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Die Erfindung der neuen Mitte

Versuch einer Stellungnahme zur Theorie des politischen Kompromisses in Aristoteles Politik

Title: Die Erfindung der neuen Mitte

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Bolz (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die Arbeit beschäftigt sich mit Aristoteles Werken "Politik" und der "Nikomachischen Ethik". Sie untersucht, inwiefern die "Politik" das Ergebnis der Gesamtarbeit des Aristoteles ist und stellt fest, wo sich Aristoteles politisch Befinde.

Die Arbeit beinhaltet außerdem eine Übersicht über die wichtigsten Ergebnisse der "Politik".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil 1. Begriffsklärung

1.1 Polis

1.2 Politeia

1.3 Bürger

1.4 Gerechtigkeit

1.5 Freundschaft

1.6 Summierungstheorie

Teil 2: Die beste Polis in der Politik

2.1 Die beste Polis

Teil 3: Diskussion

3.1 Kompromiss und Ideenwelt

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die Arbeit untersucht Aristoteles’ Werk „Politik“ unter der leitenden These einer „Theorie des politischen Kompromisses“. Dabei wird analysiert, wie Aristoteles durch eine systematische Polis-Taxonomie und die Verknüpfung von Begriffen wie Gerechtigkeit und Freundschaft versucht, ein politisches Gleichgewicht in einer von ständigen Konflikten geprägten griechischen Gesellschaft zu entwerfen.

  • Analyse der zentralen aristotelischen Begriffe Polis, Politeia und Bürger.
  • Untersuchung der theoretischen Konstruktion der „besten Polis“ im Vergleich zur „relativ besten Verfassung“.
  • Kritische Reflexion der Kompromissbereitschaft in Aristoteles’ politischer Philosophie.
  • Vergleich der politischen Konzepte von Sokrates, Platon und Aristoteles hinsichtlich ihrer Praxisorientierung.
  • Bewertung der Übertragbarkeit aristotelischer politischer Strategien auf moderne demokratische Verhältnisse.

Auszug aus dem Buch

1.1 Polis

…die „bloßen Mauern“ derselben können es nicht sein. Aristoteles beantwortet die oben gestellte Frage in seinem dritten Buch in der Politik umfassend. Nachdem er im ersten Buch die Polis als naturgegeben definiert, folgert er im dritten aus seiner systematischen Untersuchung der Polis, dass Polis, Politeia und Bürgergemeinschaft qua definitione nahezu gleichbedeutend sind. Die empirische Ausbeute lautet: Die Polis ist die koinonia politon politeias, die Gemeinschaft der politischen Bürger einer Verfassung. Spahn verweist, was ergänzend angeführt sein möchte, auf das historische Wachstum der vorgenannten Begriffe, womit er den engen semantischen und paradigmatischen Zusammenhang von Polis (den er mit „Staat“ angibt), Polites (Bürger) und Politeia (Verfassung) verdeutlichen will. Spahn bemerkt, dass, aufgrund der hohen semantischen Übereinstimmung, die Worte „im Deutschen nicht adäquat“ ausgedrückt werden können. Wir bleiben daher vorerst im Weitern aufgrund der vorgenannten Schwierigkeit und der hohen semantischen und paradigmatischen Nähe der Begriffe beim Wortgebrauch von „Polis“ in vorgestellter Bedeutung: Als koinonia politon politeias. Wir schließen uns der Verwendung des Wortes „Staat“ nicht an und verweisen darüber hinaus auf den interessanten und umfassenden begrifflichen Definitionsversuch in Bezug auf die Politik des Aristoteles, wie ihn Kamp unternimmt. In der abschließenden Diskussion versuchen wir außerdem den Begriff, auf unsere These bezogen, noch anderweitig vervollständigend zu erschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die These einer „Theorie des politischen Kompromisses“ bei Aristoteles unter Einbezug der „Nikomachischen Ethik“ und der „Politik“.

