„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“, so kann man es dem deutschen Grundgesetz entnehmen (Grundgesetz, o.V., 2009: Artikel 20a ). Im Sinne der global diskutierten Themen Klimawandel und Umweltschutz sind Deutschland und die übrigen Industriestaaten gewillt die CO² Werte drastisch zu reduzieren, da die bisher emittierten Treibhausgase unsere Atmosphäre überlasten und somit zu einer gefährlichen Erderwärmung führen ( vgl. kpmg, o.V., 12.10.2009 ). 1992 haben 188 Staaten in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention, welche das Ziel hat die Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre auf ein erträgliches Niveau zu stabilisieren, unterzeichnet ( vgl. Erling, 2008:11 ). Seit 2005 soll der Emissionshandel durch seinen Handel mit Zertifikaten den Ausstoß regulieren ( vgl. enercity, o.V., 16.10.2009 ). Das Ziel für den Zeitraum von 2008 bis 2012 in Deutschland ist es laut EU-Lastenverteilung eine Minderung der Emissionen um 21% zu erreichen ( vgl. Erling, 2008:13 ).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Klimawandel/Globale Erwärmung
3 Klimaschutz-Index 2009
4 Prinzip des Emissionshandels
5 Kyoto-Protokoll
6 Emissionshandelsrichtlinie
7 Monitoring-Leitlinien
7.1 Monitoring-Konzept
7.2 Fall-back-Konzept
8 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise sowie die Chancen und Risiken des Emissionshandels im Kontext des globalen Klimawandels und beleuchtet dabei kritisch die Umsetzung durch politische Rahmenbedingungen wie das Kyoto-Protokoll und europäische Richtlinien.
- Grundlagen des Klimawandels und der globalen Erwärmung
- Analyse der Wirksamkeit internationaler Instrumente wie des Kyoto-Protokolls
- Darstellung des Emissionshandels als marktwirtschaftliches Steuerungsinstrument
- Notwendigkeit und Integration erneuerbarer Energien
- Überwachungspflichten für Unternehmen durch Monitoring- und Fall-back-Konzepte
Auszug aus dem Buch
4 Prinzip des Emissionshandels
„Beim Emissionshandel wird die Atmosphäre aufgeteilt. Wer Kohlendioxid abladen will, muss dafür zahlen“ (Staud/Reimer, 2007: 27). Wie viel Treibhausgas emittiert werden darf bestimmt die EU-Kommission, welche jedes Jahr immer weniger Zertifikate herausgibt, damit ein stetige Reduzierung der Emissionen stattfinden und so die Atmosphäre entlastet werden kann (vgl. wir-klimaretter, o.V.,16.10.2009). Das Prinzip des Handels mit Emissionszertifikaten hatte Herr David Fleming zuerst angedacht und in kürzester Zeit seine skeptischen Studenten an der Universität in Oxford von der Logik seiner Idee bezüglich der handelbaren Haushaltsquoten für Kohlendioxid „Domestic Tradable Quotas“ überzeugt (vgl. Staud/Reimer, 2007: 77). Weiter gab der Ökonom Roald Coase vor, dass der Staat den Rahmen für dieses Handelssystem vorgeben solle, jedoch der Rest der Wirtschaft überlassen werden kann und soll (vgl. Staud/Reimer, 2007:30). Die Unternehmen haben zunächst im Jahre 2005 kostenlose Zertifikate, welche angegeben haben wie viel CO² sie emittieren dürfen, herausgegeben (vgl. Staud/Reimer, 2007:29). Jedoch hatte sich 2005 schnell herauskristallisiert, dass zu viele Emissionszertifikate herausgegeben wurden als überhaupt ein Ausstoß an Treibhausgas stattfand. Somit konnten die Konzerne hohe Gewinne verbuchen, denn die Produkte, welche in ihrer Herstellung Kohlendioxid verbrauchen, wurden preislich erhöht jedoch war der Beitrag zum Klimaschutz nicht gegeben (vgl. Staud/Reimer, 2007: 29,33).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im deutschen Grundgesetz und erläutert die Dringlichkeit der CO2-Reduktion sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Klimawandel/Globale Erwärmung: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen natürlichem Klimawandel und anthropogener Erwärmung und benennt die negativen Folgen der Treibhausgasemissionen.
3 Klimaschutz-Index 2009: Es wird die Methodik des Klimaschutz-Index vorgestellt, um die Klimaschutzleistungen verschiedener Staaten vergleichbar zu machen.
4 Prinzip des Emissionshandels: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Handels mit Zertifikaten und das Cap-and-Trade-Prinzip sowie die damit verbundenen Pflichten erläutert.
5 Kyoto-Protokoll: Das Kapitel behandelt die internationalen Verpflichtungen zur Emissionsminderung und die Rolle der verschiedenen Treibhausgase sowie die flexiblen Instrumente des Protokolls.
6 Emissionshandelsrichtlinie: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Gesetze dargestellt, die den Emissionshandel innerhalb der Europäischen Union und Deutschland regeln.
7 Monitoring-Leitlinien: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an die Überwachung von Emissionen durch die Industrie.
7.1 Monitoring-Konzept: Es wird detailliert beschrieben, wie Anlagenbetreiber ihre Emissionen methodisch erfassen und dokumentieren müssen.
7.2 Fall-back-Konzept: Hier werden Ausnahmeregelungen und alternative Überwachungsmethoden bei technischen Schwierigkeiten beschrieben.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die notwendige Synergie zwischen Emissionshandel und dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Schlüsselwörter
Emissionshandel, Klimawandel, Treibhausgase, CO2-Zertifikate, Kyoto-Protokoll, Erneuerbare Energien, Klimaschutz-Index, Monitoring-Konzept, Emissionsreduktion, Umweltpolitik, Cap-and-Trade, Industrienationen, Nachhaltigkeit, Treibhausgaspotenzial, Klimarahmenkonvention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Konzept des Emissionshandels als Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasen und beleuchtet dabei sowohl die Chancen als auch die Risiken für Umwelt und Wirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die globale Erwärmung, die Funktionsweise des Zertifikatehandels, die internationale Klimapolitik und die konkrete technische Umsetzung in Industrieanlagen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch marktwirtschaftliche Anreize und verbindliche Vorgaben wie das Kyoto-Protokoll eine Senkung der Treibhausgasemissionen erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Klimaschutzberichte, gesetzlicher Richtlinien und Fachpublikationen, um den Status quo des Emissionshandels darzustellen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Klimaproblematik, die Erklärung des Emissionshandels, eine Betrachtung internationaler Abkommen sowie eine detaillierte Ausführung zur Überwachung der Emissionen in der Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Emissionshandel, Klimaschutz, CO2-Zertifikate, Erneuerbare Energien, Kyoto-Protokoll und Nachhaltigkeit.
Warum wird im Dokument explizit auf die USA und China eingegangen?
Die USA und China sind aufgrund ihres hohen Anteils an globalen Emissionen entscheidende Akteure, deren klimapolitisches Verhalten massiven Einfluss auf den Gesamterfolg weltweiter Klimaziele hat.
Welche Rolle spielt das Monitoring-Konzept für Unternehmen?
Das Monitoring-Konzept ist für Unternehmen verpflichtend, um die genauen CO2-Emissionen ihrer Anlagen transparent und nachprüfbar zu machen, damit die Einhaltung der Zertifikatsgrenzen gewährleistet bleibt.
- Arbeit zitieren
- Maike Wiederholz (Autor:in), 2009, Emissionshandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150458