Die europäische Erdgaspipeline "Nabucco"

Substanzieller Beitrag zur Energieversorgungssicherheit Europas oder energie- und geopolitische Schimäre?


Seminararbeit, 2009

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Die energiepolitische Interessenlage der EU
2.1 Europas Erdgasversorgung
2.2 Strategische Energiepolitik der EU
2.3 Das Pipelineprojekt „Nabucco

3. Problemfeld I - Potenzielle Lieferanten
3.1 Aserbaidschan
3.2 Kasachstan
3.3 Turkmenistan und Usbekistan
3.4 Der Iran

4. Problemfeld II - Transitrouten und Transportinfrastruktur
4.1 Der Rechtsstatus des Kaspischen Meeres
4.2 Die Türkei als strategischer Knotenpunkt
4.3 Ungarns Pipelinepolitik - Verrat an „Nabucco ?

5. Problemfeld III - Das russische Konkurrenzprojekt „South Stream“

6. Fazit

7. Handlungsempfehlung: Langfristige Integration des Iran

8. Abkürzungsverzeichnis

9. Abbildungsverzeichnis

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Fragen einer gesicherten Energieversorgung - kurz: Energiesicherheit - sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der internationalen Politik gerückt. Denn die wirtschaftliche Prosperität und damit die politische Stabilität eines Staates hängen ganz entscheidend von der kontinuierlichen Belieferung mit Energie ab. Vorrangig geht es dabei um die fossilen Energieträger Öl und Gas, welche mittlerweile in den außen- und sicherheitspolitischen Grundlagendokumenten zahlreicher Staaten als „strategische Güter“ bezeichnet werden.1 Unter Energieversorgungssicherheit ist daher „ die Verf ü gbarkeit und Verl ä sslichkeit der Energiezulieferung zu akzeptablen Preisen2 zu verstehen, welche zudem die Kriterien der wettbewerbsorientierten Wirtschaftlichkeit (competitiveness) und der umweltverträglichen Nachhaltigkeit (sustainability) mit einbezieht.

Die zunehmende Knappheit fossiler Energieträger, der Trend zur Verstaatlichung von Rohstoffvorkommen, steigende Importraten in den westlichen Großverbraucherregionen und temporäre Lieferunterbrechungen haben seit der Jahrtausendwende zu einer verstärkten Resonanz sicherheitspolitischer Implikationen in den allgemeinen Energiedebatten der Nachfrageländer geführt. So veröffentlichte die Europäische Union (EU) angesichts der wachsenden Abhängigkeit von russischen Energielieferungen im März 2006 ein „Grünbuch zur Energiestrategie für Europa“ und benennt darin „ ein klares politisches Konzept f ü r die Sicherung und Diversifizierung der Energieversorgung.3 Die strategische Diversifizierung durch den Bau neuer Pipelines und die Erschließung neuer Transitrouten soll dabei zum Bruch des russischen Liefermonopols und somit zur Erweiterung der energiepolitischen Handlungsfähigkeit der EU beitragen.

Das strategisch wichtigste Projekt in diesem Zusammenhang ist der Bau der 3300km langen Erdgaspipeline „Nabucco“, die die west- und zentraleuropäischen Gasmärkte mit den Gasreserven des kaspischen Raumes, Zentralasiens und des Nahen Ostens verbinden soll. Ab 2014 soll durch sie jährlich 31 Mrd. m³ Erdgas aus dem kaspischen Raum über die Transitstaaten Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis in das niederösterreichische Gasverteilerzentrum Baumgarten transportiert werden.4

Vor dem Hintergrund des russisch-ukrainischen Gaskonflikts vom Januar 2009 und den massiven Lieferausfällen einiger südosteuropäischer Staaten erfuhr das Nabucco -Projekt einen deutlichen politischen Schub in den energiepolitischen Präferenzen der europäischen Mitgliedsstaaten. Und so unterzeichneten nach langen Verhandlungen am 13. Juli 2009 die Regierungsvertreter der fünf beteiligten Transitstaaten in der türkischen Hauptstadt Ankara einen Staatsvertrag, der einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Bau der Pipeline legt.5 In seiner Rede zur Vertragsunterzeichnung bezeichnete EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso die Nabucco -Gaspipeline als ein Projekt „ von entscheidender Bedeutung f ü r Europas Energiesicherheit6 und unterstrich damit neben dem ökonomischen auch den geopolitischen Charakter dieses Vorhabens.

