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Zu Wittgensteins 'Über Gewißheit'. Der Ausdruck "Ich weiß es"

Titel: Zu Wittgensteins 'Über Gewißheit'. Der Ausdruck "Ich weiß es"

Hausarbeit , 2024 , 21 Seiten , Note: 2

Autor:in: Mariam Konrad (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit behandelt die Frage, was Wittgenstein an Moore's 'truisms' kritisiert und ob seine Einwände plausibel sind.

Ausgangspunkt von Wittgensteins Werk "Über Gewißheit" bilden G.E. Moores Aufsätze "A Defense of Common Sense" und "Proof of an External World". Wittgensteins ÜG behandelt Themen wie Wissen, Gewissheit, Zweifel, Erfahrung, Begründung, Irrtum und Wahrheit. In der geplanten Hausarbeit wird Wittgensteins Auffassung von Wissen, im Vergleich zu Moore, untersucht. Dabei steht die Analyse der Verwendung von "ich weiß" und der Frage nach sinnvollen Aussagen im Vordergrund. Die Fragestellung lautet demnach: Können Wittgensteins Einwände gegen Moores Wissensbegriff überzeugen? Hierfür werden besonders die Paragraphen 1-65 in ÜG untersucht, da sie sich vornehmlich um den Ausdruck "ich weiß es" drehen.

Im ersten Kapitel dieser Hausarbeit wird festgehalten, was Moore sicher weiß. Nach Moore gibt es einen Körper, seinen menschlichen Körper, der in der Vergangenheit geboren wurde und sich mit der Zeit verändert hat. Für Moore entspricht dieser Satz nicht nur der Wahrheit, sondern er ist sich dessen Wahrheit auch sicher.

Im nächsten Kapitel wird der "Common Sense" von Moore beschrieben. Der "Common Sense" geht davon aus, dass man gewisse Dinge für sicher und wahr halten kann. Somit sind unsere gewöhnlichen, alltäglichen Auffassungen von der Welt im Großen und Ganzen korrekt.

In der Hausarbeit erfolgt ein kurzer Einblick in Wittgensteins ÜG. Die Paragraphen 1–65 befassen sich hauptsächlich mit dem Ausdruck "Ich weiß es" und sind für die Hausarbeit besonders relevant. Zudem wird der Begriff des Sprachspiels kurz erläutert und es wird auf den Skeptizismus eingegangen. Des Weiteren erfolgt ein Einblick in die Debatte von Wittgenstein und Moore. Wittgenstein kritisiert Moores Konzept und erläutert seine eigene Vorstellung von Gewissheit.

In einem großen Kapitel werden dann Wittgensteins Einwände gegen Moores Begriff von "ich weiß" analysiert. Nach Wittgenstein gibt es Unstimmigkeiten von Moores Verwendung des Wissensbegriffs. So kritisiert Wittgenstein die nicht klare Unterscheidung zwischen den Bedeutungen von "ich weiß". Zum Schluss folgt die Beantwortung der Fragestellung und das Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Moores Gewissheiten

3 Moores Common Sense

4 Wittgensteins Werk „Über Gewißheit“ und (Anti-) Skeptizismus

4.1 Das Sprachspiel

4.2 (Anti-) Skeptizismus

5 Wittgenstein und Moore Debatte

5.1 Wittgensteins Einwände gegen Moores Gewissheiten in Paragraph 1,2,3 und 4

5.2 Problematik des „überzeugt sein“ und „ich weiß“

5.3 Evidenz als Beleg

5.4 „Ich weiß" und die Verwendung psychologischer Wörter

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Wittgensteins Auffassung von Wissen, Gewissheit und Sprachgebrauch in seinem Spätwerk „Über Gewißheit“ im kritischen Vergleich zu G.E. Moores Common-Sense-Philosophie, um zu klären, ob Wittgensteins Einwände gegen Moores Wissensbegriff überzeugen können.

  • Analyse von G.E. Moores „A Defense of Common Sense“ und seiner Liste unumstößlicher Gewissheiten.
  • Untersuchung von Wittgensteins Kritik an der Verwendung des Ausdrucks „ich weiß“ in den Paragraphen 1-65.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Moores Vermischung epistemischer Ansprüche mit psychologischen Zuständen.
  • Erläuterung zentraler Begriffe wie Sprachspiel, Gewissheit, Evidenz und logische Rechtfertigung.
  • Einordnung von Wittgensteins Position zwischen radikalem Skeptizismus und Antiskeptizismus.

Auszug aus dem Buch

5.1 Wittgensteins Einwände gegen Moores Gewissheiten in Paragraph 1,2,3 und 4

Wittgenstein antwortet in seinem ersten Paragraphen auf Moores Gewissheit, dass hier eine Hand ist, folgendermaßen: "Wenn du weißt, dass hier eine Hand ist, so geben wir dir alles übrige zu."38 Genau an diesem Wissen zweifelt Wittgenstein aber: „Ein inneres Erlebnis kann es mir nicht zeigen, daß ich etwas weiß.“ (§ 569). Wittgenstein kontert also gegen Moore, indem er argumentiert, dass Moores Sätze aus einer Introspektion entspringen und somit subjektive Gewissheiten sind. Sätze mit „ich weiß“ oder "ich weiß mit Gewissheit" können zwar ausdrücken, dass jemand keinerlei Zweifel mehr empfindet, aber es bleibt lediglich ein subjektives Gefühl der Gewissheit. Wittgenstein zielt darauf ab zu erklären, dass das persönliche Gefühl der Gewissheit, das mit dem Aussprechen des Satzes "Ich habe eine Hand" einhergeht, an sich keine rationale Grundlage für die Wahrheit des Satzes darstellt. Seiner Ansicht nach sind Belege die Grundlage für Aussagen und nicht die emotionalen Zustände der Sprechenden. Sinnvoller Zweifel setzt die Existenz von Dingen voraus, die nicht in Frage gestellt oder überprüft werden können. Ohne Gewissheit ist kein Zweifel möglich.

Diese Aussage kann auch als Doppeldeutigkeit zu verstehen sein. So könnte sie als Aufforderung verstanden werden: "Wenn du uns überzeugen kannst, dass du weißt, dass hier eine Hand ist, dann akzeptieren wir alles Weitere."39 Wittgenstein kritisiert im Anschluss Moores Konzept weiter und erläutert seine eigene Vorstellung von Gewissheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Arbeit, die sich mit der Gegenüberstellung von Moores Gewissheiten und Wittgensteins Wissenskritik befasst sowie die Fragestellung und den methodischen Rahmen definiert.

2 Moores Gewissheiten: Darstellung von Moores unumstößlichen Wahrheiten, die das Fundament seines Common-Sense-Ansatzes bilden und die Grundlage für seine epistemologischen Annahmen darstellen.

3 Moores Common Sense: Erläuterung von Moores Common Sense als Summe allgemeiner Überzeugungen und seine zweistufige Methode zur Rechtfertigung von Sätzen über die materielle Welt.

4 Wittgensteins Werk „Über Gewißheit“ und (Anti-) Skeptizismus: Einführung in Wittgensteins Spätwerk, das Notizen zu erkenntnistheoretischen Fragen enthält und seinen anti-skeptischen Standpunkt sowie die Bedeutung der Angelsätze beleuchtet.

4.1 Das Sprachspiel: Analyse des Konzepts des Sprachspiels als methodisches Werkzeug Wittgensteins, um die Essenz sprachlicher Verwendung in verschiedenen Situationen zu erfassen.

4.2 (Anti-) Skeptizismus: Untersuchung von Wittgensteins halb-skeptischer, halb-anti-skeptischer Position, in der er den radikalen Skeptizismus als sinnlos verwirft und fundamentales Vertrauen als Basis begründeten Glaubens annimmt.

