Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Belastungs- und Schutzfaktoren sowie Coping-Strategien im inter- und multiprofessionellen Teamsetting der palliativen Versorgung im Krankenhaus zu untersuchen. Durch eine umfassende Betrachtung dieser Gesichtspunkte soll Klarheit für die Rolle der Mitarbeiter in multiprofessionellen Teams sowie für die Herausforderungen und Chancen in der interprofessionellen Zusammenarbeit im Kontext der Palliativversorgung geschaffen werden. Des Weiteren sollen die Ressourcen und Strategien, die zur Bewältigung der Belastungen zur Verfügung stehen, aufgezeigt werden, um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu erhalten und die Qualität der palliativen Versorgung im Krankenhaus nachhaltig zu steigern.
Die Ausarbeitung basiert ausschließlich auf einer theoretischen Literaturanalyse. Die Resultate werden im Rahmen dieser Arbeit konkretisiert und schriftlich festgehalten. Im Zuge der Recherche werden die Publikationen auf ihre Relevanz für das Thema überprüft und die Inhalte nach ihrem Nutzen für die Beantwortung der Forschungsfrage bewertet. Abschließend werden die Ergebnisse diskutiert und Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Relevanz
1.2 Problemlage
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Forschungsstand
1.5 Relevanz für die Praxis und Forschungsfrage
1.6 Gliederung der Arbeit
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Palliative Versorgung
2.1.1 Entwicklung der Palliative Care
2.1.2 Gesetzliche Vorgaben in der Palliativarbeit
2.1.3 Palliative Versorgung im Krankenhaus
2.1.4 Spezielle palliative Versorgung
2.2 Inter- und multiprofessionelle Teamarbeit
2.2.1 Definition und Merkmale interprofessioneller Teams
2.2.2 Herausforderungen und Chancen interprofessioneller Zusammenarbeit
2.2.3 Definition und Merkmale multiprofessioneller Teams
2.3 Belastungsfaktoren und Schutzfaktoren
2.3.1 Definition Belastungsfaktoren
2.3.2 Stress, Stressoren, Stressreaktionen und Stressverstärker
2.3.3 Definition Schutzfaktoren
2.4 Coping
2.4.1 Konzept des Coping
2.4.2 Bewältigungsstrategien bei Stress und Belastung
2.4.3 Bewertungsmethoden bei Stress und Belastung
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Methodik der systematischen Literaturrecherche
3.2 Auswahlkriterien für die Literaturrecherche
3.3 Ergebnisse- und Bewertung der Literatur
4 Inter- und multiprofessionelle Teamarbeit in der Palliativversorgung
5 Belastungs-, Stress- und Schutzfaktoren in der multiprofessionellen Teamarbeit im Kontext der Palliativversorgung im Krankenhaus
5.1 Belastungsfaktoren im Kontext der Palliativversorgung
5.2 Stressfaktoren im Kontext der Palliativversorgung
5.2.1 Identifizierung spezifischer Stressoren im Kontext der Palliativversorgung
5.2.2 Auswirkungen spezifischer Stressoren im Kontext der Palliativversorgung
5.3 Schutzfaktoren im Kontext der Palliativversorgung
6 Grundlegende Prinzipien von Coping im Kontext der Palliativversorgung
6.1 Anwendung des transaktionalen Stressmodells von Lazarus und Folkman
6.2 Individuelle Wege zur Stressbewältigung
6.3 Angebote zur Förderung der Gesundheit und Entwicklung der Gesundheitskompetenz
7 Ergebnisse
8 Diskussion
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorthesis zielt darauf ab, Belastungs- und Schutzfaktoren sowie Coping-Strategien innerhalb von inter- und multiprofessionellen Teams in der palliativen Versorgung im Krankenhaus zu untersuchen, um Erkenntnisse für eine optimale Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter und die Qualität der Patientenversorgung zu gewinnen.
- Analyse von Belastungs- und Stressfaktoren in der multiprofessionellen Palliativversorgung
- Untersuchung von Schutzfaktoren und Resilienzmaßnahmen für das Personal
- Evaluation von Coping-Strategien nach dem transaktionalen Stressmodell
- Bedeutung interprofessioneller Kommunikation und Teamarbeit
- Ansätze zur Förderung der Gesundheitskompetenz und systemischer Arbeitsbedingungen
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Definition Coping
Der Begriff „Coping“ vom englischen Verb „to cope“ abgeleitet, bedeutet in die deutsche Sprache übersetzt so viel wie „etwas zu bewältigen“ oder „mit etwas zurechtkommen“ (vgl. Hellert, Stix, 2023, S. 192).
Lazarus und Folkman definierten Coping als: „constantly changing cognitive und behavioral efforts to manage specific external and/or internal demands that are appraised as taxing or exceeding the resources of the person“ (Lazarus, Folkman, 1984, S. 141).
