Ziel dieser Arbeit ist es, anhand eines Fallbeispiels für einen fiktiven Automobilhersteller ein geeignetes Personalauswahlverfahren zu entwickeln (Modalziel), um hieraus konkrete Handlungsanweisungen für das Unternehmen abzuleiten (Finalziel), die die individuellen unternehmensinternen Rahmengrößen berücksichtigen.
Dazu werden im zweiten Kapitel die terminologischen Grundlagen vermittelt. Dabei wird zunächst auf das theoretische Konzept der Personalauswahl, auf die unterschiedlichen Formen der Personalauswahl, die sich etabliert haben sowie auf deren Vor- und Nachteile ausgewählter Auswahlverfahren eingegangen. Darauf aufbauend widmet sich das dritte Kapitel dem Fallbeispiel des Automobilherstellers zur Erstellung eines Verfahrens der zukünftigen Personalauswahl. Beginnend mit der Einordnung von branchenspezifischen Besonderheiten der Automobilindustrie anhand eines ausgewählten Beispiels, wird das Konzept des Personalauswahlverfahrens entwickelt, um in einem letzten Schritt konkrete Handlungsanweisungen für den Automobilhersteller hieraus abzuleiten. Schließen wird die Hausarbeit im vierten Kapitel, in welchem eine Zusammenfassung der Arbeit folgt, um mit einem inhaltlichen Resümee und einem kurzen Ausblick die Arbeit zu beenden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Terminologischen Grundlagen
2.1. Personalauswahl
2.2. Formen der Personalauswahl
2.3. Vor- und Nachteile von Personalauswahlverfahren
3. Fallbeispiel: Personalauswahlverfahren eines Automobilherstellers
3.1 Branchenspezifische Besonderheiten der Personalauswahl
3.2 Konzept für die Personalauswahl
3.3 Handlungsempfehlungen
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein strukturiertes und effektives Personalauswahlverfahren für einen fiktiven Automobilhersteller zu entwickeln, um eine geplante personelle Erweiterung im Entwicklungsbereich um 15 Prozent über fünf Jahre erfolgreich zu bewältigen und Fehlbesetzungen zu minimieren.
- Theoretische Fundierung der modernen Personalauswahl gemäß DIN 33430
- Analyse verschiedener Auswahlverfahren und deren Eignung
- Übertragung von Best-Practice-Beispielen aus der Automobilindustrie
- Entwicklung eines fünfstufigen Auswahlkonzepts
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Personalpraxis
Auszug aus dem Buch
3.1 Branchenspezifische Besonderheiten der Personalauswahl
Grundsätzlich existieren in der Geschäftskompetenz Personal industrieunabhängige Komponenten, wie beispielsweise Faktoren eines sicheren Arbeitsplatzes, eine angemessene Monatsvergütung und perspektivische Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese Erwartungen betreffen maßgeblich alle Mitarbeiter und Arbeitnehmer in ihrer alltäglichen Arbeit und gleichen sich deshalb unabhängig des branchenspezifischen Personalwesens. (vgl. Wedeniwski, 2015, S. 203).
Ein Beispiel der Personalauswahl stellt das Projekt Auto 5000 GmbH des Automobilherstellers Volkswagen AG dar: Mit dem Projekt 5.000 x 5.000 sollten 5.000 Arbeitslose oder von der Arbeitslosigkeit bedrohte Mitarbeiter eingestellt werden, die an dem deutschen VW-Standort im Wolfsburg den VW Touran und den VW Microbus anfertigen sollten (vgl. Schulter/ Brandenburg, 2003, S. 1). Hier lag die Herausforderung daran, aus einer sehr heterogenen Gruppe aus Bewerbern das Personal zu rekrutieren, welches in einem neuartigen innovativen Konzept unter Einbeziehung der Mitarbeiter zur Prozessoptimierung weitestgehend eigenständig am Standort die VW-Autos herstellt (vgl. Schumann et al., 2005, S. 3). Dazu wurde ein dreistufiges Personalauswahlverfahren konzipiert, welches das Ziel hatte aus den 48.000 Bewerbungen in einer ersten Phase 3.500 neue Mitarbeit für das Projekt einzustellen: In der ersten Stufe konnten sich Interessierte über ein Online-Portal anmelden, ihre personenbezogenen Daten und ihren Lebenslauf hinterlegen, anhand dessen Informationen eine kostengünstige Vorauswahl getroffen werden konnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die wachsende Bedeutung einer professionellen Personalauswahl angesichts des Fachkräftemangels dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.
2. Terminologischen Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Konzepte der Personalauswahl, klassifiziert verschiedene Verfahren nach DIN 33430 und diskutiert deren spezifische Vor- und Nachteile.
3. Fallbeispiel: Personalauswahlverfahren eines Automobilherstellers: Hier werden die theoretischen Grundlagen auf ein fiktives Unternehmen angewendet, um ein branchenspezifisches Auswahlkonzept zu entwerfen und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zur Wichtigkeit strukturierter Auswahlprozesse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz des Themas im Kontext der Digitalisierung.
Schlüsselwörter
Personalauswahl, Personalmanagement, Personalbeschaffung, DIN 33430, Anforderungsprofil, Automobilindustrie, Rekrutierung, Auswahlverfahren, Eignungsdiagnostik, Personalbedarfsplanung, Assessment Center, Vorstellungsgespräch, Humankapital, Personalführung, Personalerhöhung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen des Personalmanagements, insbesondere mit der Gestaltung systematischer Personalauswahlverfahren, angewandt auf einen Automobilhersteller.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Einordnung der Personalauswahl, Verfahren der Eignungsdiagnostik, die Herausforderungen der Automobilbranche und die praktische Implementierung eines Auswahlkonzepts.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines strukturierten Personalauswahlverfahrens für einen fiktiven Automobilhersteller, um den Bedarf von 15 Prozent zusätzlichem Personal in fünf Jahren effektiv zu decken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur Fundierung terminologischer Grundlagen und wendet diese deduktiv auf ein fiktives Fallbeispiel an, um daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Kategorien der DIN 33430 erörtert und bewertet, bevor diese auf das Fallbeispiel eines Automobilherstellers unter Berücksichtigung von Stufenmodellen übertragen werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Anforderungsprofil, Personalbedarfsplanung und DIN 33430.
Warum wird das Projekt Auto 5000 der VW AG als Beispiel herangezogen?
Das Projekt dient als illustratives Beispiel dafür, wie eine sehr heterogene Bewerbergruppe durch ein strukturiertes, mehrstufiges Auswahlverfahren erfolgreich und kosteneffizient bewältigt werden kann.
Welche Bedeutung hat die DIN 33430 für das entwickelte Konzept?
Die Norm bietet den strukturgebenden Rahmen für die Kategorisierung der Auswahlmethoden und stellt sicher, dass das Verfahren zielorientiert und professionell gestaltet wird.
Warum ist ein Assessment Center für das Fallbeispiel eher unzweckmäßig?
Da das Unternehmen Personal unterhalb der Ebene Teamleiter sucht, steht der hohe Aufwand und die Kosten eines mehrtägigen Assessment Centers laut Autor meist nicht im Verhältnis zum Nutzen.
- Arbeit zitieren
- Felix Dittrich (Autor:in), 2021, Grundlagen des Personalmanagements. Personalauswahl für einen Automobilhersteller. Auf der Suche nach geeigneten Auswahlverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495711