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Ethische Dilemmata im Kindergarten. Eine Analyse anhand des 6-Schritte-Modells von Tödt

Titel: Ethische Dilemmata im Kindergarten. Eine Analyse anhand des 6-Schritte-Modells von Tödt

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Samanta Warnecke (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht ein ethisches Dilemma, das sich in einem Kindergarten ereignet hat, und beleuchtet die Entwicklungslinie der Frühpädagogik sowie den ethischen Umgang mit herausfordernden Situationen in der Arbeit mit Kindern. Im Fokus stehen die Fragen nach der Bedeutung von Kindheit in der Gesellschaft, den rechtlichen Grundlagen der Kinderbetreuung und den Ressourcen, die Erzieher:innen benötigen, um ethisch fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Analyse basiert auf einem realen Fallbeispiel und erfolgt unter Anwendung des 6-Schritte-Modells von Tödt, das als Instrument zur ethischen Urteilsfindung dient. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Kindheit und Kindergartenpädagogik wird reflektiert, wie ethische Sensibilität und Reflexion zur Verbesserung der Praxis beitragen können. Die Arbeit zeigt, dass die Klärung der eigenen ethischen Position und der reflektierte Umgang mit komplexen Situationen wesentliche Voraussetzungen für eine gelungene sozialpädagogische Praxis darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Kindheit

3. Geschichte

3.1. Historische Entwicklung der Kindheit

3.2. Entstehung des Bildungsauftrages „Kindergarten“

4. Umgang mit Kindern im Kindergarten

5. Bearbeitung des Fallbeispiels

5.1. Fallbeispiel

5.2. Ethische Urteilsfindung anhand des 6-Schritte-Modells

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert die professionelle Rolle von Sozialarbeitenden im Kontext ethischer Dilemmata in der frühkindlichen Bildung. Ausgehend von einem konkreten Fallbeispiel im Kindergartenbereich wird anhand des 6-Schritte-Modells nach Tödt erörtert, wie Erzieherinnen und Erzieher zwischen elterlichen Anforderungen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Recht der Kinder auf Selbstbestimmung ethisch verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können.

  • Historische Genese der Kindheit und des Kindergartens
  • Ethische Begründung pädagogischen Handelns
  • Anwendung des 6-Schritte-Modells zur ethischen Urteilsfindung
  • Rechtliche Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
  • Reflexion des professionellen Selbstverständnisses

Auszug aus dem Buch

5.2. Ethische Urteilsfindung anhand des 6-Schritte-Modells

Im Folgenden wird anhand des 6-Schritte-Modells von Tödt, eine ethische Urteilsfindung durchgeführt (vgl. Eisenmann 2006: 123). Um ein bestmögliches Urteil fällen zu können, bietet diese Methode die Möglichkeit viele Facetten eines diversen Falls zu betrachten und ausführlich zu bearbeiten.

Der erste Schritt ist die Problemfeststellung. Hierbei wird zunächst einmal das ethische Problem bestimmt (vgl. Eisenmann 2006: 124). Im vorgestellten Fallbeispiel (siehe Kapitel 5.1) wird klar, dass das Anliegen der Mutter möglicherweise eine Beeinträchtigung des Kindes bedeuten könnte. Im Speziellen zeigt sich dies in der Gestaltung des laufenden Vormittages im Kindergarten.

Nach der Feststellung des Problems, werden im zweiten Schritt äußere Faktoren gesammelt, welche das Problem und die Handlungsmöglichkeiten beeinflussen. Der Rahmen des Problems wird daher genauer betrachtet (vgl. Eisenmann 2006: 124). Das Anliegen der Mutter wird in diesen Fall sehr genau genommen und so gut wie möglich umgesetzt. Dennoch steht dieses Anliegen im Konflikt mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Neben der fehlenden Selbstbestimmung wird auch das Ausgrenzen der sozialen Gruppe und die fehlende Gleichberechtigung gegenüber den anderen Kindern am Morgen beobachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den beruflichen Spagat von Erzieherinnen und Erziehern und führt in die ethische Problemstellung anhand eines Fallbeispiels ein.

2. Der Begriff Kindheit: In diesem Kapitel wird Kindheit aus soziologischer und historischer Perspektive als soziale Strukturkategorie definiert und erläutert.

3. Geschichte: Es erfolgt eine Analyse der historischen Entwicklung der Kindheit sowie der Genese des Bildungsauftrags und der Institution „Kindergarten“ sowie deren politischer Einordnung.

4. Umgang mit Kindern im Kindergarten: Dieses Kapitel verknüpft rechtliche Grundlagen gemäß SGB VIII mit der pädagogischen Philosophie einer konkreten Einrichtung.

5. Bearbeitung des Fallbeispiels: Anhand eines Praxisbeispiels zur Essenssituation wird eine ethische Urteilsfindung mittels des 6-Schritte-Modells von Tödt durchgeführt.

6. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert die Bedeutung der historischen Wahrnehmung von Kindheit für das heutige professionelle Handeln und betont die Notwendigkeit von Zeit, Geduld und ethischer Reflexion.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Kindheit, Kindergarten, Ethik, Ethische Urteilsfindung, 6-Schritte-Modell, Frühpädagogik, SGB VIII, Selbstbestimmung, Erziehung, Kindeswohl, Historische Entwicklung, Fallbeispiel, Pädagogisches Handeln, Berufsrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ethische Aspekte und Herausforderungen im pädagogischen Alltag, insbesondere in Bezug auf die Rolle von Erziehenden bei der Aushandlung von Elternwünschen und Kindesinteressen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Geschichte der Kindheit und des Kindergartens, rechtliche Grundlagen der Jugendhilfe, ethische Theorien sowie deren praktische Anwendung auf ein konkretes Fallbeispiel ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein ethisch vertretbares Handeln in einem schwierigen Fallbeispiel zu begründen und dabei aufzuzeigen, wie professionelles Handeln zwischen Recht, Erziehungsauftrag und Kindeswohl vermitteln kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur historischen und rechtlichen Einordung sowie das 6-Schritte-Modell nach Tödt zur ethischen Urteilsfindung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Kindheitsbegriffs und der Geschichte der Einrichtung Kindergarten, eine rechtliche Kontextualisierung sowie eine detaillierte Fallanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Soziale Arbeit, Frühpädagogik, Ethische Urteilsfindung, Selbstbestimmung und Kindeswohl.

Wie bewertet die Verfasserin das Problem der Essenssituation im Kindergarten?

Sie sieht einen klaren Konflikt zwischen der elterlichen Vorgabe, das Kind zum Essen zu bewegen, und dessen Recht auf Selbstbestimmung, was zu einer sozialen Ausgrenzung des Kindes führt.

Welche Empfehlung gibt die Arbeit für den Umgang mit dem Mädchen?

Die Verfasserin empfiehlt, die Selbstbestimmung des Mädchens zu stärken, den Spieldruck zu mindern und den Dialog mit der Mutter durch regelmäßige Entwicklungsgespräche zu intensivieren.

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Details

Titel
Ethische Dilemmata im Kindergarten. Eine Analyse anhand des 6-Schritte-Modells von Tödt
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
2,3
Autor
Samanta Warnecke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1504220
ISBN (PDF)
9783389080801
ISBN (Buch)
9783389080818
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindergarten Dilemma Frühpädagogik Kindheit Kindergartenpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samanta Warnecke (Autor:in), 2020, Ethische Dilemmata im Kindergarten. Eine Analyse anhand des 6-Schritte-Modells von Tödt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1504220
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Leseprobe aus  20  Seiten
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