Coping bezeichnet damit sämtliche geistige Anstrengungen und Handlungsweisen, die es Menschen ermöglichen mit stressigen Anforderungen oder kritischen Situationen im Leben fertig zu werden. Als Coping - Strategie wird die Reaktion einer Person auf unterschiedliche Stressoren oder Zusammenhänge bezeichnet. Zur Bewältigung von schwierigen Situationen stehen dafür verschiedene Möglichkeiten des Coping zur Verfügung (vgl. Klingenberg, 2022, S. 45; Bengel, Lyssenko, 2012, S. 78).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die demografische Entwicklung und die daraus resultierende Belastung des Pflegepersonals im Kontext der Palliativversorgung ein und definiert die zentralen Zielsetzungen und die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen: Es werden die begrifflichen und theoretischen Grundlagen zur Palliativversorgung, inter-/multiprofessionellen Teamarbeit sowie zu Belastungs-, Stress- und Schutzfaktoren sowie Coping-Strategien dargelegt.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die systematische Literaturanalyse, inklusive der Suchkriterien, Datenbankrecherche und der Auswahl sowie Bewertung der verwendeten Studien.
4 Inter- und multiprofessionelle Teamarbeit in der Palliativversorgung: Der Fokus liegt hier auf der Bedeutung des inter- und multiprofessionellen Austauschs zur Erreichung optimaler Behandlungsqualität und der Rolle professioneller Standards.
5 Belastungs-, Stress- und Schutzfaktoren in der multiprofessionellen Teamarbeit im Kontext der Palliativversorgung im Krankenhaus: Hier werden spezifische Belastungen (z.B. Zeitdruck, Konfrontation mit dem Tod) und die resultierenden Folgen für die Mitarbeiter detailliert in Bezug auf aktuelle Studien analysiert.
6 Grundlegende Prinzipien von Coping im Kontext der Palliativversorgung: Das Kapitel beschreibt praxisnahe Modelle (u.a. das Stressmodell von Lazarus & Folkman) und konkrete Ansätze zur kurz- und langfristigen Stressbewältigung im Palliative-Bereich.
7 Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse der in Kapitel 3 ausgewählten Studien werden hier systematisch zusammengeführt und auf die Forschungsfrage bezogen.
8 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch gewürdigt und in Bezug auf die praktische Relevanz sowie Limitationen der Arbeit reflektiert.
9 Fazit: Dieser Abschlussteil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie Ausblicke für zukünftige Forschung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im interprofessionellen Team.
Schlüsselwörter
Palliative Versorgung, Palliative Care, multiprofessionelle Teamarbeit, interprofessionelle Zusammenarbeit, Stressoren, Belastungsfaktoren, Schutzfaktoren, Coping-Strategien, transaktionales Stressmodell, Gesundheitskompetenz, Stressbewältigung, Krankenhaus, Pflegequalität, Burnout-Prävention, Patientenversorgung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Belastungsfaktoren sowie Schutzfaktoren und Coping-Strategien in multiprofessionellen Teams innerhalb der palliativen Versorgung im Krankenhaus und wie diese die Arbeitsbedingungen und das Wohlbefinden beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die palliative Versorgung, die Teamarbeit in inter- und multiprofessionellen Settings, Stressmodell-Theorien wie das von Lazarus und Folkman sowie Konzepte der Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Identifizierung spezifischer Belastungs- und Schutzfaktoren sowie Coping-Strategien, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Mitarbeiter in Palliativteams nachhaltig zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin wendet eine systematische Literaturanalyse an, basierend auf einer gezielten Recherche in Fachdatenbanken, nach festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien und unter Verwendung anerkannter Bewertungsstandards wie STROBE und PRISMA.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, das methodische Vorgehen und stellt die Ergebnisse der ausgewählten Studien zu Belastungs-, Stress- und Coping-Prozessen dar, gefolgt von einer tiefgehenden Diskussion dieser Erkenntnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Palliative Care, Belastungsfaktoren, multiprofessionelle Teamarbeit, transaktionales Stressmodell, Coping-Strategien und Resilienz.
Welche Rolle spielt das Team im Bereich der Schutzfaktoren?
Das Team wird als der wichtigste schützende Aspekt identifiziert. Eine gute Kommunikation, Teamstabilität, gegenseitiges Vertrauen und der gemeinsame Austausch über schwierige Situationen sind maßgebliche Ressourcen zur Stressbewältigung.
Warum ist das transaktionale Stressmodell für diese Arbeit wichtig?
Es bietet eine fundierte Grundlage, um die Dynamik zwischen den Anforderungen der Arbeit (Stressoren) und der individuellen Bewertung durch die Mitarbeiter zu analysieren, was gezielte Interventionen zur Stressbewältigung ermöglicht.
Welche Bedeutung haben die ersten 72 Stunden nach Patientenaufnahme?
Studien zeigen, dass eine strukturierte Identifizierung der Bedarfe und eine koordinierte multiprofessionelle Dokumentation in diesem Zeitraum den größten positiven Einfluss auf die Behandlungsqualität und die Arbeitsweise des Teams haben.
Was wird als größte Belastung im Palliativbereich genannt?
Neben Zeitdruck und organisatorischen Mängeln wurden vor allem "nicht erfüllbare Ansprüche", die Konfrontation mit dem Tod und die Nähe an schwerstkranke Patienten und deren Angehörige als zentrale Belastungsfaktoren ausgemacht.
- Arbeit zitieren
- Ulrike Weber (Autor:in), 2024, Förderung der Gesundheitskompetenz im Krankenhaus. Belastungs- und Schutzfaktoren sowie Coping-Strategien im inter- und multiprofessionellen Team der Palliativversorgung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1496244