Hypertext oder Was heisst Konstruktion im konstruktivistischen Diskurs?


Essay, 2000

31 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Text

Konstruktion

Textkonstruktion

Hypertext

Der Hypertexter als Text-Konstrukteur

Die vermeintliche Hypertext‑Paradoxie

Das externe Gedächtnis

Eigenzustände ...

... und deren Beschreibung

Die systemische Funktion von Text

Kohärenz

Hypertext als (individuelles) Paradigma

Operationelle Schliessung

Text versus Sprache und Denken

Und schliesslich doch noch Kommunikation

... im (Hyper)leser

... und zwischen Menschen

Hyperkommunikation

Das Sprachspiel

Literaturverzeichnis

Es ist üblich, aber gleichwohl historisierend naiv, Text als Vergegenständlichung ei­ner nicht-gegenständlichen Sprache aufzufassen, und so zu tun, als ob „Spra­che“ sehr viel mit Bewusstsein und Geist, aber nur ganz wenig mit konstru­ierten, materiellen Struk­tu­ren zu tun hätte.

Dass wir beim Konstruieren von Texten „sprachlich denken“, sagt weder etwas dar­über aus, was Text ist, noch darüber, was Denken und Bewusstsein sein soll. Dass wir aber den Handlungszusammen­hang, den wir mit materiellen Text-Kon­struktionen be­grün­­den, Sprache nennen, sagt etwas darüber aus, dass wir „Sprache“ mindestens in be­­stimmten Hinsichten auch konstruktiv und nicht nur funk­tional ver­stehen. Ich zeige im fol­genden anhand der Diskussion von Hypertext, dass die im in­tuitiv geprägten Aus­druck „Konstruktivismus“ gemeinten Kon­struk­tionen materielle Tex­te sind - und nicht irgendwelche geistige Konstruk­tionen in den Köpfen der Beo­bach­ter, die die Texte deu­tend[1].

Text

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Text heisst jede durch eine Grammatik (Chomskygenerator) generierte Menge von Zei­chenketten, unabhängig davon, wozu wir sie verwenden. Abstrakt, als Tex­te sind sich ein Computerprogramm und ein Liebesbrief gleich. Wenn Text nicht menta­listisch ab­ge­hoben, eine „(schriftlich fixierte) im Wortlaut festgelegte Folge von Aussagen“ (Mic­rosoft 1995 (DudenLexiRom)), sondern ein von Menschen intentional hergestelltes Pro­dukt ist, kann man nicht nur nach sei­ner Verwen­dung oder Wirkung, son­dern auch nach seiner Gegenstandsbedeutung (Holzkamp 1976:25ff) fragen. Die Gegenstandsbe­deutung von Text ist nicht eine irgendwie geartete in­halt­li­che Bedeutung, die mittels Text übermittelt wer­den soll, sondern die Bedeutung des gegenständlichen Textes selbst, al­so seine ge­genständliche Funktion im übergeordne­ten Prozess.

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Wer Text produziert, mag zwar einen von Men­schen interpretierbaren Verweis in­­ten­die­ren, aber er konstruiert einen ma­teriellen Gegenstand, also etwa eine pi­­­xel­mässig ge­ordnete Graphit­kon­struk­tion (Zei­chenkörper) die häufig auf einem Text­­­trä­ger, bei­spiels­weise auf Zei­tungspapier oder auf einer Karteikarte aufge­tra­gen ist. Im Alltagsverständnis, wo von immaterieller Information die Re­de ist, wird die Mate­ria­lität von Text oft mit der Ma­te­rialität des Textträgers verwechselt und Text im über­sinnlichen Bereich des Immate­riel­len angesie­­delt.

Ich hoffe, man wird mir vorderhand nach­sehen, dass ich von materiellen Gegen­­­stän­den spreche, wie wenn diese wirklich exi­stieren wür­den; ich will später da­rauf zurück­kommen.

