In der Arbeit stellt die Exegese des Gleichnisses den ersten Teil der Masterarbeit dar. Dort erfolgt die Auslegung des Bibeltextes. Der zweite Teil beinhaltet die konzipierte Unterrichtseinheit für den evangelischen Religionsunterricht.
Zu Beginn der Exegese wird ein kurzer Einblick in die Begrifflichkeit des Gleichnisses gegeben. Dabei werden die Definition und Merkmale des Gleichnisses herausgearbeitet, sodass eine erste Begegnung mit der Eigenart biblischer Texte stattfindet. Im Anschluss folgt die Exegese-stelle und die eigentliche Exegese. Diese startet mit der Analyse des Textes. In der Analyse wird der Kontext erörtert, in welchem sich die Textstelle befindet, um daraufhin den Aufbau der vorliegenden Perikope detailliert zu betrachten. Anschließend folgt die Abgrenzung von der Tradition und der Redaktion. Zudem wird die Gattungsbestimmung der vorlukanischen Überlieferung näher betrachtet. Des Weiteren folgt die Interpretation der Perikope in drei Schritte und schließt die Exegese ab.
Die konzipierte UE wird, wie zu Beginn erwähnt, im zweiten Teil dargestellt und wurde für eine Inklusionsklasse eines zweiten Jahrganges einer Grundschule konzipiert. In der Klasse be-finden sich drei Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Dabei weisen die SuS den Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung auf. Diese Thematik wird in Kapitel 3.2 ausführlich dargestellt. Die Bedürfnisse der betroffenen SuS werden in der konzipierten UE beachtet, sodass alternative Aufgaben sowie besondere Unterstützungen vor-liegen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Exegese
2.1 Der Begriff „Gleichnis“
2.2 Exegesestelle: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32)
2.3 Analyse des Textes
2.3.1 Abgrenzung und Kontext
2.3.2 Ausformulierte Gliederung des Textes
2.3.3 Abgrenzung von Tradition und Redaktion
2.3.4 Gattungsbestimmung der vorlukanischen Überlieferung
2.3.5 Begriffsbestimmung
2.4 Interpretation
2.4.1 Die Interpretation der vorlukanischen Überlieferung
2.4.2 Die Interpretation deslukanischen Textes
2.4.3 Die Interpretation des Textes im theologischen Gesamtrahmen des Lk
2.4.4 Anwendung der Erkenntnisse auf die heutige Zeit
3 Geplante Unterrichtseinheit
3.1 Bedingungsanalyse
3.2 Der Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung
3.3 Tabelle der geplanten Unterrichtseinheit
3.4 Didaktischer Kommentar zu der geplanten Unterrichtseinheit
3.5 Tabelle der geplanten Unterrichtsstunde
3.6 Didaktisch-methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde
4 Abschließendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Exegese und didaktischen Aufbereitung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32) für eine Inklusionsklasse im zweiten Jahrgang der Grundschule. Dabei wird untersucht, wie dieses biblische Gleichnis die Thematik von Umkehr, Vergebung und Gottes barmherzige Liebe vermitteln kann, insbesondere unter Berücksichtigung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung.
- Exegetische Analyse des biblischen Gleichnisses vom verlorenen Sohn
- Entwicklung einer inklusionsorientierten Unterrichtseinheit
- Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im RU
- Einsatz handlungsorientierter Methoden wie Rollenspiele und Erzähltaschen
- Bedeutung von Ritualen in der Grundschuldidaktik
Auszug aus dem Buch
2.2 Exegesestelle: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11-32)
11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere Sohn zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.
13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.
14 Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben
15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.
16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.
17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung benennt das Thema, die Relevanz des Gleichnisses im Lehrplan sowie den Aufbau der Arbeit in einen exegetischen und einen unterrichtspraktischen Teil.
2 Exegese: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Auslegung des Textes, angefangen bei der Begriffsdefinition „Gleichnis“ bis hin zur theologischen Interpretation der Perikope.
3 Geplante Unterrichtseinheit: Hier wird ein konkretes didaktisches Konzept für den Religionsunterricht an einer Grundschule entwickelt, inklusive Bedingungsanalyse und methodischer Kommentierung.
4 Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die anhaltende Aktualität der biblischen Botschaft.
Schlüsselwörter
Gleichnis vom verlorenen Sohn, Exegese, Religionspädagogik, Unterrichtsentwurf, Inklusion, Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung, Barmherzigkeit, Vergebung, Lukasevangelium, Grundschule, Rollenspiel, Erzähltasche, Religionsdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit verknüpft eine fachwissenschaftliche Exegese des Gleichnisses vom verlorenen Sohn mit einem konkreten, inklusiven Unterrichtsentwurf für die Grundschule.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der biblischen Textauslegung, der Inklusionsdidaktik und der spezifischen Förderung von Kindern mit emotionalem und sozialem Förderbedarf.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Kindern die biblische Zusage der bedingungslosen Liebe Gottes erfahrbar zu machen, auch wenn sie Fehler gemacht haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Exegese verwendet?
Es erfolgt eine historisch-kritische Analyse des Gleichnisses, die Kontext, Tradition, Redaktion und Gattungsbestimmung umfasst.
Was deckt der didaktische Teil der Arbeit ab?
Der didaktische Teil enthält eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, eine tabellarische Strukturierung der Unterrichtseinheit sowie ausführliche didaktisch-methodische Kommentare.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Symbolik, Gotteserfahrung, Vergebung, Gemeinschaft und die methodische Arbeit mit Erzähltaschen und Bodenbildern.
Wie unterscheidet sich der jüngere vom älteren Sohn in der Auslegung?
Die Arbeit zeigt, wie der jüngere Sohn durch Umkehr zur Einsicht gelangt, während der ältere Sohn zwar treu bleibt, aber an seiner Neid- und Rechtfertigungshaltung gegenüber dem Vater scheitert.
Welche Bedeutung haben Rituale für die Zielgruppe?
Rituale wie das Anzünden der Religionskerze geben den Kindern mit emotionalem Förderbedarf Struktur, Sicherheit und Orientierung im Unterrichtsalltag.
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- Anonym (Autor), 2022, Gleichnis vom verlorenen Sohn. Exegese und Unterrichtsentwurf für eine Förderklasse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478538