Der Realisierung dieses energiepolitischen Mammutprojekts stehen jedoch noch eine ganze Reihe politischer, ökonomischer und technischer Hindernisse im Weg: Angefangen von generellen Finanzierungsfragen und politischen Streitigkeiten über Gasdurchleitungsquoten zwischen den Transitstaaten besteht das dringendste Problem jedoch in der Verfügbarkeit ausreichender Gasquellen für die Auslastung der Pipelinekapazitäten. Die EU hofft dabei auf die Unterstützung aus den zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan, um die dortigen Gasreserven für die Befüllung der Nabucco -Pipeline nutzen zu können. Die entsprechenden politischen Zusagen sind bisher jedoch ausgeblieben. Lediglich Aserbaidschan konnte bisher als sicherer Lieferant gewonnen werden. Der Umfang der aserbaidschanischen Liefermengen reicht jedoch bei weitem nicht aus, um einen zufriedenstellenden Amortisierungsgrad der Pipeline gewährleisten zu können. Weiterhin determiniert der ungeklärte Rechtsstatus des Kaspischen Meeres und die fehlende Transportinfrastruktur an der Ostküste den geplanten Verlauf der Transitroute und verhindert eine Anbindung der zentralasiatischen Gasreserven. Auch das russische Konkurrenzprojekt „South Stream“ trägt aktiv zur Torpedierung des Nabucco -Projekts bei und besitzt das Potenzial, die europäischen Diversifizierungsbemühungen nachhaltig zu unterminieren.

Aufbauend auf diesen komplexen Frage- und Problemstellungen will die vorliegende wissenschaftliche Untersuchung die Frage diskutieren, ob die Nabucco -Erdgaspipeline ein politisch und ökonomisch sinnvolles Gestaltungsinstrument zur Diversifizierung ist und einen substanziellen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit Europas leisten kann oder ob es sich um eine energie- und geopolitische Schimäre handelt?

Dazu erfolgt in einem ersten Schritt die Darstellung der energiepolitischen Interessenlage der EU, die in den letzten Jahren zur Ausbildung einer strategischen Energiepolitik geführt hat. Darauf aufbauend werden die potenziellen Energielieferanten aus dem kaspischen und zentralasiatischen Raum untersucht, um verlässliche Aussagen über die Verfügbarkeit entsprechender Gasbezugsquellen treffen zu können, gefolgt von einer Analyse der Transportinfrastruktur und der Transitrouten im vierten Kapitel. Die strategischen Interessen der Energiegroßmacht Russland, die durch das Konkurrenzprojekt „South Stream“ verkörpert werden, werden im fünften Kapitel nachgezeichnet. Abschließend soll anhand der drei Problemfelder diskutiert werden, ob die Nabucco -Pipeline einen substanziellen Beitrag zur Versorgungssicherheit Europas leisten kann oder ob sie über das embryonale Stadium geopolitischer Energiesicherheitsdiskurse nicht hinaus kommen wird. Dabei wird sich zeigen, dass für eine erfolgreiche Realisierung von Nabucco, das derzeitige Umsetzungskonzept, besonders im Bereich potentieller Energielieferanten, zu kurz gefasst ist und einer akteursspezifischen und geographischen Erweiterung bedarf.

Trotz der politischen Aktualität und Brisanz dieses Themas gibt es bisher keine umfassende politikwissenschaftliche Analyse über die europäische Ergaspipeline Nabucco. In zahlreichen Fachpublikationen zur Energiepolitik und Zeitungsartikeln wird sie allenfalls am Rand behandelt und zumeist ergänzend in die jeweiligen Argumentationsmuster integriert. Die vorliegende Untersuchung will diese analytische Lücke entsprechend schließen und speist sich folglich aus einem umfangreichen und breit diversifizierten Quellenportfolio. Dazu zählen Studien und Diskussionspapiere der Stiftung Wissenschaft und Politik, allen voran diejenigen von Friedemann Müller, Oliver Geden und Andrea Schmitz, Fachbeiträge aus der Zeitschrift „Osteuropa“ von Roland Götz und Jeronim Perovic, die Monographie von Antje Nötzold über Europäische Versorgungssicherheit, einschlägige Artikel aus deutschen Tages- und Wochenzeitungen, sowie Schriften aus dem bemerkenswerten Sammelband „Machtmosaik Zentralasien“, welcher von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen wird. Das entsprechende Datenmaterial der Energierohstoffe stammt aus dem „Statistical Review of World Energy 2009“ des Energiekonzerns British Petroleum (BP) und dem Rohstoffbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Weiterhin wird entsprechendes Kartenmaterial zur Visualisierung der dargstellten Sachverhalte verwendet, welches primär den Internetseiten des Nabucco -Pipelineprojekts und der BGR entnommen ist.

