Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB). Ein Überblick über den Aufbau und den Nutzen


Seminararbeit, 2008

23 Seiten, Note: "bestanden"


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

3. Der Betriebsabrechnungsbogen
3.1. Die Funktion des BAB
3.2. Der Aufbau des BAB
3.3. Ablauforganisation des BAB
3.3.1.Primärkostenrechnung: Verteilung der primären Gemeinkosten
3.3.2. Sekundärkostenrechnung: innerbetriebliche Leistungsverrechnung
3.3.2.1. Das Anbauverfahren
3.3.2.1.1. Beurteilung/Probleme
3.3.2.2. Das Stufenleiterverfahren
3.3.2.2.1. Beurteilung/Probleme
3.3.3. Ermittlung von Kalkulationssätzen
3.3.4. Ermittlung von Kostenabweichungen
3.3.5. Ermittlung von Kennzahlen

4. Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Aufbau eines mehrstufigen Betriebsabrechnungsbogens

Abb.2: innerbetriebliche Verrechnungssätze – Anbauverfahren

Abb.3: innerbetriebliche Leistungsverrechnung – Anbauverfahren

Abb.4: innerbetriebliche Verrechnungssätze – Stufenleiterverfahren

Abb.5: innerbetriebliche Leistungsverrechnung – Stufenleiterverfahren

Abb.6: Kalkulationssatz in allgemeiner Form

Abb.7: typische Gemeinkostenzuschlagsätze

1. Einleitung

Im Rahmen dieser Seminararbeit wird der Betriebsabrechnungsbogen, abgekürzt BAB, der in der Betriebswirtschaft im Rahmen der Kostenstellenrechnung eine bedeutende Rolle spielt, näher beleuchtet.

Er dient als technisches Hilfsmittel zur Durchführung der Kostenstellenrechnung.

Auf den folgenden Seiten wird sowohl auf den Aufbau, die Ablauforganisation des Betriebsabrechnungsbogens als auch auf sich ergebende Probleme eingegangen.

Bei den Methoden der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung, die mit dem Betriebsabrechnungsbogen in Zusammenhang steht, konzentriert sich diese Arbeit auf die in der betrieblichen Praxis angewandten Verfahren der Anbau- und Stufenleiterumlage.

Ziel dieser Seminararbeit ist es, dem Leser einen Überblick über den Aufbau und den Nutzen des BAB zu geben und ihn gleichzeitig mit der sich mit dem BAB verbundenen Kostenstellenrechnung vertraut zu machen, als auch die hierbei auftretenden Probleme aufzuzeigen.

2. Grundlagen

Zunächst möchte ich einige grundlegende Begriffe, die in meiner Arbeit verwendet werden, definieren.

Kosten- und Leistungsrechnung:

Die Kostenrechnung beinhaltet die Erfassung, Verteilung und Zurechnung von Kosten, die bei der betrieblichen Leistungserstellung und –verwertung entstehen.

Unter Leistungsrechnung versteht man die Zusammenstellung der betrieblichen Leistungen, geordnet nach Erlösträgern.[1]

Kostenarten:

Eine einzelne Kostenart beschreibt und umfasst den für einen bestimmten Produktionsfaktortyp festzustellenden (entstehenden) Werteverzehr.

Primäre Kostenarten leiten sich vom Verbrauch bzw. von der Inanspruchnahme solcher Produktionsfaktoren ab, die von Dritten bereitgestellt wurden, wie etwa fremdbezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe oder Dienstleistungen.

Demgegenüber resultieren sekundäre Kostenarten aus der Inanspruchnahme bzw. dem Verbrauch selbsterstellter Wiedereinsatzleistungen.[2]

Kostenartenrechnung:

Die Kostenartenrechnung ist eines der drei Teilgebiete der Kostenrechnung und erfüllt die Aufgabe, sämtliche innerhalb einer Periode für die Erstellung und Verwertung betrieblicher Leistungen anfallenden Kosten vollständig, eindeutig und überschneidungsfrei nach einzelnen Kostenarten gegliedert zu erfassen und auszuweisen. Sie informiert über den Wert der von einer Unternehmung innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbrauchten unterschiedlichen Arten von Produktionsfaktoren.[3]

Gemeinkosten:

Gemeinkosten sind Kosten, die für mehr als eine Leistungsmengeneinheit anfallen und daher nicht direkt verrechnet und zugeordnet werden können.

Man unterscheidet zwischen:

- echten Gemeinkosten, die auch bei der Anwendung genauester Erfassungsmethoden nicht gesondert für eine Leistungsmengeneinheit erfasst werden können

und

- unechten Gemeinkosten, die zwar prinzipiell gesondert erfasst werden könnten, bei denen man jedoch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bei der Durchführung der Kostenrechnung auf eine gesonderte Erfassung verzichtet.

Beispiele für Gemeinkosten sind Verwaltungskosten oder Hilfslöhne.[4]

Einzelkosten:

Einzelkosten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich direkt und verursachungsgerecht einem Bezugsobjekt zurechnen lassen. Bei dem Bezugsobjekt „Kostenträger“ (Produkt) sind dies beispielsweise die Kosten, die für das Fertigungsmaterial für dieses Produkt anfallen (Materialeinzelkosten).[5]

Kalkulation

siehe unter Kostenträgerrechnung

Kostenstellen:

Kostenstellen sind die nach funktionalen oder räumlichen Aspekten voneinander abgegrenzten Unternehmensbereiche, mitunter auch Verantwortungsbereiche, die den Anfall bestimmter Kostenarten disponieren und demzufolge auch zu vertreten haben.[6]

Kostenstellenrechnung:

Die Kostenstellenrechnung ist das abrechnungstechnische Bindeglied zwischen der Kostenartenrechnung und der Kostenträgerrechnung. Sie erfasst sämtliche den Kostenträgern nicht direkt als Einzelkosten zurechenbare Kostenarten und weist diese für jene Kostenstellen aus, die sie verursacht haben.[7]

Kostenträger:

Kostenträger sind Objekte, an denen die Leistungen der Kostenstellen vollzogen werden.[8]

Kostenträgerrechnung/Kalkulation:

Unter der Kostenträgerrechnung versteht man die Zurechnung der Kosten auf die Leistungen, die man am Markte verkaufen will.[9]

Endkostenstellen:

Endkostenstellen erbringen ihre Leistungen unmittelbar für die herzustellenden und abzusetzenden Produktarten.[10]

Vorkostenstellen:

Vorkostenstellen sind den Endkostenstellen abrechnungstechnisch vorgelagert und erstellen innerbetriebliche Leistungen.[11]

Hauptkostenstellen:

Die unter abrechnungstechnischen Aspekten als Endkostenstellen bezeichneten Hauptkostenstellen sind jene Leistungsbereiche eines Unternehmens, die sich unmittelbar an der Leistungserstellung und – verwertung beteiligen.[12]

Nebenkostenstellen:

Nebenkostenstellen sind solche Endkostenstellen, die Produkte be- oder verarbeiten, welche nicht zum eigentlich gewünschten , planmäßigen Produktionsprogramm eines Unternehmens gehören.[13]

Hilfskostenstellen:

Die unter abrechnungstechnischen Aspekten als Vorkostenstellen zu bezeichnenden Hilfskostenstellen dienen nur mittelbar der Herstellung absatzfähiger Endprodukte. Sie erstellen innerbetriebliche Leistungen, erbringen also Wiedereinsatzleistungen, die sie an andere Hilfs- oder Hauptkostenstellen desselben Unternehmens abgeben.[14]

Istkosten:

Istkosten sind tatsächlich angefallene Kosten.[15]

Sollkosten:

„Sollkosten sind Kostenvorgaben in der flexiblen Plankostenrechnung und umfassen die in einer Kostenstelle anfallenden Fixkosten sowie die bei der jeweiligen Beschäftigung anfallenden variablen Kosten. Zu den Sollkosten gehören nur solche Kosten, die bei wirtschaftlicher Betriebsführung und bei Eintritt der Plandaten zu erwarten sind.“[16]

Soll-Ist-Vergleich:

Der Soll-Ist-Vergleich ist ein in Systemen der Plankostenrechnung fest verankertes Instrument der Kostenkontrolle. Solche Vergleiche stellen periodenbezogen den für einzelne Kostenstellen und/oder Kostenträger geplanten und hierfür als Soll vorgegebenen Kosten die Istkosten gegenüber.[17]

Selbstkosten:

Die Selbstkosten eines Kostenträgers liegen vor, wenn ihm sämtliche direkt und indirekt verursachten Kosten zugerechnet werden; also Herstellkosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten.[18]

[...]


[1] vgl. o.V.: [Wirtschaftslexikon24], in: http://www.wirtschaftslexikon24.net/.htm (Stand 21.06.2008)

[2] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 392

[3] vgl. ebd., S. 392

[4] vgl. Jung, H.: [Betriebswirtschaftslehre], S. 1072

[5] vgl. ebd., S. 1072

[6] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 393

[7] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 394

[8] vgl. Seicht, G.: [Moderne Kosten- und Leistungsrechnung], S. 67

[9] vgl. Seicht, G.: [Moderne Kosten- und Leistungsrechnung], S. 67

[10] vgl. Steger, J.: [Kosten- und Leistungsrechnung], S. 246

[11] vgl. ebd., S.264

[12] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 388

[13] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 399

[14] vgl. ebd., S. 388

[15] vgl. Jung, H.: [Allgemeine Betriebswirtschaftslehre], S. 1113

[16] vgl. o.V.: [Wirtschaftslexikon24], in: http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/sollkosten/sollkosten.htm (Stand 21.06.2008)

[17] vgl. Hummel, S.; Männel, W.: [Kostenrechnung 1], S. 404

[18] vgl. Ehrmann, H.:[Kostenrechnung], S. 5

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB). Ein Überblick über den Aufbau und den Nutzen
Hochschule
Württembergische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie e.V.
Note
"bestanden"
Autor
Jahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V146875
ISBN (eBook)
9783640578276
ISBN (Buch)
9783640578078
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebsabrechnungsbogen, Kosten- und Leistungsrechnung, BAB, Kostenstellenrechnung, Kostenarten, Umlageschlüssel, Kostenstellen
Arbeit zitieren
Annike Stahl (Autor), 2008, Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB). Ein Überblick über den Aufbau und den Nutzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146875

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