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Der deutsche Kündigungsschutz und seine Konsequenzen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Titel: Der deutsche Kündigungsschutz und seine Konsequenzen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Bruening (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hiobsbotschaften reissen nicht ab. Es vergeht kaum ein Tag, an welchem wir nicht den
Medien entnehmen müssen, dass auch große, renommierte Konzerne Arbeitsplätze
wegrationalisieren werden. Viele mittlere und kleinere Betriebe sind gleichfalls betroffen. Viele
Arbeitnehmer müssen möglicherweise nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit, etwa weil Ihre
Abteilung "dichtgemacht" oder umorganisiert wird, ihren Arbeitsplatz räumen. Das kann dann
schnell eine mittlere Katastrophe bedeuten. Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust des Einkommens,
nicht selten Arbeitslosigkeit bis hin zum sozialen Abstieg.
"Daher sehen wird uns zu unserem Bedauern veranlasst, das mit Ihnen bestehende
Arbeitsverhältnis fristgemäß zum nächst zulässigen Termin zu kündigen." So oder ähnlich lauten
die Formulierungen, mit denen der Betriebsinhaber seinen - oftmals langjährigen - Mitarbeiter
wissen lässt, dass er auf dessen Mitarbeit zukünftig verzichten will. Für den Arbeitnehmer stellt
die Kündigung in der Regel ein einschneidendes Ereignis in seinem Arbeitsleben dar, bedeutet es
doch den Verlust des Arbeitsplatzes mit allen damit zusammenhängenden sozialen Folgen.
Was kann der betroffene Arbeitnehmer unternehmen? Einfach nur zum Arbeitsamt gehen und
sich arbeitslos melden? Vielen Arbeitnehmern ist nicht bekannt oder nicht bewusst, dass eine
Kündigung nicht einfach nur hingenommen werden muss wie ein unabwendbares Ereignis. Im
Gegenteil: Es gibt Regeln, die sicherstellen, dass man nicht morgens zur Arbeit geht und abends
ohne Job wiederkommt, wie das in manchem anderen Land möglich ist. Bei einer Vielzahl von
Kündigungsfällen kann der Arbeitnehmer durchaus mit Aussicht auf Erfolg gegen die
Kündigung vorgehen. Deshalb muss der Arbeitgeber strenge Vorschriften beachten, wenn er
einen Mitarbeiter entlassen will. Das wichtigste Gesetz zur Begrenzung der Kündigungsfreiheit
des Arbeitgebers ist das Kündigungsschutzgesetz.
In dieser Seminararbeit wird der Kündigungsschutz allgemein erläutert, es wird auf dessen
Bedeutung eingegangen und es werden Aussagen über Möglichkeiten zur Liberalisierung
beziehungsweise Verbesserung des Kündigungsschutzes in Deutschland getroffen und diese
beurteilt.1
1 Vgl. http://www.dr-hildebrandt.de

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Erläuterungen zum Kündigungsschutz

1.1 Allgemeine Bedingungen

1.1.1 Geltungsbereich

1.1.2 Form

1.1.3 Kündigungsfrist

1.2. Kündigungsgründe

1.2.1 Sozialauswahl

1.2.2 Sozial ungerechtfertigte Gründe

1.3 Nach der Kündigung

1.3.1 Klage

1.3.2 Konsequenzen

2 Bedeutung des Kündigungsschutzes

2.1 Stellenwert

2.1.1 Vorteile

2.1.2 Nachteile

2.2 Liberalisierung

2.2.1 Möglichkeiten der Reform

2.2.2 Forderungen der Parteien

2.2.3 Beurteilung der Alternativen

3 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das deutsche Kündigungsschutzrecht, untersucht dessen ökonomische und soziale Bedeutung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber und bewertet Reformansätze zur Liberalisierung, um die Arbeitsmarktsituation zu verbessern.

  • Rechtliche Grundlagen und Bedingungen des Kündigungsschutzes in Deutschland.
  • Analyse der verschiedenen Kündigungsgründe und der Sozialauswahl.
  • Untersuchung der Vor- und Nachteile des aktuellen Kündigungsschutzes für Vertragsparteien.
  • Diskussion aktueller politischer Reformforderungen zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes.

Auszug aus dem Buch

1. 2. 1. Sozialauswahl

Wer bei einer betriebsbedingten Kündigung entlassen wird und wer nicht, entscheidet dabei nur zum Teil das Unternehmen selbst. Sofern Mitarbeiter ähnliche Aufgaben in der Firma wahrnehmen, muss der Arbeitgeber bei der Kündigung laut Gesetz eine so genannte Sozialauswahl vornehmen. Dabei spielt zum Beispiel eine Rolle, wie lange jemand in einer Firma beschäftigt war, ob er Kinder hat oder wie alt er ist.

Beispiel: Wenn sich der Arbeitgeber entschließt, beispielsweise von 10 technischen Zeichnern der Konstruktionsabteilung 5 Zeichner aus Gründen der Kostenersparnis zu entlassen, dann besteht hinsichtlich der Vergleichbarkeit kein Problem, wenn alle Betroffenen technische Zeichner sind. Der Arbeitgeber muss nun zwingend prüfen, ob die 5 technischen Zeichner, die er behalten will, auch wirklich diejenigen sind, die am ehesten auf ihren Arbeitsplatz angewiesen sind. Behält er einen technischen Zeichner, der weniger schutzwürdig ist als ein zur Entlassung anstehender technischer Zeichner, dann kann sich der Arbeitnehmer spätestens im Kündigungsschutzprozess auf diesen Auswahlfehler berufen und - wenn das Gericht der gleichen Ansicht ist - seinen Prozess gegen die Kündigung allein aufgrund dieses Fehlers des Arbeitgebers gewinnen. Wären nicht nur in der Konstruktionsabteilung, sondern überhaupt im Betrieb noch weitere technische Zeichner als solche tätig, dann sind auch diese in die Überlegungen des Arbeitgebers zur zutreffenden Sozialauswahl mit einzubeziehen.

Der Arbeitgeber darf jemanden nicht allein deshalb bei der Sozialauswahl als vorrangig "entlassungswürdig" ansehen, weil er häufiger krank war. In diesem Fall kommt ein wirtschaftliches Bedürfnis für die Entlassung trotz günstiger Sozialdaten nämlich nur dann in Betracht, wenn die Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erläuterungen zum Kündigungsschutz: Dieses Kapitel definiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Kündigungsfristen, sowie die verschiedenen Arten von Kündigungsgründen und die notwendigen Schritte nach einer Kündigung.

2 Bedeutung des Kündigungsschutzes: Hier wird der ökonomische und soziale Stellenwert des Schutzes beleuchtet, die Vor- und Nachteile diskutiert und Reformmöglichkeiten sowie politische Forderungen analysiert.

3 Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst zusammen, dass das Kündigungsrecht einer grundlegenden Reform bedarf, insbesondere durch einen Übergang vom Bestandsschutz- zum Abfindungsprinzip.

Schlüsselwörter

Kündigungsschutz, Kündigungsschutzgesetz, Sozialauswahl, betriebsbedingte Kündigung, Arbeitsrecht, Liberalisierung, Abfindungsprinzip, Befristung, Leiharbeit, Arbeitsmarktflexibilität, Bestandsschutz, Arbeitslosigkeit, Personalabbau, Kündigungsschutzklage, Reform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem deutschen Kündigungsschutzrecht, seiner rechtlichen Ausgestaltung sowie seinen ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die gesetzlichen Bedingungen für Kündigungen, die Sozialauswahl, die Bedeutung von Kündigungsschutz für die Flexibilität des Arbeitsmarktes und Reformvorschläge wie das Abfindungsprinzip.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Kündigungsschutz zu erläutern, dessen Bedeutung kritisch zu hinterfragen und zu beurteilen, welche Reformen zu einer besseren Arbeitsmarktsituation führen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis rechtlicher Vorschriften, wirtschaftswissenschaftlicher Literatur und politischer Positionspapiere.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der rechtlichen Grundlagen, der Kündigungsgründe und Verfahren, sowie eine detaillierte Diskussion der Vor- und Nachteile des aktuellen Schutzniveaus und der Reformmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kündigungsschutzgesetz, Sozialauswahl, Abfindungsprinzip, Arbeitsmarktflexibilität und Befristung.

Welche Rolle spielt das Abfindungsprinzip bei der Reformdiskussion?

Das Abfindungsprinzip wird als eine effiziente Reformmöglichkeit diskutiert, um die Verfahrensdauer vor Gerichten zu verkürzen und mehr Verlässlichkeit für Unternehmen zu schaffen.

Warum ist die Sozialauswahl für Unternehmen kompliziert?

Die Sozialauswahl zwingt Arbeitgeber, bei betriebsbedingten Kündigungen soziale Kriterien wie Unterhaltspflichten, Betriebszugehörigkeit und Alter abzuwägen, was die Personalauswahl einschränkt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der deutsche Kündigungsschutz und seine Konsequenzen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Hochschule
Fachhochschule Stralsund  (Wirttschaft)
Note
1,7
Autor
Thomas Bruening (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
26
Katalognummer
V14538
ISBN (eBook)
9783638199124
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kündigungsschutz Konsequenzen Arbeitnehmer Arbeitgeber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Bruening (Autor:in), 2003, Der deutsche Kündigungsschutz und seine Konsequenzen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14538
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Leseprobe aus  26  Seiten
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