Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseförderung von Mädchen und Jungen im Unterricht der Grundschule

Überlegungen und Möglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts

Titel: Leseförderung von Mädchen und Jungen im Unterricht der Grundschule

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Larissa Frey (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details



Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Leseförderung.
Im Rahmen dieser Arbeit sollen im ersten Kapitel zunächst die Unterschiede im Leseverhalten von Mädchen und Jungen aufgezeigt und die These, dass schon in der Grundschule die Notwendigkeit eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts besteht besprochen werden.
Das nächste Kapitel wird sich damit beschäftigen, den Begriff `Leseförderung` genauer zu erläutern und seine geschichtliche Entwicklung aufzuzeigen.
Hier möchte ich mich besonders auf Bettina Hurrelmann beziehen, die in den 90er Jahren mit ihren Aufsätzen und Studien zu einer der Vorreiterinnen in Sachen Leseförderung geworden ist.
Des Weiteren soll sich mit der Frage beschäftigt werden welche Angebote zur Leseförderung es in der Schule gibt und ob man mit Hinblick auf die Geschlechter alte Konzepte der Leseförderung erneuern oder erweitern muss. Wie könnte ein Literaturunterricht aussehen, der die Interessen von Mädchen und Jungen gleichermaßen befriedigt?
Überlegungen und erste Konzepte hierzu stammen größtenteils von Christine Garbe, Professorin an der Universität Lüneburg, die sich unter anderem mit der literarischen Sozialisation, Mediensozialisation und mit der Rezeptionsforschung beschäftigt. Auch Anita Schilcher und Maria Hallitzky haben in ihrem Artikel im Sammelband „Neue Leser braucht das Land!“ erste geschlechterdifferenzierenden Unterrichtsmodelle skizziert.
Es wird auf Grund des vorgeschriebenen Umfangs der Arbeit nur ein Einblick in das Gebiet der Möglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts möglich sein und nicht alle Aspekte der Leseförderung und ihrer Umsetzung im Unterricht berücksichtigt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschiede im Leseverhalten von Mädchen und Jungen

3. Soziologische und psychologische Erklärungsansätze

4. Leseförderung

5. Möglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts

5.1. Neue Lesevorbilder, Zusammenarbeit mit Eltern

5.2. Leseumgebung und Unterrichtsvorschläge

5.3. Leseförderung im Medienverbund

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die bestehenden Unterschiede im Leseverhalten von Mädchen und Jungen in der Grundschule und leitet daraus die Notwendigkeit sowie konkrete didaktische Möglichkeiten für einen geschlechterdifferenzierenden Literaturunterricht ab. Ziel ist es, Ansätze zu finden, um die Lesemotivation beider Geschlechter gleichermaßen zu fördern.

  • Analyse geschlechtsspezifischer Lesevorlieben und Leseweisen
  • Soziologische Ursachen der Lesesozialisation (Feminisierung der Erziehung)
  • Methodische Konzepte zur Einbindung der Lebenswelt von Jungen
  • Bedeutung von männlichen Lesevorbildern in Familie und Schule
  • Integration digitaler Medien in die Leseförderung

Auszug aus dem Buch

3. Soziologische und psychologische Erklärungsansätze

Nachdem nun die Unterschiede im Leseverhalten aufgezeigt wurden, soll nun auf die möglichen Ursachen dieser Unterschiede eingegangen werden. Bei den Ursachen können laut Garbe einmal biologische und hirnphysiologische Ansätze zur Erklärung herangezogen werden und zum anderen soziologische und psychologische Ansätze (vgl. Garbe 2007, 70f.). In dieser Arbeit soll aufgrund des Umfangs nur auf die soziologischen und psychologischen Ansätze eingegangen werden.

Schon seit dem 18. Jahrhundert ist die Romanlektüre und das Lesen fiktionaler Literatur zu einer weiblichen Praxis geworden (ebd., 72). In dieser Zeit war das Lesen vor allem für Mädchen aus den bürgerlichen Schichten eine Möglichkeit „den Kreis von Häuslichkeit und Familie zu verlassen, sich dessen Einfluss zu entziehen“ (Barth 2002, 13). Mit Hilfe ihrer Lektüre konnten sie sich Wissen aneignen, sich in fiktive und fremde Welten träumen und ihre Phantasien und Wünsche ausleben. Die bürgerliche Literatur (Liebes-/Familien-/Schicksalsromane, psychologische Romane) sprach vor allem das Interesse der Frauen an. So ist es nicht verwunderlich das der Roman zu einer von den Frauen beherrschenden Gattung geworden ist. „Das literarisch- ästhetische Lesen ist- im Unterschied zum pragmatisch motivierten Lesen- in der bürgerlichen Gesellschaft immer schon eine Domäne der Frauen, Kinder und Jugendliche gewesen“, so Garbe (Garbe 2007, 71f.). Weiter führt Garbe aus, dass das „professionelle Lesen dagegen bis in das 20. Jahrhundert hinein eine männliche Domäne“ (ebd., 72) war, da Verleger, Literaturkritiker, Literaturlehrer, Lesepädagogen sowie Literaturwissenschaftler in der Regel Männer waren (vgl. ebd., 72). Seit dem 19. Jahrhundert und früher sind die Mütter also zuständig für die literarische Sozialisation des Nachwuchses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Leseförderung ein, beleuchtet das Ziel, Jungen besser zu motivieren, und grenzt den Umfang der Untersuchung ein.

