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Deutsch als Zweitsprache

Bereichert DaZ-Unterricht in einer Klasse die gesamte Klasse oder lediglich die Schüler/innen mit Migrationshintergrund?

Title: Deutsch als Zweitsprache

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ann-Kathrin Dupont (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Der Erwerb der deutschen Sprache gilt als Voraussetzung für die Integration, den
Schulerfolg und die gesellschaftliche Partizipation. Kinder mit
Migrationshintergrund sprechen innerhalb ihres familiären Umfeldes meist ihre
Herkunftssprache und so übernehmen Kita und Schule sowie außerschulische
Kontakte die Aufgabe, diesen Kindern die deutsche Sprache näher zu bringen und
somit einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen. Aber auch für Kinder
ohne Migrationshintergrund kann die Erfahrung Mitschüler mit
Migrationshintergrund zu haben eine große Rolle spielen. Vor allem in der
Kindheit werden die Grundsteine für die Werteerziehung und das spätere
Wertverständnis als Erwachsener gelegt, u.a. für den Wert Toleranz. Somit ist das
interkulturelle Lernen von besonders großer Bedeutung und aus dem heutigen
Unterricht mit dem Anspruch auch emotionaler und nicht lediglich interkultureller
Erziehung nicht mehr weg zu denken.
Ohne Kenntnisse der Landessprache ist eine gelungene Integration nicht möglich.
Für Kinder mit Migrationshintergrund und unzureichenden Sprachkenntnissen
gibt es deshalb den Deutsch- als- Zweitsprache(L2)- Unterricht. Dieser lässt sich
in den Regelunterricht integrieren oder auch außerhalb der Klasse in kleinen
Übungsgruppen durchführen. DaZ-Schüler sind „nur diejenigen Schüler
nichtdeutscher Erstsprache, die keine oder unzureichende Deutschkenntnisse für
den schulischen Unterricht haben“. Als Grundlage dient der Rahmenplan
Deutsch als Zweitsprache, welcher seit Februar 2006 bewilligt ist. Die
Verwaltungsvorschrift für den „Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit
Migrationshintergrund“ trat im November 2006 in Kraft. Von Deutsch als
Zweitsprache (DaZ) spricht man, „wenn der Erwerb innerhalb der Zielkultur
stattfindet“ und eine wichtige Rolle im Leben des Lernenden spielt. Von Deutsch
als Fremdsprache hingegen spricht man, „wenn der Erwerb im Kontext der
Ausgangskultur geschieht“.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. DaZ in der Schule

2.1 Interkulturelles Lernen

2.2 Deutsch als Zweitsprache: Ausgangsbedingungen

2.3 Rahmenplan und Verwaltungsvorschrift in der rheinland-pfälzischen Grundschule

2.4 Deutsch als Zweitsprache (intern)

2.4.1. Das Konzept des Miteinander-und-Voneinander-lernens

2.4.2. Die Bedeutung der Muttersprache

2.4.3. Aufbau des DaZ-Unterricht

2.4.4. Lernszenarien

2.5 Deutsch als Zweitsprache (extern)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im schulischen Kontext unter Berücksichtigung aktueller rheinland-pfälzischer Rahmenpläne und didaktischer Ansätze.

  • Interkulturelles Lernen als pädagogisches Ziel
  • Methodische Konzepte wie die Szenariendidaktik
  • Die Bedeutung der Erstsprache im Zweitspracherwerb
  • Differenzierung zwischen internem und externem DaZ-Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Das Konzept des Miteinander-und-Voneinander-lernens

Lothar Krappmann entwickelte „das Konzept des Miteinander- und Voneinander-Lernens“38. Folgende von ihm entwickelte Schlüsselqualifikationen werden im Regelunterricht immer wichtiger: „Rollendistanz(die eigene Position verlassen und mit Abstand betrachten), Empathie, Ambiguitätstoleranz“ und „ Identitätsbewusstsein und –darstellung“. „Nur wenn sich jede Lehrkraft im Unterricht mit Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache für deren Förderung verantwortlich fühlt, haben diese Kinder überhaupt eine Chance, eine angemessene Kompetenz in ihrer Zweitsprache zu erwerben.“39 Um diese Anforderung zu erfüllen „bedarf es des Wissens um L2-Aneignungsprozesse“40. Es ist dem Lehrer allerdings nicht möglich sich vorwiegend auf seine DaZ-Kinder zu konzentrieren, deshalb sollten aber trotzdem DaZ-didaktische Elemente in den Regelunterricht mit einfließen, „um allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gerecht zu werden“.41 Hierbei ist es nötig, die Unterrichtssprache von Schwierigkeiten zu entlasten, dies sollte allerdings nicht dazu führen, dass die Kinder nur noch mit entlasteter Sprache in Berührung kommen, Ziel ist es schließlich, „dass sie authentische Texte und Sprache verstehen und selbst altersgerecht kommunizieren können“. 42

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des Erwerbs der deutschen Sprache für die Integration und den Schulerfolg von Kindern mit Migrationshintergrund.

