Bei der Entstehung dieser Arbeit haben mich viele Menschen begleitet und in vielfältiger Weise unterstützt, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Wagner und Frau Dr. Harms für die Zustimmung, dieses Thema für meine Magisterarbeit verwenden zu dürfen.
Herrn Prof. Uszkoreit danke ich für meine Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft am DFKI, die mir den für den Abschluss der Arbeit notwendigen finanziellen Rückhalt gegeben hat.
Des Weiteren gilt mein Dank allen meinen Freunden, die mir durch Tipps, Kritik, Korrekturen und die bereitwillige moralische Unterstützung hilfreich zur Seite standen.
Inhaltsverzeichnis
0. VORWORT
1. EINLEITUNG
2. FORSCHUNGSSTAND
2.1. MÜNDLICHKEIT / SCHRIFTLICHKEIT
2.2. KULTUR
3. COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION (CVK)
3.1. KOMMUNIKATION
3.1.1. Definitionen
3.1.2. Sprache und Zeichen
3.1.3. Kommunikationskanäle
3.2. DAS NEUE AN DER COMPUTERVERMITTELTEN KOMMUNIKATION
3.2.1. Kommunikationsformen
3.2.2. Aufhebung der räumlichen und zeitlichen Beschränkungen
3.2.3. Formen sozialer Organisation im Internet
3.2.4. Spielen mit Identitäten
3.2.5. Anonymität
3.2.6. Fehlen von nonverbaler Kommunikation
3.3. KOMMUNIKATIONSDIENSTE
3.3.1. E-Mail
3.3.2. Mailingliste
3.3.3. Newsgroup
3.3.4. Chat
3.3.5. MUD
3.4. FAZIT
4. KONZEPTIONELLE MÜNDLICHKEIT IN DER COMPUTERVERMITTELTEN KOMMUNIKATION
4.1. MÜNDLICHKEIT VS. SCHRIFTLICHKEIT
4.2. KOMMUNIKATIONSBEDINGUNGEN DER NEWSGROUPS
4.2.1. Privatheit vs. Öffentlichkeit
4.2.2. Vertrautheit vs. Fremdheit der Partner
4.2.3. Starke vs. geringe emotionale Beteiligung
4.2.4. Starke vs. geringe Situations- und Handlungseinbindung
4.2.5. Origo-naher vs. origo-ferner Referenzbezug
4.2.6. Räumliche und zeitliche Nähe vs. Distanz
4.2.7. Intensive vs. geringe Kooperation
4.2.8. Dialogizität vs. Monologizität
4.2.9. Spontanität vs. Reflektiertheit
4.2.10. Freie Themenentwicklung vs. starke Themenfixierung
4.2.11. Zusammenfassung der Parameterwerte in den Newsgroups
4.3. ELEMENTE KONZEPTIONELLER MÜNDLICHKEIT IN DER SPRACHE DER NEWSGROUPS
4.3.1. Emotikons
4.3.2. Emulierte Prosodie
4.3.3. Lexik
4.3.4. Syntax
4.3.5. Besonderheiten des Französischen
4.4. FAZIT
5. KULTURELLE FAKTOREN IN DER CVK
5.1. DEFINITION DER KULTUR
5.2. KULTURELLE DIMENSIONEN
5.2.1. Hall
5.2.2. Hofstede
5.2.3. Trompenaars / Hampden-Turner
5.2.4. Vergleich von Kulturdimensionen
5.3. KULTURELLE DIMENSIONEN IN DER CVK
5.3.1. Hall
5.3.2. Hofstede
5.3.3. Trompenaars / Hampden-Turner
5.4. FAZIT
6. UNTERSUCHUNG
6.1. UNTERSUCHUNGSHYPOTHESEN
6.2. UNTERSUCHUNGSMETHODE
6.3. UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
6.4. DISKUSSION DER ERGEBNISSE
7. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Sprache, Kommunikation und Kultur im Internet, mit besonderem Fokus auf deutschen und französischen Newsgroups, um festzustellen, wie kulturelle Faktoren die computervermittelte Kommunikation (CVK) beeinflussen und inwieweit konzeptionelle Mündlichkeit in diesem Medium zum Ausdruck kommt.
- Analyse der konzeptionellen Mündlichkeit in digitalen Texten
- Vergleichende Untersuchung deutscher und französischer Newsgroups
- Integration kulturtheoretischer Dimensionen (Hall, Hofstede, Trompenaars) in die CVK-Forschung
- Untersuchung des "kulturellen Wandels" durch neue Kommunikationstechnologien
- Evaluation der Einhaltung kommunikativer Normen (Netiquette) in interkulturellen Kontexten
Auszug aus dem Buch
Die Netiquette in der Newsgroup
Auch im Internet, wo viele Menschen miteinander weltweit schriftlich kommunizieren und es wenig Anhaltspunkte für soziale Einordnungen und Verhaltensrichtlinien gibt, sind Regeln für den Umgang miteinander unerlässlich. Im Laufe der Jahre hat sich daher eine Richtlinie für korrektes Verhalten im Usenet, die sogenannte "Netiquette" als "allgemein akzeptierter Satz von Regeln" entwickelt.
Die Grundlagen der Netiquette wurden im Oktober 1995 in einem RFC (Request For Comments) zusammengefasst (RFC 1855). Das RFC 1855 behandelt "minimale Richtlinien zur Netzwerk-Etikette". Die einzelnen Regeln lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: (1.) Richtlinien für Verhalten gegenüber dem Netz und seinen Ressourcen und (2.) Richtlinien für kommunikatives Verhalten gegenüber anderen Menschen.
Es gibt einige Grundregeln, die für alle Internetdienste anwendbar sind, doch ist es unpräzise, von der Netiquette zu sprechen, da sie in den unterschiedlichen Internetdiensten teilweise variiert.
Zusammenfassung der Kapitel
0. VORWORT: Einleitende Danksagungen und Klärung formaler Aspekte sowie methodischer und ethischer Rahmenbedingungen der Untersuchung.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des Internets für die interkulturelle Kommunikation und Formulierung der zentralen Forschungsfragen dieser Magisterarbeit.
2. FORSCHUNGSSTAND: Überblick über bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Mündlichkeit, Schriftlichkeit und Kultur im Kontext des Internets.
3. COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION (CVK): Definition grundlegender Begriffe der Kommunikation und Darstellung spezifischer Internetdienste wie E-Mail, Newsgroups und Chats.
4. KONZEPTIONELLE MÜNDLICHKEIT IN DER COMPUTERVERMITTELTEN KOMMUNIKATION: Anwendung des Modells von Koch und Oesterreicher auf Internetkommunikation und Analyse sprachlicher Elemente der Mündlichkeit in Newsgroups.
5. KULTURELLE FAKTOREN IN DER CVK: Einführung in Kulturtheorien von Hall, Hofstede und Trompenaars/Hampden-Turner und deren theoretische Verknüpfung mit der CVK.
6. UNTERSUCHUNG: Empirische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen anhand einer Inhaltsanalyse deutscher und französischer Newsgroup-Beiträge.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Reflexion über die Anwendbarkeit klassischer Kulturdimensionen auf das Internet.
Schlüsselwörter
Computervermittelte Kommunikation, CVK, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Newsgroups, Internetkultur, Kulturdimensionen, interkulturelle Kommunikation, Netiquette, linguistische Analyse, Deutschland, Frankreich, Sprachwandel, digitale Kommunikation, Soziolinguistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die linguistischen und kulturellen Aspekte der computervermittelten Kommunikation (CVK), insbesondere den Einfluss nationaler Kulturen auf den Sprachgebrauch in Newsgroups.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Abgrenzung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in digitalen Medien, die Anwendung klassischer Kulturdimensionen auf das Internet sowie die Analyse spezifischer Kommunikationsformen wie Newsgroups.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, inwieweit sich Sprache und Kultur im Internet verändern, ob Internetkommunikation als "konzeptionell mündlich" eingestuft werden kann und welchen Einfluss die deutsche bzw. französische Nationalkultur auf die Online-Kommunikation ausübt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin wendet ein inhaltsanalytisches Verfahren an, bei dem ein Korpus von 296 Beiträgen aus deutschen und französischen Newsgroups systematisch untersucht wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur CVK und Mündlichkeit, die Vorstellung kulturwissenschaftlicher Modelle (Hall, Hofstede, Trompenaars) und die anschließende empirische Untersuchung der Newsgroups anhand dieser Modelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben CVK und Mündlichkeit sind insbesondere Begriffe wie Kulturdimensionen, interkulturelle Kommunikation, Newsgroups und der Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich zentral.
Warum wurden gerade Newsgroups für die Untersuchung ausgewählt?
Newsgroups bieten ein breites Themenspektrum, eine große Datenmenge sowie textbasierte Daten in digitaler Form, die auch nachträglich analysiert werden können und deren öffentlicher Charakter ethisch unbedenklich ist.
Welches Ergebnis wird bezüglich der kulturellen Dimensionen erzielt?
Die Untersuchung zeigt, dass die Übertragung klassischer Kulturdimensionen auf das Internet problematisch ist und dass Internet-Kulturen möglicherweise eigene, neue Dimensionen erfordern, da sich die Befunde oft von der "realen" Kommunikation unterscheiden.
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- M.A. Carmen Görl (Author), 2003, Computervermittelte Kommunikation unter kulturellen und sprachwissenschaftlichen Aspekten., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15078