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Professionelle Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit. Praktikumsbericht und qualitative Forschungsergebnisse

Titel: Professionelle Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit. Praktikumsbericht und qualitative Forschungsergebnisse

Projektarbeit , 2023 , 73 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nazile Karagöz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen, die sich zu einem Ganzen ergänzen. Der Praktikumsbericht verweist als erster Forschungsteil auf den Forschungsbericht, welcher den zweiten Teil darstellt. Das achtwöchige Praktikum wurde in einer Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern absolviert.

Zunächst wird das Forschungsfeld beschrieben, um einen Einblick über den Bereich Erziehungsberatung zu geben. Hierzu gehören Themen wie die rechtlichen Grundlagen der Berater:innen, die Trägerschaft und sozialräumliche Verortung, das Grundkonzept, die Vernetzung sowie das multiprofessionelle Team. Hiernach werden einige Einblicke in die Praktikumstätigkeiten gegeben. Dies leitet über in die Beschreibung des Forschungsgegenstands und die Formulierung einer Fragestellung. Des Weiteren wird im dritten Kapitel eine Darstellung des bisherigen Forschungstandes vorgenommen. Das vierte Kapitel widmet sich daraufhin der Darlegung des empirischen Forschungsdesigns mit der Reflexion der Erhebungsphase. Das fünfte Kapitel schließt mit einem Ausblick auf den Forschungsbericht ab.

Im Forschungsbericht wird die Forschungsfrage „Welche Faktoren machen aus Sicht der Fachkräfte eine professionelle Erziehungsberatung aus?“ anhand einer qualitativen Studie untersucht. Drei Sozialarbeiter:innen einer Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern wurden interviewt. Um die Vergleichbarkeit der Experteninterviews zu gewähren, wurde ein Interviewleitfaden erstellt und genutzt. Anschließend wurden die Interviews anhand der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz (2012) analysiert. Es werden die Erkenntnisse dargestellt und im Zusammenhang mit dem Forschungsstand diskutiert. Zum Schluss erfolgt ein abschließendes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Praktikumsbericht

1 Einleitung

2 Erziehungsberatung

2.1 Rechtliche Grundlagen

2.2 Trägerschaft und sozialräumliche Verortung

2.3 Grundkonzept

2.4 Vernetzung

2.4.1 Gremien- und Netzwerkarbeit mit der Fachöffentlichkeit

2.4.2 Vernetzung mit der Bevölkerung

2.5 Multiprofessionalität

2.6 Erkenntnisinteresse

3 Forschungsstand

3.1 Forschungsergebnisse zur Professionalität in Beratung

3.1.1 Bedeutung der Ausbildung für beraterisches Handeln

3.1.2 Einfluss von Erfahrungen auf professionelles Handeln

3.1.3 Einfluss kognitiver Strukturen, Prozesse und Produkte auf beraterische Urteilsbildung

3.2 Theoretischer Hintergrund

3.2.1 Beratung als Interaktionsmedium

3.2.2 Kompetenzen der Beratenden

3.2.3 Methodisches Handeln der Beratenden

4 Methodisches Vorgehen

4.1 Erhebungsmethode: Leitfadengestützte Experteninterviews

4.2 Reflexion der Datenerhebung

4.3 Auswertungsmethode: Inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz

5 Ausblick auf Forschungsbericht

Teil 2: Forschungsbericht

1 Einleitung

2 Ergebnisdarstellung und Diskussion

2.1 Beziehungsarbeit

2.2 Ressourcenorientierung

2.3 Persönliche Faktoren

2.3.1 Selbstreflektion

2.3.2 Geduld

2.3.3 Zielorientiertes Arbeiten

2.3.4 Erfahrung

2.4 Theoretisches Wissen

2.5 Qualitätssicherung

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende qualitative Studie untersucht das Verständnis von professioneller Erziehungsberatung aus der Perspektive von Fachkräften, um Faktoren zu identifizieren, die eine professionelle Beratung in der Sozialen Arbeit ausmachen. Angesichts fehlender einheitlicher Standards zielte die Arbeit darauf ab, theoretische Grundlagen und handlungsspezifische Kompetenzen in den Berufsalltag zu transferieren.

  • Analyse des beruflichen Handelns und der Professionalität von BeraterInnen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Beziehungsaufbau und Interaktionsprozessen.
  • Reflektion der methodischen Herangehensweise in der Erziehungsberatung.
  • Einfluss von Supervision und Teamstrukturen auf die Qualitätssicherung.
  • Ressourcenorientierung als zentraler Wirkfaktor in der Fallarbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Einfluss von Erfahrungen auf professionelles Handeln

Breuer (1979, 1991) hat in seiner Interviewstudie über Erfahrungsbildung und Kompetenzentwicklung drei Phasen der Erfahrungsbildung von Beratern herausgestellt. In der ersten Phase, der sogenannten Initialphase, ist der Berater unsicher im Sozialkontakt, in methodischen und theoretischen Kenntnissen. Außerdem fühlt er sich unzulänglich. Die zweite Phase ist die Problematisierungsphase. Hier hat der Berater ein größeres Selbstvertrauen, fühlt sich kompetent und reflektiert Beratung als Ganzes, aber „das Kriterium methodischer Exaktheit ist weniger ausschlaggebend“ (Strasser 2006, S. 84). Die letzte Phase nennt er Etablierungsphase. In dieser Phase fühlt sich der Berater in seiner Tätigkeit selbstsicher, kann seine Möglichkeiten realistisch einschätzen, hat einen eigenen Beratungsstil mit einem „methodischen Eklektizismus“ (ebd.) und beweist große Flexibilität sowie Sensibilität im Beratungsprozess.

Margraf und Baumann (1986) zeigen ähnliche Ergebnisse. Mithilfe von Fragebogenuntersuchungen kommen sie zum Ergebnis, dass erfahrenere Berater geduldiger, flexibler und aktiver in Beratungen sind, gute Beziehungen zu Klienten pflegen und weniger Sachfragen stellen. Angloamerikanische Studien bestätigen diese Ergebnisse.

Auerbach und Johnson (1977) zeigen ergänzend in ihren Ergebnissen, dass Novizen sich im Kontakt mit Klienten als auch in ihrer beruflichen Rolle und Kompetenz unsicherer. Dadurch richten sie ihre Aufmerksamkeit in Beratungen auf sich und ihre Wirkung auf Klienten und weniger auf wichtige Informationen. Die Berater konfrontieren Klienten seltener und bringen sich auch im Beratungsgeschehen weniger ein und nutzen nur einfache und bewährte Konzepte. Dahingegen verhalten sich erfahrenere Berater in ihren Erlebens- und Verhaltensmöglichkeiten facettenreicher, weshalb es ihnen leichter fällt, konstruktive Beziehungen zu Klienten mit unterschiedlichen Problemen aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz professioneller Identität in der Sozialen Arbeit ein und legt das Ziel des Forschungspraktikums fest.

2 Erziehungsberatung: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsfeld der Erziehungsberatung mit rechtlichen Grundlagen, Grundkonzepten und Netzwerkarbeit.

3 Forschungsstand: Hier werden der aktuelle Forschungsstand zur Professionalität in der Beratung und theoretische Hintergründe dargelegt.

4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert die Wahl der leitfadengestützten Experteninterviews und die Analyse nach Kuckartz.

5 Ausblick auf Forschungsbericht: Ein kurzer Ausblick auf den Forschungsbericht, in dem das Datenmaterial ausgewertet und diskutiert wird.

Schlüsselwörter

Erziehungsberatung, Soziale Arbeit, Professionalität, Beratungsbeziehung, Ressourcenorientierung, Interview, Fallarbeit, Methodik, Kompetenzentwicklung, Supervision, Interaktion, Beratungspraxis, Kinderschutz, Reflexion, Zielorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das subjektive Verständnis von professioneller Erziehungsberatung aus der Perspektive von in der Praxis tätigen Sozialarbeitern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Beziehungsarbeit, Methodenkompetenz, Qualitätssicherung, Ressourcenorientierung sowie der Bedeutung von theoretischem Wissen und Selbstreflexion in der Beratung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die aus Sicht der Fachkräfte eine professionelle Erziehungsberatung ausmachen, um theoretische Grundlagen mit der Beratungspraxis zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die empirische Untersuchung basiert auf leitfadengestützten Experteninterviews, die qualitativ inhaltlich nach Udo Kuckartz ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Forschungsstand und Konzepte) sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews dargestellt und diskutiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit abgrenzen?

Charakterisierende Begriffe sind Erziehungsberatung, Soziale Arbeit, Professionalität, Beratungsmethoden, Kommunikation und Fallverstehen.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in den Ergebnissen?

Die Bindungstheorie dient den Beratern als theoretische Grundlage zur Kontextualisierung von Beziehungsmustern der Klienten, um so gezielter auf die individuellen Bedürfnisse reagieren zu können.

Wie gehen die Berater mit herausfordernden Fällen um?

Die Fachkräfte nutzen Teambesprechungen, Supervision und Reflexion, um eigene Unsicherheiten abzubauen, Rollen zu klären und die Beratungsqualität trotz etwaiger Widerstände der Klienten sicherzustellen.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Professionelle Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit. Praktikumsbericht und qualitative Forschungsergebnisse
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Nazile Karagöz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
73
Katalognummer
V1446656
ISBN (PDF)
9783963552847
ISBN (Buch)
9783963552854
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Professionalität Professionelle Beratung Soziale Arbeit Erziehungsberatung Berater Beratung Studie qualitative Forschung inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse Kuckartz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nazile Karagöz (Autor:in), 2023, Professionelle Erziehungsberatung in der Sozialen Arbeit. Praktikumsbericht und qualitative Forschungsergebnisse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1446656
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Leseprobe aus  73  Seiten
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