2. Die energiepolitische Interessenlage der EU

Die wirtschaftliche Entwicklung der Europäischen Union und somit die Perpetuierung internationaler Wettbewerbsfähigkeit hängen ganz entscheidend von einer kontinuierlichen und reibungslosen Energie- und Rohstoffversorgung ab. Da die Eigenproduktion an fossilen Energieträgern in der EU in den letzten Jahren stetig abgenommen hat, besteht zukünftig ein erhöhter Bedarf an Energieimporten aus den angrenzenden Produzentenregionen. Die Sicherstellung ausreichender Mengen an benötigten fossilen Energieträgern, allen voran Erdöl und Erdgas, gehört daher zu den zentralen politischen Herausforderungen, der sich die europäische Gemeinschaft stellen muss. Eine effiziente politische Flankierung und der Einsatz entsprechender Gestaltungs- und Durchsetzungsinstrumente wird somit unerlässlich sein, um das strategische Ziel der Energieversorgungssicherheit erreichen zu können.7

2.1 Europas Erdgasversorgung

Im EU-Energiemix wird Erdgas in Zukunft aufgrund steigender Nachfragen im Industriesektor als auch im Privatkonsum eine immer größere Rolle spielen. 2008 verbrauchten die Staaten der Europäischen Union zusammen ca. 570 Mrd. m³ Erdgas, welches jedoch lediglich zu 56 Prozent aus eigenen Quellen gedeckt werden konnte.8 Die Abhängigkeit von Gasimporten betrug 2008 49,7 Prozent und soll laut einer Studie der EU-Kommission bis 2030 auf 84 Prozent ansteigen (Abb. 3).9 Damit ist und bleibt Europa mit deutlichem Abstand die größte Erdgasimportregion der Welt. Da die Ausbeutungsquote der britischen Nordseefelder dramatisch abnehmen wird und die regionale Erschließung weiterer Bezugsquellen aufgrund der leitungsgebundenen Transportinfrastruktur und der im Gashandel üblichen langfristigen Lieferverträge, nicht so schnell zu realisieren sein wird, werden sich die europäischen Energielieferungen auch in Zukunft weiterhin auf die drei Lieferantenländer Russland, Algerien und Norwegen konzentrieren. Angesichts dieser Entwicklungen und insbesondere wegen der Dominanz des russischen Gasmonopolisten Gazprom haben die Sicherung und die Diversifizierung der europäischen Erdgasversorgung oberste politische Priorität.10

2.2 Strategische Energiepolitik der EU

Vor dem Hintergrund der russisch-ukrainischen Gaskonflikte aus den Jahren 2006 und 2009 wurde augenscheinlich, dass aus ökonomischen Handelsdisputen schnell hochpolitische Angelegenheiten werden können, in deren Verlauf die strategischen Güter Erdgas und Erdöl zu einer internationalen, geopolitisch einsetzbaren „Machtwährung“ geworden sind.11 Es habe in letzter Zeit alarmierende „ Weckrufe12 gegeben, so die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner, die es erforderlich machten, das Thema einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik erneut auf die strategische Agenda der EU zu setzen. Das entscheidende Grundlagendokument dafür ist das im März 2006 von der EU veröffentlichte Gr ü nbuch über eine „nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie“, welches von einem neuen Energiezeitalter im 21. Jahrhundert ausgeht, in dem die EU im Energiebereich eine umfassende kohärente Energieaußenpolitik (EAP) entwickeln müsse. Die strategische Diversifizierung der Herkunftsländer und der Transitwege durch neue Erdgasrohrleitungen aus dem kaspischen und zentralasiatischen Raum zur Minderung russischer Energieimporte sowie die Ausbildung entsprechender handelspolitischer Gestaltungsinstrumente seien notwendige Schritte zur Realisierung einer paneuropäischen Energiegemeinschaft.13

