Diese Bachelorarbeit bietet einen systematischen Review zum Thema „Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit“. Die Arbeit analysiert umfassend aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt, wie verschiedene Formen körperlicher Aktivität das psychische Wohlbefinden positiv beeinflussen können. Ideal für Fachleute und Interessierte im Bereich Gesundheitsförderung, liefert dieser Review wertvolle Erkenntnisse und praktische Empfehlungen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit durch Bewegung. Ein unverzichtbares Werk für alle, die die Zusammenhänge zwischen körperlicher Fitness und mentalem Wohlbefinden verstehen möchten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
- 2 ZIELSETZUNG
- 3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND...
- 3.1 Beschreibung der evolutionären Entwicklung des Menschen bezüglich körperlicher Aktivität (Fokus: Kennzeichen der heutigen Gesellschaft)...
- 3.2 Begriffserklärung „Körperliche Aktivität“ und „Sportliche Aktivität“
- 3.2.1 Begriffserklärung „Körperliche Aktivität"
- 3.2.2 Begriffserklärung „Sportliche Aktivität/Training".
- 3.3 Gesundheit
- 3.3.1 Begriffserklärung Gesundheit
- 3.3.2 Biomedizinisches Modell
- 3.3.3 Biopsychosoziales Modell.
- 3.3.4 Salutogenese-Modell von Antonovsky.
- 3.4 Zusammenhang von körperlicher Aktivität und (psychischer) Gesundheit.
- 3.4.1 Positive gesundheitsbezogene Konsequenzen von körperlicher Aktivität (Fokus auf psychische Gesundheit)
- 3.4.2 Gesundheitliche Risiken/Folgen von körperlicher Inaktivität (Fokus auf psychische Gesundheit).
- 3.4.3 Darstellung der gegenwärtigen Situation in Deutschland – Daten, Zahlen, Fakten
- 3.4.4 Beschreibung von Maßnahmen/Programmen zur Förderung der körperlichen Aktivität/der psychischen Gesundheit.
- 3.4.5 Kritische Auseinandersetzung mit und Darstellung der aktuellen Forschungslage.
- 4 METHODIK
- 5 ERGEBNISSE.
- 6 DISKUSSION
- 7 ZUSAMMENFASSUNG.
- 8 LITERATURVERZEICHNIS
- 9 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS..
- 9.1 Abbildungsverzeichnis.
- 9.2 Tabellenverzeichnis..
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen eines systematischen Reviews den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit“ zusammenzufassen. Hierbei wird untersucht, welchen Einfluss verschiedene Arten und allgemeine körperliche Aktivität auf die psychische Gesundheit, insbesondere bei Depressionen und Angststörungen, haben, um das Bewusstsein für deren Bedeutung als Präventions- und Therapiemaßnahme zu stärken und praxisrelevante Empfehlungen abzuleiten.
- Definition und Abgrenzung von körperlicher Aktivität und Sport.
- Vorstellung verschiedener Gesundheitsmodelle (biomedizinisch, biopsychosozial, Salutogenese).
- Analyse der positiven und negativen Auswirkungen von körperlicher Aktivität und Inaktivität auf die psychische Gesundheit.
- Darstellung der aktuellen Forschungslage und Interventionsmaßnahmen in Deutschland.
Auszug aus dem Buch
Positive gesundheitsbezogene Konsequenzen von körperlicher Aktivität (Fokus auf psychische Gesundheit)
Es liegt eine starke Evidenz vor, dass regelmäßige körperliche Aktivität zum Erhalt und zur Verbesserung des Gesundheitszustandes beiträgt und sie spielt bei der menschlichen Entwicklung über die gesamte Lebensspanne eine wichtige Rolle. Bereits seit den antiken Griechen ist körperliche Aktivität als präventive und therapeutische Maßnahme in Bezug auf die menschliche Gesundheit anerkannt. „Gehen ist die beste Medizin für den Menschen“, zitierte Hippokrates (460-377 v. Chr.). Neben den oftmals bekannten positiven gesundheitsbezogenen Konsequenzen auf die körperliche Gesundheit, spielen auch immer mehr die positiven Effekte auf die psychische Gesundheit eine wichtige Rolle. Körperliche Aktivität hat eine präventive und therapeutische Wirkung auf ein breites Spektrum körperlicher Erkrankungen, einschließlich neurologischer, metabolischer, kardiovaskulärer und pulmonaler Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats und Krebs (Pedersen & Saltin, 2015). Gesundheitswirksame Maßnahmen sind all jene Bewegungsformen, welche die Gesundheit verbessern und ein geringes Verletzungsrisiko haben (Miko et al., 2020).
Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz-Kreislauferkrankungen (Bundesamt für Statistik (Destatis), 2021). Hierbei haben Bewegung und Sport einen deutlich positiven Einfluss. Bereits kurze anstrengende Einheiten und ein Umfang von weniger als 2 ½ Stunden Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche, zeigen gesundheitsfördernde Effekte, bezogen auf den systolischen und diastolischen Blutdruck (Miko et al., 2020). Umso mehr ausdauerorientierte Bewegung im beruflichen Alltag und vor allem in der Freizeit, z.B. mehr als 2 ½ Stunden schnelles Gehen, Laufen und/oder Radfahren pro Woche, absolviert wird, desto besser ist die Herzkreislaufgesundheit. Dies gilt unabhängig von Alter, Geschlecht, Gewichtsstatus oder ethnischer Zugehörigkeit (US Department of Health and Human Services, 2018). Sowohl Personen mit normalem Blutdruck, als auch Personen mit Bluthochdruck erzielen positive Effekte von jeglicher ausdauerorientierten Bewegung in Kombination mit dynamisch ausgeführten kräftigenden Übungen. Um den Blutdruck auf Normalniveau zu halten (unter 140 zu 90 mmHg), werden mindestens 90 Minuten Bewegung pro Woche mit mittlerer Intensität empfohlen (US Department of Health and Human Services, 2018). Ein höherer Bewegungsumfang sorgt laut aktuellem Kenntnisstand auch für eine Senkung des Risikos für die Entstehung von einigen häufig vorkommenden Krebserkrankungen (US Department of Health and Human Services, 2018). Krebserkrankungen stellen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland dar und sind eine der häufigsten Ursachen für stationäre Krankenhausaufenthalte (Bundesamt für Statistik (Destatis), 2021).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Thema des Zusammenhangs zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit ein und begründet die Notwendigkeit eines systematischen Reviews angesichts der unübersichtlichen Forschungslage.
2 Zielsetzung: Die Zielsetzung der Arbeit ist es, den Forschungsstand systematisch zusammenzufassen, die Auswirkungen körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit zu analysieren und praktische Empfehlungen abzuleiten.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Dieser Abschnitt beleuchtet die evolutionäre Entwicklung menschlicher Aktivität, definiert wichtige Begriffe wie „körperliche Aktivität“ und „Sport“, und stellt verschiedene Modelle und Theorien zur Gesundheit vor.
4 Methodik: Hier werden die Vorgehensweisen des systematischen Reviews detailliert beschrieben, einschließlich der Literaturrecherche in PubMed und der angewendeten Ein- und Ausschlusskriterien.
5 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Inhalte und Hauptbefunde von zwölf Primärstudien zusammenfassend dargestellt, die den Einfluss körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit untersuchen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse der analysierten Studien werden diskutiert, wobei die positiven Effekte von Sport und Bewegung auf die psychische Gesundheit hervorgehoben und methodische Limitationen sowie zukünftiger Forschungsbedarf erörtert werden.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtzusammenfassung der Erkenntnisse, betont die Rolle körperlicher Aktivität in Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen und weist auf die Dringlichkeit frühzeitiger Maßnahmen hin.
