Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention

Zusammenhang von Persönlichkeit und Anorexia nervosa

Titel: Zusammenhang von Persönlichkeit und Anorexia nervosa

Hausarbeit , 2024 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Eibe Christian Behrens (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit betrachtet den Anstieg von Essstörungen in Deutschland zwischen 2010 und 2016 und diskutiert Faktoren wie soziales Umfeld, Social Media-Einflüsse, genetische/hormonelle Faktoren sowie individuelle Merkmale. Sie konzentriert sich darauf, ob bestimmte Persönlichkeitseigenschaften mit Essstörungen wie Anorexia nervosa verbunden sind und inwieweit sie zu ihrer Entstehung beitragen. Die Arbeit beleuchtet zunächst Persönlichkeitseigenschaften und das Fünf-Faktoren-Modell, die Relevanz von Persönlichkeitseigenschaften in der Diagnose psychischer Erkrankungen sowie ihre Stabilität vs. Veränderlichkeit. Dann wird das Krankheitsbild der Anorexia nervosa vorgestellt und auf begleitende Erkrankungen eingegangen. Schließlich wird untersucht, wie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale des Fünf-Faktoren-Modells mit Anorexia nervosa interagieren könnten, sowie weitere spezifische Eigenschaften des Individuums.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Persönlichkeit

2.2. Persönlichkeits-Traits

2.3. Die Persönlichkeitsfaktoren in der Diagnostik psychischer Erkrankungen

2.3.1. Vulnerabilitäts- und Protektivfaktoren

2.3.2. Annäherung und Vermeidung

2.3.3. Das Fünf-Faktoren-Modell nach McCrae & Costa

3. Beschreibung des Krankheitsbildes Anorexia nervosa

3.1. Anorexia nervosa

3.2. Komorbiditäten

4. Begünstigende Persönlichkeitseigenschaften

4.1. Fünf-Faktoren-Modell

4.2. Vermeidungsverhalten

4.3. Weitere Persönlichkeitsmerkmale

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen spezifischen Persönlichkeitseigenschaften und der Entstehung von Anorexia nervosa, um zu ergründen, welche individuellen Merkmale das Krankheitsbild begünstigen können.

  • Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie und Trait-Theorien
  • Differenzialdiagnostische Betrachtung von Anorexia nervosa
  • Analyse psychischer Komorbiditäten wie Depression und Zwangsstörungen
  • Zusammenhang von Fünf-Faktoren-Modell und Essstörungen
  • Bedeutung von Vermeidungsverhalten und Perfektionismus als Risikofaktoren

Auszug aus dem Buch

2.3.2. Annäherung und Vermeidung

Die biopsychologischen Persönlichkeitstheorien teilen die beiden grundlegenden Verhaltensbereiche Approach (Annäherung) und Avoidance (Vermeidung), die für Persönlichkeitsunterschiede und Psychopathologie von Bedeutung sind. Diese Verhaltensbereiche werden mit neuroanatomischen Strukturen, Neurotransmittern und affektiven Zuständen in Verbindung gebracht. Approach wird durch dopaminerge Aktivität und positive Affektivität gekennzeichnet, während Avoidance mit negativer Affektivität einhergeht und stärker durch Noradrenalin und Serotonin moduliert wird (Hensch & Strobel, 2020, S. 198).

Positive und negative Affektivität sind grundlegende Gefühlszustände, die aus einer Vielzahl von Stimmungen abgeleitet wurden. Negative Affektivität umfasst Stimmungen wie Traurigkeit, Furcht, Schuldgefühle, Feindseligkeit und Unbehagen, während positive Affektivität Enthusiasmus, Glück und Aktiviertheit umfasst (Watson, 2000, S. 33). Es gibt stabile Trait-Unterschiede in der Tendenz, positive und negative Affektivität zu erleben. Negative Affektivität korreliert stark mit Neurotizismus, während positive Affektivität eng mit Extraversion verbunden ist. Neurotizismus wird auch als negative Emotionalität bezeichnet, während Extraversion als positive Emotionalität betrachtet wird (Hensch & Strobel, 2020, S. 198). Depression ist durch hohe negative Affektivität und niedrige positive Affektivität gekennzeichnet (Watson, 2000, S. 240).