5 Wittgenstein und Moore Debatte: Hinführung zur spezifischen Auseinandersetzung zwischen beiden Denkern bezüglich der Verwendung des Wissensbegriffs und der Analyse ausgewählter Paragraphen.

5.1 Wittgensteins Einwände gegen Moores Gewissheiten in Paragraph 1,2,3 und 4: Kritische Reflexion von Wittgensteins Argumentation gegen Moores introspektive Begründung von Gewissheit.

5.2 Problematik des „überzeugt sein“ und „ich weiß“: Differenzierung zwischen epistemischer Wissenszuschreibung und subjektivem Überzeugtsein, kritisiert im Kontext von Moores Sprachgebrauch.

5.3 Evidenz als Beleg: Analyse von Wittgensteins Forderung nach objektiver Evidenz im Gegensatz zu Moores unbelegter Verwendung von „ich weiß“.

5.4 „Ich weiß" und die Verwendung psychologischer Wörter: Untersuchung der unzulässigen Vermischung von kognitiven Wissensansprüchen mit Begriffen psychologischer Zustände bei Moore.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die Wittgensteins Kritik an Moores Wissensbegriff als logisch, schlüssig und für die Klarheit der philosophischen Sprache notwendig einstuft.

Schlüsselwörter

Wittgenstein, G.E. Moore, Über Gewißheit, Wissensbegriff, Common Sense, Skeptizismus, Sprachspiel, Epistemologie, subjektive Gewissheit, logische Rechtfertigung, Evidenz, Sprachphilosophie, Gewissheit, psychologische Zustände, Wahrheitsanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die Gegenüberstellung der Common-Sense-Philosophie von G.E. Moore und Wittgensteins Erkenntnistheorie in dessen Werk „Über Gewißheit“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Begriffe Wissen, Gewissheit, Sprachgebrauch, Skeptizismus sowie die logische Rechtfertigungsweise von Aussagen über die äußere Welt.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob Wittgensteins Einwände gegen Moores Wissensbegriff überzeugend sind und inwieweit Moore „ich weiß“ philosophisch korrekt verwendet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine textanalytische Untersuchung von Moores Aufsätzen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit spezifischen Paragraphen (1-65) aus Wittgensteins „Über Gewißheit“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Moores Common-Sense-Gewissheiten, Wittgensteins Sprachspiel-Konzept, seine Position zum Skeptizismus sowie vier spezifische Einwände gegen Moore bezüglich der Begriffe Wissen, Evidenz und psychologischer Zustände.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Sprachspiel“, „logische Rechtfertigung“, „subjektive Gewissheit“, „Skeptizismus“ und die kritische Analyse von „ich weiß“ charakterisiert.

Wie unterscheidet Wittgenstein zwischen „wissen“ und „sicher sein“?

Wittgenstein kritisiert, dass Moore „ich weiß“ nur als Ausdruck persönlicher Gewissheit verwendet, ohne die notwendige logische Rechtfertigung oder objektive Evidenz zu erbringen, die „echtes“ Wissen verlangen würde.

Welche Rolle spielt die Metapher der „Angel“ in der Arbeit?

Die Metapher der „Angel“ dient als Symbol für bestimmte grundlegende Überzeugungen, die in unserem Weltbild verwurzelt sind und den Hintergrund bilden, auf dem Zweifel überhaupt erst möglich oder unmöglich werden.

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Details

Titel
Zu Wittgensteins 'Über Gewißheit'. Der Ausdruck "Ich weiß es"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2
Autor
Mariam Konrad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
21
Katalognummer
V1458878
ISBN (PDF)
9783389001455
ISBN (Buch)
9783389001462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moore's common sense Über Gewißheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
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Mariam Konrad (Autor:in), 2024, Zu Wittgensteins 'Über Gewißheit'. Der Ausdruck "Ich weiß es", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458878
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Leseprobe aus  21  Seiten
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