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Zwei Rechtstheorien im Vergleich - Utilitarismus und Prozedurale Rechtstheorie

Title: Zwei Rechtstheorien im Vergleich - Utilitarismus und Prozedurale Rechtstheorie

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: gut (5,0 in CH)

Autor:in: Aline Maier (Author)

Law - Miscellaneous
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Als reflektierende Theorien über die Rechtswissenschaften und den Rechtsbegriff ergründen verschiedene Rechtstheorien auf jeweils unterschiedlichen Wegen die Logik und das Selbstverständnis des Rechts. Dabei gibt es einerseits solche Theorien, die Recht lediglich beobachten, also aus einer externen Sichtweise Recht ergründen, und andererseits teilnehmende Theorien, die an der Verwirklichung des Rechts mitwirken.
Sowohl der Utilitarismus als auch die Prozedurale Rechtstheorie sind zwei bekannte, allerdings sehr unterschiedlich konzipierte Rechtstheorien. Während der Utilitarismus als Nützlichkeitsethik und Philosophie des Glücks einen Namen hat, gehört die Prozedurale Rechtstheorie der Deontologie, der Pflichtenethik, an und ist damit Teil der Gegenströmung des Utilitarismus. Nicht der Nutzen, sondern die Gerechtigkeit wird hier als höchster Wert angesehen. Was genau die beiden so unterschiedlichen Theorien ausmacht, worin ihre jeweiligen Vor- und Nachteile liegen und in welchen Bereich der pluralistischen Grundsätzlichkeit sie einzuordnen sind, wird im Rahmen dieser Arbeit untersucht. Doch gibt es nicht nur Differenzen zwischen nützlichkeitsorientiertem und gerechtigkeitsbestrebtem Denken: In mancher Hinsicht vermögen die Rechtskonzeptionen sich einander anzunähern, wie in einem Theorienvergleich aufgezeigt wird.

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Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. UTILITARISMUS (BENTHAM, MILL, VON JHERING)

1.1 Merkmale anhand von Sätzen in den Originaltexten

1.2 Stärken

1.3 Schwächen

1.4 Beitrag zur pluralistischen Grundsätzlichkeit

2. PROZEDURALE RECHTSTHEORIE (RAWLS)

2.1 Merkmale anhand von Sätzen in den Originaltexten

2.2 Stärken

2.3 Schwächen

2.4 Beitrag zur pluralistischen Grundsätzlichkeit

3. BESONDERE VERGLEICHSMOMENTE

3.1 Das Richtige

3.2 Das Menschenbild

3.3 Das menschliche Glück

3.4 Das Gesellschaftsbild

3.5 Die Verallgemeinerung durch Regeln

SCHLUSSWORT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer vergleichenden Analyse des Utilitarismus und der Prozeduralen Rechtstheorie, um deren unterschiedliche rechtstheoretische Ansätze, Stärken und Schwächen sowie ihre Einordnung in den Kontext der pluralistischen Grundsätzlichkeit zu beleuchten.

  • Gegenüberstellung von Nützlichkeitsethik und deontologischer Pflichtenethik.
  • Analyse der zugrunde liegenden Menschenbilder und deren Einfluss auf die Rechtskonzeption.
  • Diskussion des utilitaristischen hedonistischen Kalküls versus Rawls' Gedankenexperiment des "Schleiers des Nichtwissens".
  • Kritische Würdigung der Problematik von Gemeinwohl versus individueller Gerechtigkeit.
  • Untersuchung der Bedeutung von Verfahrensgerechtigkeit in der modernen Rechtstheorie.

Auszug aus dem Buch

1.1 Merkmale anhand von Sätzen in den Originaltexten

Die Natur hat die Menschheit unter die Herrschaft zweier souveräner Gebieter – Freud und Leid – gestellt. Es ist an ihnen allein aufzuzeigen, was wir tun sollen, wie auch zu bestimmen, was wir tun werden. Sowohl der Massstab für Richtig und Falsch als auch die Kette der Ursachen und Wirkungen sind an ihrem Thron festgemacht.

In diesem Auszug zeigt Bentham gleich mehrere Merkmale des Utilitarismus auf. Er umschreibt den Utilitarismus als Glücksethik. Die Antriebskraft menschlichen Handelns ist allein das Glück, welches sich an den Folgen einer Handlung und deren Nutzen für das Individuum bemisst. Es werden hier also sowohl das wirkungsorientierte konsequentialistische als auch das nutzenorientierte utilitaristische Element des Utilitarismus aufgeführt.

