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Wie kommt es zur Kindeswohlgefährdung und welche Folgen ergeben sich daraus?

Titel: Wie kommt es zur Kindeswohlgefährdung und welche Folgen ergeben sich daraus?

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit - Kinder- und Jugendhilfe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich somit mit der Thematik der Kindeswohlgefährdung, den Handlungsmöglichkeiten des Jugendamts und den daraus schlussfolgernden Hilfen zur Erziehung. Nach der Einleitung werden in Kapitel zwei die Begriffe des Kindeswohls und der Kindeswohlgefährdung definiert. Im Anschluss daran werden mögliche Folgen von Kindeswohlgefährdung für Kinder dargestellt. Hierbei werden sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Folgen in Betracht genommen. Anschließend werden Merkmale und mögliche Ursachen der Kindeswohlgefährdung anhand von Beispielen beschrieben. Nachfolgend, in Kapitel drei, wird auf die Handlungsmöglichkeiten und die Aufgaben des Jugendamtes im Falle einer Kindeswohlgefährdung erarbeitet. Abschließend in Kapitel fünf wird auf Hilfen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (KJGH) eingegangen, die Familien in schweren Lebenslagen in Anspruch nehmen können.

In den letzten Jahren haben die Diskussionen über das Wohlergehen von Kindern in den Medien breite Aufmerksamkeit erregt. Immer wieder geraten nämlich Eltern an ihre Grenzen, wenn sie das Wohl der Kinder alleine nicht mehr gewährleisten können. Es entstanden viele Berichte von Kindesstörungen, Misshandlungen und Vernachlässigung weltweit.
Zum Beispiel lösten die Hungertode von Lea-Sophie im Jahr 2008 und der Fall Anakin im Jahr 2014 eine große emotionale Debatte aus. Allein im letzten Jahr haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 55 500 Kinder und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Im Falle einer Kindeswohlgefährdung werden Jugendämter oder einzelne Fachkräfte ‚alamiert'. Wenn dem Jugendamt Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt gegeben wird, muss es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte erst einmal abschätzen (SGB VIII). Hierbei ist das Jugendamt berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen besteht (SGB VIII). Vor einer solchen Inobhutnahme hat jeder Sorgeberechtigter bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe, auch Hilfe zur Erziehung genannt, wenn eine die dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist, welches in der folgenden Hausarbeit noch genauer erläutert wird. (SGB VIII).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindeswohlgefährdung

2.1. Begriffserklärung

2.1.1. Kindeswohl

2.1.2. Kindeswohlgefährdung

2.2. Formen und Folgen von Kindeswohlgefährdungen

2.3. Ursachen von Kindeswohlgefährdungen

3. Handeln des Jugendamtes

4. Hilfen zur Erziehung

4.1. Erziehungsberatung

4.2. Erziehungsbeistand

4.3.Sozialpädagogische Familienhilfe

4.4. Vollzeitpflege

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die Problematik der Kindeswohlgefährdung, beleuchtet die Rolle des Jugendamtes bei der Gefahrenabwehr und analysiert unterstützende Hilfeleistungen zur Erziehung, um gefährdeten Kindern und Jugendlichen eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

  • Definition des Kindeswohls und der Kindeswohlgefährdung
  • Analyse der verschiedenen Formen und Ursachen von Kindeswohlgefährdungen
  • Darstellung der Handlungsschritte des Jugendamtes im Gefahrenfall
  • Überblick über das System der Hilfen zur Erziehung
  • Betrachtung der langfristigen Auswirkungen auf die betroffenen Kinder

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Kindeswohlgefährdung

Der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ ist ebenfalls ein unbestimmter Rechtsbegriff. Dies bedeutet, dass es keine rechtsverbindliche Definition gibt. Das heißt wiederum, dass die Gesetzgebung weiterhin Änderungen akzeptieren kann, die aufgrund der Prozesse in der sozialen Diskussion auftreten können. Die Gefährdung des Wohlergehens von Kindern ist keine beobachtbare Tatsache, sondern eine Struktur von Rechtsnormen. Hierbei ist das Alter jedoch klar definiert. Kindeswohlgefährdung bezieht sich ausschließlich auf Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren. Die Bezeichnung Kindeswohlgefährdung greift auf den Missbrauch der elterlichen Vormundschaft und das Versagen des Elternteils aufgrund eines eigenen Verschuldens oder des Verhaltens eines Dritten zurück.

Die rechtliche Definition der Kindeswohlgefährdung basiert auf den Bürgerlichen Gesetzbuch, die besagt, dass ein Tatbestandsmerkmal vorhanden sein muss, um in die elterliche Vormundschaft eingreifen zu können.

„Das Recht spricht von Kindeswohlgefährdung, wenn ein Verhalten von Eltern in einem solchen Ausmaß in Widerspruch zu körperlichen, geistigen, seelischen oder erzieherischen Bedürfnissen eines Kindes oder Jugendlichen steht, dass mit ziemlicher Sicherheit eine erhebliche Beeinträchtigung in der Entwicklung des Kindes droht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, benennt die Relevanz der Kindeswohlgefährdung in der heutigen Gesellschaft und skizziert den Aufbau der Hausarbeit.

2. Kindeswohlgefährdung: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten definiert, verschiedene Formen wie Vernachlässigung oder Misshandlung erläutert sowie Ursachen für Gefährdungssituationen in Familien analysiert.

3. Handeln des Jugendamtes: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten des Jugendamtes bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung sowie den Prozess der Risikobewertung.

4. Hilfen zur Erziehung: Hier werden verschiedene ambulante und stationäre Unterstützungssysteme vorgestellt, die Familien in belasteten Lebenssituationen in Anspruch nehmen können.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die gesellschaftliche Bedeutung des Kinderschutzes sowie die Notwendigkeit, den Kreislauf von Gewalt zu durchbrechen.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Kindeswohl, Jugendamt, Kinderschutz, Erziehungshilfe, Vernachlässigung, Misshandlung, SGB VIII, Familiengericht, Inobhutnahme, Risikobewertung, Sozialpädagogische Familienhilfe, Prävention, Entwicklung, Elternverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung, analysiert deren Formen und Ursachen und untersucht, wie staatliche Institutionen wie das Jugendamt intervenieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kindeswohl, die Analyse von Gefährdungsmerkmalen, das gesetzliche Handeln bei Anhaltspunkten für Misshandlung und die Strukturierung von Hilfen zur Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Einblicke in Mechanismen der Kindeswohlgefährdung zu gewähren und aufzuzeigen, durch welche Unterstützungsangebote Kinder vor Gefahren geschützt und ihre Entwicklung gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur sowie der Analyse relevanter Gesetzestexte, insbesondere des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) und des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung von Gefährdungsformen und -ursachen (u.a. Vernachlässigung, Gewalt), die Interventionsstrategien des Jugendamtes und eine detaillierte Auflistung erzieherischer Hilfsangebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kindeswohlgefährdung, Kinderschutz, Intervention durch das Jugendamt, Formen der Vernachlässigung, Hilfe zur Erziehung und elterliche Erziehungskompetenzen.

Wann ist das Jugendamt gesetzlich verpflichtet einzuschreiten?

Das Jugendamt wird aktiv, sobald es Kenntnis von Anhaltspunkten für eine Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen erhält, um das Gefährdungsrisiko in Zusammenarbeit mit Fachkräften zu bewerten.

Welche Rolle spielt die Einbeziehung der Eltern bei Risikobewertungen?

Grundsätzlich müssen Eltern in Diskussionen einbezogen werden, es sei denn, dies würde den wirksamen Schutz des Kindes beeinträchtigen oder verhindern.

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Details

Titel
Wie kommt es zur Kindeswohlgefährdung und welche Folgen ergeben sich daraus?
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1493150
ISBN (PDF)
9783389049457
ISBN (Buch)
9783389049464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindeswohlgefährdung SGB VIII Folgen Formen einer KWG Missbrauch Jugendamt Hilfen zur Erziehung Ursachen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Wie kommt es zur Kindeswohlgefährdung und welche Folgen ergeben sich daraus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1493150
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Leseprobe aus  17  Seiten
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