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Interpretation der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann. Verschiedene Ansätze

Ein GRIN-Sammelband

Title: Interpretation der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann. Verschiedene Ansätze

Anthology , 2024 , 103 Pages

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Carolin Strehmel (Author), Maxim Braun (Author), Sabrina Hoffmann (Author), Sophia Schumacher (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Dieser Sammelband enthält fünf Hausarbeiten.

Thomas Manns 1913 erschienene Novelle „Der Tod in Venedig“ wurde 1971 von Luchino Visconti verfilmt. „Morte a Venezia“, so der Titel der Verfilmung, wird nicht selten als Beispiel einer gelungenen Literaturverfilmung genannt. Dies begründet sich auf der gelungenen Transformation von Wort zu Bild, welches im ersten Text anhand Viscontis Konzeption der Hauptfigur Gustav von Aschenbach erläutert sein soll.

In der zweiten Arbeit soll die Beziehung zwischen Wilhelm Jensens "Gradiva: Ein pompejanisches Phantasiestück" und Sigmund Freuds Interpretation eben dessen in "Der Wahn und die Träume in W. Jensens "Gradiva" zu Manns selbsternanntem "Meisterwerk des zwanzigsten Jahrhunderts" expliziert werden. Zudem sollen die Folgen, die sich aus der Lektüre für den Autor und sein weiteres Wirken ergaben, ausgearbeitet werden.

Thomas Mann beschäftigte sich in seiner Novelle "Der Tod in Venedig" mit der Künstlerproblematik. Er traf damit den Zeitgeist, was das Werk neben biografischen Zügen so erfolgreich machte. Er setzte sich unter anderem damit auseinander, wann ein Künstler ein Künstler oder gar ein Genie ist, eine Frage, die sich noch heute stellt. Anhand vom Protagonisten Gustav von Aschenbach wird im dritten Text versucht, eine Antwort darauf zu finden.

Das Hauptziel der vierten Hausarbeit ist es, die tiefe Bedeutung und den Einfluss der Todessymbolik in Thomas Manns Novelle "Der Tod in Venedig" zu analysieren. Die Arbeit erforscht, wie diese Symbolik die Erzählstruktur beeinflusst und welche Rolle sie in der Entwicklung des Protagonisten, Gustav Aschenbach, spielt.

Sowohl der Roman "The picture of Dorian Gray" wie auch die Novelle "Tod in Venedig" beschäftigen sich mit dem Alter und verschiedenen Altersbildern. Das Augenmerk der letzten Arbeit wird auf der Altersthematik liegen, die bedeutungstragend für die Literatur der Jahrhundertwende ist, um die beide Werke erschienen sind. Es soll untersucht werden, wie das Alter in beiden Werken inszeniert wird, welche Altersbilder aufgegriffen werden und mit welchen Motiven gearbeitet wird. Am Ende der Arbeit sollen die Werke und die dargestellte Altersthematik in einer vergleichenden Zusammenfassung gegenübergestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Thomas Manns „Der Tod in Venedig“. Gustav Mahlers Rolle im intermedialen Vergleich

1. Einleitung

2. Intermedialität

2.1 Literaturverfilmung: Medientransformation

2.2 Mahlers Musik: eigenständiges Medium?

3. Novelle und Film: die Handlungen im Vergleich

3.1 Parallelen und Änderungen in der Verfilmung exemplarisch an einzelnen Szenen

3.2 Der Einfluss Gustav Mahlers

4. Zusammenfassung

Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns "Der Tod in Venedig"

1. Thomas Mann unter dem Einfluss der Tiefenpsychologie

2. Einfluss psychoanalytischer Theorie auf Thomas Manns Der Tod in Venedig

2.1 Philosophische Vorbereitung der Psychoanalyse

2.2 Aneignung und Anwendung psychoanalytischer Grundkenntnisse

3. Fazit – Der Tod in Venedig als Beginn eines neuen Erzählstils

Thomas Manns "Der Tod in Venedig". Der Künstler zwischen Genie, Leistung und Sinnlichkeit

