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Das apostolische Glaubensbekenntnis - "...empfangen durch den Heiligen Geist; geboren von der Jungfrau Maria"

Title: Das apostolische Glaubensbekenntnis - "...empfangen durch den Heiligen Geist; geboren von der Jungfrau Maria"

Term Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Sabine Klatt (Author)

Theology - Systematic Theology
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Das Apostolische Glaubensbekenntnis hat eine lange und bunte Entstehungsgeschichte, die bis ins zweite Jahrhundert zurück geht. Unter Karl dem Großen wurde es um 800 n. Chr., durch einen kaiserlichen Rechtsakt, zum zentralen Dokument und offiziellem Bekenntnis des Frankenreiches, und damit im gesamten Abendland verbreitet. Das Glaubensbekenntnis besteht aus drei Hauptteilen, die den drei Personen der Trinität entsprechen. Die dreigliedrige Form des Bekenntnisses geht vermutlich auf Jesu Abschiedsworte zurück:

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (vgl. Mt. 28,19-20).

Bei der Verteilung der Themen über das Glaubensbekenntnis, habe ich mir den wohl schwierigsten Teil ausgesucht: Zeugung durch den Heiligen Geist und Jungfrauengeburt. In meiner Ausarbeitung werde ich mich jedoch auch mit dem vorhergehenden Teil „Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,“ beschäftigen, ohne den meines Erachtens keine Ausarbeitung der eigentlichen Passage möglich ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. was heißt „ich glaube an“?

2. wer war Jesus?

3. was bedeutet Christus?

4. was bedeutet eingeborener Sohn - und warum nicht Tochter?

5. was bedeutet empfangen durch den Heiligen Geist? Wer oder was ist das überhaupt? Was ist mit Josef?

6. geboren von der Jungfrau Maria – Jungfrau = Übersetzungsfehler? Wer war Maria?

7. Meine eigene Sichtweise:

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch-theologisch mit den Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses zur Geburt Jesu Christi auseinander, insbesondere mit der Empfängnis durch den Heiligen Geist und der Jungfrauengeburt, um ein tieferes Verständnis für die Bedeutung dieser Glaubensinhalte jenseits naturwissenschaftlicher Beweisbarkeit zu entwickeln.

  • Historische und theologische Analyse der Begriffe "glauben an", "Jesus" und "Christus".
  • Untersuchung der christologischen Bedeutung des "eingeborenen Sohnes".
  • Exegese zur "Empfängnis durch den Heiligen Geist" und der Rolle von Josef.
  • Diskussion der Jungfrauengeburt als historisches Ereignis versus symbolisches Glaubensbild.
  • Reflexion über das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Skepsis und persönlichem Glauben.

Auszug aus dem Buch

Zu 6: geboren von der Jungfrau Maria – Jungfrau = Übersetzungsfehler? Wer war Maria?

Die jungfräuliche Geburt wird auch als Parthenogenese bezeichnet [wissenschaftlich versteht man darunter die eingeschlechtliche Fortpflanzung, wobei die Nachkommen aus der Mutter heraus entstehen. Sie wurde sowohl im Tier- als auch im Pflanzenreich beobachtet. (vgl. www.wikipedia.de/30.12.2006)]

Im Alten Testament wird bereits darauf hingewiesen, dass alle großen Gottesmänner, auf denen eine Verheißung ruht, nicht wie jedes Kind auf Erden, einfach gezeugt und geboren werden. Bereits hier wird der Gedanke der Jungfrauengeburt als Motiv aufgenommen und in vielen verschiedenen Varianten geschildert: Zum Beispiel bei den Vätern Israels, bei Abraham und Sara (vgl. 1. Mose 18, 11-14), Isaak und Rebeka (vgl. 1.Mose 25, 21), Jakob und Rahel (vgl. 1. Mose 29, 31) oder auch bei Elkana und Hanna (vgl. 1. Samuel 1, 6-20).

Innerhalb des Neuen Testamentes wurde die Bezeichnung „Jungfrau“ durch einen Übersetzungsfehler verursacht. Das hebräische Wort alma (meint das herangereifte, heiratsfähige Mädchen; junge Frau) wurde bei der griechischen Übersetzung mit dem Wort parthenos (Jungfrau) wiedergegeben. Diese Übersetzung wurde von vorchristlichen Juden durchgeführt, es handelt sich also nicht um eine rein christliche Deutung. Der Tübinger evangelische Theologe Professor Eberhard Jüngel hält davon allerdings nichts. Er beruft sich darauf, dass in der Bibel steht, dass Maria „...von keinem Manne weiß...“ (vgl. Lk. 1, 34). Die Erklärung mit einem Übersetzungsfehler sei Schummelei, um sich dem Ärgernis zu entziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. was heißt „ich glaube an“?: Das Kapitel differenziert zwischen dem bloßen Fürwahrhalten von Fakten und dem existentiellen Vertrauen, welches das „glauben an“ im christlichen Kontext kennzeichnet.

2. wer war Jesus?: Hier wird der historische Jesus von Nazareth als Jude seiner Zeit betrachtet, wobei betont wird, dass die Evangelien weniger eine Biografie, sondern vielmehr Zeugnisse des Glaubens sind.

3. was bedeutet Christus?: Es wird erläutert, dass „Christus“ kein Name, sondern ein Titel (der Gesalbte) ist, der die messianische Erwartung und das Bekenntnis der Jünger zur Identität Jesu ausdrückt.

4. was bedeutet eingeborener Sohn - und warum nicht Tochter?: Dieses Kapitel beleuchtet die theologische Bedeutung der Sohnschaft Jesu als „einzig geboren“ und diskutiert kritisch die patriarchale Ausprägung dieser biblischen Bezeichnung.

5. was bedeutet empfangen durch den Heiligen Geist? Wer oder was ist das überhaupt? Was ist mit Josef?: Der Heilige Geist wird als wirkende göttliche Kraft definiert, während die Rolle Josefs als irdischer Ziehvater in den biblischen Erzählungen kontextualisiert wird.

6. geboren von der Jungfrau Maria – Jungfrau = Übersetzungsfehler? Wer war Maria?: Eine Untersuchung der Jungfrauengeburt, die philologische Debatten (alma vs. parthenos) und verschiedene theologische Sichtweisen von symbolisch bis dogmatisch gegenüberstellt.

7. Meine eigene Sichtweise:: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Position im Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlichem Weltbild und dem religiösen Bekenntnis, das auf die göttliche Freiheit vertraut.

Schlüsselwörter

Apostolisches Glaubensbekenntnis, Jesus Christus, Jungfrauengeburt, Heiliger Geist, Trinität, Systematische Theologie, historisch-kritische Methode, Dogma, Exegese, Glaube, Inkarnation, Maria, Josef, Erlösung, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Untersuchung zentraler Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, speziell der Empfängnis durch den Heiligen Geist und der Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Bedeutung des christlichen Glaubens, die historische Einordnung Jesu, der Titel "Christus", die Sohnschaft Gottes und die Interpretation von Wundergeschichten in der Bibel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Reflexion und Klärung der Glaubensaussagen zur Geburt Jesu, um ein Verständnis zu finden, das sowohl intellektuell ehrlich als auch spirituell tragfähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der systematischen Theologie, der Exegese biblischer Texte sowie historisch-kritische und psychologische Perspektiven (unter Einbezug von C.G. Jung).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sukzessive die einzelnen Phrasen des Glaubensbekenntnisses zur Geburt Jesu analysiert, historische Hintergründe geprüft und zeitgenössische sowie klassische theologische Deutungen gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Jungfrauengeburt, Heiliger Geist, Inkarnation, historisch-kritische Exegese, christlicher Glaube und theologische Hermeneutik.

Wie bewertet die Autorin die Debatte um einen Übersetzungsfehler bei der "Jungfrau"?

Die Autorin stellt fest, dass philologische Argumente (das hebräische "alma" als "junge Frau") existieren, verweist aber auf theologische Gegenpositionen, die den symbolischen Gehalt des Textes höher bewerten als eine rein naturwissenschaftliche oder sprachliche Korrektur.

Welche Rolle nimmt der Heilige Geist in der Argumentation ein?

Der Heilige Geist wird als eine göttliche Kraft verstanden, die das Handeln Gottes an Jesus initiiert, wobei explizit klargestellt wird, dass er nicht als biologischer Zeuger im menschlichen Sinne zu betrachten ist.

Wie geht die Autorin mit dem Konflikt zwischen Biologieunterricht und Glaubensbekenntnis um?

Die Autorin sieht keinen zwingenden Widerspruch, da der Glaube nach ihrer Auffassung nicht auf einer naturwissenschaftlichen Ebene operiert, sondern die Macht Gottes zur Schöpfung und Menschwerdung außerhalb rein biologischer Kausalität betont.

Welche Bedeutung kommt der Figur des Josef zu?

Josef wird als eine respektable Gestalt gewürdigt, die trotz der Umstände bei Maria blieb, und als Bindeglied zur davidischen Abstammungslinie hervorgehoben.

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Details

Title
Das apostolische Glaubensbekenntnis - "...empfangen durch den Heiligen Geist; geboren von der Jungfrau Maria"
Grade
1,2
Author
Sabine Klatt (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V150870
ISBN (eBook)
9783640626526
ISBN (Book)
9783640626892
Language
German
Tags
Apostolikum Apostolisches Glaubensbekenntnis Heiliger Geist Jungfrau Maria
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Klatt (Author), 2007, Das apostolische Glaubensbekenntnis - "...empfangen durch den Heiligen Geist; geboren von der Jungfrau Maria", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150870
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