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Samos - Heraion: Prozessionen an den Heraia

Titel: Samos - Heraion: Prozessionen an den Heraia

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefanie Leisentritt (Autor:in)

Archäologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die antike griechische Kultur kannte eine Vielzahl an Prozessionsarten, sowohl profaner Natur als auch zu einem Kult gehörend. Eine wichtige Rolle in den verschiedenen Götterkulten spielte die Opferprozession. Hierbei wurde ein Opfer von einer Polis dargebracht und durch das Kultpersonal und die Kultgemeinde zum Altar geführt. Dieser Opferzug war Teil der Rituale und des Kultes einer Gottheit und führte die Kultgemeinde aus dem Alltäglichen heraus. Neben der Wirkung dieser Prozessionen auf die Gottheit, wurde immer auch eine repräsentative Wirkung nach außen angestrebt.
Auch im Heraion von Samos war die Prozession von der antiken Stadt Samos zum Heraion fester Bestandteil des Hera-Kultes. Die enge Verbindung der beiden Orte zeigte sich auch in ihrem gemeinsamen Aufblühen und ihrem gemeinsamen Zerfall.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Prozession zum Heraion von Samos und beschreibt zunächst das Heiligtum selbst näher. Dabei wird auf die Grabungsgeschichte und die Lage des Heiligtums eingegangen. Es folgt eine kurze Beschreibung der Bauten des Heiligtums in chronologischer Reihenfolge.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Hera-Kult auf Samos, wobei die Anfänge des Kultes erläutert und das jährliche Hera-Fest näher beschrieben werden.
Teil dieses Festes war auch die Prozession, die hier näher beschrieben werden soll. Wenige schriftliche Quellen und insbesondere archäologische Quellen geben Aufschluss über die Prozessionsstraßen und den Verlauf der Prozession.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS HERA HEILIGTUM

2.1 GRABUNGSGESCHICHTE

2.2 LAGE DES HEILIGTUMS

2.3 BAUTEN DES HEILIGTUMS

3. DER HERA-KULT AUF SAMOS

3.1 DIE ANFÄNGE DES KULTES

3.2 DAS HERA-FEST

3.3 DIE PROZESSIONEN AN DEN HERAIA

3.3.1 Schriftliche Quellen

3.3.2 Archäologische Quellen

3.3.3 Verlauf der Prozessionen

4. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Bedeutung und den Ablauf der Prozessionen zum Heraion von Samos. Dabei liegt der Fokus darauf, durch die Analyse der Grabungsgeschichte, der archäologischen Überreste und antiker Quellen die enge symbolische und infrastrukturelle Verbindung zwischen der Stadt Samos und ihrem extraurbanen Heiligtum sowie den rituellen Ablauf der Heraia zu rekonstruieren.

  • Historische Entwicklung des Heraion von Samos
  • Die religiöse Bedeutung des Hera-Kultes und der Heraia
  • Archäologische Befunde zur Heiligen Straße und zum Prozessionsweg
  • Rekonstruktion des rituellen Prozessionsablaufs
  • Die Rolle von Weihegeschenken im Kontext der Prozessionskultur

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Verlauf der Prozessionen

Die beiden Prozessionen bildeten einen festen Bestandteil des jährlichen Hera-Festes auf Samos. Die Prozession von der Stadt Samos zum Heraion formierte sich vermutlich in Samos am Heratempel und führte dann auf der Heiligen Straße in einer festgelegten Ordnung zum Heraion. Den Anfang der Prozession bildete das Kultpersonal, das aus Priestern und Opferdienern mit Opfergerätschaften und Opfertieren, zumeist Rindern, bestand. Im Anschluss an die Opfertiere folgten die Samioten selbst, wobei die Reihenfolge der Personen ihrer Rangfolge in der Polis entsprach. Die Frauen trugen Festtracht, bestehend aus weißen Gewändern, die von goldenen Spangen gehalten wurden. An den Armen trugen sie kunstvoll gefertigte Reifen, und goldene Bänder hielten ihre Haare. Die Männer nahmen in ihren Rüstungen an der Prozession teil und demonstrierten damit die Wehrfähigkeit der Stadt.