Cloninger entwickelte ein lerntheoretisch-neurobiologisches Modell mit vier Temperaments- und drei Charaktereigenschaften. Die Temperamentsdimensionen (Novelty Seeking, Harm Avoidance, Reward Dependence und Persistence) repräsentieren basale Reaktionstendenzen auf Stimuli und werden jeweils durch spezifische Neurotransmittersysteme beeinflusst (Cloninger, Svrakic & Przybeck, 1993, S. 977). Die Charaktereigenschaften beziehen sich auf höhere kognitive Repräsentationen und werden stärker durch die Sozialisation beeinflusst (Cloninger, Svrakic & Przybeck, 1993, S. 988).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg von Essstörungen in Deutschland und führt in die Fragestellung ein, ob bestimmte Persönlichkeitsstrukturen bei der Entstehung von Anorexia nervosa eine Rolle spielen.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Persönlichkeit und Traits und stellt diagnostische Methoden sowie das Fünf-Faktoren-Modell vor.

3. Beschreibung des Krankheitsbildes Anorexia nervosa: Hier werden die medizinischen Diagnosekriterien und das klinische Bild der Anorexie erläutert sowie häufig auftretende Begleiterkrankungen wie Depressionen und Zwangsstörungen diskutiert.

4. Begünstigende Persönlichkeitseigenschaften: Dieses Kapitel analysiert gezielt, welche spezifischen Persönlichkeitsdimensionen und Verhaltensmuster, wie Perfektionismus oder Vermeidungsverhalten, die Entstehung der Anorexie fördern können.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst die Befunde zusammen und beleuchtet die Stabilität von Persönlichkeitsmerkmalen sowie die klinische Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse für die Prävention und Therapie.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Persönlichkeit, Fünf-Faktoren-Modell, Trait, Neurotizismus, Extraversion, Essstörung, Komorbidität, Depression, Zwangsstörung, Vermeidungsverhalten, Perfektionismus, psychische Erkrankung, Klinische Psychologie, Vulnerabilität.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob es spezifische Persönlichkeitseigenschaften gibt, die mit einer Anorexia nervosa vergesellschaftet sind und inwieweit diese die Entstehung der Störung begünstigen können.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zentrale Themen sind Persönlichkeitstheorien (insbesondere das Fünf-Faktoren-Modell), die differentielle Diagnostik bei psychischen Erkrankungen sowie die klinischen Merkmale und Komorbiditäten der Anorexia nervosa.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Persönlichkeitsmerkmalen, die als Risikofaktoren für oder Begleiterscheinungen von Anorexia nervosa fungieren, um ein tieferes Verständnis für die biopsychologischen Hintergründe der Erkrankung zu erlangen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, die Konzepte der Differentiellen Psychologie, klinische Diagnoseschemata (DSM-5, ICD-10) und empirische Studien zur Persönlichkeitspsychologie bei Essstörungen integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffsbestimmungen, eine detaillierte Beschreibung des Krankheitsbildes der Anorexia nervosa inklusive Komorbiditäten sowie eine Analyse begünstigender Persönlichkeitseigenschaften.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Die wichtigsten Schlagworte sind Anorexia nervosa, Persönlichkeitspsychologie, Fünf-Faktoren-Modell, Komorbidität, psychische Vulnerabilität und klinische Diagnostik.

Inwieweit unterscheiden sich die Subtypen der Anorexia nervosa im Fünf-Faktoren-Modell?

Die Forschung zeigt, dass bei beiden Subtypen erhöhte Werte in Neurotizismus und niedrigere in Extraversion vorliegen, wobei der restriktive Typ zudem höhere Werte in Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit aufweist.

Welche Rolle spielt Perfektionismus bei der Entstehung der Anorexia nervosa?

Perfektionismus wird als ein wesentlicher Risikofaktor identifiziert, der in Kombination mit rigiden Denkmustern die Entwicklung von Essstörungen begünstigen kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zusammenhang von Persönlichkeit und Anorexia nervosa
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Gesundheit und Pflege)
Veranstaltung
Klinische Psychologie II
Note
1,7
Autor
Eibe Christian Behrens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
16
Katalognummer
V1473168
ISBN (PDF)
9783389022702
ISBN (Buch)
9783389022719
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klinische Psychologie Psychologie Essstörungen Anorexie Anorexia nervosa Persönlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eibe Christian Behrens (Autor:in), 2024, Zusammenhang von Persönlichkeit und Anorexia nervosa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473168
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum