In der heutigen Zeit der Konsumgesellschaft spielt eine effektive Kommunikation seitens der Unternehmen in Bezug auf ihre Kunden eine erhebliche Rolle. Daher setzen Unternehmen verschiedene Methoden und Maßnahmen im Rahmen ihrer Werbestrategien ein, um gezielt einen Einfluss auf das Kaufverhalten der Konsumenten ausüben zu können. Um dies zu erreichen, muss sich der Werbefilm positiv von den anderen Werbespots abheben, den Rezipienten aktivieren und wie auch individuell ansprechen. Durch mediale Plattformen wird eine größere Reichweite bzw. ein größerer Wirkungsbereich der Zielgruppe suggeriert, womit folglich auch ein größeres und internationales Publikum angesprochen wird. Angesichts der Werbefilme können die Konsumenten, sowohl anhand der Medien- und Reizüberflutung, mittels Informationstexte als auch audiovisueller Strategien wie z.B. Musik und Kameraeinstellungen geprägt werden. Verstärkt wird dies durch die angewandte Sozialpsychologie in Form von Rhetorik und Emotionen, die ebenfalls das Kaufverhalten dirigieren.
Um dieser Frage nachzugehen, wird zunächst eine theoretische Grundlage geschaffen, in welcher die Werbung zunächst definiert wird, sowie auf den Bezug zu den Bereichen Kommunikation und Marketing eingegangen. Die theoretische Grundlage dieser Arbeit endet mit der Betrachtung der filmischen Methoden und Techniken der Werbung, die schließlich zu den Faktoren zu zählen sind, die bei einem Werbefilm unmittelbar auf den Konsumenten einwirken. Dazu ist zunächst die Produktplatzierung zu zählen, jedoch insbesondere auch der Einsatz von Emotionen, der vor allem für das Einwirken auf das Unterbewusstsein der Rezipienten relevant ist, wozu auch die audiovisuelle Sprache und einige weitere Videotechniken beitragen. Zwar nehmen die betriebswirtschaftlichen Komponenten im theoretischen Teil dieser Arbeit eine tragende Rolle ein, jedoch dient dies dem Schaffen eines Überblickes der Rolle von Werbung als Bestandteil des Marketings.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2. Forschungsstand
3. Die Werbung
3.1 Definition
3.2 Grundlagen der Werbung in Bezug auf Kommunikation und Marketing
3.3 Modelle der Werbegestaltung
3.3.1 AIDA-Modell
3.3.2 USP (Unique Selling Proposition)
3.3.3 S-O-R-Modell (Stimulus-Organismus-Response-Modell)
4. Techniken und Methoden der Konsumentenbeeinflussung
4.1 Produktplatzierung
4.2 Der Einsatz von Emotionen und das Unterbewusstsein
4.3 Audiovisuelle Sprache und gestalterische Videotechniken
5. Pure Note – Ein Werbefilm
5.1 Der Drehort Pure Note
5.2 Form des Werbefilms
5.3 Vorproduktion und Planung des Konzeptes
5.4 Produktion und Dreharbeiten
5.5 Nachbearbeitung und Schnitt
5.6 Analyse des Werbefilms
6. Interview
7. Fazit
8. Bibliografie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, durch welche Methoden und Techniken Werbefilme das Kaufverhalten von Konsumenten beeinflussen und wie diese Faktoren filmisch umgesetzt werden, wobei der Fokus auf der Analyse eines eigenständig produzierten Werbefilms für das Unternehmen „Pure Note“ liegt.
- Grundlagen der Werbewirkung und Marketingmodelle
- Einsatz von Emotionen und Unterbewusstsein in der Werbung
- Audiovisuelle Gestaltungstechniken und Kameraführung
- Praktische Implementierung von Werbestrategien in einem Werbefilm
- Qualitative Analyse der Wahrnehmung durch Probanden
Auszug aus dem Buch
4.2 Der Einsatz von Emotionen und das Unterbewusstsein
Die Emotionen bzw. emotionale Kommunikationsstrategien werden in allen Werbeformaten als wichtiges Mittel eingesetzt. Der Grund dafür liegt darin, dass die Emotionen das menschliche Verhalten in vielen Kontexten mit unterschiedlichen Funktionsweisen beeinflussen oder sogar steuern können, ohne dass die Konsumenten dies oftmals bemerken. Die menschlichen Gefühle sind eng mit dem Unterbewusstsein und den Erinnerungen eines Individuums verknüpft. Diese haben eine immense Wirkung auf Verhalten, Einstellungen, Empfunden und Beziehungen der Konsumenten gegenüber der Marke oder des Produktes. Durch diese Kombination wird ein bestimmtes Werbemerkmal bei den Konsumenten ausgelöst, sodass das Kaufverhalten beeinflusst wird. Viele Forscher kommen zu dem Entschluss, dass Kaufentscheidungen überwiegend im Unterbewusstsein durch die Beeinflussung der emotionalen Komponenten getroffen werden. Durch diese emotionalen Bindungen werden langfristige, erfolgreiche Beziehungen zwischen Konsumenten und Unternehmen aufgebaut.
