Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Inwiefern ist der Einsatz von Methoden des Klonens in unserer Gesellschaft vertretbar? Sollten wir uns selbst erlauben, in der Natur Gott zu spielen? Wie genau funktioniert der Vorgang des Klonens und welche Argumente gibt es für und gegen diese populäre Methode der Gentechnik? Bereits seit dem Jahr 1930, als Hans Spemann zum ersten Mal einen Klon erzeugte, war das Klonen ein Teil der Wissenschaft geworden. Große mediale Aufmerksamkeit gewann die Thematik jedoch erst 1996 durch das Schaf Dolly.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Definition Klonen
3.Klonen in der Natur
3.1.Bakterien
3.1.1.Mitotische Zellteilung
3.1.2.Knospung
3.1.3.Multiple Sporenbildung
3.2.Pflanzen
3.2.1.Ableger
3.2.2.Knollen
3.2.3.Absenker
3.3.Tiere
3.3.1.Blattläuse
3.3.2.Nesseltiere
3.3.3.Querzahnmolch
4.Klonen im Labor
4.1.Bakterien
4.2.Pflanzen
4.2.1.Abmoosen
4.2.1.1.Keilmethode
4.2.1.2.Ringmethode
4.2.2.Pflanzliche Gewebekulturen
4.2.2.1.Meristemkultur
4.2.2.2.Organkultur
4.3.Tiere
4.3.1.Reproduktives Klonen
4.3.1.1.Embryonensplitting
4.3.1.2.Somatischer Zellkerntransfer
4.3.1.3.Beispiele „Dolly“, „Zhong Zhong“ und „Hua Hua“
4.3.2.Therapeutisches Klonen
5.Klonen: Pro und Kontra
5.1.Vorteile des Klonens
5.1.1.Bakterien
5.1.2.Pflanzen
5.1.3.Tiere
5.2.Nachteile
5.2.1.Bakterien
5.2.2.Pflanzen
5.2.3.Tiere
6.Ethische Problematik des Klonens am Menschen
6.1.Allgemeine Argumentation
6.2.Menschenwürde
6.3.Identität
6.4.Psychosoziale Auswirkung auf den Klon
6.5.Ethik der Forschung zum Fortpflanzungsklonen
7.Rechtslage
8.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Klonens in seinem gesamten Umfang, von den biologischen Grundlagen in der Natur bis hin zur modernen Labortechnik. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Einsatz dieser Methoden wissenschaftlich vertretbar ist und welche ethischen wie rechtlichen Grenzen dabei beachtet werden müssen.
- Biologische Grundlagen ungeschlechtlicher Fortpflanzung bei Bakterien, Pflanzen und Tieren.
- Techniken des Klonens im Labor, wie Zellkerntransfer und Embryonensplitting.
- Argumentationsstruktur zur Abwägung von Nutzen und Gefahren des Klonens.
- Ethische und rechtliche Herausforderungen bei der Anwendung am Menschen.
Auszug aus dem Buch
4.3.1.2.Somatischer Zellkerntransfer
Der somatische Zellkerntransfer ist das bekanntere Verfahren und wurde unter anderem für die Erzeugung von Dolly, Zhong Zhong und Hua Hua genutzt. Dabei wird aus einer somatischen Zelle der Zellkern samt DNA entfernt. Gleichzeitig wird aus einer Eizelle (kann vom selben Organismus stammen; ist aber unüblich) ebenfalls der Zellkern entfernt. Der extrahierte Zellkern der somatischen Zelle wird nun in die Eizelle ohne Zellkern eingefügt. Daraus entwickelt sich ein Embryo, welcher dabei genetisch identisch mit dem Organismus, der die Eizelle bereitstellt, ist. Dieser Embryo wird nun in eine Leihmutter gegeben (auch hier wird meist auf einen neuen Organismus zurückgegriffen; theoretisch wäre es auch hier möglich den Embryo in denselben Organismus zu geben). Diese Methode war schon häufig bei verschiedenen Tierarten (Schafe, Affen, Katzen und Hunde) erfolgreich und wurde auch beim vom Aussterben bedrohten Gaur im Jahre 2001 genutzt, um das Aussterben zu verhindern.
Teilweise kann man verstorbene Haustiere zu einem Kostenpunkt von 50000€ für einen Hund/ 32000€ für eine Katze von einem Labor in Südkorea klonen lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Einführung in die Thematik des Klonens unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen und popkultureller Einflüsse.
2.Definition Klonen: Wissenschaftliche Eingrenzung des Klonbegriffs und Differenzierung zwischen genetischer Identität und individueller Persönlichkeitsentwicklung.
3.Klonen in der Natur: Analyse natürlicher Formen der asexuellen Fortpflanzung bei verschiedenen Organismengruppen wie Bakterien, Pflanzen und Tieren.
4.Klonen im Labor: Darstellung technischer Verfahren zur künstlichen Vermehrung und ihre Anwendung in Forschung und Landwirtschaft.
5.Klonen: Pro und Kontra: Kritische Abwägung der Vor- und Nachteile des Klonens für Bakterien, Pflanzen und Tiere.
6.Ethische Problematik des Klonens am Menschen: Philosophische und ethische Auseinandersetzung mit der Identität, Menschenwürde und den sozialen Auswirkungen menschlicher Klone.
7.Rechtslage: Überblick über den disparaten internationalen Umgang mit gesetzlichen Regelungen zum Klonen.
8.Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Entwicklung und der Relevanz der Klonforschung.
Schlüsselwörter
Klonen, Genetik, somatischer Zellkerntransfer, Embryonensplitting, Ethik, Menschenwürde, Biotechnologie, Stammzellen, asexuelle Fortpflanzung, Genom, Forschung, Rechtslage, Biologie, Identität, Nutztierhaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beleuchtet das Klonen als biologisches Phänomen und technologische Errungenschaft, wobei sowohl die naturwissenschaftlichen Grundlagen als auch die ethischen Implikationen thematisiert werden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die natürliche Form der ungeschlechtlichen Vermehrung, die labortechnische Umsetzung bei verschiedenen Spezies sowie eine kritische ethische Reflexion der Anwendung, insbesondere beim Menschen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über das Klonen zu entwickeln, um zu beurteilen, ob diese Technologie eine sinnvolle Innovation oder einen ethisch problematischen Eingriff in die Natur darstellt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, wissenschaftlichen Dokumenten und rechtlichen Rahmenbedingungen basiert.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Klonens in der Natur, die detaillierte Beschreibung von Labormethoden sowie eine Pro- und Kontra-Argumentation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Genetik, somatischer Zellkerntransfer, Embryonensplitting, Ethik, Menschenwürde sowie Biotechnologie.
Wie unterscheidet sich therapeutisches von reproduktivem Klonen?
Reproduktives Klonen zielt auf die Erschaffung eines genetisch identischen Lebewesens ab, während beim therapeutischen Klonen Embryonen erzeugt werden, um daraus Stammzellen für medizinische Zwecke zu gewinnen.
Welche Rolle spielt die „somatische Zelle“ beim Klonprozess?
Die somatische Zelle liefert den Zellkern mit der genetischen Information, der in eine entkernte Eizelle implantiert wird, um den Klonierungsprozess zu initiieren.
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- Anonym (Autor:in), 2023, Klonen. Ethischer Abgrund oder bahnbrechende Innovation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499572