Konstruktive (Er-)Klärungen beschreiben Strukturen und Funktions­weisen, „Funk­tio­nen haben keinerlei Erklärungswert“ (Maturana 1985, S. 191). Wir können Text als Artefakt auf­fas­sen, ohne uns dafür zu interessieren, was der Text für wen bedeuten soll. Als Artefakt fun­giert Text als Menge von Schaltern, mit wel­cher wir die Signale - etwa am Gra­phit­pixel­muster ge­bro­­che­­nes Licht, die ins Au­ge des geneigten Le­sers kom­men sollen - steu­ern (Todesco 1995, S. 685ff). Na­tür­lich gilt das auch für die dissipativen Struk­turen am Computerbildschirm; die leuch­ten­den Zei­chen sind so materiell wie Graphitkonstruk­­tionen[2].

Konstruktion

„Konstruktion“ heisst sowohl der Prozess, in welchem Artefakte zu einem Artefakt hö­he­rer Ordnung zusammengefügt werden, als auch das Produkt, das aus die­sem Pro­zess hervorgegangen ist. Anschauli­che Beispiele sind Konstruktionen aus Stahlträger wie etwa der Eifelturm. Die innerste Formgebung, etwa das Herstellen eines Bleches oder eines Stahlelementes, das beim Konstruieren verwendet wird, heisst nicht kon­stru­ie­ren. Konstruieren ist kon­­­ventionellerwe­ise mit der tech­ni­schen Zeichnung ver­bun­den, die Form der elementaren Kon­struktions­ele­men­­te wird auf technischen Zeich­nun­gen impliziert. Natürlich ist auch die Form von Ble­chen oder von Profilen konstruktiv bestimmt, sie wird über Kon­struk­tionszeichnungen von Blech- oder Profilproduktions­ma­schi­nen de­finiert (Todesco 1992, S. 197).

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Auf die wichtige Frage nach der Ästhetik von Konstruktionen kann ich hier nicht ein­­ge­hen. Nur so viel: Architektur heisst ihrem Wesen nach, die Konstruktion les­bar zu ma­chen. Um Häuser zu bauen, in denen man wohnen kann, braucht es keine Archi­tek­tur. Gut genug wissen wir, wie häufig gut gemeinte Architektur (auch typographische) dem prak­tischen Anliegen schadet.

Textkonstruktion

Jede Konstruktion unterliegt handwerklichen oder technologischen Bestimmungen. Die Konstruktionsbestimmungen für Text heissen Grammatik. Die Gramma­tik, also die Men­­ge der Produktionsregeln und die Beschränkungen der Se­man­tik, definieren die Syn­­­tax einer Sprache, indem sie festlegen, welche Sprach­handlungen und ver­mittelt wel­­­­che Zeichenkörper des Alphabets in einem Text wie verwendet werden kön­nen. Die Gram­matik bestimmt, welche Pixelmuster als Text‑Konstruktionen zulässig sind. Text­kon­struktionen bestehen aus Wör­tern, die ihrerseits Konstruk­tio­nen sind, die aus den Zei­­­chen­körpern des Alpha­bets bestehen. Die Buchstaben können ihrerseits Konstruk­tio­nen sein oder als Elemente der Textkonstruktion fungieren, die - wie etwa im Bleisatz offensicht­lich ist - durch Konstruktionen produziert werden.

Texte sind Kon­struk­tionen, die einerseits als Komplexe in übergeordnete Konstruk­­tio­nen wie Bücher oder Bibliotheken auf­ge­nom­men werden können, so wie et­wa ein Motor in ein Auto, die aber auch frucht­bar zerlegt werden können, weil man einzelne Teile da­von in anderen Zusammen­hän­gen verwenden kann.