Schlüsselwörter
Körperliche Aktivität, Psychische Gesundheit, Systematischer Review, Depressionen, Angststörungen, Prävention, Therapie, Bewegungsmangel, Wohlbefinden, Gesundheitsmodelle, Fitnessökonomie, Kognitive Funktionen, Stressbewältigung, Lebensqualität, Gesundheitsförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Bachelor-Thesis behandelt den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit in Form eines systematischen Reviews, um einen umfassenden Überblick über die aktuelle Forschungslage zu geben und die Bedeutung von Bewegung für das psychische Wohlbefinden hervorzuheben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definitionen von körperlicher und sportlicher Aktivität, verschiedene Gesundheitsmodelle (biomedizinisch, biopsychosozial, Salutogenese), die positiven und negativen Konsequenzen von Aktivität bzw. Inaktivität auf die psychische Gesundheit, die gegenwärtige Situation in Deutschland sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Forschungsstand zur „Körperlichen Aktivität und psychischen Gesundheit“ zusammenzufassen, die Auswirkungen auf spezifische Störungsbilder zu analysieren, das Bewusstsein zu stärken und Empfehlungen für die Praxis abzuleiten. Die Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat körperliche Aktivität auf die psychische Gesundheit?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein systematischer Review verwendet, bei dem die Literaturrecherche in der Datenbank PubMed nach spezifischen Kriterien (randomisierte kontrollierte Studien, freier Volltext, letzte 3 Jahre, Menschen, Englisch/Deutsch) durchgeführt und die Ergebnisse analysiert und interpretiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt den aktuellen Kenntnisstand, beginnend mit der evolutionären Entwicklung des Menschen bezüglich körperlicher Aktivität, Definitionen relevanter Begriffe, Vorstellung verschiedener Gesundheitsmodelle sowie dem detaillierten Zusammenhang von körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit, einschließlich positiver Konsequenzen, Risiken von Inaktivität, der aktuellen Situation in Deutschland und relevanten Förderprogrammen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Körperliche Aktivität, Psychische Gesundheit, Systematischer Review, Depressionen, Angststörungen, Prävention, Therapie, Bewegungsmangel, Wohlbefinden, Gesundheitsmodelle, Fitnessökonomie, Kognitive Funktionen, Stressbewältigung, Lebensqualität und Gesundheitsförderung charakterisiert.
Welche Rolle spielt körperliche Aktivität bei der Prävention von Depressionen und Angststörungen?
Körperliche Aktivität hat sich als wirksame Maßnahme zur Prävention und Behandlung von Depressionen und Angststörungen erwiesen. Sie kann depressive Symptome reduzieren, die Stimmung verbessern und das Risiko, an Angststörungen zu erkranken, verringern.
Gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit von körperlicher Aktivität im Vergleich zu medikamentösen Therapien bei psychischen Erkrankungen?
Studienergebnisse zeigen, dass körperliche Aktivität vergleichbare positive Effekte auf die psychische Gesundheit wie Antidepressiva haben kann, jedoch oft mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen verbunden ist und langfristig die Rezidivrate senken kann.
Wie wird "Gesundheit" in dieser Arbeit definiert und welche Modelle werden vorgestellt?
Gesundheit wird über die WHO-Definition als „Zustand des vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens“ verstanden. Vorgestellt werden das biomedizinische, biopsychosoziale und das salutogenetische Modell von Antonovsky, die unterschiedliche Sichtweisen auf Gesundheit und Krankheit bieten.
Was sind die Hauptergebnisse bezüglich körperlicher Aktivität und Burnout-Syndrom bei Universitätsstudenten?
Bei Universitätsstudenten zeigte sich, dass sowohl aerobes Training als auch Krafttraining wirksam sind, um das Burnout-Niveau zu verringern, indem Zynismus, Ineffizienz und Erschöpfung signifikant reduziert wurden.
- Arbeit zitieren
- Elias Bavuso (Autor:in), 2023, Systematischer Review zum Thema "Körperliche Aktivität und psychische Gesundheit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478790