Christmas in England - We do the Raindeer Pokey - Unterrichtsstunde im Fach Englisch in der 3. Klasse einer Schule für Hörgeschädigte


Unterrichtsentwurf, 2009

30 Seiten


Leseprobe

INHALT

1 LERNVORAUSSETZUNGEN
1.1 Die Klassensituation
1.2 Individuelle Lernvoraussetzungen

2 KLÄRUNG DER SACHE
2.1 Sachanalyse
2.2 Didaktische Reduktion
2.3 Bedeutung für hörgeschädigte Schüler

3 EINORDNUNG DER STUNDE
3.1 In den Bildungsplan der Grundschule
3.2 In die Unterrichtsreihe

4 ZIELE UND KOMPETENZEN
4.1 Leitziel für das Unterrichtsvorhaben
4.2 Übergeordnetes Stundenziel
4.3 Kompetenzen
4.3.1 Kompetenzen auf sachlicher Ebene
4.3.2 Kompetenzen auf sprachlicher Ebene
4.3.3 Kompetenzen auf methodischer Ebene
4.3.4 Kompetenzen auf dialogischer Ebene

5 METHODISCH-DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.1 Schülerbezug/ Alltagsbezug
5.1.1 Gegenwartsbedeutung
5.1.2 Zukunftsbedeutung
5.2 Verlaufsplanung
5.3 Hörgeschädigtenspezifische Maßnahmen

6 UNTERRICHTSVERLAUFSSKIZZE

7 SITZPLAN

8 LITERATUR

9 ANHANG

1 LERNVORAUSSETZUNGEN

1.1 Die Klassensituation

- Datenschutz -

1.2 Individuelle Lernvoraussetzungen

- Datenschutz -

2 KLÄRUNG DER SACHE

2.1 Sachanalyse

Weihnachten in England

In England werden die Traditionen des Weihnachtsfestes auf die Lebzeiten des englischen Kö- nigs Artus zurück geführt. Jedes Jahr an Weihnachten gab er ein großes und buntes Fest am Ho- fe. Und die Tradition des bunten Festes gibt es in England noch heute: Die ganze Wohnung wird mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Papiergirlanden ge- schmückt. Außerdem werden Weihnachtskarten auf den Kaminsims gestellt oder in der Woh- nung auf einer Wäscheleine aufgehängt. Höhepunkt des Festes bildet das große Menü - es gibt meistens Truthahn und zum Nachtisch Plumpudding. Das Essen zieht sich meist über mehrere Stunden hin. Nach dem Essen wird getanzt, Kinder und Jugendliche erscheinen dazu maskiert. Ausgelassen toben sie herum und entzünden kleine Feuerwerkskörper. Doch auf ihre Geschenke müssen sie noch geduldig warten, denn die gibt es erst am nächsten Morgen. Abends hängen sie ihre übergroßen Strümpfe „stockings“ am Kamin auf, damit Santa Claus die Geschenke bringen kann. Nachdem alle Menschen müde ins Bett gefallen sind, wird Santa Claus aktiv. Er holt sei- nen Schlitten heraus, spannt seine Rentiere davor und saust von einem Dach zum anderen, klet- tert durch den Schornstein und verstaut die vielen Geschenke in den Strümpfen. Auch wenn sie extra größer als normal angefertigt wurden, passt noch nicht alles hinein. Aber das ist kein Prob- lem für Santa Claus - er legt sie einfach sorgfältig unter die Strümpfe. Im vorletzten Jahrhundert wurde aber auch eine Tradition aus Deutschland übernommen. Der Ehemann der Königin Vikto- ria, der aus Deutschland stammte, wollte den festlich geschmückten Nadelbaum nicht missen und brachte deshalb den Tannenbaum auf die britischen Inseln. Eine jedoch typisch englische Tradition ist das Singen von Weihnachtsliedern, den „Christmas carols“. Gruppen von Kindern gehen durch die Straßen und singen vor den Türen ihrer Nachbarn. Dafür bekommen sie Süßigkeiten oder auch etwas Geld von ihnen.