Wenn man bereits existierende Texte oder Textteile materiell in anderen Zusam­­men­hän­­gen verwenden will, hat man zwei Möglichkeiten. Man kann verweisen oder „lin­ken“, worauf ich später eingehen will, oder man kann zitieren. Wenn man zitiert, ver­hält man sich wie jeder Pro­duzent von Artefakten, das heisst man kopiert. Beim Ko­pieren wird die Textkopie materiell neu hergestellt, was übrigens auch in der Mas­sen­pro­duk­tion et­wa von Büchern gilt. Wenn ich einen Buchtext zehntausendmal verkaufen will, muss ich nicht nur das Trägerma­terial „Buch“, sondern auch den Text zehn­tausendmal phy­sisch herstellen, wie automatisiert und einfach mir das auch immer ge­lingt. Alle Produ­zen­ten, die Ar­tefakte in grösseren Mengen oder seriell herstellen, streben danach, ihre Produk­te mit möglichst wenig menschlicher Arbeitskraft herzustellen. Die Ablösung der schrei­benden Mönche durch den Buchdruck ist Vorbild für alle, die die Manu­­faktur auf­­he­­ben wollen. Gleichwohl bleibt wahr, dass jedes Buch - und was hier wich­tig ist, je­der ein­­zelne materielle Buchstabe - hergestellt werden muss.

Die Produktions- (oder Konstruktions‑)regeln von hinreichend grossen Sprachen be­wir­­­ken, dass wir zwar mit endlich vielen Zeichen unendlich viele Texte er­zeugen kön­nen, dass aber bestimmte Zeichenketten, bestimmte Wörter und be­stimmte Wort­grup­pen sehr häufig vorkommen. Deshalb kann man jeden Text auch als Kombination von ty­pi­schen und von spezifischen Textelementen auffassen.

Hypertext

Hypertexte sind Textgrundlagen, die im Wissen konstruiert werden, dass der Le­ser selbst entscheidet, was er wann und in welcher Reihenfolge lesen will, also Grund­la­gen für (Hypertext)-Texte, die jeweils erst im Lesen selbst entstehen. In der nicht reflektierten Pra­xis, wo wir Text zur „Übertragung von Infor­ma­tio­nen“ produzieren, ohne uns dar­um zu küm­mern, was Text oder Information ist, steht der Ausdruck Hypertext zunächst nicht für eine bestimmte Art von Text, son­dern für die - durch das WWW populär gewordene - Möglichkeit, in­ner­halb von und zwi­schen verschiedenen Texten umher zu surfen. Ein Hy­­per­text ist in die­­sem Sinne ein Konglomerat von durch Hyperlinks verbundenen Textteilen auf einem Com­pu­ter-(Verbund). Hyperlinks sind Maschinenfunktionen, die program­­mier­logisch als „go to“ be­zeich­net werden und dem Hyperleser die Möglich­keit bie­ten, am Bildschirm einen Text­teil durch einen anderen Textteil zu ersetzen. Der je­weils ersetzte Textteil ist typischerweise ein durch Farbe oder Ge­staltung her­vor­ge­ho­be­ner Ausdruck, ein soge­nann­tes Aktionswort. Diese Aktions­wörter werden häufig Link, oder vom Hy­per­leser her be­trach­tet, Hyper‑Verweis ge­nannt. Der jeweils er­set­zende Text­teil wird in Anlehnung an gän­gi­ge Hy­per­text-Appli­ka­tio­nen wie Hypercard oder Tool­book auch im Internet häu­fig Karte oder Page genannt. Nebenbei, diese Me­ta­phern für Do­kumente ver­weisen auf Textträger, während die http://-Terminologie von Ressourcen (URL) spricht.

Der Hypertexter als Text-Konstrukteur

Der Hypertexter kennt zwei Konstruktionsmodi: er ist Hyper-Leser, wenn er Hyper­­text­­ele­mente benützt, also zu Hypertext-Texten zusammenfügt, und Hyper-Autor, wenn er die Textelemente konstruiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als Hyperleser ist der Hypertexter Produzent des Tex­tes, den er liest, er ist also so et­was wie Leserautor oder Schrift‑um‑Steller (Todesco 1999), da er während des Lesens durch die Wahl der je nächsten Hy­per­text­teile seinen eigenen Text generiert. Es geht hier­­bei nicht dar­um, dass der Hy­per­leser eine je eigene Interpretation des Textes macht, son­­dern da­r­um, dass er den physisch-materiellen Text, den er liest, aus den Textteilen des Hy­per­vo­ka­bulars phy­­sisch konstruiert. Der Hyperleser produziert den Text, den er liest, in einem viel manifesteren Sinn als Varela's Ge­her seinen „Weg, der als solcher nicht existiert, sondern durch den Prozess des Gehens erst entsteht“ (Varela 1990, S. 110). Wenn der Weg nämlich die bauliche Mass­nah­­me ist, muss man ihn viele Male „ge­hen“, dass er ent­steht, und wenn der Weg die zu­rückgelegte Strecke ist, ist die Wegmetapher eine nicht sehr erhellende Tautologie. Der je gelesene Hypertext-Text ist dagegen ge­nau das, was der Leser gelesen hat.

Jede durch einen Hypertexter im Le­ser­mo­dus pro­­duzier­te Sequenz von Textteilen ist natürlich - wie jeder Text - wieder eine gram­matik­ge­nerier­te sequentielle Men­­ge von Zeichen(ketten). Während konventionelle Gram­ma­­tiken im wesentlichen mit Wörtern als Kon­struk­tions­­elementen von Text arbeiten, erweisen sich im Hypertext die vorgefertigten (Hy­per)-Textelemente als Konstruk­tions­ba­sis. Die (Hyper)-Textelemente bestehen na­türlich auch aus Zeichen, wir müssen die­­se Zei­chen aber bei der hyperlesenden Textproduktion nicht konstruieren, weil sie wie Buch­­staben und Wörter auf einer tieferen Stufe als Vokabular bereits vorhanden sind.

Das Hypervokabular ist die Menge der elementaren Zeichenketten, die dem Hyper­­le­ser bei der Textkonstruktion zur Verfügung stehen. Natürlich hat das Vokabu­lar, das der Hy­perleser zur Verfügung hat, Einfluss auf das, was er überhaupt pro­duzieren kann, so wie die Wörter der Sprache mitbestimmen, was ich in dieser Sprache sagen kann. Die­ses als Whorf-These bekannte Faktum nennt Ernst von Glasersfeld als einen der Ur­sprün­­ge seines Radikalen Konstruktivismuses (1996, S. 25), dass nämlich die mög­li­chen Konstruktionen von den Konstruk­tionselementen abhängig sind. Das Hyper­vo­ka­bu­lar eines Hypertextes begrenzt die Menge der Texte, die mit­tels des Hy­pertextes hypergelesen werden kön­nen, so wie die Grammatik die Syntax ei­ner Sprache auf der Stu­fe der mögli­chen Zeichenketten begrenzt. In diesem Sinne ist das Hyper­vo­ka­bular dem Wort­­schatz analog. Die Hypertextelemente sind unter diesem Gesichtspunkt ‑ wie Wör­ter ‑ Zeichenkörper höherer Ordnung.

Die Hyper‑Grammatik besteht aus einer Hypertext‑Text‑Grammatik, die den Text­­raum des Hyperlesers umschreibt und aus einer Hypertextelemente-Gramma­tik, die den Text­raum des Hyper‑Autors umschreibt. Die Trennung der beiden Grammatiken wi­der­spie­gelt die Aneignung der Muttersprache in dem Sinne, wie dort zunächst die Spra­che durch Einüben möglicher (Hyper)-Textelemen­te ohne Grammatik erlernt wird. Die Syn­tax der Hypertext‑Texte ist die Men­ge der möglichen Sequenzen, die in einem Hy­pertext ge­­­lesen werden können. Mithin ist die Hypertext‑Text‑Grammatik durch die Hy­per­text­tei­le und deren Links definiert. Die Hypertext‑Text‑Grammatik ist also de­zen­tral organisiert. Die Pro­duktionsregeln und die Semantik sind implizit, der Hyper‑Leser kann bei eine in­tak­ten Textteilebasis nur semantisch korrekte Texte konstruieren.

Die vermeintliche Hypertext‑Paradoxie

Text als Mitteilung zu interpretieren, führt bei Hypertext zu einer paradoxen Situ­a­tion: Der Hyperautor macht mit seinen Texten keine Mitteilung, denn er produ­ziert ja nur das Hy­pervokabular. Der Hyperleser produziert zwar (Hypertext)‑Texte, aber er macht na­tür­lich auch keine Mitteilung, es sei denn eine Mit­tei­lung an sich selbst, denn er selbst liest ja den Text, den er selbst produziert. Der Hyper-Leser liest, was er sich aus den Ele­men­ten zusammenschreibt. Damit ist auf einer materiellen Ebene evident, dass wir „sehen“, was wir konstruieren.