Hierbei wurde herausgefunden, dass die positiven Emotionen bzw. die Gefühle, die die Konsumenden bei dem Hervorrufen ihrer positiven, persönlichen Erinnerungen haben, beim Annäherungsverhalten der Zielgruppe eine Schlüsselfunktion besitzen. Schließlich sollen die Produkte über den einfachen Gebrauchswert hinaus auch einen Erlebniswert für den Konsumenten angeboten und damit die positive Gefühle dieses Erlebnis vermittelt werden. Aus diesem Grund werden die Werbefilme meistens mit positiven Emotionen zum Beispiel Freude, Liebe, Spaß, sowie mit verschiedenen Reize in Verbindung gebracht. Infolgedessen führen die angewandten Strategien der Werbegestaltung zu einer unbewussten Reaktion bei den Zuschauern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Relevanz von Werbefilmen in der modernen Konsumgesellschaft und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
2. Forschungsstand: Erörterung der wachsenden Bedeutung von Video-Werbung im Zuge der Digitalisierung und deren ökonomische Relevanz.
3. Die Werbung: Definition der Werbegrundlagen sowie detaillierte Betrachtung wesentlicher Werbemodelle wie AIDA, USP und S-O-R.
4. Techniken und Methoden der Konsumentenbeeinflussung: Analyse von Instrumenten wie Produktplatzierung, emotionaler Manipulation und audiovisueller Gestaltung zur Steuerung des Kaufverhaltens.
5. Pure Note – Ein Werbefilm: Detaillierte Dokumentation und Analyse der Konzeption, Produktion und filmischen Gestaltung des beispielhaft erstellten Werbefilms.
6. Interview: Vorstellung der qualitativen Forschungsergebnisse durch Experten- bzw. Nutzerbefragungen zur Validierung der Werbefilmanalyse.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der eingesetzten Werbemethoden und deren Erfolg bei der Zielgruppenansprache.
Schlüsselwörter
Werbefilm, Konsumentenverhalten, Marketing, AIDA-Modell, USP, S-O-R-Modell, Produktplatzierung, Neuromarketing, Emotionen, Audiovisuelle Kommunikation, Kameraführung, Kinowerbung, Digitalisierung, Werbestrategie, Konsumgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Werbefilmen und untersucht, wie diese als strategische Instrumente eingesetzt werden, um das Verhalten von Konsumenten gezielt zu beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Werbung, psychologische Wirkungsmodelle, filmtechnische Gestaltungselemente sowie die praktische Anwendung dieser Mittel in der modernen Marketingpraxis.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt danach, welche Methoden und Techniken in Werbefilmen das Kaufverhalten beeinflussen und inwiefern diese Faktoren durch bewusste filmische Gestaltung umgesetzt werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Neben einer theoretischen Literaturanalyse nutzt die Arbeit eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus einem selbst gedrehten Werbefilm und einem Leitfadeninterview mit Probanden.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Werbestrategien wie Produktplatzierung, den Einsatz von Emotionen sowie spezifische audiovisuelle Techniken (Licht, Kameraführung, Schnitt).
Welche Keywords definieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Werbefilm, Konsumentenbeeinflussung, Neuromarketing, AIDA-Modell, USP und audiovisuelle Gestaltung.
Was macht den Werbefilm für „Pure Note“ besonders?
Der Film ist ein praxisbezogenes Beispiel, das gezielt die Vielfalt eines Unverpackt-Ladens durch emotional inszenierte Szenen und unterschiedliche Tageszeiten abbildet, um den „Markenkern“ zu transportieren.
Wie effektiv bewerten die Teilnehmer das Werbekonzept?
Die interviewten Personen nahmen den Werbefilm mehrheitlich sehr positiv wahr, betonten die gute Kameraführung und fühlten sich durch die emotionale Gestaltung zur Interaktion oder zum Besuch animiert.
- Quote paper
- Bayram Umur Yildirim (Author), 2023, Werbefilme als strategische Instrumente. Die Beeinflussung des Konsumenten durch Kinowerbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458207