Dass der Utilitarismus den Schwerpunkt auf den Nutzen legt, wird von Rawls vehement kritisiert, denn jener spricht der Gerechtigkeit Vorrang vor der Nützlichkeit zu. Gleichzeitig kommt in dem Zitat das dem Utilitarismus zu Grunde liegende Menschenbild zum Ausdruck: Der Mensch ist kein Vernunftwesen, wie hingegen die Deontologen Kant und Rawls behaupten, sondern von seinen Trieben gesteuert. Die menschlichen Triebe zielen ab auf die Vermeidung von Leid und auf die Maximierung von Freude. Die einzige Freiheit des Menschen besteht in der Wahl der Mittel und Wege, um das Glück zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. UTILITARISMUS (BENTHAM, MILL, VON JHERING): Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien des Utilitarismus als Nützlichkeitsethik, diskutiert das hedonistische Kalkül und hinterfragt die ethischen Implikationen sowie Stärken und Schwächen dieses Ansatzes.

2. PROZEDURALE RECHTSTHEORIE (RAWLS): Hier wird John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit vorgestellt, wobei insbesondere das Gedankenexperiment des „Schleiers des Nichtwissens“ als Verfahren zur Bestimmung gerechter Grundsätze analysiert wird.

3. BESONDERE VERGLEICHSMOMENTE: In diesem Kapitel werden beide Theorien direkt gegenübergestellt, wobei Aspekte wie das Verständnis des „Richtigen“, das Menschenbild und das Gesellschaftsbild untersucht werden, um die Unterschiede präziser abzugrenzen.

Schlüsselwörter

Rechtstheorie, Utilitarismus, Prozedurale Rechtstheorie, John Rawls, Jeremy Bentham, Gerechtigkeit, Nützlichkeitsethik, hedonistisches Kalkül, Schleier des Nichtwissens, Rechtsphilosophie, Gesellschaftsvertrag, Deontologie, Gemeinwohl, Verfahrensgerechtigkeit, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht den Utilitarismus und die Prozedurale Rechtstheorie, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Theorien das Recht und das gesellschaftliche Zusammenleben legitimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Abgrenzung zwischen Nützlichkeit und Gerechtigkeit, die Analyse von Menschenbildern in der Rechtstheorie und die Bedeutung von Verfahren im Recht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie die theoretischen Differenzen beider Rechtskonzeptionen herauszuarbeiten und deren Beitrag zur pluralistischen Grundsätzlichkeit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtsphilosophische Vergleichsanalyse angewandt, die auf der Auswertung von Originaltexten sowie einer kritischen Reflexion der theoretischen Argumentationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung beider Theorien mit ihren jeweiligen Merkmalen, Stärken und Schwächen sowie einen direkten Vergleich in spezifischen Kategorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gerechtigkeit, Utilitarismus, Rawls, Bentham, Gemeinwohl, Deontologie und Verfahrensgerechtigkeit charakterisiert.

Was unterscheidet Rawls' Ansatz vom Utilitarismus in Bezug auf das „Richtige“?

Während der Utilitarismus das Richtige über den Nutzen für die Mehrheit bestimmt, setzt Rawls auf ein faires Verfahren, in dem Gerechtigkeitsprinzipien von allen Beteiligten gemeinsam beschlossen werden.

Welche Kritik übt die Autorin am Rawls'schen Menschenbild?

Die Autorin argumentiert, dass Rawls' idealistisches Menschenbild den Menschen als moralisches Wesen voraussetzt, das Streben nach Gerechtigkeit aber letztlich auch nur als eine Form des Strebens nach persönlichem Glück (und somit utilitaristisch) interpretiert werden kann.

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Details

Title
Zwei Rechtstheorien im Vergleich - Utilitarismus und Prozedurale Rechtstheorie
College
University of St. Gallen
Grade
gut (5,0 in CH)
Author
Aline Maier (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V148985
ISBN (eBook)
9783640594320
ISBN (Book)
9783640593958
Language
German
Tags
Zwei Rechtstheorien Vergleich Utilitarismus Prozedurale Rechtstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aline Maier (Author), 2009, Zwei Rechtstheorien im Vergleich - Utilitarismus und Prozedurale Rechtstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148985
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