Der österreichische Wirtschaftsminister Bartenstein bezeichnete daraufhin die Nabucco - Erdgaspipeline, welche Gasreserven aus dem kaspischen und zentralasiatischen Raum unter Umgehung des russischen Territoriums nach Zentraleuropa transportieren soll als „ das wichtigste Energieprojekt Europas.14 Eine entsprechende außenpolitische Flankierung erfuhr dieses energiepolitische Vorhaben dann auf dem unter deutscher Ratspräsidentschaft abgehaltenen Frühjahrsgipfel der EU 2007, auf dem die Nabucco -Pipeline als eines von vier „ vorrangige [n] Vorhaben von europ ä ischem Interesse15 eingestuft wurde. Der Europäische Rat vom 15./16. Juni 2006 gab zudem vor, dass die Arbeiten dazu „ unter Einsatz aller verf ü gbaren Instrumente einschlie ß lich der GASP und der ESVP voranzubringen16 seien.

Das am 22. Juni 2007 vom Europäischen Rat verabschiedete Strategiepapier „Die EU und Zentralasien: Strategie für eine neue Partnerschaft“ stellte dann einen maßgeblichen Wendepunkt im energiepolitischen Prioritätenkanon der EU dar und versteht sich als eine multivektorielle Kooperationsinitiative zu den rohstoffreichen zentralasiatischen Staaten.17 Kernziel dieses konzentrierten politischen Unterfangens ist die Verbesserung der Präsenz und des Engagements der EU in Zentralasien und eine Vertiefung der bereits bestehenden Energiezusammenarbeit in zahlreichen Sektoren.18 Damit konzedierte die EU, dass die Erdgaslieferungen aus dieser Region und die damit verbundenen sicherheitspolitischen Synergieeffekte „ von besonderer Wichtigkeit19 für die europäische Energiesicherheit im Allgemeinen und die Realisierung des Nabucco -Projekts im Besonderen seien.

2.3 Das Pipelineprojekt „Nabucco“

Neben der geostrategischen Dimension einer forcierten Diversifizierung der europäischen Energielieferungen und der Anbindung der südosteuropäischen Energienetze im Rahmen des EU-Programms „Transeuropäische Netze“ (TEN-E), besitzt das Projekt vor allem auf der symbolischen Ebene eine große Bedeutung. Bereits die Bezeichnung „Nabucco“, die auf die in einer Verdi-Oper bekannt gewordene italienische Namensform des babylonischen Königs Nebukadnezar zurückgeht und die Orientierung des Projekts in den vorderasiatischen Raum verdeutlichen soll, besitzt eine hohes Maß an Symbolkraft und verkörpert sinnbildlich die Öffnung des vierten europäischen Energiekorridors (Abb. 4). Zudem wird sie zum „ Testfall20 für die von der EU apostrophierten gemeinsamen Energieaußenpolitik stilisiert und kann als ein wichtiger politischer Signalgeber gegenüber Russland und der Ukraine verstanden werden. Trotz aller politischen Flankierung durch die EU und die Mitgliedsstaaten unterliegt die Realisierung dieses auf 7,9 Mrd. Euro veranschlagten Investitionsvorhabens letztendlich einem transnationalen Firmenkonsortium unter der Führung der österreichischen OMV, dem zu jeweils 16,67 Prozent die ungarische MOL, die rumänische Transgas, die bulgarische BEH, die türkische Botas und die deutsche RWE angehören.21