I. Thomas Manns Inspirationen für den „Tod in Venedig“

II. Literaturbericht

III. Der Künstler zwischen Genie, Leistung und Sinnlichkeit

1. Der Künstler als Genie

2. Gustav von Aschenbach zwischen Leistung und Sinnlichkeit

3. Der ideale Künstler

IV. Fazit: Hätte Aschenbach ein idealer Künstler sein können?

Todessymbolik in Thomas Manns "Der Tod in Venedig". Eine hermeneutische Analyse der narrativen Gestaltung und Charakterentwicklung

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Todessymbolik im Allgemeinen in „Der Tod in Venedig“

2.2 Die Todesboten und ihre mythologischen Vorbilder

3. Schluss – Fazit

Das Alter in der Literatur. Ein Vergleich der Altersthematik in Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" und Thomas Manns "Tod in Venedig"

1. Einleitung

2. Ein theoretischer Abriss zum Fin de siècle

3. Analyse

3.1 Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray

3.2 Thomas Manns „Der Tod in Venedig“

4. Vergleichende Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Publikation dient der fundierten literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“. Ziel ist es, das Werk aus verschiedenen fachspezifischen Blickwinkeln – intermedial, psychoanalytisch, motivgeschichtlich und im Kontext der Altersthematik – zu interpretieren, um die Genese der Erzählweise und Aschenbachs Scheitern als Künstler zu ergründen.

  • Analyse der Transformation von Literatur in den Film durch Luchino Visconti unter Einbeziehung von Gustav Mahlers Musik.
  • Untersuchung des Einflusses der Tiefenpsychologie (Sigmund Freud, Wilhelm Jensen) auf Manns Erzählstruktur.
  • Erörterung des Künstlerideals im Spannungsfeld von Genie, Leistung und Sinnlichkeit.
  • Interpretation der Todessymbolik sowie mythologischer Todesboten als Katalysatoren für Aschenbachs Untergang.
  • Vergleichende literaturwissenschaftliche Gegenüberstellung mit Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ hinsichtlich der Altersthematik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Parallelen und Änderungen in der Verfilmung exemplarisch an einzelnen Szenen

Die Beschreibungen der Persönlichkeit und des Aussehens der Hauptfigur Gustav von Aschenbachs, die im zweiten Kapitel der Novelle erfolgen, muss Visconti in den späteren Handlungsverlauf einfließen lassen.

Sein Äußeres muss selbstredend im Film nicht zusätzlich noch beschrieben werden. Seine Gedanken und Emotionen jedoch, die Bewusstseinsströme, werden im Film durch Analepsen, Erinnerungen an frühere Gespräche und Diskussionen mit seinem Freund Alfried, im Film von Visconti neu eingeführt, dargestellt.

So auch beispielsweise ein Gespräch mit Alfried über die Konzeption der Schönheit, das ihm während des morgendlichen Speisens, beim Beobachten Tadzios, in den Sinn kommt.

Aschenbachs Einbildung außerdem, Tadzio würde seine Zuneigung erwidern, ist sowohl in der Novelle als auch im Film erkennbar, wenn auch an unterschiedlichen Stellen. Wenn es bei Mann heißt: „mit durchdringender Freude konnte der Ältere feststellen, daß [sic!] Teilnahme und Aufmerksamkeit nicht völlig unerwidert blieben.“ So entdeckt man in Viscontis Werk an einigen Stellen das flüchtige Lächeln auf den Lippen des jungen Tadzios, wenn er an Aschenbach vorübergeht.

Eine für Aschenbach im Film beklemmend wirkende Situation mit einigen Jugendlichen und Tadzio im Fahrstuhl löst Wut in ihm aus – Wut darüber, dass seine Stimmung und damit einhergehend auch sein Handeln so ganz und gar abhängig ist, abhängig von der Gestalt eines 14-jährigen. Er ist Tadzio mit Leib und Seele verfallen. Diese Erkenntnis macht ihn entschlossen, er beschließt abzureisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Verfilmung von Luchino Visconti ein und diskutiert die mediale Transformation sowie die Rolle der Musik Gustav Mahlers für das Werk.