Bewegungslied - The Reindeer Pokey1

Der Reindeer Pokey ist eine Variante des authentischen, im englischen Sprachraum weltweit von Kindern gesungenen und getanzten Hokey Pokey. Dabei handelt es sich um ein Lied, bei dem sich die Kinder zu den jeweilig gesungenen Strophen entsprechend bewegen. Die Herkunft und Bedeutung des Hokey Pokey ist umstritten und nicht konkret belegt. Auch wann, oder durch wen die Variante des Reindeer Pokey vorgenommen wurde ist nicht bekannt. Von den Bewegungsab- läufen und den grundlegenden sprachlichen Strukturen unterscheiden sich beide Lieder nicht. Lediglich werden beim Reindeer Pokey die spezifischen Körperteile eines Rentiers (das Geweih, die Hufe, der Schwanz und der Rentierkörper) statt der menschlichen Körperteile gesungen. Zu- sätzlich wird die „rote Nase“ genannt. Diese ist auf die Geschichte von Rudolph dem Rentier mit der roten Nase zurückzuführen, die ihren Ursprung im Glauben der englischsprachigen Kinder an den Weihnachtsmann hat.

2.2 Didaktische Reduktion

Ich habe bei der Behandlung der Unterrichteinheit Christmas in England nur wenig didaktische Reduktion vorgenommen. Auch deutschen Kindern sind durch verschiedenste Medien bereits viele der englischen Weihnachtsbräuche bekannt. Ich werde mich bei der geplanten Unterrichtseinheit auf die heutigen Bräuche und Traditionen des englischen Weihnachtsfests beschränken. Eine tiefergehende Behandlung der geschichtlichen Hintergründe ist nicht geplant. Den Text des Bewegungslieds The Reindeer Pokey habe ich dem Original entnommen, da mir für die Klasse 3 HG keine didaktische Reduktion notwendig erschien.

2.3 Bedeutung für hörgeschädigte Schüler

Die Behandlung von Sachthemen auch im Englischunterricht kann die Begriffsbildung, die bei vielen Hörgeschädigten nicht altersentsprechend entwickelt ist, positiv beeinflussen. Hörgeschä- digte haben nicht in dem Maße Zugang zu begriffsbildenen Medien wie Normalhörende. Da die Begriffsbildung jedoch unabhängig von der benutzten Sprache (deutsche Lautsprache, deutsche Gebärdensprache oder auch englische Lausprache) stattfindet, ist es wichtig, diese Tatsache fächerübergreifend zu nutzen.

Das Thema Weihnachten in England erweitert zudem sowohl das soziokulturelle als auch interkulturelle Welt- und Handlungswissen der Schüler. Sie lernen fremde Kulturen und deren Sitten und Gebräuche kennen. Sie können diese mit ihrer eigenen Kultur vergleichen und werden dadurch auch zum Nachdenken über ihre eigene Identität angeregt.

3 EINORDNUNG DER STUNDE

3.1 In den Bildungsplan der Grundschule

Weihnachten in England

Der Bildungsplan der Grundschule 2004 von Baden-Württemberg betont, dass sich für den frü- hen Fremdsprachenunterricht Themenfelder anbieten, „aus denen sich Sprechanlässe ergeben, die sich auch zur Erweiterung des allgemeinen und soziokulturellen Weltwissens eignen und die die Kinder in anderen Fächern relativ zeitnah auch behandeln oder behandelt haben“2. Unter anderem werden die Themenfelder Feste und Begegnung mit Menschen anderer Herkunft ge- nannt, und zur Behandlung im Unterricht vorgeschlagen. Des Weiteren heißt es „Durch die Ver- bindung des Fremdsprachenunterrichts mit anderen Fächern der Grundschule erweitern die Kinder ihr Welt- und Handlungswissen zugleich in der Zielsprache und in Sachgebieten. Sie er- werben Sprachwissen durch die Aneignung von Sach- und Handlungswissen. Sie erlernen, dass Informationen und Inhalte ihnen auch in einer fremden Sprache zugänglich sein können.“

Das Thema Weihnachten hat selbstverständlich einen starken jahreszeitlich bedingten Gegen- wartsbezug und wird fächerübergreifend behandelt. Im Englischunterricht wird durch die Ein- schränkung Themas auf Weihnachten in England zusätzlich eine Erweiterung im interkulturellen Sinne vorgenommen. Die Schüler lernen Traditionen und Bräuche aus einem anderen Land zu einem ihnen bekannten Sachverhalt kennen und können dadurch sowohl ihr Sprach- als auch ihr Weltwissen erweitern. Somit können die Schüler die im Fremdsprachenunterricht behandelten Themenfelder direkt mit ihrem eigenen Sachwissen verknüpfen, und andersherum. Der Bil- dungsplan der Grundschule betont „Die Einbettung der Zielsprache in Sachfächer als Beitrag zum bilingualen Lehren und Lernen ist daher, wann immer möglich, anzustreben.“

Die inhaltliche Verknüpfung der verschiedenen Themenfelder entspricht zudem der Forderung des Bildungsplans, dass Fremdsprachenunterricht in der Grundschule zeitlich, inhaltlich und sprachlich spiralförmig angelegt sein muss. Bekanntes wird stets eingebunden und Neues tritt anknüpfend hinzu.3

Bewegungslied - The Reindeer Pokey

Der Bildungsplan betont, dass der Fremdsprachenunterricht in der Grundschule den gleichen Prinzipien folgt, wie sie für den Anfangsunterricht sowie für den Unterricht in Klasse 3 und 4 gelten. Hierzu nennt er die Einbeziehung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes, die Aktivierung aller Lernkanäle sowie ganzheitliche und vor allem handlungsorientierte Zugangsweisen. „Des- halb ist das immersiv-reflexive Lehren und Lernen grundlegendes Prinzip für den Fremdspra- chenunterricht in der Grundschule. Immersiv ist das Lehren und Lernen, wenn es Sprache in Interaktion anbietet, das heißt wenn die angebotene Sprache situationsbezogen und authentisch ist […] Kindgerechte Interaktionsräume entstehen dabei durch die Berücksichtigung und Umset- zung der für die Grundschule allgemein gültigen didaktischen Prinzipien der Handlungs-, Situa- tions-, Themen-, Erlebnis- und Spielorientierung.“4 Das Bewegungslied The Reindeer Pokey ist somit sowohl auf inhaltlicher als auch methodischer Ebene für den Englischunterricht in der Grundschule geeignet. Sowohl der inhaltliche Bezug als auch die große interaktive Einbindung der Schüler sind entsprechend gegeben.

Kompetenzen des Bildungsplans im Bezug zur aktuellen Stunde

Die Schülerinnen und Schüler

- können aus der direkten Beobachtung von oder Teilnahme an Interaktionen und Kommunika- tionsereignissen lernen. Sie bauen Strategien auf, um zu verstehen und sich in Ansätzen ver- ständlich zu machen, versuchen sprachliche und übersprachliche Strukturen zu erkennen und zu übernehmen;
- können sprachlich, inhaltlich und erfahrungsbezogenes Neues mit eigenem Wissen und eige- nen Erfahrungen vergleichen und so ihr Wissen erweitern und ausdifferenzieren;
- können auf Deutsch nachfragen, um Wiederholung und Verstehens- und Ausdruckshilfen bitten;
- sind durch den Versuch zu verstehen und Bedeutung zuzuweisen sensibilisiert für erste grund- legende Strategien in Bezug auf das Sprachsystem (wie… das Erkennen einfacher Strukturen und Muster in Gesprächen und Texten);
- können aufgrund kontextueller Hilfen wie Situationsmerkmalen, Gestik, Mimik, Bildern Vermutungen zum Inhalt, zum Thema oder zur Aussageabsicht anstellen und sie für das Verstehen von Texten nutzen;
- können übersprachliche Merkmale, wie Satzakzente, Sprechtempo und typische und häufig wiederkehrende grundlegende Satzmelodien (Frage, Aussage, Aufforderung), zum Kontext in Beziehung setzen und zum Verstehen der Aussage und Aussageabsicht anwenden;
- können das mögliche Bedeutungsfeld von Texten, Sätzen und Wörtern sinnvoll eingrenzen, indem sie ihr Welt-, Situations-, Handlungs- und/oder Textwissen nutzen und/oder bekannte Wendungen, Wörter und Wortanteile wiedererkennend zum Kontext in Beziehung setzen;
- können sich möglichen Bedeutungen unbekannter Wörter auch dadurch nähern, dass sie den konkreten Kontext oder das Wissen über andere Sprachen zu Hilfe nehmen;
- können nach mehrmaligem Hören und Klärung des situativen Kontexts einfachste Detailin- formationen entnehmen;
- können die etwa durch Gestik und Mimik gestützten Anweisungen der Lehrkraft in der Unter- richtsinteraktion verstehen;
- können sich in bekannten Situationen auf die Erwartungshaltung bekannter Gesprächspartne-grinnen und Gesprächspartner einstellen und entsprechend reagieren;
- können relevante Beiträge in die laufende Kommunikation einbringen, indem sie auf Thema- tik und/oder eine spezifische Fragestellung Bezug nehmen;
- Signale der Gesprächsparterinnen und Gesprächspartner zum Sprecherwechsel richtig deuten;
- können sich an Interaktionen vor allem reaktiv beteiligen;
- können geschlossene und einfache offene Fragen zu konkreten Anlässen beantworten wie zum Beispiel (…) What’s …? What colour is …? How much/many …? (…);
- können ihren Wortschatz bekannten Themen und Wortfeldern zuordnen;
- können anschauliche und konkrete Wissenszusammenhänge auch in der Zielsprache erwer- ben, wenn sie sprachlich gut erschließbar und situativ gestützt sind;
- können komplexere Satzstrukturen an Satzmelodie, Darbietung und einfachen Konjunktionen,gvor allem and und or, erkennen;
- kennen einfache Satzformeln zu konventionalisierten Interaktionssituationen, wie zum Bei- spiel Good morning! Hello! Good bye! Thank you! Happy birthday!;
- kennen exemplarisch typische Lieder, Reime, Kinderbücher aus zielsprachlichen Kulturen
- kennen exemplarisch einige Alltagsgewohnheiten und soziale Konventionen aus zielsprachli- chen Kulturen;

3.2 In die Unterrichtsreihe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4 ZIELE UND KOMPETENZEN

4.1 Leitziel für das Unterrichtsvorhaben

Die Schüler lernen Besonderheiten und Traditionen des englischen Weihnachtsfestes kennen und stellen Vergleiche zu Traditionen und Bräuchen in Deutschland an.

4.2 Übergeordnetes Stundenziel

Die Schüler sollen den Kontext eines englischen Bewegungsliedes nachvollziehen können und sich interaktiv am Singen und Tanzen des Liedes beteiligen.

[...]


1 Text: siehe Anhang

2 vgl. Bildungsplan Grundschule 2004, S.73

3 vgl. ebd., S.72

4 vgl. ebd., S.72

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Christmas in England - We do the Raindeer Pokey - Unterrichtsstunde im Fach Englisch in der 3. Klasse einer Schule für Hörgeschädigte
Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien und Sonderschulen) Heidelberg
Autor
Jahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V147504
ISBN (eBook)
9783640626311
ISBN (Buch)
9783640626878
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Durchgeführt in einer 3.Klasse an einer Schule für Hörgeschädigte, entsprechend dem Bildungsplan der allgemeinen Grundschule. Die Arbeit wurde aus Datenschutzgründen anonymisiert. Einige Anhänge wurden aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.
Schlagworte
Englisch, Action song, Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Hörgeschädigtenschule, CI, Cochlea Implant, Hörgeräte, Weihnachten, Christmas, Reindeer, Rentiere, Rudolph
Arbeit zitieren
Carolin Wink (Autor), 2009, Christmas in England - We do the Raindeer Pokey - Unterrichtsstunde im Fach Englisch in der 3. Klasse einer Schule für Hörgeschädigte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147504

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