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Transkulturalität. Am Beispiel des Romans "Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben" von Manfred Theisen

Title: Transkulturalität. Am Beispiel des Romans "Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben" von Manfred Theisen

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Zeynep Kaya (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit wird anhand des Romans "Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben" von Manfred Theisen der Frage nachgegangen, ob die Transkulturalität im Schulunterricht gefördert werden sollte. Um die Fragestellung beantworten zu können, wird zu Beginn der moderne Kulturbegriff aufgegriffen. Anschließend folgt die Definition und die präzise Erklärung des Begriffs der Transkulturalität. Die Transkulturalität wird gegenüber der Multikulturalität und Interkulturalität abgegrenzt und zugleich mit ihnen verglichen.

Anschließend wird die Transkulturalität im Schulunterricht aufgegriffen und nach dem transkulturellen Lernen und transkulturellen Kompetenzen unterteilt. Daraufhin wird die Transkulturalität im Roman "Checkpoint Europa Flucht in ein neues Leben“ analysiert. Sie erfolgt in Bezug auf die beiden Protagonisten Basil und Sahra. Zum Schluss wird im Fazit die Fragestellung beantwortet und einige Fördermethoden bezüglich der Transkulturalität im Schulunterricht vorgeschlagen.

Es leben viele Menschen mit unterschiedlichen Kulturen in Deutschland, die spätestens in der Schule und dann letztendlich auch auf dem beruflichen Werdegang aufeinandertreffen. Der alte Kulturbegriff definiert die zeitgenössischen kulturellen Zustände nicht mehr. Der Begriff der Nationalkultur wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Johann Gottfried Herder gebildet. Es wurde davon ausgegangen, dass jeder, der in der gleichen Kultur lebt, die gleiche Lebensform hat. Nach dem Kugelmodell wurde die Alterität, auf Differenz und Abgrenzung ausgerichtet. Anfang der 1990er Jahre stellte Johann Wolfgang Welsch dahingegen ein neues Kulturkonzept auf: Die Transkulturalität.

Im Mittelpunkt steht die Verschmelzung der verschiedenen Kulturen. Die Kultur wird nun nicht mehr ausschließlich nach außen betrachtet, sondern auch nach innen. Um mit der Vielfalt an Unterschieden umgehen und diese verstehen zu können, gewinnt das Thema der Transkulturalität somit an großer Bedeutung. Ebenso kann der eigene Standpunkt hinterfragt und ein neues Selbstbild erschaffen werden. Wolfgang Welsch betont hierbei die Wichtigkeit der Erkennung des fremden Elements an einem selbst. Dadurch lässt sich schließen, dass nicht nur das Fremde der gegenüberstehenden Person betrachtet wird. Nur durch die Relation des Eigenen mit dem Fremden kann das Unbekannte verständlich werden

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Der moderne Kulturbegriff

3. Transkulturalität

3.1 Definition Transkulturalität

3.2 Abgrenzung gegenüber Multikulturalität und Interkulturalität

4. Transkulturalität im Schulunterricht

4.1 Transkulturelles Lernen

4.2 Transkulturelle Kompetenzen

4.2.1 Selbstreflektivität

4.2.2 Erfahrungen und Hintergrundwissen

4.2.3 (Narrative) Empathie

5. Transkulturalität in dem Roman „Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben“ von Manfred Theisen

5.1 Transkulturalität in Bezug auf die Figur Basil

5.2 Transkulturalität in Bezug auf die Figur Sahra

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Transkulturalität und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern dieses im Schulunterricht gefördert werden sollte, um angesichts zunehmender Globalisierung und Migrationsprozesse einen konstruktiven Umgang mit kultureller Vielfalt zu ermöglichen.

  • Grundlagen des modernen Kulturbegriffs nach Wolfgang Welsch
  • Differenzierung zwischen Transkulturalität, Multikulturalität und Interkulturalität
  • Pädagogische Relevanz transkultureller Kompetenzen im Schulalltag
  • Literarische Analyse des Romans „Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben“
  • Didaktische Ansätze zur Förderung transkulturellen Lernens

