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Frauenbildungsarbeit gestern und heute

Sind wir heute gebildet genug?

Titel: Frauenbildungsarbeit gestern und heute

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 27 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Diana Gehling (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich habe das Thema über die Entwicklung der Frauenbildungsarbeit „Frauen-bildungsarbeit gestern und heute“ gewählt, weil es mir besonders am Herzen liegt. Das liegt zum einen an meinem persönlichen Interesse an der geschichtlichen Ent-wicklung des 19. und 20. Jahrhunderts und im Besonderen an der gesellschaftlichen Entwicklung der Frauenrolle in dieser Zeit. Daraus entwickelte sich eine große Ach-tung vor dem uneingeschränkten Mut und Kräfteeinsatz dieser Frauen, die für ein kleines bischen mehr Freiheit, z.B. um Literatur eigenständig auswählen zu können oder ohne Anstandsdame ausgehen zu können, extremen gesellschaftlichen Sankti-onen hin bis zum gesellschaftlichen Ausschluss ausgeliefert waren, die sie dafür leidenschaftlich in Kauf nahmen. Durch ihr selbstloses Verhalten verschafften sie sich ungewollt einen Heldinnenmythos und wurden zum Sprachrohr vieler Frauen. Bis zum Beginn des Nationalsozialismus waren sie es, die den Anstoß für eine Ent-wicklung von mehr Toleranz gegenüber dem weiblichen Geschlecht als Mensch und eigenständige Person ins Rollen gebracht haben. Mit der Übernahme des National-sozialismus in Deutschland 1933 änderte sich das gesellschaftliche Bild der Frau. Die traditionelle Aufgabenverteilung der Frau war nicht nur gefragt sondern gefordert! Verbunden mit dieser Forderung geht das absolute Verbot und die Auflösung aller bis dahin geknüpften weiblichen Netzwerke in die Geschichte ein. Eine Maßnahme die zur Folge hatte, das ausnahmslos alle weiblichen Vorbilder und Heldinnen aus-gelöscht wurden und bis heute in Vergessenheit geraten sind. Gerade wegen dieser unglaublich tragischen Entwicklung ist es besonders zu beto-nen, dass auf der Arbeit der Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts, ein sogroßer Verdienst liegt, dass wir ohne ihn heute gesellschaftlich nicht da wären, wo wir ste-hen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauenbildung

2.1 Der Beginn der Salonkultur

2.2. Die Frau in der Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts

2.3 Der Ruf nach Teilhabe an Bildung, öffentlichem Leben sowie Bürgerrechte für Frauen ( Mündigkeit) und die erste Frauenbewegung

3. Die Forderung nach gleichen Bildungschancen und Gleichberechtigung...

3.1. Die Entwicklung der Frauenbildungsarbeit in den 70er Jahren

3.2. Die Etablierung der Frauenbildungsarbeit in den 80er Jahren

3.3. Zur Frauenbildungsarbeit in den 90er Jahren

3.3.1 Wandel der 90er Jahre

3.3.2 Der neue Trend der 90er Jahre

3.4 Die Frauenbildungsarbeit im 20. Jahrhundert

3.4.1 Die Frauenbildung im 20. Jahrhundert und ihr Vorteil zur Erwachsenenbildung

4. Ansätze in der heutigen Frauenarbeit

4.1 Ineinandergreifende Bildungskonzepte der Frauenbildung zwischen Persönlichkeitsentwicklung, Lebensweltorientierung und ...

4.1.1 Arbeitsansätze in der Frauenarbeit

5. Die Errungenschaften der Frauenbildungsarbeit

6. Fazit

6.1 Ein kleines Stimmungsbild/... letztes Resümee

7. Literaturangabe

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gegenwärtige Situation der Frauenbildungsarbeit in Deutschland, ausgehend von der Salonkultur des 18. und 19. Jahrhunderts bis hin zu den aktuellen Herausforderungen durch Einsparungen im sozialen Bereich. Ziel ist es, die Bedeutung der Frauenbildung als unverzichtbares Element der gesellschaftlichen Entwicklung hervorzuheben und die Frage nach dem aktuellen Bildungsstand der Frau kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Herleitung der Frauenrolle und Bildungsansätze seit dem 18. Jahrhundert.
  • Entwicklung der Frauenbildungsarbeit in den 70er, 80er und 90er Jahren bis heute.
  • Analyse aktueller Arbeitsansätze und Konzepte in der Frauenbildungsarbeit.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen und Sparmaßnahmen auf soziale Frauenprojekte.
  • Evaluierung des Stellenwerts der Frauenbildungsarbeit für die moderne Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Frau in der Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts

Die Frau des 18. und 19. Jahrhunderts war an der Teilhabe des öffentlichen Lebens ausgeschlossen. Bildung im Höchstfall nur bis zur 4 oder 6 Klasse. Lesen und schreiben war nur für eine gute Haushaltsführung oder vom Mann vorgegebener Lektüre notwendig. Die Bildung eines Mädchens verfolgte den Zweck, dass ein Mann an ihr Gefallen findet. Einrichtungen für Schulwesen sowie die Immatrikulation oder Promotion waren nur den Knaben zugänglich, mit dem Ziel sie auf ihre Rolle im öffentlichen Leben vorzubereiten. Die Frau war unmündig, Ehemann, Bruder oder der Vater galten als Vormund. Somit konnten sie weder allein Geschäften nachgehen, sich allein in der Öffentlichkeit bewegen, noch Wohnungen anmieten, etc.. An politischen Veranstaltungen durften Lehrlinge wie Weibsbilder nicht teilnehmen, geschweige denn selber Reden verfassen oder sie gar halten. Von einer Frau wurde nicht erwartet das sie ein Gespräch leiten oder ihm gar folgen kann. Sie sollte gebildet sein, aber nicht gelehrt.