Teil 1. Begriffsklärung: Definition zentraler aristotelischer Begriffe wie Polis, Politeia, Bürger, Gerechtigkeit, Freundschaft und der Summierungstheorie als Basis für die politische Analyse.

Teil 2: Die beste Polis in der Politik: Analyse der Idealvorstellung des Aristoteles, ihrer Größenverhältnisse, der Erziehung und der Rolle der tugendhaften Bürger.

Teil 3: Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Kompromissbereitschaft des Aristoteles im Vergleich zu Sokrates und Platon sowie ein Ausblick auf die Relevanz für moderne politische Systeme.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Politik, Polis, Politeia, Bürger, Gerechtigkeit, Freundschaft, Summierungstheorie, Kompromiss, Eudämonie, Tugend, Ideenwelt, Verfassung, Praxis, politische Theorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Aristoteles' politisches Denken in den Werken "Politik" und "Nikomachische Ethik" unter der Annahme, dass seine Philosophie als "Theorie des politischen Kompromisses" gelesen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die aristotelische Polis-Taxonomie, das Konzept des Bürgers, die Rolle von Tugend, Gerechtigkeit und Freundschaft in der politischen Gemeinschaft sowie die Abgrenzung der idealen zur relativ besten Verfassung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive und die Konstruktion der aristotelischen Politik zu hinterfragen und zu analysieren, inwiefern seine politischen Vorschläge als Strategien zur Konsolidierung und zum Überleben seiner Weltanschauung im politischen Chaos seiner Zeit zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine deduktive Analyse der aristotelischen Texte durch, ergänzt durch einen philosophiegeschichtlichen Vergleich mit Sokrates und Platon sowie die Einbeziehung zeitgenössischer politischer Fragestellungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundbegriffe geklärt, anschließend die ideale Polis beschrieben und schließlich eine kritische Diskussion geführt, die den Vergleich der Denker und die heutige Relevanz aristotelischer Konzepte umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Polis, Aristoteles, politischer Kompromiss, Eudämonie, Gerechtigkeit, Freundschaft, Bürger, Verfassung, Praxis und Tugend.

Wie definiert Aristoteles laut dieser Arbeit den "Bürger"?

Der Bürger ist definiert durch seine aktive Teilhabe am Richten und Regieren; er muss zudem von der Notwendigkeit lebensnotwendiger Arbeit befreit sein, um politische Muße auszuüben.

Warum bezeichnet der Autor die Theorie des Aristoteles kritisch als "faulen Kompromiss"?

Der Autor argumentiert, dass Aristoteles' Konsolidierungsbemühungen und sein Streben nach einem Gleichgewicht zwischen verschiedenen Machtinteressen zeitweise als ein übermäßiges Nachgeben und eine Anbiederung an die politische Einseitigkeit gedeutet werden können, anstatt konsequent am philosophischen Ideal festzuhalten.

Welche Rolle spielt die Erziehung in der besten Polis?

Die Erziehung dient als „Einrichtung und Erzeugung von Gutem“; sie ist entscheidend, um durch eine Mischung aus gymnastischer und musischer Bildung tugendhafte Bürger heranzuziehen und so den Bestand der Polis langfristig zu sichern.

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Details

Title
Die Erfindung der neuen Mitte
Subtitle
Versuch einer Stellungnahme zur Theorie des politischen Kompromisses in Aristoteles Politik
College
Humboldt-University of Berlin  (Fakultät I - Geschichte)
Course
Aristoteles Politik als historische Quelle
Grade
1,7
Author
Michael Bolz (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V145686
ISBN (eBook)
9783640562176
ISBN (Book)
9783640561964
Language
German
Tags
Aristoteles Politik Nikomachische Ethik Philosophie Politikgeschichte Polis Summierungstheorie Platon Sokrates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Bolz (Author), 2010, Die Erfindung der neuen Mitte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145686
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