Die Gerechtigkeit der Frauen im Islam


Seminararbeit, 2007
15 Seiten, Note: 3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff der Gerechtigkeit

3 Der Islam – ein Überblick

4 Die Frau und die Gleichheit im Islam

5 Freiheiten und Gerechtigkeiten der Frauen vor dem Islam Phase

6 Politische Gerechtigkeit der Frauen im Islam

7 Die juristische Gerechtigkeit der Frauen im Islam
7.1 Das Erbrecht:
7.2 Die Zeugenaussage einer Frau

8 Soziale und gesellschaftliche Gerechtigkeit der Frauen im Islam
8.1 Verschleierung
8.2 Ehe Ordnungen:
8.3 Scheidung Ordnungen

9 Hadramut Aufstand: die erste islamische Frauen Bewegung

10 Die Ehefrauen von Mohammed: Interessante Beispielen

11 Fazit

12 Literaturhinweis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Die Gerechtigkeiten der Frau im Islam“ einem Thema also, dass immer verschiedenen Meinungen, Interpretation, Befürwortern und Auslegungen stößt. Deswegen bin ich bemüht diese Materie mit ihren Grundgedanken zu untersuchen.

Die westliche Vorstellung von islamischer Frauenbild ist geprägt von einer islamischen Frauenfeindlichkeit. Diese negative Vorstellung im Westen wird genährt durch die weit verbreitete Realität in islamischen Gesellschaften und: Phänomene wie Vorrang des Mannes in der Familie, Polygamie, einseitiges Scheidungsrecht, Ausschluss der Frau aus dem gesellschaftlichen Leben, das alleinige Fürsorgerecht des Mannes für die Kinder nach der Scheidung, sowie einseitige Koraninterpretationen.

In fundamentalistisch islamischen Ländern im 21. Jh. sind die Zustände immer noch sehr schlecht. Die Frau darf nicht allein oder ohne Erlaubnis ihres Mannes reisen. Bei Zeugenaussagen sind die Aussagen von zwei Frauen nur soviel wert, wie die eines Mannes. Die Frau einer muslimischen Familie darf nicht neben ihrem Mann auf der Straße gehen, sondern muss ein paar Schritte hinter ihm gehen. Die Frau darf nicht aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, sie muss sich den Interessen des Mannes unterordnen, und sie genießt auch im religiösen Leben keine Gleichberechtigung.

Die Muslimen behaupten jedoch, dass der Islam die Stellung der Frau gegenüber der altarabischen Zeit wesentlich verbessert hat. Es gibt ein Verbot für die Aussetzung von weiblichen Neugeborenen, jeder Muslim darf nur mehr vier Ehefrauen haben, nicht die Sippe, sondern die Frau erhält das Brautgeld, Sorgepflicht des Ehemannes. Wegen dieser Auslegungen habe ich untersucht, wie die Stellung der Frauen im Vorislamischen Phase.

Der Koran ist ein heiliges und auch universelles Buch, weil er für jeder Ort und Zeit gilt. Deswegen ist es sehr schwierig, die Reformen für die Frauen durchzusetzen. Ich möchte darauf herausarbeiten, welche Rechte die Frauen hätten oder gar nicht hätten und ob diese Rechten im westlichen Gerechtigkeit Verständnis anpassen könnten.

2 Der Begriff der Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist eine der am Schwierigsten zu fassenden Begriffe. Was unter Gerechtigkeit zu verstehen ist hängt stark vom Standpunkt des Betrachters ab.

Wörtlich bedeutet Gerechtigkeit soviel wie Gleichheit bzw. verschiedene Dinge gleich zu gestalten bzw. gleich zu behandeln. Allgemein versteht man unter Gerechtigkeit, dass die Rechte der anderen einzuhalten und zu respektieren sind. In diesem Sinn findet der Begriff Gerechtigkeit als Gegensatz zur Ungerechtigkeit (die Rechte der anderen zu überschreiten) Verwendung. Aus diesem Grund definiert man Gerechtigkeit so: Jedem Inhaber von Recht, sein Recht zu gewähren.

Wir müssen also erst einmal eine Person, die Inhaber eines Rechts ist, in Betracht ziehen und dann eine Person, welche dieses Recht gewähren muss. Erst danach lässt sich der Begriff Gerechtigkeit ableiten. Denn wenn das Recht jener Person, der es zusteht, gewährt wird, dann sprechen wir von Gerechtigkeit und wenn es ihr vorenthalten wird, dann sprechen wir von Ungerechtigkeit.[1]

3 Der Islam – ein Überblick

Um die Stellung der Frau in der islamischen Gesellschaft verstehen zu können, muss ein Grundverständnis über die Materie „Islam“ bestehen. Deshalb möchte ich euch zunächst einen Überblick über den Islam geben. Wichtige Schlagworte für dieses Thema bilden: Koran, Sunna, Hadithen, und Scharia.

Der Islam ist eine Gesetzesreligion, die den Muslimen mehr oder weniger genaue Vorschriften macht, wie sie sich im Alltag zu verhalten zu haben. Die wichtigste Quelle in dieser Hinsicht bildet der Koran. Jeder Muslime glaubt, dass der Koran das unmittelbare Wort Gottes ist und dass die rechtlichen und sozialen Bestimmungen, die er enthält, für alle Zeiten und an jedem Ort gültig sind, also dogmatisch sind. Der Koran ist der Text, der dem Propheten Muhammad von Gott in arabischer Sprache offenbart wurde. Dies geschah Stück für Stück über einen Zeitraum von 23 Jahren hindurch, wobei die Offenbarungen über den Erzengel Gabriel übermittelt wurden.[2]

Das zweite Fundament des islamischen Glaubens – neben dem Koran- ist die so genannte Sunna, die Tradition des Propheten. Die Sunna besteht aus einer Sammlung von Aussprüchen und Taten Mohammeds, die bis zu seinem Tod mündlich überliefert und später schriftlich niedergelegt wurden. Sie sollen den Muslimen Anleitung in Fragen geben, die nicht im Koran behandelt werden.[3]

Islamisten sind der Überzeugung, dass die Scharia ein vollkommen gerechtes System schaffen würde, welches die islamische Welt aus der Krise führen kann. Es wird ein Staat angestrebt, in dem alle Bereiche des Lebens von der Scharia geregelt werden. Das klingt altmodisch und rückwärts gewandt. Dahinter verbirgt sich aber ein neuartiges Verständnis vom Verhältnis zwischen Staat und Religion. Staat und Religion finden sich in einem dualistischen System wieder.[4]

Der Islamismus richtet sich gegen eine politische Weltordnung mit einer Säkularisierung der Religion! Sure 12 Yusuf (Joseph), Ayat 40: „Die Gesetzgebung gebührt niemandem außer Allah!“[5]

Rechtsstaatlichkeit ist im Rahmen einer islamischen Ordnung, die sich auf die Scharia beruft, grundsätzlich gewahrt; sie beinhaltet jedoch nicht zwingend bürgerliche Gleichheit und Freiheit. Erhebliche Schwierigkeiten bereitet der Gleichheitsgrundsatz: Nach islamischer Lehre gilt die Gleichheit aller Menschen (zumindest aber der Gläubigen unter ihnen) zwar vor Gott, nicht aber vor dem Gesetz, wo Frauen und Nichtmuslime insbesondere im Ehe- und Erbrecht männlichen Muslimen nicht gleichgestellt sind. Nach vorherrschender Auffassung nehmen Mann und Frau komplementäre gesellschaftliche Rollen ein, wobei die Frau zunächst einmal Hausfrau und Mutter ist und weitere Aufgaben nur nach Erfüllung dieser Pflicht und mit Zustimmung ihres gesetzlichen Vormunds (üblicherweise des Ehemannes) übernehmen kann.[6]

4 Die Frau und die Gleichheit im Islam

Eine wichtige Frage in diesem Bezug ist auch an wen sich der Islam richtet. Denn sie richtet sich an das männliche Geschlecht, d.h. die Adressaten, die in den jeweiligen Texten angesprochen werden mit „ Ihr “, sind in der Regel Männer.

ZB: Sure 60 “Die Geprüfte“ Ayat 10: „O ihr, die ihr glaubt! Wenn zu euch gläubige Frauen kommen, die ausgewandert sind, dann prüft sie. „[7]

[...]


[1] Vgl. Nohlen D – Schultze R., Lexikon der Politikwissenschaft, Verlag C.H. Beck, München 2002, se 266

[2] Vgl. www.wikipedia.com vom 10.12.2005

[3] Vgl. www.wikipedia.com vom 10.12.2005

[4] Vgl. http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Islam/scharia.html vom 7.12.2005

[5] Max Henning (Die deutsche Übersetzung), Der Koran, Cagri Verlag, 1998, seite 198

[6] http://www.bpb.de/publikationen vom 7.12.2005

[7] Max Henning (Die deutsche Übersetzung), Der Koran, Cagri Verlag, 1998, seite 443

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Gerechtigkeit der Frauen im Islam
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
3
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V147244
ISBN (eBook)
9783640571574
ISBN (Buch)
9783640571703
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerechtigkeit, Frauen, Islam
Arbeit zitieren
Sevil Yildiz (Autor), 2007, Die Gerechtigkeit der Frauen im Islam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147244

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