In den folgenden Zitaten Rousseaus spiegeln sich die vorherrschenden Meinungen über das Frauenbild wieder:

„Die Vorbereitung der bürgerlichen Mädchen auf die Ausübung einer normgerechten Muße umfasst die Einübung von Fertigkeiten, bestimmter Formen des gesellschaftlichen Benehmens und die Einführung in kulturelle Bildungskonvention der Zeit. Die Fertigkeiten erstrecken sich auf Handarbeiten textiler Art, dilettierende Malerei, Instrumentalmusik oder Gesang, Gesellschaftstanz und Konversation in französischer oder englischer Sprache. Ziel der Übermittlung gesellschaftlichen Benehmens ist die vollendeter „Grazie“ und „zarte Weiblichkeit“.

Das weitgehend anerkannte Bild von der Frau schildert Rousseau folgender maßen: „ Die Frau ist eigens dazu geschaffen um den Mann zu gefallen und sich zu unterwerfen...sie muss sich ihm liebenswert zeigen, statt ihn herauszufordern.“

Um diese Unterordnung der Frau auch gesellschaftlich zu sichern schlägt er eine weitergehende Reduktion der Frau auf die artgerechte Haltung vor. (vergl. von Felden, Heide, S. 27)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation für die Themenwahl dar und beschreibt den historischen Rückblick auf die Frauenbildungsarbeit, eingebettet in den gesellschaftlichen Wandel.

2. Frauenbildung: Dieses Kapitel skizziert die gesellschaftliche Stellung der Frau im 18. und 19. Jahrhundert, den Ursprung der Salonkultur und den mühsamen Kampf um Bildungsteilhabe und Bürgerrechte.

3. Die Forderung nach gleichen Bildungschancen und Gleichberechtigung...: Hier wird die Entwicklung der Frauenbildungsarbeit von den 70er bis zu den 90er Jahren und weiter ins 20. Jahrhundert nachgezeichnet, inklusive der Legitimationsdrucke und thematischen Schwerpunkte.

4. Ansätze in der heutigen Frauenarbeit: Es werden konkrete pädagogische und politische Konzepte der modernen Frauenbildungsarbeit vorgestellt, die von biographischer Selbstaufklärung bis zur beruflichen Karriereorientierung reichen.

5. Die Errungenschaften der Frauenbildungsarbeit: Die Autorin analysiert den aktuellen Stand und die Auswirkungen finanzieller Kürzungen auf existierende Frauenprojekte am Beispiel der Hamburger Situation.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die wirtschaftliche Lage sozialer Einrichtungen und den Ergebnissen einer kleinen Befragung zum Förderungsabbau.

7. Literaturangabe: Auflistung aller verwendeten Quellen und weiterführender Literatur.

Schlüsselwörter

Frauenbildungsarbeit, Emanzipation, Salonkultur, 2. Frauenbewegung, Geschlechterdemokratie, Frauenquote, Bildungsabbau, soziale Arbeit, Frauenprojekte, Gleichheit und Differenz, Identität, Berufstätigkeit, Hamburg, Förderung, Gesellschaftsrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und dem aktuellen Status der Frauenbildungsarbeit in Deutschland, wobei der Bogen von den ersten geistigen Freiräumen in Salons bis zu modernen Herausforderungen durch Finanzkürzungen gespannt wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die geschichtliche Entwicklung der Frauenrolle, die Emanzipationsbewegungen, die Institutionalisierung der Frauenbildung, Arbeitskonzepte in der modernen Frauenbildung sowie die ökonomische Situation von Frauenprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die historische Relevanz und den dringenden Bedarf für eine kontinuierliche Förderung der Frauenbildungsarbeit aufzuzeigen und die Annahme zu hinterfragen, die gesellschaftliche Gleichstellung sei bereits vollständig erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der geschichtlichen Hintergründe sowie eine qualitative Analyse anhand von Beispielen aus Hamburg und einer kleinen Evaluationsbefragung unter Kommilitonen und einer Dozentin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Etappen ab dem 18. Jahrhundert, die politischen und emanzipatorischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sowie moderne didaktische Ansätze und den aktuellen Sparzwang bei sozialen Frauenprojekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Frauenbildungsarbeit, Emanzipation, Geschlechterdemokratie, Bildungsabbau, Frauenprojekte, Gleichheit und Differenz, soziale Arbeit und gesellschaftliche Entwicklung.

Wie beeinflusste der Nationalsozialismus die Frauenbildungsarbeit?

Die Arbeit betont, dass durch den Nationalsozialismus ab 1933 eine drastische Unterdrückung einsetzte, die sämtliche weiblichen Netzwerke auflöste und zu einem Vergessen der Errungenschaften vieler Frauen führte.

Welchen Stellenwert nimmt die aktuelle Finanzpolitik für Frauenprojekte ein?

Die Autorin kritisiert den massiven Stellenabbau und die Kürzung staatlicher Fördermittel, die dazu führen, dass viele soziale Frauenangebote existenzgefährdet sind und sich der Fokus weg von sozialer Unterstützung hin zu rein marktorientierten Bildungsangeboten verschiebt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauenbildungsarbeit gestern und heute
Untertitel
Sind wir heute gebildet genug?
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg  (Department Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Schwerpunktseminar
Note
1,4
Autor
Diana Gehling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V145006
ISBN (eBook)
9783640840717
ISBN (Buch)
9783640840328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Salonkultur Frauenbildung Bildungsarbeit Frauenangebote Freiräume
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diana Gehling (Autor:in), 2005, Frauenbildungsarbeit gestern und heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145006
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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