2. DaZ in der Schule: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung des interkulturellen Lernens und stellt Anforderungen an den modernen Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht.

2.1 Interkulturelles Lernen: Hier wird das Ziel einer interkulturellen Kompetenz beschrieben, die über bloße Toleranz hinausgeht und kulturelle Vielfalt als Bereicherung begreift.

2.2 Deutsch als Zweitsprache: Ausgangsbedingungen: Das Kapitel analysiert soziale und bildungsbedingte Hürden, die das Erlernen der Zweitsprache für Kinder mit Migrationshintergrund erschweren.

2.3 Rahmenplan und Verwaltungsvorschrift in der rheinland-pfälzischen Grundschule: Es wird die didaktische Basis des rheinland-pfälzischen Rahmenplans dargelegt, die auf der Szenariendidaktik basiert.

2.4 Deutsch als Zweitsprache (intern): Dieser Abschnitt behandelt die notwendige Umstrukturierung des Regelunterrichts, um sprachliche Vielfalt integrativ zu berücksichtigen.

2.4.1. Das Konzept des Miteinander-und-Voneinander-lernens: Das Kapitel stellt Schlüsselqualifikationen wie Rollendistanz und Empathie vor, die das soziale Lernen fördern.

2.4.2. Die Bedeutung der Muttersprache: Hier wird die Rolle der Erstsprache als Ressource für den Aufbau konzeptioneller Schriftlichkeit im Deutschen betont.

2.4.3. Aufbau des DaZ-Unterricht: Der Abschnitt fordert eine explizitere, kleinschrittige Gestaltung der sprachlichen Anteile im Regelunterricht.

2.4.4. Lernszenarien: Es wird die Szenariendidaktik erläutert, die durch handlungsorientiertes Lernen individuelle Sprachzuwächse ermöglicht.

2.5 Deutsch als Zweitsprache (extern): Dieses Kapitel beschreibt ergänzende Förderangebote außerhalb des Regelunterrichts für Kinder mit besonders hohem Sprachförderbedarf.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Interkulturelles Lernen, Migrationshintergrund, Szenariendidaktik, Sprachförderung, Integrativer Unterricht, Sprachbewusstsein, Mehrsprachigkeit, Sprachkompetenz, Schulerfolg, Sprachhandeln, Erstsprache, Bildungsbiographie, Sprachzuwachs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung von Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht (DaZ) in deutschen Schulen, insbesondere im Bundesland Rheinland-Pfalz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind interkulturelle Erziehung, die Integration von DaZ-didaktischen Elementen in den Regelunterricht sowie die Bedeutung von Muttersprachförderung und modernen Unterrichtsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder mit Migrationshintergrund durch eine veränderte Unterrichtskultur und gezielte Förderung zu einem erfolgreichen Schulabschluss gelangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit geltenden Rahmenplänen, fachdidaktischen Konzepten (wie der Szenariendidaktik) und aktueller pädagogischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des interkulturellen Lernens, die Analyse des rheinland-pfälzischen Rahmenplans sowie die Differenzierung zwischen internem und externem DaZ-Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DaZ, Interkulturelle Kompetenz, Szenariendidaktik, Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung.

Was bedeutet die "Szenariendidaktik" für den Unterricht?

Sie ermöglicht eine schülerzentrierte, handlungsorientierte Lernform, die an den Vorerfahrungen der Kinder anknüpft und Sprachhandeln in einen echten kommunikativen Zweck einbettet.

Warum ist die Erstsprache im DaZ-Kontext relevant?

Die Einbeziehung der Muttersprache wirkt motivierend und hilft Kindern, ihr Vorwissen über Schrift und Sprache effizient auf die Zweitsprache Deutsch zu übertragen.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft im DaZ-Unterricht?

Die Lehrkraft agiert weniger als reiner Wissensvermittler, sondern als Begleiter, der einen angstfreien Raum für Kommunikation schafft und Sprachlernprozesse aktiv steuert.

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Details

Title
Deutsch als Zweitsprache
Subtitle
Bereichert DaZ-Unterricht in einer Klasse die gesamte Klasse oder lediglich die Schüler/innen mit Migrationshintergrund?
College
University of Koblenz-Landau  (Fachdidaktik)
Course
Sprachliche Heterogenität
Grade
2,3
Author
Ann-Kathrin Dupont (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V144406
ISBN (eBook)
9783640553914
ISBN (Book)
9783640553518
Language
German
Tags
Deutsch Zweitsprache Bereichert DaZ-Unterricht Klasse Schüler/innen Migrationshintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Kathrin Dupont (Author), 2008, Deutsch als Zweitsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144406
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