Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Jura - Sonstiges

Das Harvard Konzept - Kommunikation und Emotionen in der Verhandlung

Titel: Das Harvard Konzept - Kommunikation und Emotionen in der Verhandlung

Seminararbeit , 2010 , 35 Seiten , Note: 14 Punkte/(gut)

Autor:in: Samuel Link (Autor:in)

Jura - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Methode des Harvard-Konzepts, unter Einbeziehung der 2005 erschienenen Erweiterung Beyond Reasons – Erfolgreicher verhandeln mit Gefühl und Verstand, darzustellen, die dahinterstehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, mit besonderem Augenmerk auf Psychologie und die Kommunikationsforschung, aufzuzeigen und die Methode kritisch zu hinterfragen.
Das Harvard-Konzept ist eine Verhandlungsmethode, die von Roger Fisher und William Ury an der Harvard Law School im Rahmen des Harvard Negotiation Project entwickelt wurde und durch das gleichnamige Buch weite Verbreitung erfahren hat. Bereits zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1981 war das Harvard-Konzept in zehn Sprachen erhältlich und wurde schon eine Viertelmillionen Mal verkauft. Auch in der heutigen Zeit ist es mit über 2 Millionen verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Verhandlungsbücher aller Zeiten.
In § 779 BGB ist der Vergleich zweier Parteien als beiderseitiges Nachgeben definiert. Die Methode des Harvard-Konzepts verfolgt im Gegensatz dazu, getreu dem englischen Titel des Buches Getting to Yes: without giving in, das Ziel, neue Lösungsmöglichkeiten zu schaffen, die für beide Parteien vorteilhaft sind (Win-Win-Situation), so dass keine der Parteien nachgeben muss. Als Grundsatz dient dabei das sachbezogene Verhandeln (principled negotiation), um mit diesem, alle Anstrengungen der Parteien auf das Finden neuer Lösungen zu konzentrieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Die Verhandlung

I. Intuitives Verhandeln

II. Rationales Verhandeln

C. Das Harvard-Konzept

I. Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln

1. Die Kommunikation der Verhandlungspartner

a. Wie funktioniert Kommunikation

(1) Die Vier Seiten einer Nachricht

(a) Der Sachinhalt (1. Seite)

(b) Die Selbstoffenbarung (2. Seite)

(c) Beziehung im engeren Sinn (3. Seite)

(d) Der Apell (4. Seite)

(2) Verbale und nonverbale Kommunikation

(3) Explizite und implizite Botschaften

(4) Kongruente und inkongruente Nachrichten

b. Dekodieren – Die Botschaften richtig deuten

(1) Kognitive Dissonanzen – nur das Gewünschte wird gehört

(2) Das aktive Zuhören - Feedback

(a) Paraphrasieren

(b) Verbalisieren

(c) Fragetechniken

c. Formulierungen

(1) Du-Botschaften

(2) Ich-Botschaften

d. Zusammenfassung

2. Die Emotionen in einer Verhandlung

a. Kann man Emotionen abschalten?

b. Der Nutzen von Emotionen in der Verhandlung

(1) Die Auswirkung positiver Emotionen – „positive Psychologie“

(2) Auswirkung von positiven Emotionen auf die Verhandlung

c. Emotionale Grundbedürfnisse

(1) Wertschätzung - Appreciation

(2) Verbundenheit – Affiliation

(3) Autonomie - Autonomy

(4) Status - Status

(5) Rolle – Role

d. Zusammenfassung

II. Nicht Positionen, sondern Interessen in den Mittelpunkt stellen.

1. Positionen

2. Interessen

a. Interessen herausfinden

b. Menschliche Grundbedürfnisse

c. Der Umgang mit Interessen

III. Vor der Entscheidung verschiedene Wahlmöglichkeiten zum beiderseitigen Vorteil entwickeln.

1. Trennung von Ideenfindung und Beurteilung

2. Kreativitätstechniken – „Den Kuchen vergrößern“

IV. Das Ergebnis auf objektiven Entscheidungsprinzipien aufbauen.

V. Best Alternative to Negotiated Agreement – BATNA

D. Kritiken zum Harvard-Konzept

I. Unsachgemäße Generalisierung von Problemen

II. Das Harvard-Konzept als Nullsummenspiel

III. Das Harvard-Konzept und Verhandlungsmacht

E. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die fundierte Darstellung des Harvard-Verhandlungskonzepts unter Berücksichtigung psychologischer und kommunikationswissenschaftlicher Erweiterungen, um eine effektive und beiderseits vorteilhafte (Win-Win) Konfliktlösung zu erreichen, ohne dabei persönliche Beziehungen zu gefährden.

  • Grundlagen des Harvard-Konzepts (Sachbezogenes Verhandeln)
  • Kommunikationspsychologische Aspekte und Techniken (z.B. aktives Zuhören)
  • Die Rolle von Emotionen und emotionalen Grundbedürfnissen in Verhandlungen
  • Abgrenzung von Positionen und Interessen zur Konfliktlösung
  • Methoden zur Entwicklung von Wahlmöglichkeiten und objektiven Kriterien

Auszug aus dem Buch

Die Vier Seiten einer Nachricht

Kommunikation findet nicht nur auf der reinen Sachebene statt. Vielmehr setzt sie sich aus einem Inhaltsaspekt, der die Sachinformation enthält und einem Beziehungsaspekt zusammen, wobei letztere den ersteren definiert und Hinweise gibt wie dieser zu verstehen ist21. Den Beziehungsaspekt kann man wiederum in die Bereiche Selbstoffenbarung, Beziehung (im engeren Sinn) und Apell unterteilen22. So dass sich danach eine Nachricht aus vier gleichwertigen Seiten zusammensetzt und auch wieder auf vier Ebenen verstanden wird. Schulz von Thun spricht daher von der Nachricht als einem „quadratischem Gebilde“23.

