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Lokal produziert - global gehandelt

Landwirtschaft im Kontext des Welthandels

Title: Lokal produziert - global gehandelt

Seminar Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jan C. Pannenbäcker (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Überblick über die heutige Situation der globalen Landwirtschaft geben und aufgezeigt, wie diese mit dem Welthandel verbunden bzw. von diesem abhängig ist. Dabei ist es wichtig, die globalen Handelsbeziehungen nachzuvollziehen, um zu verstehen, wie heutzutage tatsächlich landwirtschaftliche Produkte erzeugt werden.
Nach einem historischem Bezug, in dem erläutert wird wie es zu dem heutigen System gekommen ist (von der Entdeckung Amerikas bis zur Gegenwart), wird genauer auf die Situation des globalen Agrarhandels und dessen Hintergründe eingegangen. Insbesondere wird dabei auf die Exportwirtschaft des "Südens", die Rolle transnationaler Unternehmen sowie die Welthandelsorganisation (WTO) und Exportsubventionen als Instrumente des Welthandels eingegangen.
Abschließend wird aufgezeigt, wie sich die tatsächliche Landwirtschaft im 21. Jahrhundert darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Bezug

3. Globaler Agrarhandel

3.1 Exportwirtschaft und Welthandel

3.2 Zwei Instrumente des globalen Handels

3.2.1 Welthandelsorganisation

3.2.2 Exportsubventionen

3.3 Agrarkonzerne und transnationale Unternehmen

4. Landwirtschaftliche Produktion heute

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Situation der globalen Landwirtschaft und deren enge Verflechtung mit dem Welthandel. Dabei wird untersucht, wie historisch gewachsene Strukturen sowie moderne Handelsmechanismen und die Macht multinationaler Konzerne die Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion weltweit beeinflussen.

  • Historische Entwicklung der globalen landwirtschaftlichen Vernetzung
  • Strukturen und Auswirkungen des globalen Agrarhandels
  • Instrumente der Handelsregulierung und deren Folgen
  • Konzentrationsprozesse im agroindustriellen Komplex
  • Technologische Industrialisierung der modernen Landwirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.3 Agrarkonzerne und transnationale Unternehmen

Vor etwa 400 Jahren entstand mit der Ostindien-Kompanie das erste multinationale Unternehmen. 2003 waren es weltweit über 60 000 transnationale Konzerne mit etwa 870 000 Niederlassungen und 53 Millionen MitarbeiterInnen und weiteren Millionen ZulieferInnen und Serviceunternehmen, welche von diesen kontrolliert werden (UNCTAD, 2003, zitiert nach Sachs & Santarius, 2007, S. 40). Der eigentliche Einfluss der Unternehmen wird durch diese Zahlen jedoch noch gar nicht deutlich, denn die führenden 500 multinationalen Konzerne dominieren etwa zwei Drittel des gesamten Welthandels, und 40 Prozent dieses Handels findet innerhalb dieser Konzerne statt (Chatterjee, 2005).

Der Konzentrationsprozess im agroindustriellen Komplex ist beängstigend und zieht sich durch die gesamte Nahrungskette. Lagerhäuser, Mühlen, Röstereien, Großhändler, aber auch Einzelhandel verschmelzen zusehends zu Oligopolen und Monopolen. [....] Die Konzentration findet nicht nur „horizontal“ statt, in Form von Fusionen und Übernahmen, sondern auch „vertikal“: Cargill kontrolliert vom Weizenanbau über das Mahlen und Transportieren bis hin zur Cornflakesproduktion einen Großteil der Nahrungsmittelkette. Am Ende dieses Prozesses stehen riesige private Planwirtschaften, die die gesamte Nahrungsmittelversorgung der Menschheit kontrollieren. (Felber, 2006, S. 188-189)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der globalen Landwirtschaft ein und verdeutlicht deren Abhängigkeit vom Welthandel sowie die Relevanz einer historischen Betrachtung.

2. Historischer Bezug: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der landwirtschaftlichen Globalisierung von der Entdeckung Amerikas bis hin zur modernen Liberalisierung der Märkte nach.

3. Globaler Agrarhandel: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Exportorientierung von Entwicklungsländern und der Abhängigkeit vom Weltmarkt sowie die Rolle politischer Instrumente und Konzerne beleuchtet.

3.1 Exportwirtschaft und Welthandel: Dieser Abschnitt beschreibt, wie die Liberalisierung die Rolle von Entwicklungsländern vom Exporteur zum Importeur veränderte und den Anbau von Cash Crops forcierte.