2. Unterschiede im Leseverhalten von Mädchen und Jungen: Hier werden statistische Belege für die Diskrepanz in der Leseintensität und den Leseinteressen zwischen Mädchen und Jungen aufgeführt.

3. Soziologische und psychologische Erklärungsansätze: Dieses Kapitel erörtert die historische Entwicklung der Lesekultur sowie die Auswirkungen der weiblich geprägten Erziehung auf die Lesesozialisation.

4. Leseförderung: Es erfolgt eine Definition des modernen Begriffs der Leseförderung, der über die reine Vermittlung von Lesefertigkeiten hinausgeht.

5. Möglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts: Das Hauptkapitel präsentiert praktische Ansätze wie neue Lesevorbilder, moderne Klassengestaltung und die Einbeziehung digitaler Medien.

6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit weiterer Bemühungen zur Integration männlicher Vorbilder in den Lesealltag betont.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Literaturunterricht, Grundschule, Lesemotivation, Geschlechterdifferenzierung, Lesesozialisation, Lesevorbilder, Lesekompetenz, Medienverbund, Jungenförderung, Lektüreinteressen, Leseknick, Buchsozialisation, Unterrichtsgestaltung, Leseweisen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts in der Grundschule, um Jungen und Mädchen gleichermaßen zum Lesen zu motivieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden im Leseverhalten zwischen den Geschlechtern, den soziologischen Ursachen der aktuellen Lesesozialisation sowie didaktischen Ansätzen zur Leseförderung.

Was ist das Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Literaturunterricht gestaltet werden kann, damit er sowohl die Interessen von Mädchen als auch von Jungen befriedigt und den "Leseknick" bei Jungen abmildert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und pädagogische Arbeit, die auf vorhandenen Studien (z.B. PISA, KIM-Studie) und fachdidaktischen Konzepten von Autoren wie Bettina Hurrelmann und Christine Garbe aufbaut.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Möglichkeiten vorgestellt, darunter der Einsatz von Bandenromanen, die Gestaltung von Leseumgebungen, die Bedeutung männlicher Lesevorbilder und die Einbeziehung digitaler Medien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Leseförderung, geschlechterdifferenzierender Unterricht, Lesemotivation, Lesesozialisation, Lesevorbilder und Medienverbund.

Warum spielt die Feminisierung der Erziehung laut Autorin eine Rolle bei der Leseunlust von Jungen?

Die Autorin argumentiert, dass durch die überwiegend weibliche Erzieher- und Lehrerschaft Mädchen leichter Identifikationsmöglichkeiten finden, während Jungen Lesen oft fälschlicherweise als eine rein "weibliche Praxis" wahrnehmen.

Welche Rolle spielen Bandenromane in dieser Arbeit?

Bandenromane werden als geschlechterübergreifende Lektüre empfohlen, da sie für beide Geschlechter Identifikationsangebote bereithalten und durch serielle Veröffentlichungen zum dauerhaften Lesen animieren können.

Warum wird die Einbeziehung von neuen Medien für die Jungenförderung empfohlen?

Neue Medien werden als motivierender Einstieg gesehen, um Jungen den Zugang zum Buch zu erleichtern, da sie oft technikaffiner sind und so Lesetätigkeiten auch am Bildschirm stabilisieren können.

Was bemängelt die Autorin im Fazit bezüglich der Autorenschaft?

Die Autorin stellt erstaunt fest, dass nahezu alle Fachliteratur zur Leseförderung von Jungen aus der Feder weiblicher Autorinnen stammt, was den Mangel an männlicher Perspektive in diesem Forschungsbereich unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leseförderung von Mädchen und Jungen im Unterricht der Grundschule
Untertitel
Überlegungen und Möglichkeiten eines geschlechterdifferenzierenden Literaturunterrichts
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
1,5
Autor
Larissa Frey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V146506
ISBN (eBook)
9783640574339
ISBN (Buch)
9783640574070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leseförderung Mädchen Jungen Unterricht Grundschule Möglichkeiten Literaturunterrichts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Frey (Autor:in), 2009, Leseförderung von Mädchen und Jungen im Unterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146506
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum