Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Sonstiges

Wechsel der Weltbilder

Medienwissenschaftliche Analyse Galileis teleskopischer Beobachtungen und ihre Bedeutung für die Wissenschaftsgeschichte

Titel: Wechsel der Weltbilder

Seminararbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Korbinian Klinghardt (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Seminararbeit entstand im Rahmen eines medienwissenschaftlichen Seminars mit dem Titel „Medien-Ereignisse“ an der Universität Regensburg. Ziel dieser Arbeit ist es - aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive - zentrale Entwicklungslinien bei der Konstruktion von Weltbildern zwischen Antike und früher Neuzeit herauszuarbeiten. Darüber hinaus sollen aus medienwissenschaftlicher Sicht die teleskopischen Beobachtungen Galileo Galileis analysiert und ihre Bedeutung für die Kosmologie und Weltanschauung des 17. Jahrhunderts erklärt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem Galileis Beitrag zur Begründung einer modernen Naturwissenschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Themenstellung und Zielsetzung der Arbeit

1. Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Entwicklung kosmologischer Weltbilder zwischen Antike und früher Neuzeit

1. 1 Rationalisierung und Demystifizierung als kosmologische Prämissen in der Zeit der griechischen Polis

1. 2 Frühmittelalterliche Distanzierung von der empirischen Naturerkenntnis zugunsten einer theologisch fundierten Kosmologie

1.3 Hochmittelalterliches Aufleben einer an Empirismus orientierten Kosmologie

1. 4 Allmähliche Abkehr von der antik-mittelalterlichen Kosmologie in der frühen Neuzeit

2. Galileis teleskopische Beobachtungen und ihre Konsequenzen für die weltbildlichen Vorstellungen des 17. Jahrhunderts

2.1 Überwindung des aristotelischen Sichtbarkeitspostulats durch Galileis teleskopische Eroberung des Weltraumes

2.2 Stellarisierung der Erde als Folge Galileis teleskopischer Mondbeobachtungen

2.3 Beobachtung der Jupitermonde als sinnlich erfahrbare Manifestation des Kopernikanismus

3. Galileo Galileis Bedeutung für die Entwicklung einer modernen Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert

3.1 Begründung einer umfassenden Mathematisierung durch Galileo Galilei

3.2 Galileis Wertschätzung der Verifizierung wissenschaftlicher Hypothesen durch das Experiment

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht aus wissenschaftsgeschichtlicher und medienwissenschaftlicher Perspektive, wie Galileis teleskopische Beobachtungen zur Transformation von Weltbildern im 17. Jahrhundert beigetragen und die moderne Naturwissenschaft maßgeblich mitbegründet haben.

  • Wandel von kosmologischen Weltbildern zwischen Antike und früher Neuzeit
  • Die Rolle des Teleskops als Instrument zur Überwindung des aristotelischen Sichtbarkeitspostulats
  • Stellarisierung der Erde und Auswirkungen auf das anthropozentrische Weltbild
  • Bedeutung der Mathematisierung und experimentellen Verifizierung für den wissenschaftlichen Fortschritt

Auszug aus dem Buch

2.1 Überwindung des aristotelischen Sichtbarkeitspostulats durch Galileis teleskopische Eroberung des Weltraumes

Die teleskopischen Entdeckungen Galileo Galileis seit dem Jahre 1609 bezeichnen eine - aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive - unvergleichliche Zäsur im astronomischen und philosophischen Denken jener Zeit. In diesem Zusammenhang soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass Galileo weder das Teleskop erfunden noch als erster mithilfe des Fernrohrs astronomische Untersuchungen durchgeführt hatte. Die Idee, mittels technischer Instrumente Objekte optisch zu vergrößern, geht zurück ins 13. Jahrhundert und findet sich bereits in den Schriften des englischen Philosophen Roger Bacon, der von einer Konstruktion träumte, mithilfe derer „ein Kind wie ein Riese erscheint und ein Mann wie ein Berg.“

Der deutsch-niederländische Brillenmacher Hans Lipperhey beantragte circa drei Jahrhunderte später beim Generalstaat der sich im Entstehen befindlichen Republik Holland in Den Haag erstmals ein Patent für „ein bestimmtes Instrument zum Weitsehen“. Zu den frühesten Wissenschaftlern, die das Teleskop für astronomische Zwecke gebrauchten, zählt der englische Naturphilosoph Thomas Harriot, der bereits im Sommer des Jahres 1609 detaillierte Mondkarten anfertigte, diese jedoch nicht publizierte. Ursprünglich für militärische Zwecke konzipiert, eröffnete das galileische Fernrohr in Kombination aus einer divergenten-plankonkaven und einer konvergenten-plankonvexen Linse mit einem bis zu 30-fachem Vergrößerungseffekt jedoch eine vollkommen neuartige Sicht auf den Himmel und erschütterte damit radikal das von Aristoteles begründete Sichtbarkeitspostulat, nach welchem die organische Ausstattung des Menschen ausreicht, um den Kosmos mitsamt seiner inhärenten Prozesse zu erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

Themenstellung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einführung erläutert den medienwissenschaftlichen Rahmen der Arbeit und definiert die Untersuchung der historischen Entwicklung von Weltbildern bis hin zur modernen Naturwissenschaft als Ziel.

1. Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Entwicklung kosmologischer Weltbilder zwischen Antike und früher Neuzeit: Das Kapitel analysiert den Wandel von mythologischen Deutungen hin zu rationalen und später theologisch dominierten Modellen des Kosmos.

2. Galileis teleskopische Beobachtungen und ihre Konsequenzen für die weltbildlichen Vorstellungen des 17. Jahrhunderts: Hier wird untersucht, wie Galileis Entdeckungen das aristotelische Weltbild durch visuelle Evidenz erschütterten und zur Stellarisierung der Erde beitrugen.

3. Galileo Galileis Bedeutung für die Entwicklung einer modernen Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert: Das letzte Kapitel erörtert die Einführung einer mathematischen Naturbeschreibung sowie die methodologische Etablierung des Experiments als zentrale Pfeiler moderner Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Galileo Galilei, Weltbilder, Kosmologie, Teleskop, Wissenschaftsgeschichte, Aristoteles, Kopernikanismus, Naturwissenschaft, Empirismus, Mathematisierung, Experiment, Sichtbarkeitspostulat, Stellarisierung, Wissenswandel, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel von Weltbildern zwischen der Antike und der frühen Neuzeit, mit einem besonderen Fokus auf den Einfluss von Galilei.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Wissenschaftsgeschichte der Kosmologie, die medienwissenschaftliche Analyse des Teleskops und die Entstehung moderner wissenschaftlicher Arbeitsweisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung von Galileis Beobachtungen für die Kosmologie und seinen Beitrag zur Begründung einer modernen, empirisch und mathematisch fundierten Naturwissenschaft aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine wissenschaftsgeschichtliche Analyse sowie eine medienwissenschaftliche Reflexion technischer Vermittlung von Erkenntnis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Entwicklung von Weltbildern, die Auswirkungen der Entdeckungen Galileis auf das damalige Weltbild sowie seine methodischen Neuerungen thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Galileo Galilei, Teleskop, Kosmologie, Mathematisierung und Empirismus.

Was bedeutet das aristotelische Sichtbarkeitspostulat, das Galileo überwand?

Es bezeichnet die Annahme, dass die menschliche organische Sinneswahrnehmung ausreicht, um die Prozesse des Kosmos vollständig zu erkennen und zu begreifen.

Warum wird im Dokument von der „Stellarisierung“ der Erde gesprochen?

Der Begriff beschreibt den Prozess, durch den die Erde ihre Sonderstellung als einzigartiger ruhender Mittelpunkt verlor und als Planet unter Planeten erkennbar wurde.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wechsel der Weltbilder
Untertitel
Medienwissenschaftliche Analyse Galileis teleskopischer Beobachtungen und ihre Bedeutung für die Wissenschaftsgeschichte
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur)
Veranstaltung
Seminar: Medien-Ereignisse
Note
1,3
Autor
Korbinian Klinghardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V150706
ISBN (eBook)
9783640620722
ISBN (Buch)
9783640620845
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wechsel Weltbilder Medienwissenschaftliche Analyse Galileis Beobachtungen Bedeutung Wissenschaftsgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Korbinian Klinghardt (Autor:in), 2010, Wechsel der Weltbilder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150706
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum