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Wissenschaft in fiktionalen TV-Formaten - Analyse und Vergleich der Darstellung von Wissenschaft in den Fernsehserien "Akte X" und "Eureka"

Unter dem Aspekt der Realitätsnähe

Title: Wissenschaft in fiktionalen TV-Formaten - Analyse und Vergleich der Darstellung von Wissenschaft in den Fernsehserien "Akte X" und "Eureka"

Diploma Thesis , 2010 , 97 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tim Schaaf (Author)

Communications - Movies and Television
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Das Übernatürliche, das Geheimnisvolle und technische Zukunftsvisionen haben sich als fester Bestandteil der Fernsehserienlandschaft etabliert. Vampirjägerin Buffy
kämpft in der gleichnamigen Serie gegen untote Wesen; in Heroes entdecken die Hauptcharaktere ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten; Lost lässt nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel Rätselhaftes geschehen; 4400 in den letzten 50 Jahren verschwundene Menschen kehren plötzlich in einer Lichtkugel zurück und sind plötzlich zu Übermenschlichem in der Lage. Die Fans der Serien sind fasziniert und begeistert.

Die Serien arbeiten oft mit Phänomenen, die sich nicht mit dem bisherigen Stand der Wissenschaft decken und sich somit auch nicht immer vollständig erklären lassen.
Einen realen wissenschaftlichen Beweis für die beschriebenen Phänomene bleiben sie als fiktionale Fernsehformate schuldig. Doch sie liefern, je nach Serie mehr oder weniger stark ausgeprägte, (Teil-)Erklärungen, die wissenschaftlich inspiriert wirken und die der Zuschauer als Laie für glaubwürdig halten kann.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, diese Darstellungen der Wissenschaft in den zwei Beispielserien Akte X und Eureka zu analysieren, herauszufinden, wie viel Realität in den wissenschaftlichen Erklärungen und Erklärungsversuchen enthalten ist und an welchen Stellen die reine Fiktion beginnt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Science Fiction-/Mysteryserien und die Wissenschaft

1.1 Darstellung von Wissenschaft im non-fiktionalen und fiktionalen Bereich

1.2 Die Serien

1.2.1 Geschichte der Science Fiction-/Mysteryserien

1.2.2 Format der Serien Akte X und Eureka

1.2.3 Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI

1.2.4 Eureka – Die geheime Stadt

1.2.5 Genredefinitionen

2 Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI

2.1 Die Serie

2.2 Medientechnische Analyse der Folge Blut (unter dem Aspekt der Darstellung von Wissenschaft)

2.2.1 Einordnung in die Serie

2.2.2 Episodenrollen

2.2.3 Handlung

2.2.4 Szenenprotokoll

2.2.5 Darstellung von Wissenschaft in der Folge

2.3 Inhaltliche Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Akte X: Blut

2.3.1 Dargestellte Phänomene

2.3.2 Hintergrund der Folgengeschichte und der dargestellten Wissenschaft

2.3.3 Realitätsnähe der wissenschaftlichen Erklärungen

3 Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Eureka – Die geheime Stadt

3.1 Die Serie

3.2 Medientechnische Analyse der Folge Urinstinkte (unter dem Aspekt der Darstellung von Wissenschaft)

3.2.1 Einordnung in die Serie

3.2.2 Nebencharaktere

3.2.3 Handlung

3.2.4 Szenenprotokoll

3.2.5 Darstellung von Wissenschaft in der Folge

3.3 Inhaltliche Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Eureka: Urinstinkte

3.3.1 Dargestellte Phänomene

3.3.2 Hintergrund der Folgengeschichte und der dargestellten Wissenschaft

3.3.3 Realitätsnähe der wissenschaftlichen Erklärungen

4 Vergleich der Wissenschaftsdarstellung in Fernsehserien

4.1 Vergleich der Darstellung von Wissenschaft in den untersuchten Serien

4.2 Wissenschaft in einem anderen Fernsehseriengenre am Beispiel 24

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Darstellung wissenschaftlicher Phänomene und Erklärungsversuche in den Fernsehserien "Akte X" und "Eureka". Die Arbeit analysiert, wie viel wissenschaftliche Realität in den fiktionalen Inhalten steckt und an welchen Punkten die Fiktion die Oberhand gewinnt.

  • Vergleich der Wissenschaftsdarstellung in Mystery- und Science-Fiction-Serien.
  • Analyse spezifischer Episoden auf ihre wissenschaftliche Plausibilität.
  • Untersuchung von redaktionellen Zwängen bei der Vereinfachung komplexer Zusammenhänge.
  • Einordnung von Serienkonzepten im Kontext von "Mystery" und "Science Fiction".
  • Kontrastierung mit anderen Genres (Echtzeitdrama am Beispiel "24").

Auszug aus dem Buch

Die Einsamen Schützen zu LSDM

(Byers:) Toxische Pestizide. Die Chemikalie, die du da hast, heißt Lysergsäuredimetrin. Ein nicht freigegebenes, experimentelles synthetisch botanisches Insektizid, dass die Wirkung eines natürlichen Pheromons hat.

(Langly:) LSDM wird auf Pflanzen gesprüht und löst eine Furchtreaktion bei dem Schädling aus. ‚Hier droht Gefahr, also hau ab!’ und das Insekt verlässt die Pflanze.

(Mulder: Und warum wird das nicht freigegeben? Ist es möglich, dass es Menschen auf die gleiche Weise beeinflusst?)

(Byers:) Ob das möglich ist? Hm. Ich will dir mal was zeigen. (Langly zum Video:) Das ist echtes Nachrichtenfilmmaterial aus den 50er Jahren. Die versprühen da DDT, eine Chemikalie, die von der Regierung für unbedenklich erklärt und freigegeben wurde. (Byers zum Video:) Dreißig Jahre später fand man heraus, dass Frauen, die ihm ausgesetzt waren, in weitaus höherem Maße Brustkrebs hatten. Sie haben sogar die Behörden davon überzeugt, dass es ungefährlich wäre, es auf Kinder zu sprühen. Erst nach einem Jahrzehnt voller bürokratischer Tiefschläge und industrieller Hackentricks wurde es verboten. (Langly:) Andere Chemikalien, die selben Tricks.

(Byers:) Sie haben nur gelernt, nicht ganz so offensichtlich vorzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Science Fiction-/Mysteryserien und die Wissenschaft: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen ein und definiert die unterschiedlichen Genres sowie deren historische Entwicklung und Relevanz für das Fernsehen.

2 Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Mystery-Serie durch eine medientechnische und inhaltliche Analyse einer ausgewählten Episode.

3 Analyse der Darstellung von Wissenschaft in Eureka – Die geheime Stadt: Dieses Kapitel widmet sich der Science-Fiction-Serie Eureka und untersucht anhand einer Beispiel-Folge, wie technologische Innovationen dargestellt und erklärt werden.

4 Vergleich der Wissenschaftsdarstellung in Fernsehserien: Abschließend werden die Erkenntnisse gegenübergestellt, um Unterschiede in der Erzählweise und Wissenschaftsnähe zu verdeutlichen, ergänzt durch einen Blick auf das Echtzeitdrama 24.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsdarstellung, Akte X, Eureka, Mysteryserie, Science Fiction, Wissenschaftsjournalismus, Nanotechnologie, Insektizide, DDT, Adrenalin, Fernsehserien, Realitätsnähe, medientechnische Analyse, Phobien, Szenenprotokoll.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie wissenschaftliche Sachverhalte und Phänomene in fiktionalen Fernsehformaten dargestellt werden und inwieweit diese auf realen wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren oder reine Erfindungen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Analyse konzentriert sich auf die Genres Mystery und Science Fiction, speziell anhand der Serien "Akte X" und "Eureka", sowie deren Abgrenzung und journalistische Verarbeitung von Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Grad der Realitätsnähe in den wissenschaftlichen Erklärungen beider Serien zu ermitteln und zu hinterfragen, wie die Autoren die Balance zwischen dramaturgischer Freiheit und faktischer Genauigkeit meistern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine medientechnische Analyse (Szenenprotokolle, visuelle und auditive Gestaltung) mit einer inhaltlichen Analyse der dargestellten Phänomene und deren Vergleich mit dem aktuellen wissenschaftlichen Stand.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils eine repräsentative Folge pro Serie ("Blut" bei Akte X, "Urinstinkte" bei Eureka), untersucht deren Entstehung, Szenenaufbau und die wissenschaftlichen Hintergründe wie Insektizide oder Nanotechnologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissenschaftsdarstellung, Akte X, Eureka, Mystery, Science Fiction, Nanotechnologie, Realitätsnähe und medientechnische Analyse.

Wie unterscheiden sich Akte X und Eureka in der Wissenschaftsdarstellung?

Während Akte X Wissenschaft primär zur Untersuchung mysteriöser Phänomene nutzt, ohne sie lückenlos zu erklären, ist Wissenschaft in Eureka der aktive Auslöser der Handlungsstränge und technologischen Probleme.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von "24" auf den Vergleich?

Das Echtzeitdrama "24" dient als Kontrastfolie für ein Format, das den Anspruch verfolgt, realitätsnah zu wirken, dabei aber aufgrund der straffen Echtzeit-Dramaturgie ebenfalls auf wissenschaftliche Präzision verzichten muss.

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Details

Title
Wissenschaft in fiktionalen TV-Formaten - Analyse und Vergleich der Darstellung von Wissenschaft in den Fernsehserien "Akte X" und "Eureka"
Subtitle
Unter dem Aspekt der Realitätsnähe
College
University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg
Grade
1,3
Author
Tim Schaaf (Author)
Publication Year
2010
Pages
97
Catalog Number
V147733
ISBN (eBook)
9783640584895
ISBN (Book)
9783640584703
Language
German
Tags
Wissenschaft TV-Formaten Analyse Vergleich Darstellung Wissenschaft Fernsehserien Akte Eureka Unter Aspekt Realitätsnähe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Schaaf (Author), 2010, Wissenschaft in fiktionalen TV-Formaten - Analyse und Vergleich der Darstellung von Wissenschaft in den Fernsehserien "Akte X" und "Eureka", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147733
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