Rezension zum Beitrag "Was es heißt, Kinder Gottes zu werden" von Tobias Nicklas

Aus der Zeitschrift: „Bibel und Liturgie 2005“, S. 58 - 61


Rezension / Literaturbericht, 2008
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Inhalt des Textes: welche Probleme spricht der Autor an?

3. Wie argumentiert der Autor? Sind gewisse Schwerpunkte zu erkennen?

4. Argumente mit synchronem Aspekt

5. Argumente mit diachronem Aspekt

6. Wie ist in diesem Aufsatz das Verhältnis zwischen den Aussagen mit synchronem
und diachronem Aspekt?

Schlussteil

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Rezension wird untersucht, inwiefern der Autor zu beweisen versucht, dass das Johannesevangelium und die Johannesbriefe inhaltlich eng miteinander verknüpft sind und weshalb es problematisch ist, allein anhand dieser Schriften den historischen Hintergrund und die Situation der johanneische(n) Gemeinden zu rekonstruieren. Ebenfalls wird berücksichtigt, welche Bedeutung diese beiden Texte im Gesamtkontext des NT haben und ob diese Texte Anspielungen auf andere Bibelstellen enthalten.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist, wie der Titel schon sagt, die Bedeutung des „Kinder Gottes Werdens“ im 1. Johannesbrief.

All diese Themen werfen viele Fragen auf. In dieser Rezension werden diese erwähnt und es wird untersucht, wie der Autor mit diesen umgeht und inwiefern er eine Antwort darauf zu finden versucht. Ein wichtiger Punkt wird auch die Argumentationsweise von Nicklas sein. Ein Versuch wird nämlich sein herauszufinden, welche Vorgehensweise in seiner Argumentation sichtbar ist, ob sie irgendein System oder irgendeine Reihenfolge enthält, welche Akzente er dabei setzt. Ebenso wird sein methodisches Vorgehen analysiert: welche seiner Aussagen basieren auf den synchronen, welche auf den diachronen Aspekt?

In dieser Rezension wird unter anderem auch mithilfe der Anregungen von Wilhelm Egger in „Methodenlehre zum neuen Testament“[1] analysiert. Hier wird nämlich genau erläutert, welches die Hinweise für den synchronen und diachronen Aspekt sind[2], welche sprachlichen Hinweise zu berücksichtigen sind. Interessant ist auch die darin erwähnte Berücksichtigung des Osterglaubens, der Tradition und des sozialen Umfelds.

2. Zum Inhalt des Textes: welche Probleme spricht der Autor an?

In diesem Kapitel werden ausschließlich die Probleme erläutert, die Nicklas in seinem Aufsatz erwähnt. Seine Art und Reihenfolge in der Argumentation, seine genauere Vorgehensweise werden die Themen der nächsten Kapitel sein.

Zuerst nennt er die Bedeutung der Bezeichnung „1“. Johannesbrief. Gleich darauf beschäftigt er sich mit der Frage, inwiefern dieser 1.Johannesbrief mit den anderen Johannesbriefen und dem Johannesevangelium sowohl sprachlich als auch inhaltlich zusammenhängt. Damit geht er sogar noch weiter: er möchte erläutern, inwiefern diese Texte dem Schluss der Bibel eine „johanneische Note“ (S.48) verleihen, ja sogar die Bedeutung der Texte im Zusammenhang der gesamten Bibellektüre nennt er.

Zwischendurch legt er die Problematik bei der hypothetisch konstruierten Entstehungs-geschichte des Johannesevangeliums dar, diesbezüglich nennt er ein paar Punkte.

Später geht er wieder auf die Gemeinsamkeiten ein: anhand der ersten vier Verse des 1. Johannesbriefes zeigt er, dass diese beiden Schriften Ähnlichkeiten aufweisen, außerdem sucht er nach Anspielungen auf das Johannesevangelium. Ferner begründet er, weshalb er versuchen möchte, den 1.Johannesbrief anhand des Johannes-Evangeliums auszulegen.

Der nahezu größte Teil seines Aufsatzes jedoch besteht aus der Deutung und Interpretation dieser eben genannten Verse. Er nennt aus diesen Versen folgende Aspekte, die auch im Johannesevangelium vorkommen:

- das Fleisch gewordene Schöpfungswort Gottes, dessen Anfang Gott war, somit ist es auch ein erster Zugang zu Gott
- die Bedeutung des „Sehens“
- das Leben, beziehungsweise das „Wort des Lebens“

Aus diesen Punkten versucht Nicklas die Konsequenzen für die Bedeutung von Jesus für uns Menschen darzulegen.

Später versucht er zu begründen, weshalb man den Johannesbrief nicht vom Johannes-evangelium getrennt betrachten kann, egal welcher Text in Wirklichkeit älter ist.

Inhaltliche Aspekte aus diesen Texten, die er nennt:

- Thomas, der den Auferstandenen berühren möchte, weil er nicht recht glauben will, was er sieht.

Daraus ergibt sich auch die Kette zwischen Gott Vater und dem Sohn Jesus und die Zeugen der Verkündigung (S.60) gewinnen an Bedeutung, ebenso die Gemeinschaft nach dem „testamentarischen Vermächtnis“ (S.61) Jesu.

Den eigentlichen Titel seines Aufsatzes, das heißt die Bedeutung des Kinder Gottes Werden, erwähnt er nur am Schluss: wichtig dabei ist die Tatsache, dass man als Kind Gottes automatisch Anteil an der Liebe Gottes hat, er erwähnt auch, worin sich diese zeigt.

Dieses bringt viele Konsequenzen mit sich, zum Beispiel im Umgang mit der Sünde.

[...]


[1] Egger, Wilhelm: Methodenlehre zum Neuen Testament. Einführung in linguistische und historisch- kritische Methoden, Freiburg 1987, S.32-45, 74-77, 159-161.

[2] Ebd 158ff

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Rezension zum Beitrag "Was es heißt, Kinder Gottes zu werden" von Tobias Nicklas
Untertitel
Aus der Zeitschrift: „Bibel und Liturgie 2005“, S. 58 - 61
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V144385
ISBN (eBook)
9783640545551
ISBN (Buch)
9783640545377
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neutestamentliche Literatur, NT, Nicklas, Tobias, Zeitschrift, Bibel und Liturgie, Kinder Gottes, Exegese
Arbeit zitieren
Sarah Marcus (Autor), 2008, Rezension zum Beitrag "Was es heißt, Kinder Gottes zu werden" von Tobias Nicklas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144385

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