2. Intermedialität: Das Kapitel definiert den theoretischen Rahmen intermedialer Bezüge und untersucht das Verhältnis von Film und Literatur bei der Adaption von Manns Novelle.

3. Novelle und Film: die Handlungen im Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht die narrative Umsetzung zwischen der Vorlage und der Verfilmung sowie die künstlerische Weiterentwicklung von Aschenbach als Figur durch Visconti.

4. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die Medien-Fusion von Film und Musik, die Aschenbachs Entwicklung und die Mahler-Parallele untermauert.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Luchino Visconti, Gustav Mahler, Literaturverfilmung, Intermedialität, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Künstlerproblematik, Ästhetik, Todessymbolik, Altersthematik, Fin de siècle, Dekadenz, Oscar Wilde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem GRIN-Sammelband grundsätzlich?

Der Sammelband bietet eine vertiefende literaturwissenschaftliche Analyse von Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ anhand verschiedenster Perspektiven, von medienwissenschaftlichen bis hin zu psychoanalytischen Ansätzen.

Welche zentralen Themenfelder werden in den Arbeiten behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die intermediale Verfilmung, der Einfluss tiefenpsychologischer Theorien auf das Erzählen, das Künstlerideal im 20. Jahrhundert und die Analyse zentraler Todessymbole.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchungen?

Ziel ist es, die vielschichtigen Motive, die zur psychologischen Entwicklung und dem schließlichen Untergang der Hauptfigur Gustav von Aschenbach führen, detailliert zu erschließen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autoren nutzen Methoden der Intermedialitätsforschung, der hermeneutischen Textanalyse sowie motivgeschichtliche und komparatistische Ansätze, um Thomas Manns Werk neu einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der verschiedenen Studien behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet jeweils spezifische Aspekte wie die Rolle Gustav Mahlers im Film, die Rezeption von Freuds Schriften durch Mann oder den Vergleich der Dekadenz-Ästhetik bei Mann und Oscar Wilde.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Sammelband charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen neben dem Autor und seinem Werk vor allem Begriffe wie Dekadenz, Künstlerproblematik, Intermedialität, Psychoanalyse und Todessymbolik.

Wie beeinflusst die Figur des Gustav Mahlers das Verständnis der Hauptfigur Aschenbach?

Gustav Mahler dient dem Autor Thomas Mann als ästhetische Maske für Aschenbach. Visconti vertieft diese Parallele durch die Wahl des Komponistenberufs für die Filmfigur, was die leidenschaftliche, aber selbstzerstörerische Künstlerexistenz unterstreicht.

Warum spielt die Decadence-Literatur für das Verständnis beider Autoren eine so große Rolle?

Sowohl für Mann als auch für Wilde stellt die Dekadenz eine Epoche der Krisenerfahrung dar, in der Schönheit, Alter und Verfall untrennbar miteinander verwoben sind und der Künstler an seiner eigenen Sinnlichkeit scheitert.

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Details

Title
Interpretation der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann. Verschiedene Ansätze
Subtitle
Ein GRIN-Sammelband
Authors
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Carolin Strehmel (Author), Maxim Braun (Author), Sabrina Hoffmann (Author), Sophia Schumacher (Author)
Publication Year
2024
Pages
103
Catalog Number
V1478210
ISBN (eBook)
9783389026540
ISBN (Book)
9783389026557
Language
German
Tags
thomas manns venedig gustav mahlers rolle vergleich Thomas Mann Tod in Venedig Der Tod in Venedig Psychoanalyse Freud Schopenhauer Nietzsche Gradiva Der Wahn und die Träume Wilhelm Jensen Künstlernovellen NdL Neuere deutsche Literatur Germanistik Künstler Todessymbolik Hermeneutische Analyse Gustav Aschenbach alter oscar wilde wilde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Carolin Strehmel (Author), Maxim Braun (Author), Sabrina Hoffmann (Author), Sophia Schumacher (Author), 2024, Interpretation der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann. Verschiedene Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478210
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