3.2 Zwei Instrumente des globalen Handels: Dieses Unterkapitel analysiert die Rolle der WTO und das Instrument der Exportsubventionen als Regulierungsfaktoren im Agrarsektor.

3.2.1 Welthandelsorganisation: Hier werden die Funktionen der WTO und des Agrarabkommens (AoA) sowie deren drei Säulen zur Marktfreigabe erläutert.

3.2.2 Exportsubventionen: Dieser Abschnitt thematisiert die negativen Auswirkungen künstlich verbilligter Agrarexporte auf die Märkte in Entwicklungsländern am Beispiel Jamaikas.

3.3 Agrarkonzerne und transnationale Unternehmen: Dieses Kapitel zeigt die enorme Machtkonzentration multinationaler Konzerne auf, die durch vertikale Integration weite Teile der globalen Nahrungsmittelversorgung kontrollieren.

4. Landwirtschaftliche Produktion heute: Hier werden die technologischen und strukturellen Merkmale der heutigen industriellen Landwirtschaft, wie Intensivierung und Konzentration, kritisch analysiert.

5. Schluss: Das Fazit stellt fest, dass der globale Handel primär den Großkonzernen nützt, während die breite Masse der Landwirte in eine abhängige und machtlose Position gedrängt wird.

Schlüsselwörter

Landwirtschaft, Welthandel, Globalisierung, Exportsubventionen, Welthandelsorganisation, WTO, Agrarkonzerne, Multinationale Unternehmen, Nahrungsmittelversorgung, Liberalisierung, Cash Crops, Agroindustrie, Industrielle Landwirtschaft, Marktzugang, Welternährung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die heutige Situation der globalen Landwirtschaft und ihre Verflechtung mit dem Welthandel, um die tatsächlichen Produktionsbedingungen und globalen Abhängigkeiten aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung der Globalisierung im Agrarsektor, die Rolle der WTO, Exportsubventionen sowie die Machtkonzentration durch transnationale Agrarkonzerne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Einfluss des globalen Handels auf die heutige landwirtschaftliche Produktion zu analysieren und zu verdeutlichen, wie die Abhängigkeit vom Weltmarkt die Akteure beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und nutzt Daten internationaler Institutionen wie der World Bank und der FAO, um globale Zusammenhänge darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Untersuchung von Handelsinstrumenten, die Darstellung von Konzentrationsprozessen im Agrobusiness sowie die Beschreibung heutiger industrieller Produktionsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Globalisierung, Landwirtschaft, Welthandel, WTO, Agrarkonzerne, Exportsubventionen, Industrialisierung und Marktliberalisierung.

Welche Rolle spielt die Welthandelsorganisation (WTO) in der Agrarpolitik?

Die WTO regelt durch Abkommen wie das AoA den globalen Agrarhandel mit dem Ziel der Liberalisierung, wobei sie Mechanismen zum Marktzugang und zum Abbau staatlicher Stützungen vorgibt.

Warum wird die Situation auf Jamaika als Beispiel angeführt?

Das Beispiel verdeutlicht, wie durch Exportsubventionen der Industrieländer (insbesondere der EU) lokale Märkte in Entwicklungsländern zerstört werden, was den Ruin für heimische Kleinbauern bedeutet.

Was bedeutet vertikale Konzentration im agroindustriellen Komplex?

Dies beschreibt den Prozess, bei dem ein Unternehmen die gesamte Kette von der Rohstofferzeugung über die Verarbeitung bis zum Transport und der Vermarktung kontrolliert, was zu einer monopolähnlichen Marktbeherrschung führt.

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Details

Title
Lokal produziert - global gehandelt
Subtitle
Landwirtschaft im Kontext des Welthandels
College
University of Graz
Course
Einführungsveranstaltung in Global Studies
Grade
1
Author
Jan C. Pannenbäcker (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V149522
ISBN (eBook)
9783640688432
ISBN (Book)
9783640688333
Language
German
Tags
Welthandel Landwirtschaft Globalisierung Hunger Entwicklungsländer Kapitalismus Agro Agroindustrie Agrarhandel WTO Exportsubventionen Welthandelsorganisation Transnationale Konzerne Multinationale Konzerne Nord Süd Konflikt Ernährung Produktion Lebensmittel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan C. Pannenbäcker (Author), 2010, Lokal produziert - global gehandelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149522
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