Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Werbekennzeichnung. Speziell mit der Kennzeichnung der Influencer in Instagram und wie genau sie kenntlich gemacht werden muss. Das Urteil des BGH am 09.09.2021 wird dafür hinzugezogen und anschließend analysiert sowie bewertet.
Zu Beginn der Arbeit werden die Definitionen des Social Media Marketings und des Influencer Marketings erläutert, sowie Instagram als Werbeplattform. Anschließend wird deutlich, was Werbung überhaupt beinhaltet und worunter Werbung fällt. Daraufhin wird geklärt, wann Werbung laut Gesetzt gekennzeichnet werden muss. Im Hauptteil wird auf das Urteil des BGH vom 09.09.2021 eingegangen. Speziell, warum und gegen wen geklagt wurde bzw. was durch das Urteil ausgesagt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problem- / Fragestellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Werbekennzeichnung bei Influencer Marketing
2.1 Instagram als Werbeplattform
2.2 Werbung
2.3 Wann muss Werbung laut BGH gekennzeichnet werden
2.4 Gesetz
3 BGH Urteil
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Anforderungen an die Werbekennzeichnung bei Influencer-Marketing-Beiträgen auf der Plattform Instagram unter Einbeziehung eines aktuellen BGH-Urteils, um die notwendige Transparenz für Konsumenten zu gewährleisten.
- Rechtliche Grundlagen des Influencer-Marketings
- Funktionsweise und Relevanz von Instagram als Werbeplattform
- Kriterien für die notwendige Werbekennzeichnung
- Analyse der BGH-Rechtsprechung zu Influencer-Posts
- Umgang mit Tap-Tags und Verlinkungen
Auszug aus dem Buch
2.1 Instagram als Werbeplattform
Durch die Sozialen Medien wie z.B. Instagram oder Facebook ergab ich eine neue Form des Marketings, das sogenannte Influencer Marketing.
Eingeordnet wird Influencer Marketing dem Social Media-Marketing und bedeutet, dass Unternehmen, Influencer damit beauftragen, Werbung für z. B. ein bestimmtes Produkt oder eine Marke zu schalten, um somit deren Bekanntheit zu steigern.
Influencer werden in der heutigen Zeit als Vorbilder für die junge Generation gesehen. Mit ihrer enormen Reichweite auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen sind die Influencer das Sprachrohr für tausende Follower. Das hat zur Folge, dass Influencer gezielt das Interesse auf verschiedene Produkte lenken können und so das Kaufverhalten der Menschen beeinflussen.
Ein Influencer wird definiert durch die Fähigkeit, seine Autorität bzw. Beliebtheit zu nutzen und Meinungen und/ oder Verhalten anderer zu beeinflussen.3
Laut einer Studie der Statista „gaben 21 Prozent der befragten Internetnutzer in Deutschland an, dass sie in den letzten zwölf Monaten mindestens ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen haben, weil es von einem YouTuber beworben wurde. Laut der Umfrage regen auch Influencer auf Instagram ihre Follower zu Käufen an. So gaben 18 Prozent der Befragten an, aufgrund von Werbung durch einen Influencer bei Instagram, mindestens ein Produkt gekauft zu haben.“4
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Influencer-Marketing und definiert die Fragestellung bezüglich der notwendigen Kennzeichnung von Werbung sowie das Ziel, das BGH-Urteil vom 09.09.2021 zu analysieren.
2 Werbekennzeichnung bei Influencer Marketing: Dieses Kapitel erläutert die Rolle von Instagram als modernen Marketingkanal, definiert Werbung im digitalen Kontext und stellt die gesetzlichen Anforderungen sowie die Kriterien für eine Kennzeichnungspflicht dar.
3 BGH Urteil: Hier wird die Klage des Verbands Sozialer Wettbewerb e.V. gegen verschiedene Influencer analysiert und die juristische Differenzierung zwischen bloßen Verlinkungen und werblich motivierten Posts aufgezeigt.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kennzeichnungspflichten dann bestehen, wenn eine Gegenleistung erfolgt oder eine werbliche Verlinkung vorliegt, wobei bei Tap-Tags eine Einzelfallprüfung weiterhin komplex bleibt.
Schlüsselwörter
Influencer Marketing, Instagram, Werbekennzeichnung, BGH, Schleichwerbung, Social Media Marketing, Tap-Tags, Rechtsprechung, UWG, Verbraucherschutz, digitale Werbung, Online-Recht, Transparenz, Kooperation, Sponsoring.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die rechtliche Notwendigkeit und Umsetzung der Werbekennzeichnung bei Beiträgen von Influencern auf der Plattform Instagram.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten zählen die Einordnung von Influencer-Marketing als Geschäftsmodell, die rechtlichen Vorgaben gemäß UWG und die Auswirkung aktueller BGH-Urteile auf Social-Media-Beiträge.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, unter welchen Bedingungen und wie ein Post auf Instagram als Werbung gekennzeichnet werden muss, um rechtliche Verstöße zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive sowie eine analytische Vorgehensweise, basierend auf Literaturarbeit und der juristischen Fallanalyse eines BGH-Urteils.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definition von Werbung, die rechtlichen Rahmenbedingungen ab 2022 und die spezifische Bedeutung von "Tap-Tags" für die Werbekennzeichnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich primär auf Begriffe wie Influencer Marketing, Werbekennzeichnung, BGH-Rechtsprechung und digitale Transparenz.
Warum sind "Tap-Tags" Gegenstand der Untersuchung?
Tap-Tags ermöglichen das direkte Verlinken von Produkten oder Profilen, was die Frage aufwirft, ab wann dies als gezielte Werbung statt als rein redaktioneller Inhalt gilt.
Welche Bedeutung hat das BGH-Urteil vom 09.09.2021 für Influencer?
Das Urteil liefert die maßgebliche rechtliche Richtlinie für die Unterscheidung zwischen einer sachlichen Empfehlung und einer unzulässigen, nicht gekennzeichneten Schleichwerbung bei bezahlten Kooperationen.
- Arbeit zitieren
- Melanie Sierant (Autor:in), 2022, Die Notwendigkeit einer Werbekennzeichnung bei Influencer Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1466891