3. Problemfeld I - Potenzielle Lieferanten

Die Verfügbarkeit ausreichender Gasquellen zur Auslastung der Pipelinekapazitäten und damit zur Generierung eines zufriedenstellenden Amortisierungsgrades gehört bisher zu den ungelösten Problemkomplexen und entwickelte sich derweil zur strategischen Kardinalsfrage des gesamten Vorhabens. Als potenzielle Lieferländer kommen aufgrund ihrer engen energiewirtschaftlichen Verflechtung vordergründig die postsowjetischen Gasexportländer des „Kaspischen Raumes“ in Betracht. Dazu zählen das im südlichen Kaukasus gelegene Aserbaidschan und die zentralasiatischen GUS-Staaten Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan.22 2006 lieferte diese Region mit ca. 176 Mrd. m³ Erdgas etwa sechs Prozent der Weltförderung und bis 2020 wird aufgrund des niedrigen „Erschöpfungsgrads“23 und des steigerungsfähigen Ressourcenpotentials eine Verdopplung der Produktion erwartet.24 Um verlässliche Aussagen über die für die Nabucco -Pipeline relevanten Energiepotentiale treffen zu können, ist somit eine genaue rohstoffwissenschaftliche Analyse essenziell. Reziprok ist zudem eine Einschätzung der energiepolitischen Präferenzen der zentralasiatischen Regime vorzunehmen, um im Sinne einer umfassenden und effizienten Risikominimierung den Grad an politischer Zuverlässigkeit und konsekutiv die Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten der EU eruieren zu können.

3.1 Aserbaidschan

Aserbaidschan gehört zu den ältesten Energieproduzenten der Region und nimmt aufgrund seines enormen Ressourcenreichtums und seiner strategisch günstigen Lage zwischen Russland, Zentralasien und dem Mittleren Osten eine besondere Schlüsselstellung in den geopolitischen Kalkülen der USA und der EU ein. So spricht bspw. der ehemalige nationale Sicherheitsberater unter Jimmy Carter und derzeitige außenpolitische Berater der Obama- Administration, Zbigniew Brzezinski, dezidiert von einem „ geopolitischen Dreh- und Angelpunkt25, dessen Kontrolle entscheidend für die Versorgungssicherheit mit Energie ist.

[...]


1 Vgl. Nötzold, Antje (2007): Europäische Versorgungssicherheit mit Erdöl und Erdgas. Einflussfaktoren und Abhängigkeiten, Berlin, S. 28ff.

2 Götz, Roland (2007): Die Debatte um Europas Energieversorgungssicherheit, SWP-Diskussionspapier, Berlin März 2007, S. 3.

3 Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Grünbuch: Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie, Brüssel, 08.03.2006, SEK (2006) 317, S. 16.

4 Siehe dazu Abbildung 1 im Abbildungsverzeichnis auf Seite 21.

5 Vgl. Transitstaaten legen Grundstein für Nabucco-Pipeline, in: http://www.zeit.de/online/2009/29/nabucco- gaspipeline, letzter Zugriff: 10.09.2009.

6 Barroso, Jose Manuel Durao (2009): Signature of the Nabucco Intergovernmental Agreement Ankara, 13 July 2009,in:http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/09/339&format=HTML&aged=0&lang uage=EN&guiLanguage=en, letzter Zugriff: 24.08.2009. Die gesamte Rede befindet sich als Abb. 2 auf Seite 22.

7 Vgl. Müller, Friedemann (2006): Energie-Außenpolitik. Anforderungen veränderter Weltmarktkonstellationen an die internationale Politik, SWP-Studie, Berlin November 2006, S. 5ff.

8 British Petroleum (Hrsg.): BP Statistical Review of World Energy June 2009, S. 22-28, in: http://www.bp.com/liveassets/bp_internet/globalbp/globalbp_uk_english/reports_and_publications/statistical_ener gy_review_2008/STAGING/local_assets/2009_downloads/statistical_review_of_world_energy_full_report_2009.p df, letzter Zugriff: 12.09.2009.

9 European Energy and Transport. Trends to 2030 - Update 2007, S. 75, in: http://ec.europa.eu/dgs/energy_transport/figures/trends_2030_update_2007/energy_transport_trends_2030_upda te_2007_en.pdf, letzter Zugriff: 12.09.2009. Siehe dazu auch Abbildung 3 im Abbildungsverzeichnis auf Seite 23.

10 Vgl. Altmann, Lothar-Franz (2007): Südosteuropa und die Sicherung der Energieversorgung der EU, SWPStudie, Berlin Januar 2007, S. 5ff.

11 Vgl. Kreft, Heinrich (2009): Europa - Alle Macht der Energie?, öffentlicher Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe: Wer macht Macht? - Neue und alte Akteure der globalen Geopolitik im 21. Jahrhundert, KonradAdenauer-Stiftung, Schlossbergmuseum Chemnitz. 24. Juni 2009, Aufzeichnungen sind vorhanden.

12 Ferrero-Waldner, Benita, hier zitiert nach: Follath, Erich (2007): Der neue Kalte Krieg, in: Jung Alexander (Hrsg.)/Follath, Erich: Der neue Kalte Krieg. Kampf um die Rohstoffe, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, S. 12.

13 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Grünbuch: Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie, Brüssel, 08.03.2006, SEK (2006) 317, S. 16-18.

14 Bartenstein: Nabucco-Pipeline ist das wichtigste Energieprojekt Europas, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, 26.06.2006, in: http://www.europa-web.de/europa/03euinf/10counc/nabuccopipe.htm, letzter Zugriff: 12.09.2009.

15 Schlussfolgerungen des Vorsitzes, Europäischer Rat (Brüssel) vom 8./9. März 2007, 7224/1/07/REV 1, S. 14, in: http://www.consilium.europa.eu/ueDocs/cms_Data/docs/pressData/de/ec/93139.pdf, letzter Zugriff: 13.09.09.

16 Schlussfolgerungen des Vorsitzes, Europäischer Rat (Brüssel) vom 15./16. Juni 2006, 10633/1/06/REV 1, S.10, in: http://www.consilium.europa.eu/ueDocs/cms_Data/docs/pressData/de/ec/90120.pdf, letzter Zugriff: 13.09.2009.

17 Vgl. Erler, Gernot (2007): Erfahrung und Interesse. Das EU-Engagement in Zentralasien, in: Sapper, Manfred/Weichsel, Volker/Huterer, Andrea (Hrsg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2007, S. 369.

18 Vgl. Schmitz, Andrea (2007): Interessen, Instrumente, Einflussgrenzen. Die Europäische Union und Zentralasien, in: Sapper, Manfred/Weichsel, Volker/Huterer, Andrea (Hrsg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2007, S. 327-331.

19 Rat der Europäischen Union: Die EU und Zentralasien: Strategie für eine neue Partnerschaft, Dokument 10113/07, 31.05.2007, S. 10, in: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Europa/Aussenpolitik/Regionalabkommen/Zentralasien-Strategie-Text- D.pdf, letzter Zugriff: 26.08.2009.

20 Westphal, Kirsten (2009): Die Nabucco-Erdgaspipeline und die Europäer, in: Russland-Analysen 176/09, S.15.

21 Vgl. Nabucco Gas Pipeline Project, in: http://www.nabucco-pipeline.com/company/shareholders7/table-of- content-shareholder.html, letzter Zugriff: 13.09.2009.

22 Vgl. Götz, Roland (2007): Europa und das Erdgas des kaspischen Raums, SWP-Diskussionspapier, Berlin August 2007, S. 2. Siehe dazu auch Abbildung 5 im Abbildungsverzeichnis auf Seite 24.

23 Unter dem Erschöpfungsgrad ist das Verhältnis der kumulierten Förderung zum jeweiligen Gesamtvorkommen zu verstehen. Das Gesamtvorkommen wiederum ist die Summe aus den gegenwärtig technisch und wirtschaftlich rentablen „Reserven“ und den nachgewiesenen aber noch nicht technisch und wirtschaftlich gewinnbaren „Ressourcen“.

24 Vgl. Rempel, H./Schmidt S./Schwarz-Schampera, U./Röhling, S./Brinkmann, K. (2007): Die Rohstoffe Zentralasiens. Vorkommen und Versorgungspotential für Europa, in: Sapper, Manfred/Weichsel, Volker/Huterer, Andrea (Hrsg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2007, S. 433-447.

25 Brzezinski, Zbigniew (1999): Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft, Frankfurt am Main, S. 75.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Die europäische Erdgaspipeline "Nabucco"
Untertitel
Substanzieller Beitrag zur Energieversorgungssicherheit Europas oder energie- und geopolitische Schimäre?
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar: Internationale Risiken und Risikomanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
33
Katalognummer
V145011
ISBN (eBook)
9783640546558
ISBN (Buch)
9783640545834
Dateigröße
817 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energiepolitik, Versorgungssicherheit, Nabucco, Energiegeopolitik, Europäische Energiesicherheit, Pipelinepolitik, Erdgasversorgung, Zentralasien, Energiekorridore, Lieferanten, South Stream, Russland als Energiegroßmacht
Arbeit zitieren
Jakob Kullik (Autor), 2009, Die europäische Erdgaspipeline "Nabucco", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145011

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