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"Die Liebende"- ein Titel, zwei Gedichte. Wie werden die Aspekte der Liebeserfahrung in den beiden Gedichten Rilkes dargestellt?

Titel: "Die Liebende"- ein Titel, zwei Gedichte. Wie werden die Aspekte der Liebeserfahrung in den beiden Gedichten Rilkes dargestellt?

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwei gleichnamige Gedichte desselben Dichters: Was steckt hinter Rainer Maria Rilkes beiden Gedichten, die den gleichen Titel tragen? Was macht die Gedichte aus und worin bestehen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede?

In dieser Ausarbeitung soll es darum gehen, jene Unterschiede, sowie auch Gemeinsamkeiten der beiden Gedichte herauszuarbeiten, zu analysieren, wie die Liebe an sich und die Aspekte der Liebeserfahrung in beiden Fällen dargestellt werden und die Frage zu klären, wieso Rilke sich dazu entschieden hat, zwei verschiedenen Gedichten den gleichen Titel zu geben.
Hierfür werden die Gedichte nacheinander analysiert und interpretiert, es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und genannt und daraufhin wird ein Fazit bezüglich der Leitfrage „`Die Liebende` - ein Titel, zwei Gedichte; Wie werden die Aspekte der Liebeserfahrung in den beiden Gedichten Rilkes dargestellt“ gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Liebende (1908)

2.1. Analyse

2.2. Weltinnenraum

3. Die Liebende (1902)

3.1. Analyse

3.2. Religionsbezug

4. Gemeinsamkeiten & Unterschiede

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Liebeserfahrungen in den beiden Gedichten von Rainer Maria Rilke, die jeweils den Titel „Die Liebende“ tragen. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Thematik und Gestaltung herauszuarbeiten und zu ergründen, warum Rilke für zwei inhaltlich divergierende Gedichte denselben Titel wählte.

  • Vergleichende Analyse der Gedichte „Die Liebende“ (1902) und „Die Liebende“ (1908)
  • Untersuchung der Motive des Schwebens, der Grenzüberschreitung und des „Weltinnenraums“
  • Analyse der Rolle von Selbstbestimmung und Liebesbeziehungen
  • Interpretaion religiöser Anspielungen und symbolischer Metaphorik

Auszug aus dem Buch

Die Liebende (1908)

Das erste der beiden Gedichte, die in dieser Ausarbeitung analysiert werden sollen, ist 1908 veröffentlicht worden. Rilkes „Die Liebende“ (Anhang 1) besteht aus sechs vierversigen Strophen, mit einer Ausnahme: die erste Strophe hat einen Vers mehr. Dies spielt auch für das Reimschema eine bedeutende Rolle, da der eigentlich durchgängige Kreuzreim in der ersten Strophe von einem Waisen unterbrochen wird. Um welchen Vers es sich genau handelt, ist auf den ersten Blick unklar, da die beiden in Frage kommenden Verse sich auch reimen und ohne den jeweils anderen problemlos in das Reimschema passen würden. Die Frage danach, welcher nun der Vers ohne Reimpartner ist, klärt sich im Laufe der Inhaltsanalyse. Das Metrum zu benennen, ist nicht einfach, da in diesem Gedicht keine Regelmäßigkeit vorzufinden ist. Wieso die Hebungen und Senkungen unregelmäßig verteilt sind, wird ebenfalls dann klar, wenn man den Inhalt des Gedichts näher betrachtet.

Was sagt denn der Inhalt des Gedichts aus? Worum geht es in Rilkes Werk? Das lyrische Ich erwacht und sieht sein Fenster (vgl. V.1f), daraufhin teilt es folgenden Gedanken mit den Leser*innen: „Ich dachte, ich würde schweben“ (V.3). Dieser Vers scheint ein ganz bedeutender zu sein, da hier zum ersten Mal das Motiv des Schwebens auftritt, welches sich das ganze Gedicht über immer wieder bemerkbar macht. Daraus lässt sich schließen, dass dies der Vers ist, bei dem es sich um den Waisen handelt; er präsentiert das Hauptmotiv des Gedichts und sticht aufgrund dessen besonders hervor. Das Motiv des Schwebens ist möglicherweise auch der Grund für das unregelmäßige Metrum, das Schweben wird nämlich nicht mit klar vorgegebenen Strukturen verbunden, sondern vielmehr mit Freisein, was zu einem freien Versmaß passt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Dichters Rainer Maria Rilke und Definition der Leitfrage, die den Titel und die Aspekte der Liebeserfahrung in den zwei Gedichten untersucht.

