Diese Hausarbeit beleuchtet die Entwicklung und Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für das Jobcenter Stadt Achtkirchen, unter der Leitung eines:r externen BGM-Manager:in. Mit einem Fokus auf die Bedürfnisse einer Einrichtung gemäß § 6d SGB II und den Herausforderungen im Bereich Arbeitsvermittlung und Grundsicherung, wird die Rolle des BGM zur Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der 65 Beschäftigten analysiert. Die Arbeit untersucht die spezifischen Anforderungen des Jobcenters, um Maßnahmen zu entwickeln, die das Wohlbefinden der Mitarbeitenden unterstützen und ihre Eigenständigkeit im Lebensunterhalt fördern.
Inhaltsverzeichnis
1 BELASTUNG UND BEANSPRUCHUNG
1.1 Drei Tätigkeiten die im Jobcenter Stadt Achtkirchen anfallen
1.2 Belastungen der Tätigkeiten
1.3 Wirkungskette Jobcenter Stadt Achtkirchen
1.4 Belastungs-Beanspruchung-Modell nach Rohmert & Rutenfranz
2 BEDARFE FÜR EIN BGM
3 BGM ZIELE
3.1 Übergeordnete BGM-Ziele (Ebene Vision/Mission)
3.2 BGM-Ziele zuverlässiger gestalten
4 NUTZEN EINES BGM
4.1 Ökonomischer Nutzen eines BGM
4.2 Gesundheitlicher Nutzen eines BGM
5 KONZEPTION UND PLANUNG EINES BGM
5.1 Das 6-Phasen-Modell für den Aufbau eines BGM
5.2 Erfolgsfaktoren zur erfolgreichen Durchführung des BGM-Projekts
5.2.1 BGM als Führungsaufgabe
5.2.2 Ganzheitlichkeit
5.2.3 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Vorbereitung und Mitgestaltung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) im Jobcenter Stadt Achtkirchen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen beruflichen Belastungen der Beschäftigten, ein strukturiertes Konzept zur Implementierung eines BGM zu erarbeiten, welches sowohl das Wohlbefinden der Mitarbeiter als auch die Effizienz der Einrichtung langfristig sichert.
- Analyse arbeitsplatzspezifischer Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren.
- Darstellung gesundheitlicher und ökonomischer Nutzenpotenziale eines BGM.
- Konzeption eines Implementierungsprozesses basierend auf dem 6-Phasen-Modell.
- Diskussion zentraler Erfolgsfaktoren wie Führung und Ganzheitlichkeit.
Auszug aus dem Buch
1.4 Belastungs-Beanspruchung-Modell nach Rohmert & Rutenfranz
Die in Kapitel 1.3 dargestellte Wirkungskette, veranschaulicht die Belastung, Fehlbelastung und Beanspruchungsfolge der im Jobcenter Stadt Achtkirchen ausgeführten Tätigkeiten. Rohmert & Rutenfranz entwickelten 1975 das Belastungs-Beanspruchungs-Modell mit dem Ursprung, den Zusammenhang zwischen beruflicher Tätigkeit und Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten zu erforschen, welches bis heute im arbeitswissenschaftlichen Bereich als Konzept angewendet wird. Durch verschiedene Einflüsse führt die Arbeitsschwere durch situative Faktoren wie z. B. der Dauer, zu einer Belastung (Kirchner, J. H. 1986). Diese führt aufgrund von Motivation und den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beschäftigten, zu einer Aktivität und folglich zu bestimmten Beanspruchungen. Da leistungsbestimmende und emotionale Komponenten auf die Aktivität wirken, führt die Beanspruchung dieser Wirkungskette entweder zu einer Funktionsminderung, wie Ermüdung, oder zu einer Anpassung an die Gegebenheiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 BELASTUNG UND BEANSPRUCHUNG: Dieses Kapitel identifiziert die spezifischen Tätigkeitsfelder im Jobcenter und analysiert die daraus resultierenden psychischen und physischen Belastungen mittels des Modells nach Rohmert & Rutenfranz.
2 BEDARFE FÜR EIN BGM: Hier werden der gesundheitliche Wandel, die Individualisierung und der demografische Wandel als zentrale Herausforderungen begründet, die einen dringenden Bedarf für präventives Gesundheitsmanagement aufzeigen.
3 BGM ZIELE: Das Kapitel definiert übergeordnete Zielsetzungen auf Visionsebene und erörtert, wie diese Ziele durch fundierte Unternehmensinformationen präzisiert werden können.
4 NUTZEN EINES BGM: Es wird dargelegt, welchen ökonomischen und gesundheitlichen Mehrwert die Einführung eines BGM für das Unternehmen und seine Mitarbeiterschaft bietet.
5 KONZEPTION UND PLANUNG EINES BGM: Dieser Abschnitt beschreibt das 6-Phasen-Modell der DHfPG zur praktischen Umsetzung und identifiziert Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Durchführung des BGM-Projekts.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Belastung, Beanspruchung, Jobcenter, Gesundheitsförderung, Prävention, 6-Phasen-Modell, Arbeitsplatzanalyse, Psychische Gesundheit, Führungsaufgabe, Ganzheitlichkeit, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP, Demografischer Wandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es bei dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit dient als Vorbereitung und Leitfaden für die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in einem spezifischen Jobcenter.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?
Die zentralen Themen umfassen die arbeitswissenschaftliche Analyse von Belastungen, die Identifikation von Bedarfen für BGM, die Zieldefinition sowie die methodische Planung und Durchführung des BGM-Projekts.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch ein maßgeschneidertes BGM-Konzept die Mitarbeitergesundheit zu fördern und gleichzeitig die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Jobcenters Stadt Achtkirchen zu sichern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Literaturanalyse arbeitswissenschaftlicher Modelle wie das Belastungs-Beanspruchungs-Modell nach Rohmert & Rutenfranz und die Anwendung des 6-Phasen-Modells der DHfPG.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?
Den Kern bilden die Analyse der Tätigkeiten und Fehlbelastungen, die Ableitung von konkreten BGM-Zielen sowie die Beschreibung der Prozessphasen von der Bedarfsbestimmung bis zur Nachhaltigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Konzept?
Wesentliche Begriffe sind Ganzheitlichkeit, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Führungsaufgabe, sowie der Fokus auf psychische und physische Belastungsfolgen.
Welche Rolle spielt die Führungsebene für das geplante BGM im Jobcenter?
Die Führung trägt eine entscheidende Vorbildfunktion und steuert durch die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und der Unternehmenskultur maßgeblich den Erfolg des BGM.
Wie soll der Erfolg des BGM langfristig gesichert werden?
Durch einen stetigen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) und die Integration gesundheitsorientierter Leitlinien in die Unternehmenskultur.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Betriebliches Gesundheitsmanagement für das Jobcenter Stadt Achtkirchen. Externe Beratung und Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458092