Der vorliegende Reflexionsbericht umfasst meinen persönlichen Lern- und Erkenntnisprozess, den ich durch die Teilnahme am Wahlmodul „Angewandte Prävention III: Ernährung“ an der SRH-Fernhochschule erfahren durfte. Das Modul setzte sich mit verschiedenen Aspekten der angewandten Prävention im Bereich der Ernährung und der Rolle der Ernährungspsychologie auseinander. Die allgemeinen Trainingsparameter dieses Moduls umfassten zwei Vorlesungen von je drei Stunden sowie zwei ausführliche Studienbriefe, die durchgearbeitet wurden. Die Hauptinhaltspunkte des Moduls beinhalteten dabei die Grundlagen der Ernährungspsychologie, das Ernährungs- und Essverhalten, Theorien der Regulation, Grundlagen einer gesunden Ernährung, krankhafte Veränderungen des Essverhaltens sowie die Steuerung des Essverhaltens. Somit wurden nicht nur die grundlegenden Konzepte und theoretischen Hintergründe dieser Themen behandelt, sondern auch das Verständnis und Wissen anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen vertieft.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Überblick über das Wahlmodul
3 Reflexion meines Lernprozesses
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Reflexionsberichts ist die Dokumentation des persönlichen Lernprozesses und der Wissensvertiefung im Rahmen des Moduls „Angewandte Prävention III: Ernährung“ an der SRH-Fernhochschule.
- Grundlagen der Ernährungspsychologie und Steuerung des Essverhaltens
- Einflussfaktoren auf das Ernährungs- und Essverhalten (Drei-Komponenten-Modell)
- Theorien zur Regulation von Hunger, Appetit und Sättigung (Set-Point-Theorie)
- Anwendung des SMART-Prinzips zur Verhaltensänderung
- Erkenntnisse zum Transfer von Theorie in die berufliche Praxis im Kindergarten
Auszug aus dem Buch
3 Reflexion meines Lernprozesses
Im Folgenden möchte ich nun meinen eigenen Lern- und Erkenntnisprozess reflektieren. Besonders faszinierend war für mich die Bedürfnispyramide von Maslow, welche die hierarchische Struktur menschlicher Bedürfnisse beschreibt. Sie besteht aus fünf Stufen, die von grundlegenden physiologischen Bedürfnissen bis hin zu höheren psychologischen Bedürfnissen reichen. Die grundlegende Ebene stellt dabei die physiologischen Bedürfnisse dar, zu denen essenzielle Bedürfnisse wie Nahrung, Wasser und Schlaf gehören. Mir wurde bewusst, dass meine übermäßigen Gedanken bezüglich des Essens möglicherweise darauf zurückzuführen sind, dass ich durch Crash-Diäten meine grundlegenden Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigen konnte.
Da das Essen neben Schlaf und Flüssigkeitsaufnahme ein fundamentales Bedürfnis darstellt, versucht der Körper alles in seiner Macht Stehende, um dieses Bedürfnis zu erfüllen. Dadurch beeinflusst er auch die kognitive Ebene und führt dazu, dass meine Gedanken ausschließlich um das Thema Essen kreisen. Besonders bemerkenswert war auch die Erkenntnis, dass jedes Individuum eine angeborene Fähigkeit zur Regulation der Nahrungsaufnahme besitzt. Zum Beispiel neigen Babys dazu, Lebensmittel zu bevorzugen, welche die für ihre Entwicklung notwendigen Nährstoffe enthalten. Darüber hinaus ist es auch festzustellen, dass das erlernte Essverhalten durch Gewohnheiten gefestigt wird. Dies wird als mere-exposure-Effekt bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Verfasserin stellt ihren Lernprozess und die Motivation zur Belegung des Moduls „Angewandte Prävention III: Ernährung“ dar, mit dem Ziel, theoretisches Wissen für den Alltag und die berufliche Praxis nutzbar zu machen.
2 Überblick über das Wahlmodul: Dieses Kapitel fasst die zentralen Lehrinhalte zusammen, darunter die Ernährungspsychologie, Einflüsse auf das Essverhalten, Regulationsmechanismen sowie Ansätze zur Prävention von Adipositas und Essstörungen.
3 Reflexion meines Lernprozesses: Die Autorin reflektiert ihre Erkenntnisse über physiologische Bedürfnisse, Hunger vs. Appetit und die Set-Point-Theorie und beschreibt die Anwendung des SMART-Prinzips zur Etablierung gesünderer Gewohnheiten.
4 Fazit: Der Bericht schließt mit der Feststellung, dass das Modul zu einem tieferen Verständnis psychologischer Aspekte der Ernährung führte und sowohl persönliche als auch berufliche Verhaltensänderungen nachhaltig unterstützt hat.
Schlüsselwörter
Ernährungspsychologie, Prävention, Essverhalten, Bedürfnispyramide, SMART-Prinzip, Selbstregulation, Set-Point-Theorie, Hunger, Sättigung, Ernährungserziehung, Gesundheitsförderung, Psychologische Kompetenzen, Motivationspsychologie, Ernährungsbildung, Verhaltensänderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Reflexionsbericht primär?
Der Bericht dokumentiert die persönlichen Lernerfahrungen und die fachliche Reflexion einer Psychologie-Studentin während ihres Moduls zur Ernährungspsychologie.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören die Grundlagen der Ernährungspsychologie, die psychologischen Faktoren des Essverhaltens, die Rolle von Motivation sowie die praktische Anwendung von Präventionsmodellen.
Welches Hauptziel verfolgt die Autorin mit dem Modul?
Die Autorin möchte theoretische Grundlagen der Ernährungspsychologie verstehen, um ihr eigenes Essverhalten zu verbessern und Erkenntnisse für ihre Tätigkeit als Erzieherin nutzbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Zielerreichung eingesetzt?
Die Arbeit nutzt die Methode der Selbstreflexion, verknüpft mit theoretischen Konzepten wie der Maslowschen Bedürfnispyramide und dem SMART-Prinzip für das eigene Zeit- und Zielmanagement.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Inhalte des Moduls und verknüpft diese mit der eigenen Lebenswelt, insbesondere in Bezug auf Stressmanagement, Hungerregulation und Ernährungsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf Ernährungspsychologie, Verhaltensänderung, Selbstwirksamkeit und Präventionsstrategien im Bildungskontext.
Wie konnte die Autorin ihre Erkenntnisse auf ihre berufliche Tätigkeit übertragen?
Sie initiierte in ihrem Kindergarten Projekte zur gesunden Ernährung, basierend auf der Ernährungspyramide der DGE, und reflektierte ihre eigene Vorbildfunktion beim gemeinsamen Mittagessen.
Welche Rolle spielt die Set-Point-Theorie für die Autorin?
Die Theorie half ihr zu verstehen, warum klassische Diäten oft scheitern, was dazu führte, dass sie ihren Fokus weg vom reinen Körpergewicht hin zum allgemeinen Wohlbefinden verschob.
Wie setzt die Autorin das SMART-Prinzip konkret ein?
Sie definierte spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitgebundene Ziele, wie etwa die Etablierung regelmäßiger Spaziergänge nach der Arbeit, um emotional gesteuerte Essanfälle zu reduzieren.
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- Anonym (Author), 2023, Reflexionsbericht des Wahlmoduls "Angewandte Prävention III: Ernährung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1490763