Welchen Einfluss hat die Medienbranche auf das Umweltbewusstsein und wie nachhaltig und ressourcensparend arbeitet diese?
Die folgende Arbeit soll den Aspekt der “Green Production” näher in den Blick nehmen. Dieser Aspekt soll vor allem als ressourcensparender Ansatz betrachtet werden und inwiefern dieser in der Medienbranche zu etablieren ist. Es sollen verschiedene Ansätze bearbeitet werden. Zunächst soll der Einfluss der Medienbranche auf das Umweltbewusstsein und wie nachhaltig die deutsche Medienbranche arbeiten, betrachtet werden. Des Weiteren sollen die Risiken besprochen werden, die durch die Medienbranche und z.B. Filmproduktionen für die Umwelt entstehen und wie die deutsche Medienbranche allgemein Ressourcen einsparen und umweltbewusster produzieren kann.
Um diesen Aspekten auf den Grund zu gehen, sollen die theoretischen Hintergründe geklärt werden. Zunächst soll eine Basis durch Begriffsbestimmungen geschaffen werden. Hierbei sollen die Begrifflichkeiten Massenkommunikation und Massenmedien definiert und differenziert werden. Außerdem soll der Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit literarisch aufgearbeitet und dargestellt werden. Abschließend soll der Einfluss der Medien auf das Umweltbewusstsein definiert werden. Hierbei stehen Aspekte wie Mediennutzung und Umweltbewusstsein, Grüne Werbung und wie Klimawandel kommuniziert werden kann, im Mittelpunkt. Des Weiteren soll der Zusammenhang von Einstellung und der medialen Umwelt betrachtet werden. Ziel dieses Abschnittes ist die Beantwortung der Frage, welchen Einfluss die Medienbranche und Medien allgemein auf das Umweltbewusstsein haben. Nach den Begriffsdefinitionen soll der historische Hintergrund in den Vordergrund gerückt werden. Hierfür soll die Geschichte und Entwicklung der Medienbranche besprochen werden. Darauf basierend werden einzelne Umwelt- und Ökologiebewegungen definiert und aufgearbeitet, um auch hier die Entwicklung festhalten zu können. Wichtig in diesem Kapitel ist es, der Corporate Digital Responsibility auf den Grund zu gehen und der Frage zu folgen: wie nachhaltig Medien arbeiten. Anschließend beschäftigt sich der dritte Block mit der Frage, wie überhaupt Ressourcen gespart werden können. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Massenmedien und Massenkommunikation
2.2 Digitalisierung und Nachhaltigkeit
2.3 Einfluss der Medien auf das Umweltbewusstsein
3. Entwicklung und Zusammenhang von Umwelt und Medienbranche
3.1 Geschichte und Wandel der Medienbranche
3.2 Umwelt und Ökologiebewegungen
3.3 Medienwirtschaft und Nachhaltigkeit
4. Das Einsparen von Ressourcen
4.1 Nachhaltigkeit in den Medien
4.2 Sparsame Medien
5. Zusammenfassung
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert von "Green Production" als ressourcensparenden Ansatz in der deutschen Medienbranche. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse des Einflusses von Medien auf das Umweltbewusstsein sowie auf der kritischen Auseinandersetzung mit der ökologischen Verantwortung von Medienunternehmen bei der Produktion von Inhalten.
- Theoretische Grundlagen zu Massenmedien, Digitalisierung und Nachhaltigkeit
- Historische Entwicklung der Medienbranche und umweltpolitischer Bewegungen
- Rolle der Corporate Digital Responsibility (CDR) im Mediensektor
- Potenziale zur Ressourceneinsparung in der (Werbe-)Filmproduktion
- Kritische Analyse von Ökobilanzen analoger und digitaler Medien
Auszug aus dem Buch
3.1 Geschichte und Wandel der Medienbranche
Das deutsche Mediensystem besteht heute aus verschiedenen Teilsystemen, die sich in ständiger Wechselwirkung miteinander befinden. Eine Unterscheidung findet laut Beck (2012) durch unterschiedliche Zeichensysteme, technischer Grundlagen und verschiedenen Organisationsformen mit verschiedenen Regeln statt. Zunächst gibt es die gedruckten Medien, also die Printmedien. Hierzu zählen Bücher und Pressmedien wie Zeitungen und Zeitschriften. Des Weiteren gibt es den Film und seine Präsentationsform wie Kino oder Video. Der Rundfunk, mit Hörfunk und Fernsehen, sowie die publizistischen Online Medien bilden die letzte Unterscheidung (ebd.). Alle Teilsysteme bauen aufeinander auf, denn sie teilen sich eine normative, technische und infrastrukturelle Grundlage. Die Entwicklung und Struktur des deutschen Mediensystems sind eng mit der politischen Geschichte verbunden (ebd).