Auszug aus dem Buch

5.1 Transkulturalität in Bezug auf die Figur Basil

Die Hauptfigur Basil ist ein siebzehnjähriger Junge, der aus der Stadt Homes in Syrien kommt. Er geht nach dem Tod seiner Mutter auf die Flucht nach Deutschland zu seinem Onkel Amer, der in Stuttgart lebt. Ein Großteil des Romans besteht aus Erzählungen und Rückblicken aus Basils Flucht. Die Rückblicke sind jedoch nicht chronologisch geordnet, sondern er erzählt immer wieder Ausschnitte aus seiner Flucht. Basil ist ein sehr traumatisierter Junge, der sich immer wieder an die schlechten Tage in Syrien und der Flucht erinnert und deshalb sogar zusammenbricht (vgl. Theisen 2016, 57). Das wird auf Seite 57, Zeile 16-23 sehr deutlich, als er sich an den Schuss auf Abdul erinnert (vgl. Theisen 2016, 57). Er verbringt sehr viel Zeit mit Tobias und lernt durch ihn die deutsche Sprache und die Kultur viel besser kennen (vgl. Theisen 2016, 24). Die beiden werden Freunde und kommunizieren sehr viel miteinander. Sie tauschen sich über die arabische und deutsche Kultur und Sprache aus. Beide besitzen transkulturelle Kompetenzen. Basil als auch Tobias können die Lebensstile in unterschiedlichen Situationen erfassen und stehen sich gegenseitig mit Neugier und Interesse gegenüber. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die vorhandenen Grenzen abzubauen. Tobias begleitet Basil auf der Suche nach seiner geliebten Sahra, die Basil auf der Flucht verloren hat, um aus seinem Leben ein Buch zu verfassen. Basil ist ein sehr schlauer und zugleich aufgeweckter Junge. Er sagt, dass er als Moslem geboren wurde, aber jetzt zu keiner Religion angehört, da er durch verschiedene Kulturen geprägt wurde. Hierbei ist die Transkulturalität deutlich zu erkennen. Die Grenzen zwischen den beiden Kulturen sind für den Protagonisten Basil nicht vorhanden. Er steht dem Islam, aber auch dem Christentum sehr nah und entscheidet sich nicht für eine bestimmte Religion.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Transkulturalität ein und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung anhand des Romans „Checkpoint Europa“.

2. Der moderne Kulturbegriff: Hier wird der Wandel vom klassischen, homogenen Kulturbegriff hin zur heutigen Vielfalt und gegenseitigen Durchdringung von Kulturen erläutert.

3. Transkulturalität: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Transkulturalität als Prozess der Verschmelzung und grenzt diesen methodisch von Multikulturalität und Interkulturalität ab.

4. Transkulturalität im Schulunterricht: Es wird die Bedeutung transkulturellen Lernens und die Entwicklung entsprechender Kompetenzen wie Selbstreflektivität, Hintergrundwissen und Empathie für den schulischen Kontext herausgearbeitet.

5. Transkulturalität in dem Roman „Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben“ von Manfred Theisen: Das Kapitel analysiert anhand der Charaktere Basil und Sahra, wie hybride Identitäten und transkulturelle Merkmale in der Romanhandlung individuell ausgeprägt sind.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Beantwortung der Fragestellung und gibt praktische Vorschläge für die didaktische Umsetzung von Transkulturalität im Unterricht.

Schlüsselwörter

Transkulturalität, Kultur, Identität, Schulunterricht, Romananalyse, Transkulturelle Kompetenz, Migration, Globalisierung, Basil, Sahra, Selbstreflektivität, Empathie, Interaktion, Manfred Theisen, Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit behandelt das kulturell-wissenschaftliche Konzept der Transkulturalität und dessen Anwendung sowie Förderung im Kontext des modernen Schulunterrichts.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen den modernen Kulturbegriff, die pädagogische Bedeutung von Transkulturalität und die praktische Analyse identitätsbildender Prozesse in jugendlicher Literatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Transkulturalität im Schulunterricht aktiv gefördert werden sollte, um Schülern einen reflektierten Umgang mit kultureller Diversität zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Methodik beruht auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Anwendung dieser theoretischen Modelle auf die literarische Analyse des Romans „Checkpoint Europa“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Transkulturalität, die pädagogische Einbettung in den Unterricht (Lernen und Kompetenzen) und die anschließende Analyse der Hauptcharaktere Basil und Sahra.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Transkulturalität, Identitätsbildung, transkulturelle Kompetenzen, Romananalyse sowie der pädagogische Bezug zum Schulalltag.

Wie unterscheidet sich Basil im Roman in Bezug auf seine kulturelle Identität?

Basil grenzt sich nicht einer Kultur zu, sondern verbindet Elemente aus seiner syrischen Herkunft und seinen neuen Erfahrungen in Europa, wobei er Religionen und Traditionen auf Basis seiner individuellen Entwicklung hinterfragt.

Welche Rolle spielt Sahra in der Analyse der transkulturellen Entwicklung?

Sahra dient als Beispiel für eine Figur, die zwischen den Kulturen wandelt und durch ihre persönliche Geschichte sowie ihre Adoption in Deutschland den schwierigen Prozess der Identitätsfindung im Spannungsfeld zweier Kulturen zeigt.

Welches Fazit zieht die Autorin in Hinblick auf den Schulunterricht?

Die Autorin plädiert dafür, dass Transkulturalität einen festen Platz im Unterricht einnehmen sollte, um durch Romananalysen und methodische Ansätze wie interkulturelles Essen oder Musik Rassismus und Ausgrenzungen entgegenzuwirken.

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Details

Title
Transkulturalität. Am Beispiel des Romans "Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben" von Manfred Theisen
College
University of Education Ludwigsburg  (Deutsch)
Course
Hybride Identitäten
Grade
1,0
Author
Zeynep Kaya (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1450588
ISBN (PDF)
9783963564734
ISBN (Book)
9783963564741
Language
German
Tags
Hybride Identitäten Identität Kulturbegriff Transkulturalität Interkulturalität Multikulturalität Transkulturelles Lernen Transkulturelle Kompetenzen Selbstreflektivität Narrative Empathie 3. Raum Lehramt Lehrer Lehramtsstudium postmigrantische Identiät
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zeynep Kaya (Author), 2021, Transkulturalität. Am Beispiel des Romans "Checkpoint Europa - Flucht in ein neues Leben" von Manfred Theisen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1450588
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