Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Medienkompetenzerziehung im Volksschulalter. Neue Medien gewinnen in unserer Welt zunehmend an Bedeutung. Kinder wachsen mit ihnen auf und halten es auch für selbstverständlich. Die außerschulische und auch mittlerweile schulische Lebenswelt vieler Kinder ist von Handys, Tablets und Computern geprägt. Anfangs waren die Menschen skeptisch, was digitale Medien im Unterricht betrifft, doch die Ausbreitung von den neuen Medien gilt heute vielmehr als zunehmender Trend. Langeweile, Unlust und Motivationslosigkeit sind einige Begriffe, die das Schulleben vieler Volksschüler und Volksschülerinnen beschreiben. Um die Kinder wieder mehr zu motivieren und ihnen Aktualität zu bieten, verwenden schon einige Grundschulen in Österreich neue Medien als Unterrichtsmittel und Lernmethoden.
Zu Beginn der Arbeit sollen zunächst einige Begriffe wie Medien, Medienforschung, Mobiles Lernen und Multimedialität definiert und erklärt werden. Dabei wird gezeigt, wie Mobiles Lernen funktioniert und das selbstgesteuerte Lernen genauer beschrieben. Zum Schluss dieses Kapitels wird der Begriff Medienkompetenz noch etwas genauer dargestellt.
Als Nächstes wird im Speziellen auf die Medienerziehung in der Volksschule eingegangen. Zunächst soll gezeigt werden, welche Formen des Lehrens und Lernens und welche Anwendungsmöglichkeiten der neuen Medien es in den Volksschulen gibt. Weiteres soll definiert werden, was digitale Bildung ist. Anschließend sollen noch die Digitalisierungsstrategie 4.0., die Anwendung von Computer und Videospielen im Unterricht und das BYOD-Konzept erklärt werden.
Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Medienlernens. Dabei soll gezeigt werden, welche Einflüsse digitale Medien auf die Entwicklung der Volksschulkinder haben und welche Ziele damit verfolgt werden. Zum Schluss sollen noch aktuelle Entwicklungen der Medienpädagogik in Österreich beschrieben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Einführung in das Thema
2.1 Fragestellung
2.2 Zielformulierung
3. Begriffsdefinitionen
3.1 Medien
3.2 Medienforschung
3.3 Mobiles Lernen
3.3.1 Selbstgesteuertes Lernen
3.3.2 Multimedialität
3.4 Medienkompetenz
4. Medienerziehung in der Volksschule
4.1 Formen des Lehrens und Lernens mit Medien
4.2 Anwendungsmöglichkeiten der Neuen Medien
4.3 Digitale Bildung
4.3.1 Digitalisierungsstrategie Schule 4.0
4.3.2 Computer und Videospiele
4.3.3 BYOD – Bring Your Own Device
5. Auswirkungen des Medienlernens
5.1 Ziele der Medienerziehung
5.2 Aktuelle Entwicklungen
5.2.1 Entwicklungen der Medienpädagogik in Österreich
6. Reflexion und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Integration und Bedeutung der Medienkompetenzentwicklung im österreichischen Volksschulunterricht, um zu analysieren, wie digitale Medien den Lernprozess bei Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren effektiv unterstützen und motivieren können.
- Grundlagen der Mediendidaktik und Medienkompetenz
- Einsatz digitaler Medien und Lernformen in der Grundschule
- Umsetzung der Digitalisierungsstrategie "Schule 4.0"
- Auswirkungen des medial gestützten Lernens auf die kindliche Entwicklung
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Selbstgesteuertes Lernen
Selbstgesteuertes Lernen zeichnet sich zu einem Großteil durch Autonomie in mehreren oder allen Teilaspekten des Lernens aus. Lernende führen selbst die Steuerungsmaßnahmen durch und überwachen den Lernprozess. Teile der Handlungen können auch fremdbestimmt sein, wobei die Lernenden nicht das Gefühlt eingeschränkt zu sein verspüren dürfen. Eine allgemeine Voraussetzung um effektiv zu lernen, stellt die Form der Eigenaktivität dar. Ein weiteres wichtiges Entwicklungsziel der schulischen Ausbildung ist die Selbststeuerung. Dabei muss die Lernumgebung so gestaltet werden, dass der Schüler und die Schülerin verschiedene Wahlmöglichkeiten haben und über Handlungs- und Lernstrategien verfügen. Wichtig dabei sind vor allem, dass das Vorwissen mit zusätzlichen Informationen verknüpft werden kann und persönliche Ziele und Interessen dabei berücksichtigt werden (vgl. ebd.: 645).
Laut Kerres (2012) gibt es vier verschiedene Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens mit neuen Medien in der Schule und im Unterricht:
o Lernprogramme
o Blended Learning
o Virtuelle Klassenzimmer
o Simulationen und Spiele (vgl. Kerres 2012: 6-8, 12f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstract: Bietet einen Überblick über die Bedeutung digitaler Medien in der Lebenswelt von Kindern und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, Medienkompetenz in der Volksschule zu untersuchen.
2. Einführung in das Thema: Erläutert die persönliche Motivation des Autors und definiert die zentrale Fragestellung in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien in österreichischen Grundschulen.
3. Begriffsdefinitionen: Legt das theoretische Fundament durch die Definition von zentralen Begriffen wie Medien, Medienforschung, Mobiles Lernen, selbstgesteuertes Lernen und Medienkompetenz.
4. Medienerziehung in der Volksschule: Untersucht praktische Formen des Lehrens, Anwendungsmöglichkeiten digitaler Medien, die Strategie "Schule 4.0" sowie den Einsatz von Videospielen und BYOD-Konzepten.
5. Auswirkungen des Medienlernens: Analysiert die pädagogischen Ziele der Medienerziehung sowie aktuelle Entwicklungen und Strukturen in der österreichischen Medienpädagogik.
6. Reflexion und Ausblick: Führt eine Zusammenführung der Ergebnisse durch und diskutiert den Mehrwert digitaler Medien für den Unterricht sowie die Notwendigkeit ihrer verstärkten Implementierung.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Volksschule, Digitale Bildung, Mobiles Lernen, Medienerziehung, Unterricht, Lernprogramme, Selbstgesteuertes Lernen, Schule 4.0, Medienpädagogik, Multimedialität, BYOD, E-Learning, Österreich, Lernmotivation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medienkompetenzerziehung in der Volksschule und untersucht den Einsatz digitaler Medien im Unterricht als Werkzeug zur individuellen Förderung und Steigerung der Lernmotivation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Mediendidaktik, die verschiedenen Formen des digitalen Lernens, die Implementierung staatlicher Digitalisierungsstrategien sowie die Auswirkungen dieser Ansätze auf Kinder im Grundschulalter.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es, zu identifizieren, welche digitalen Medien im österreichischen Volksschulunterricht etabliert sind, welche Lernformen altersgerecht für Kinder von 6 bis 10 Jahren funktionieren und welche Rolle diese Medien im Lernprozess einnehmen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturrecherche und der pädagogisch-psychologischen Aufarbeitung einschlägiger Fachpublikationen zum Thema digitale Medien und Erziehungswissenschaften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition, die Analyse von Anwendungsformaten (wie Blended Learning oder Lernprogramme) sowie die Untersuchung spezifischer Konzepte wie der "Digitalisierungsstrategie Schule 4.0" und "BYOD".
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Medienkompetenz, Digitale Bildung, Grundschule, Mediendidaktik, Medienpädagogik, selbstgesteuertes Lernen sowie die spezifische Situation in österreichischen Schulen.
Warum ist die "Digitalisierungsstrategie Schule 4.0" für die Arbeit relevant?
Sie bildet den offiziellen Rahmen für die digitale Grundbildung in Österreich und dient als wichtiges Beispiel, wie Schule, Infrastruktur und Lehrkräfte für das digitale Zeitalter angepasst werden sollen.
Welche Bedeutung haben Videospiele im Kontext der Medienerziehung laut der Arbeit?
Die Arbeit hebt hervor, dass Spiele wie "Food Force" bei Kindern nicht nur die Medienkompetenz fördern, sondern Lerninhalte spielerisch vermitteln und die Lernenden dazu anregen, sich mit komplexen Herausforderungen oder Systemen auseinanderzusetzen.
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- Anonym (Author), 2019, Medienkompetenzentwicklung in der Volksschule. Der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1443251