2 Job-Demands-Resources Modell

2.5 Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen Arbeit und Gesundheit

3.Gesunde Führung

3.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung

3.2 Gesunde Führung in der VUKA-Welt

3.3 Forschungsstand des Zusammenhangs zwischen Führung und Gesundheit

3.3.1 Bisherige Führungsforschung

3.3.2 Führungsverhalten als Ressource

3.3.3 Führungsverhalten als Stressor

3.4 Health-oriented Leadership Modell

4. Implikationen für die Praxis

4.1 Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

4.2 Handlungsempfehlungen für Organisationen

5. Fazit und Ausblick in die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung gesunder (Selbst-)Führung als Erfolgsfaktor in modernen Organisationen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis des Zusammenhangs zwischen Führungsverhalten und Mitarbeitergesundheit zu entwickeln sowie Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Organisationen abzuleiten, um in einem VUKA-Umfeld gesundheitsorientiert agieren zu können.

  • Bedeutung der Gesundheit als zentrale Ressource in Organisationen
  • Analyse von Belastungsfaktoren durch Belastungs-Beanspruchungs-Modell und Job-Demands-Resources Modell
  • Führungsverhalten als Ressource oder Stressor für die Mitarbeitergesundheit
  • Vorgestellung des Health-oriented Leadership Modells (HoL)
  • Praktische Implementierung gesundheitsorientierter Führung und Selbstführung

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Gesundheit ist ein zentraler Lebenswert und in der Arbeitswelt bedeutsamer denn je. Mitarbeitende, die gesund sind, werden als die wichtigste Ressource einer Organisation angesehen und gelten als Garant*innen eines nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Aufgrund des demografischen Wandels und des zunehmenden War for Talents wird es umso wichtiger, Mitarbeitende möglichst lange motiviert und leistungsfähig zu halten. Auch Faktoren wie die Globalisierung und Digitalisierung steigern den Wettbewerbs- und Anpassungsdruck, der auf Unternehmen einwirkt. Für einzelne Beschäftigte kann dies zu erhöhten psychischen Belastungen führen, die eine Gefahr für ihre Gesundheit darstellen. Gesunde Führung kann als Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen dienen, indem sie sowohl die Führungskraft selbst, als auch die Mitarbeitenden, vor Stress, Erschöpfung und Krankheit bewahrt. Dabei kommt sowohl den Führungskräften, als auch der Organisation, eine entscheidende Rolle zu. Gemeinsam bilden sie das Fundament für den Erhalt und die Förderung der Gesundheit von Mitarbeitenden.

Befragungen von Führungskräften haben gezeigt, dass die Erhaltung der Gesundheit von Mitarbeitenden oftmals nicht als Führungsaufgabe verstanden wird. Das individuelle Führungsverhalten kann unterstützend und ressourcenorientiert, aber auch belastend und stressauslösend wirken. Führung hat einen starken Einfluss auf die psychische Gesundheit und stellt eine bedeutsame Ursache für psychische Fehlbeanspruchung am Arbeitsplatz dar. Führungskräfte der mittleren und unteren Managementebene befinden sich häufig in der sog. „Sandwich-Position“. Sie stehen zwischen der Unternehmensleitung und ihrem Team, weshalb sie sowohl „oben“ als auch „unten“ Anforderungen, Erwartungen und Ziele herangetragen bekommen, die sie abwägen müssen. Es gilt, eine gesunde Balance zu finden, insbesondere bei Anforderungen, die sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken können. Dazu zählen bspw. die Anordnung von Mehrarbeit oder Kurzarbeit, die ständige Erreichbarkeit oder vermehrte Krankheitsvertretungen für Kolleg*innen. Gesunde Selbstführung bildet hierbei die Basis für eine gesunde Mitarbeitendenführung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Mitarbeitergesundheit als strategische Ressource und legt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit dar.

2. Gesundheit in Organisationen: Hier werden theoretische Grundlagen wie das Belastungs-Beanspruchungs-Modell und das Job-Demands-Resources Modell erörtert, um den Zusammenhang zwischen Organisation, Arbeit und Gesundheit zu beleuchten.

3. Gesunde Führung: Das Kapitel analysiert Führungsverhalten als potenzielle Ressource oder Stressor innerhalb der VUKA-Welt und führt das Health-oriented Leadership Modell (HoL) als Instrument ein.

4. Implikationen für die Praxis: Hier werden konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Organisationen abgeleitet, inklusive Instrumenten wie dem „Go-FüKo“-Training und dem Coaching-Prozess.

5. Fazit und Ausblick in die Zukunft: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, gesunde Führung als strategische Priorität langfristig in die Unternehmensführung zu integrieren.

Schlüsselwörter

Gesunde Führung, Gesundheitsmanagement, Mitarbeitergesundheit, Selbstführung, Belastungs-Beanspruchungs-Modell, Job-Demands-Resources Modell, Psychische Belastung, Betriebliche Gesundheitsförderung, Health-oriented Leadership, Führungskräftetraining, VUKA-Welt, Stressprävention, Ressourcenstärkung, Sandwich-Position, Personalmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Bedeutung von gesundheitsorientierter Führung für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden in Organisationen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Kerngebiete sind die theoretischen Grundlagen der Gesundheit am Arbeitsplatz, die Doppelrolle von Führungskräften als Ressourcengeber oder Stressor sowie praxisnahe Implementierungsmethoden für gesundes Führungsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für gesunde Führung zu entwickeln und praxisbezogene Handlungsempfehlungen zu formulieren, um Führungskräften und Unternehmen Werkzeuge zur Gesundheitsförderung an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt unter anderem das Belastungs-Beanspruchungs-Modell, das Job-Demands-Resources Modell (JD-R) und das Health-oriented Leadership Modell (HoL) von Franke und Felfe.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Belastungsfaktoren, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rolle der Führungskraft in der VUKA-Welt und die Vorstellung von Modellen wie HoL und konkreten Trainingsansätzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gesunde Führung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Psychische Belastung, Selbstführung sowie die im Modell definierten Dimensionen nach HoL (Awareness, Value, Behavior).

Welche Rolle spielt die „Sandwich-Position“ in dieser Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet spezifisch die Herausforderung von Führungskräften der mittleren Ebene, die zwischen den Anforderungen der Unternehmensleitung und den Bedürfnissen ihrer Teams vermitteln und dabei eine gesunde Balance wahren müssen.

Was genau versteht die Autorin unter dem „Health-oriented Leadership Modell“?

Das Modell betrachtet Führungskräfte in ihrer Verantwortung für ihre eigene Gesundheit (SelfCare) sowie für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden (StaffCare), gegliedert in die Dimensionen Bewusstsein, Wertschätzung und Verhalten.

Wie trägt der Coaching-Prozess laut Arbeit zur Gesundheit bei?

Der Coaching-Prozess ermöglicht Führungskräften eine kritische Selbstreflexion und das Einholen von direktem Feedback durch ihre Teams, um so gezielte Maßnahmen zur Reduzierung betrieblicher Gesundheitsrisiken abzuleiten.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesunde Führung. Ein Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
86
Katalognummer
V1442196
ISBN (PDF)
9783963555824
ISBN (Buch)
9783963555831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheit Führung Gesunde Führung HoL HR Arbeitswelt Mitarbeitergesundheit Führungsaufgabe Sandwich-Position
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Gesunde Führung. Ein Schlüsselfaktor für Gesundheit in Organisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1442196
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Leseprobe aus  86  Seiten
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