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Zur Mikrosoziologie gewaltsamer Konflikte in der Familie. Randall Collins' Mikrosoziologie der Gewalt

Título: Zur Mikrosoziologie gewaltsamer Konflikte in der Familie. Randall Collins' Mikrosoziologie der Gewalt

Tesis (Bachelor) , 2022 , 47 Páginas

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Um meine Forschungsfrage "Wie lassen sich gewaltsame Konflikte in der Familie als soziales System mithilfe von Randall Collins' Mikrosoziologie der Gewalt erklären?" zu beantworten, wird in dieser Arbeit auf gewaltsame Situationen im familialen Rahmen geschaut. Der Erklärungsansatz von Collins eignet sich für gewaltsame Situationen auf der Mikroebene. Also Handlungen in einer kleinen sozialen Einheit, in diesem Sinne geht es um gewaltsame Handlungen innerhalb der Familie. Interessant ist die Betrachtung von Gewaltsituationen mithilfe von Collins Ansatz, da es sich bei gewaltsamen Konflikten in der Familie um besonders emotionale Handlungen handelt. Die Akteure stehen in einer engen, diffusen Beziehung zueinander. Aufgrund der vielen Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Familie bieten sich einige Anlässe für Konfliktsituationen, ebenso entwickeln sich routinierte Interaktionsordnungen welche zu sich wiederholenden gewaltsamen Handlungen führen können.

Die Familie sollte eigentlich einen Ort darstellen, an dem die Mitglieder dieser sozialen Verbindung Zuneigung, Vertrauen, Liebe, Geborgenheit sowie Sicherheit empfinden. Dennoch entspricht diese Vorstellung in vielen Familien nicht der Wahrheit. Oftmals kommt es im eigenen familialen Zuhause zu einer Ausübung von Gewalt. Doch warum ist dies so? Vor allem die räumliche Isolierung einer Familie führt zu einer Unsichtbarkeit von Gewalthandlungen. Ebenso die emotionale Verbindung zwischen den Familienmitgliedern geht mit einer stärkeren emotionalen Verstrickung in Konflikten einher. Das Machtungleichgewicht innerhalb der Familie scheint auch eine Rolle zu spielen, denn besonders betroffen sind laut Daten des Bundeskriminalamtes die schwächeren Glieder der Familie also Frauen und Kinder. Wie kommt es in einem Konflikt zu physischer Gewalt? Um gewaltsame Handlungen in der Familie zu verstehen, behandelt und erläutert diese Arbeit Situationen familialer Gewalt. Das Phänomen wird aus einer mikrosoziologischen Sicht betrachtet und erklärt.

Trotz der gesellschaftlichen Verachtung von Gewaltanwendung im familialen Kontext kommt es weiterhin zu erfassten Fällen von familialer Gewalt. Die letzte Statistik des Bundeskriminalamts zeigt, dass im Jahre 2020 mehr als 100.000 Frauen Opfer von gewaltsamen Handlungen innerhalb der Partnerschaft waren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Forschungsstand

1.3. Zielsetzung und Methode

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Gewalt

2.1.1. Gewalt nach Popitz

2.2. Die Familie als soziales System

2.2.1. Diffuse Sozialbeziehungen

2.2.2. Die Familie als soziales System

3. Konfliktdynamiken in der Familie als soziales System

4. Mikrosoziologie nach Collins

4.1. Gewaltsituationen

4.2. Vorwärtspanik

4.3. Gewaltsituationen innerhalb der Familie

4.3.1. Milde und rohe Gewalthandlungen

4.3.2. Konfliktdynamiken in gewaltsamen Partnerschaften

4.3.3. Konfliktdynamik bei gewaltsamen Handlungen gegen Kinder

5. Anwendung der mikrosoziologischen Theorie von Collins

5.1. Fallbeispiel 1

5.2. Fallbeispiel 2

5.3. Fallbeispiel 3

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern gewaltsame Konflikte innerhalb der Familie als soziales System mithilfe von Randall Collins’ Mikrosoziologie der Gewalt erklärt werden können. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Gewalt als situationsbezogene Interaktion und der Identifikation von Eskalationsmustern.

  • Anwendung der mikrosoziologischen Gewalt-Theorie von Randall Collins
  • Analyse der Familie als soziales System und dyadische Konfliktdynamiken
  • Untersuchung von Gewaltprozessen und Eskalationsstufen
  • Fallbasierte Anwendung des Erklärungsansatzes auf häusliche Gewalt

Auszug aus dem Buch

4.1. Gewaltsituationen

Gewalt entsteht gemäß Collins’ Mikrosoziologie der Gewalt innerhalb der Interaktionsordnung. Hauptmerkmal von Situationen, welche zu Gewalt führen können, ist eine sich aufbauende Konfrontationsanspannung. Ob Gewalt gegen den anderen Akteur angewendet wird hängt von der Konfrontationssituation ab. Auch wenn der Situationsteilnehmer motiviert ist gewaltsam zu handeln, so muss er trotzdem einen Weg finden, die Konfrontationsanspannung und Angst zu überwinden oder für einen Angriff zu nutzen (Collins, 2011, S. 9).

Gewalthandlungen sind nach Collins jedoch eher unwahrscheinliche Handlungen innerhalb der menschlichen Interaktion. Ausschlaggebend für menschliche Interaktionen ist die gegenseitige Einbindung von Akteuren in deren Körperrhythmen und emotionale Stimmungen (Collins, 2011, S. 124). Collins Verständnis von menschlichen Interaktionen ist an Erving Goffman angelehnt. Goffman erklärt die Zusammenkunft von Menschen als etwas, wo sich die Akteure gegenseitig wahrnehmen und aneinander anpassen.

Collins ist der Auffassung, dass Menschen in Interaktionen danach streben, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, um eine emotionale Stabilität herzustellen. Denn der Mensch ist laut ihm so gemacht, dass er sich wohlfühlt, wenn mit dem Gegenüber eine Übereinstimmung besteht und ein ausgeprägter mikrointeraktiver Rhythmus entsteht. Dieser Rhythmus führt zu einem Gemeinschaftsgefühl und zu moralischer Solidarität (Collins, 2011, S. 124). Die emotionale Energie ist nach ihm etwas, was in menschlichen Interaktionen entsteht, sie bestimmt die Handlungsdynamik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Relevanz der Untersuchung von familialer Gewalt und definiert die Forschungsfrage, die mittels der Mikrosoziologie nach Collins beantwortet werden soll.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie häusliche Gewalt nach Heinrich Popitz und erläutert die Konzeption der Familie als soziales System.

3. Konfliktdynamiken in der Familie als soziales System: Der Abschnitt analysiert, warum die spezifische Struktur familialer Beziehungen als diffuse Sozialbeziehungen Konflikte emotional aufladen und gefährlicher machen.

4. Mikrosoziologie nach Collins: Das Kapitel führt Randall Collins’ Theorie ein, die den Fokus auf die situativen Konfrontationsprozesse auf der Mikroebene legt.

5. Anwendung der mikrosoziologischen Theorie von Collins: Hier wird der theoretische Rahmen auf drei reale Fallbeispiele angewandt, um Gewaltmechanismen wie die „Vorwärtspanik“ nachzuweisen.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass sich der Ansatz von Collins hervorragend zur Analyse von Gewaltprozessen in der Familie eignet, jedoch ergänzender Makro-Perspektiven bedarf.

Schlüsselwörter

Mikrosoziologie, Randall Collins, häusliche Gewalt, Konfliktdynamik, Vorwärtspanik, soziale Systeme, Machtausübung, Aktionsmacht, Interaktionsordnung, familiale Gewalt, Gewaltforschung, Konfrontationsspannung, Dyaden, Triaden, Gewalthandlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich mit der soziologischen Erklärung von Gewalt innerhalb familialer Strukturen auseinander und nutzt dazu den spezifischen Ansatz der Mikrosoziologie der Gewalt von Randall Collins.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Gewaltsoziologie, die Mikrodynamik von Interaktionsritualen, die Analyse der Familie als soziales System sowie die Eskalationsfaktoren bei häuslicher Gewalt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wie lassen sich gewaltsame Konflikte in der Familie als soziales System mithilfe von Randall Collins’ Mikrosoziologie der Gewalt erklären?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die methodische Grundlage bildet eine Literaturrecherche basierend auf dem Werk „Dynamik der Gewalt“ von Randall Collins, ergänzt durch eine Fallbeispielanalyse zur Anwendung der Theorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung der Gewalt-Theorie nach Collins, der Klärung von Gewaltbegriffen sowie der Anwendung dieser Erkenntnisse auf drei konkrete Fallanalysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mikrosoziologie, Randall Collins, häusliche Gewalt, Vorwärtspanik, Konfliktdynamik und soziale Systeme.

Warum spielt die „Vorwärtspanik“ in der Arbeit eine wichtige Rolle?

Der Begriff beschreibt einen Zustand der „Tunnelbildung“ und des Kontrollverlusts bei Aggressoren. Die Arbeit zeigt auf, wie in familialen Konflikten eine hohe Konfrontationsanspannung in solch eine zerstörerische Eigendynamik umschlagen kann.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen milder und roher Gewalt?

Gemäß der Einordnung von Collins werden milde Gewalt (als eher begrenzte Form der Partnergewalt) und rohe Gewalt (als terroristische/folterähnliche Aktionsmacht) gegenübergestellt, um unterschiedliche Eskalationsgrade zu identifizieren.

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Detalles

Título
Zur Mikrosoziologie gewaltsamer Konflikte in der Familie. Randall Collins' Mikrosoziologie der Gewalt
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
47
No. de catálogo
V1471316
ISBN (PDF)
9783389018675
ISBN (Libro)
9783389018682
Idioma
Alemán
Etiqueta
mikrosoziologie konflikte familie randall collins gewalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Zur Mikrosoziologie gewaltsamer Konflikte in der Familie. Randall Collins' Mikrosoziologie der Gewalt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1471316
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