2. Die Liebende (1908): Analyse der formalen Struktur und der Leitmotive wie Schweben und Grenzüberschreitung, die den Verlust der Selbstbestimmung thematisieren.

2.1. Analyse: Detaillierte Untersuchung des Gedichts von 1908 hinsichtlich Reimschema, Metrum und inhaltlicher Wendepunkte.

2.2. Weltinnenraum: Erläuterung des Rilke-spezifischen Konzepts des „Weltinnenraums“ und dessen Bedeutung für die Aufhebung der Grenze zwischen Innen- und Außenwelt.

3. Die Liebende (1902): Analyse des 1902 entstandenen Werks, das stilistisch und inhaltlich Kontraste zum späteren Gedicht aufweist.

3.1. Analyse: Untersuchung des trochäischen Metrums und des inhaltlichen Wandels von der Passivität des lyrischen Ichs hin zum Neuanfang.

3.2. Religionsbezug: Analyse religiöser Anspielungen, insbesondere hinsichtlich der Erschaffung Evas und österlicher Neuanfangsmotive.

4. Gemeinsamkeiten & Unterschiede: Synthese der Ergebnisse, wobei die gegensätzliche Wirkung der Liebesbeziehung als Untergang versus Erlösung zentral steht.

5. Fazit: Zusammenführende Beantwortung der Leitfrage unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensentwürfe und der künstlerischen Intention Rilkes.

Schlüsselwörter

Rainer Maria Rilke, Die Liebende, Lyrik, Liebeserfahrung, Weltinnenraum, Grenzüberschreitung, Selbstbestimmung, Neuanfang, Schweben, Trochäus, Religionsbezug, Moderne, Gedichtanalyse, Literaturwissenschaft, Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht zwei Gedichte Rainer Maria Rilkes, die beide den Titel „Die Liebende“ tragen, um zu untersuchen, wie Liebeserfahrungen in diesen Werken dargestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Themen Selbstbestimmung innerhalb von Liebesbeziehungen, das Motiv des Schwebens, die Auflösung von Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt sowie religiöse Anspielungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rilke Liebe in beiden Fällen unterschiedlich inszeniert – einmal als Verlust der Freiheit und einmal als notwendigen Neuanfang – und die Gründe für die identische Betitelung zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die formale Aspekte wie Metrik und Reimschema mit inhaltlichen Interpretationen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Behandelt werden die Einzelanalysen der Gedichte von 1902 und 1908, die Erläuterung des „Weltinnenraums“ und ein vergleichender Abschnitt zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rilke, Liebeserfahrung, Weltinnenraum, Grenzüberschreitung und Selbstbestimmung.

Welche unterschiedliche Rolle spielt das Motiv des „Schwebens“ in den Gedichten?

Im ersten Gedicht ist Schweben Ausdruck von Freiheit und Sorglosigkeit, schlägt aber durch die Liebe in einen Kontrollverlust um; im zweiten Gedicht dient es eher der Vorbereitung auf einen Neuanfang.

Warum bezieht der Autor das Konzept des „Weltinnenraums“ in die Analyse ein?

Das Konzept hilft zu verdeutlichen, wie Rilke die traditionellen Grenzen zwischen dem Subjekt (dem lyrischen Ich) und seiner Umwelt aufhebt, was essenziell für das Verständnis der Liebesdarstellung ist.

Wie unterscheidet sich die Rolle Gottes in den beiden Gedichten?

Während der Religionsbezug im Gedicht von 1908 fehlt, spielt Gott im Gedicht von 1902 eine Rolle als lenkende Instanz, die dem lyrischen Ich einen Neuanfang ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Die Liebende"- ein Titel, zwei Gedichte. Wie werden die Aspekte der Liebeserfahrung in den beiden Gedichten Rilkes dargestellt?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Veranstaltung
AM Neuere Deutsche Literatur: Gattungstheorie Lyrik
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1469848
ISBN (PDF)
9783389016589
ISBN (Buch)
9783389016596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lyrik Rainer Maria Rilke Rilke Die Liebende Gedicht Gedichtanalyse Liebe Liebeserfahrung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, "Die Liebende"- ein Titel, zwei Gedichte. Wie werden die Aspekte der Liebeserfahrung in den beiden Gedichten Rilkes dargestellt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1469848
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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