Alleine durch die Etablierung der Massenpresse, ist die gesellschaftliche und politische Bedeutung erheblich gewachsen und hat mit der Einführung von Film und Funk und den darauf folgenden Onlinemedien weiter zugenommen. Es ist das Ergebnis einer wechselhaften Geschichte und auch momentan durchläuft die Medienbranche einen Wandel und steht vor allem Herausforderungen gegenüber. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und setzt die Medienbranche unter Druck. Die Medien werden online, das heißt immer schneller, immer beliebter und immer und überall verfügbar (Goldapp 2016). Prinzipiell ideal, wenn es nicht mit finanziellen Erlösen verbunden sei. Bisher scheinen nur wenige Medienunternehmen den Absprung in die Onlinewelt profitabel zu gestalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nachhaltigkeit in der Medienbranche ein, definiert die zentrale Forschungsfrage und nennt erste Akteure im Bereich Green Shooting.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Massenkommunikation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als Basis für die weitere Analyse des medialen Einflusses auf das Umweltbewusstsein.
3. Entwicklung und Zusammenhang von Umwelt und Medienbranche: Hier wird der historische Wandel des Mediensystems beleuchtet und in den Kontext von Umweltbewegungen sowie der unternehmerischen Verantwortung (CDR/CSR) gestellt.
4. Das Einsparen von Ressourcen: Dieses Kapitel analysiert konkrete Maßnahmen zum ressourcenschonenden Produzieren im Medienbereich, inklusive der kritischen Betrachtung von Ökobilanzen und Produktionsrichtlinien.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zu nachhaltigen Medienproduktionen und deren gesellschaftlicher Verantwortung nochmals übersichtlich zusammen.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der Medienbranche als Anwalt für Nachhaltigkeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung ökologischer Produktionswege.
Schlüsselwörter
Green Production, Nachhaltigkeit, Medienbranche, Massenkommunikation, Digitalisierung, Umweltbewusstsein, Corporate Digital Responsibility, Klimaschutz, Ressourcenmanagement, Werbefilmproduktion, Ökobilanz, Ecotainment, Medienethik, Klimawandel, Nachhaltigkeitskommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
In der Arbeit wird untersucht, wie das Konzept der "Green Production" in der deutschen Medienbranche etabliert werden kann, um Ressourcen zu schonen und umweltbewusster zu produzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen sind der Einfluss der Medien auf das Umweltbewusstsein, die unternehmerische Verantwortung (CSR/CDR) sowie konkrete Einsparpotenziale bei Filmproduktionen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, den konkreten Einfluss der Medienbranche auf das gesellschaftliche Umweltbewusstsein zu bestimmen und zu erörtern, wie nachhaltig Medienunternehmen agieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung theoretischer Hintergründe zu Massenmedien, Medienökonomie und Nachhaltigkeitsstrategien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Defininitionen, die historische Entwicklung der Medienbranche in Bezug zu Ökologiebewegungen sowie die Analyse von Ökobilanzen und Green-Production-Richtlinien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Green Production, Medienethik, Nachhaltigkeitskommunikation und Corporate Digital Responsibility charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Corporate Digital Responsibility (CDR) im Kontext dieser Arbeit?
CDR wird als notwendige unternehmerische Antwort auf die Auswirkungen der digitalen Transformation verstanden, welche die Verantwortung von Medienunternehmen ethisch einbettet.
Warum ist das Beispiel der Serie "Der Landarzt" laut Autor bemerkenswert?
Das Beispiel gilt als Beleg dafür, dass eine klimaneutrale Produktion kein kurzfristiges Experiment sein muss, sondern langfristig erfolgreich im deutschen Mediensektor integriert werden kann.
- Citar trabajo
- Gina-Marie Müller (Autor), 2022, Green Production. Nachhaltigkeit und Medien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478416