Der im Heraion angekommene Prozessionszug trug nun das Kultbild der Hera auf dem Prozessionsweg an den Meeresstrand und vollzog dort die Tonaia-Riten. Waren diese beendet, wurde das Kultbild zurück in das Heiligtum gebracht und am Altar das Opfer vollzogen. Hierzu versammelte sich die Opfergemeinde um den Altar, die Männer mussten ihre Waffen ablegen. Während des Opferns stand das Kultbild vermutlich in der Nähe des Altars und nahm so am Opfer teil.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in das Thema der antiken Prozessionen ein und erläutert die enge Verbindung zwischen der Stadt Samos und dem Heraion als zentralen Kultort.

2. DAS HERA HEILIGTUM: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Grabungsgeschichte, die geographische Lage im Imbrasos-Tal und die architektonische Entwicklung des Heiligtums von der mykenischen Zeit bis zur römischen Epoche.

3. DER HERA-KULT AUF SAMOS: Hier werden die mythischen Ursprünge des Kultes sowie die verschiedenen Interpretationen des Hera-Festes (Heraia/Tonaia) und der damit verbundenen Prozessionsrituale detailliert untersucht.

4. SCHLUSS: Die Arbeit resümiert, dass die Prozession ein zentrales Bindeglied zwischen Stadt und Heiligtum war und durch die Heilige Straße sowie archäologische Weihegaben ihre historische Bestätigung findet.

Schlüsselwörter

Heraion, Samos, Heraia, Tonaia, Heilige Straße, Prozession, Opfer, Archäologie, Kult, Hera, griechische Antike, Weihegeschenke, Rhoikostempel, Imbrasos, Kultbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturellen und religiösen Bedeutung des Hera-Kultes auf Samos und dem Ablauf der damit verbundenen Prozessionen zwischen der Stadt Samos und dem Heraion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Baugeschichte des Heiligtums, die mythologischen Anfänge des Kultes sowie die Rekonstruktion des jährlichen Hera-Festes und dessen Prozessionsstraßen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Prozessionen rituell und räumlich vollzogen und welche Rückschlüsse die archäologischen Befunde auf die enge Bindung zwischen Polis und Heiligtum zulassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine archäologische und historische Auswertung von Grabungsergebnissen, antiken Quellenfragmenten und kulturwissenschaftlicher Literatur zur griechischen Antike angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine baugeschichtliche Analyse des Heraions, eine Untersuchung der Mythen zur Kultgründung und eine detaillierte Beschreibung der Prozessionsordnung und der Tonaia-Riten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Heraion, Samos, Heraia, Heilige Straße, Kultbild, Prozession und archäologische Zeugnisse.

Welche Rolle spielt das Wasser bei den Tonaia-Riten?

Bei den Tonaia-Riten wurde das Kultbild zum Meeresstrand oder zum Fluss Imbrasos gebracht, um es dort symbolisch zu reinigen und mit Ruten zu umschnüren.

Warum wird die Heilige Straße als archäologisches Hauptindiz gewertet?

Die Heilige Straße ist ein festes, über Jahrhunderte genutztes Bauelement, dessen Verlauf und entlang derer aufgestellte Weihegeschenke den Weg der Prozession und ihre Bedeutung für die Bürger dokumentieren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Samos - Heraion: Prozessionen an den Heraia
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Klassische Archäologie)
Veranstaltung
Griechische Prozessionen und Prozessionsstraßen
Note
2,0
Autor
Stefanie Leisentritt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V145757
ISBN (eBook)
9783640562763
ISBN (Buch)
9783640562374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hera Samos Heraion Prozession Heraia Fest Religion griechische Heiligtum Kult Kultausübung Opferzug Prozessionsstraße
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Leisentritt (Autor:in), 2009, Samos - Heraion: Prozessionen an den Heraia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145757
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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