Wer Hypertext oder Hypertext-Text produziert, verfolgt damit sicher eine Absicht, aber of­fensichtlich eine Absicht, die sich nicht leicht als Übermittlung oder Mit­­teilung von Be­deu­­tung charakterisieren lässt.

Die Funktion von Hypertext kann mit dem traditionellen Sender-Empfänger-Modell nicht adäquat beschrieben werden, und zwar nicht deshalb nicht, weil - wie al­­lent­hal­ben be­kannt ist - (auch mittels Text erzeugte) Signale keine Inhalte über­tragen, son­dern weil die Hypertext-Handlungsstruktur sich dem Kommunika­tionsmodell mit zwei In­stanzen auf einer generelleren Ebene entzieht. D. Bus­se (1995, S. 253) schreibt, nicht nur, aber auch die Konstruktivisten würden das Kommunikationsmodell von Shannon, das von niemandem mehr ernst ge­nom­men werde, als zu schlagenden Strohsack benutzen, „... nur um das eigene (hier: konstruktivistische) Modell um so leuchtender da­ste­hen zu las­sen (..)“. Für den hier postulierten, konstruktivistisch gemeinten Handlungszusammenhang ist aber das Modell von Shannon absolut relevant, weil die dort beschriebe­ne ma­te­rielle, energetische „Information“ in dem Sinne jeder Texthandlung zu­­grun­de liegt, als ma­terielle Texte energetische Signale strukturieren.

Nebenbei; der Pseudobegriff Information kommt bei Shannon selbst - ausser im Satz, In­formation habe keine Bedeutung - nicht vor. Shannon beschäftigte sich in seiner Kom­mu­ni­ka­tions­theorie nur mit dem (Informations-)Gehalt von Signalen. D. Busse (1995, S. 255) un­terstellt in sei­nem Vorwurf an den „biologistischen“ Maturana, dass dieser ma­te­riel­le und ener­getische Prozesse im Nervensy­stem postuliere, und damit unter der Hand ge­nau den Informationsbegriff verwen­­de, welcher allseits, auch von den Konstruktivisten laut­­stark verworfenen wer­de. Dass im Nervensystem Signale fliessen, ist für mich so wirk­­­lich und wahr, wie das Ner­ven­system selbst. Bei­des hat mit „Information“ - was im­mer das jenseits der durch ma­teriellen Text strukturierten Signale heissen soll - nichts zu tun.

[...]


[1] Es geht mir hier darum, anhand von Hypertext eine Sichtweisen auf den Konstruktivismus zu öffnen. Was die konstruktivistische Auffassung von Hypertext auf die Realisierung von Hypertext für Aus­wir­kungen hat, habe ich an anderen Orten dargestellt (Todesco 1995a, 1996, 1997, 1998).

[2] "Dissipativ" heisst eine Struktur, die wie etwa die Struktur einer Kerzenflamme - oder eben Zei­­chen­kör­per am Bildschirm - nur durch Aufnahme von Ener­­gie erhalten bleibt. Graphitzeichen sind in dieser Termi­no­lo­gie konservative Strukturen, die sich - von En­tropie ab­ge­sehen - nur unter Energiezufuhr auflösen.

Loch­karten sind ein Beispiel für konservative Textstrukturen, die ohne Trägermaterial auskom­men, weil die Ma­terialität des Textes selbst für die vorgesehene Verwendung stabil genug ist.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Hypertext oder Was heisst Konstruktion im konstruktivistischen Diskurs?
Veranstaltung
Radikaler Konstruktivismus
Autor
Jahr
2000
Seiten
31
Katalognummer
V147307
ISBN (eBook)
9783640565689
ISBN (Buch)
9783640568260
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hypertext, Konstruktivismus, Systemtheorie, Beobachter, Kommunikation, hyperkommunikation
Arbeit zitieren
Rolf Todesco (Autor), 2000, Hypertext oder Was heisst Konstruktion im konstruktivistischen Diskurs?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147307

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