(a) Der Sachinhalt (1. Seite)

Die erste Seite einer Nachricht vermittelt den Sachinhalt und soll Aufschluss geben, worüber informiert wird24.

(b) Die Selbstoffenbarung (2. Seite)

Die Selbstoffenbarungskomponente einer Nachricht enthält Information über die Person des Senders. Eine vermeintlich rein sachliche Nachricht enthält beispielsweise auch Informationen über die Interessen des Senders, oder über dessen Herangehensweise an Probleme. Bei der Selbstoffenbarung geht es folglich darum, was der Sender von sich persönlich kundgibt. Die Selbstoffenbarung umfasst sowohl die bewusste und gewollte Selbstdarstellung, als auch die ungewollte Selbstenthüllung25.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in das Harvard-Konzept, dessen Entstehung am Harvard Negotiation Project und Zielsetzung als sachbezogene Verhandlungsmethode.

B. Die Verhandlung: Unterscheidung zwischen intuitiven und rationalen Verhandlungsformen und Einführung in die wissenschaftliche Perspektive auf Kommunikation.

C. Das Harvard-Konzept: Umfassende Darstellung der vier Grundregeln des Konzepts inklusive einer detaillierten Analyse von Kommunikation, Emotionen und Verhandlungsstrategien.

D. Kritiken zum Harvard-Konzept: Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Kritik an der Generalisierbarkeit, der Nullsummenspiel-Problematik und der Verhandlungsmacht.

E. Stellungnahme: Zusammenfassende Bewertung des Konzepts als hilfreichen Leitfaden, der durch weiterführende Kenntnisse der Verhaltens- und Kommunikationsforschung ergänzt werden sollte.

Schlüsselwörter

Harvard-Konzept, Verhandlungsmethode, Sachbezogenes Verhandeln, Kommunikation, Emotionen, Interessen, Positionen, Aktives Zuhören, Wertschätzung, Autonomie, BATNA, Konfliktlösung, Mediation, Win-Win-Situation, Kognitive Dissonanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Harvard-Verhandlungskonzept, ein methodisches Rahmenwerk zur außergerichtlichen Streitbeilegung, das darauf abzielt, Win-Win-Lösungen durch sachbezogene Verhandlungen zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Kommunikation, Psychologie, der Umgang mit Emotionen in Konfliktsituationen, die Trennung von Mensch und Problem sowie die Unterscheidung von Positionen und Interessen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Methode des Harvard-Konzepts unter Einbeziehung psychologischer Erweiterungen (wie „Beyond Reasons“) darzustellen, die wissenschaftlichen Hintergründe zu beleuchten und eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung des Konzepts zu führen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse aus den Bereichen Verhandlungsführung, Konfliktforschung, Psychologie (insb. kognitive Dissonanz und positive Psychologie) und Kommunikationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die vier Grundregeln des Harvard-Konzepts: Die Trennung von Mensch und Problem, die Fokussierung auf Interessen statt Positionen, die Entwicklung beiderseitiger Wahlmöglichkeiten und den Aufbau auf objektiven Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Harvard-Konzept, Verhandlungsmethode, Interessen, Kommunikation, Emotionen und Konfliktlösung.

Warum wird dem Aspekt der Kommunikation so viel Raum gegeben?

Die Arbeit argumentiert, dass eine erfolgreiche Trennung von Sach- und Beziehungsebene, eine Grundvoraussetzung des Harvard-Konzepts, nur durch fundierte Kenntnisse über Kommunikationsprozesse und die Vermeidung von Wahrnehmungsfehlern gelingen kann.

Welche Rolle spielen Emotionen laut der Arbeit?

Die Arbeit postuliert, dass Emotionen in Verhandlungen unvermeidlich sind. Anstatt sie zu ignorieren oder „abzuschalten“, sollten Verhandelnde sie verstehen und aktiv für ein besseres Verhandlungsklima nutzen.

Wie bewertet der Autor das Harvard-Konzept kritisch?

Der Autor erkennt an, dass das Konzept keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Kritische Einwände wie die Anwendbarkeit bei Nullsummenspielen oder Fragen der Machtungleichheit werden diskutiert, wobei das Harvard-Konzept als wertvoller, aber ergänzungsbedürftiger Leitfaden eingestuft wird.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Harvard Konzept - Kommunikation und Emotionen in der Verhandlung
Hochschule
Universität Bayreuth  (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Außergerichtliche Streitbeilegung
Note
14 Punkte/(gut)
Autor
Samuel Link (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
35
Katalognummer
V147116
ISBN (eBook)
9783640571338
ISBN (Buch)
9783640571086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation Kommunikationsforschung Emotionen Harvard Konzept Beyond Reasons Erfolgreich verhandeln mit Gefühl und Verstand Schulz von Thun Mediation Mediationsstrategien Verhandlung Verhandlungsmanagement Psychologie positive Psychologie verhandlungsführung Roger Fisher Daniel Shapiro flow Csikszentmihalyi Manipulationstechniken Harvard Konzept Concept Verhandeln Erfolg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samuel Link (Autor:in), 2010, Das Harvard Konzept - Kommunikation und Emotionen in der Verhandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147116
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  35  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum